wägungen und Vereinbarungen ab, und die daraus sich ergebenden Unterscheidungen.
 können daher kein brauchbares Merkmal geben.
Sofern Depositen und Kreditoren täglich rückzahlbare Gelder darstellen,
 hat eine Spezialisierung keinen erheblichen praktischen Wert. Die
Unterscheidungsmerkmale liegen in dem Ursprung bzw. dem Zweck der
Gelder. Dadurch wird auch die Kündigungsfrist bedingt, die von vornherein
 vereinbart ist: Täglich rückzahlbare Gelder bzw. Kündigung von
8, 14 Tagen, 1, 3, 6 oder mehr Monaten.
Im alten Bilanzschema wurde „Depositen“ durch „Einlagen“ ersetzt;
und zwei Arten von Kreditoren wurden unterschieden: 1. „Einlagen in
provisionsfreier Rechnung“, das sind Gelder, die „aus eigener Initiative
der Gläubiger der Bank zur Verzinsung überlassen sind, und zwar auf
Konten, die in der Regel im Kredit bleiben“, und 2. „Sonstige Kreditoren“.
Das neue Bilanzschema hat auch diese Unterteilung beseitigt und kennt
nur noch „Kreditoren“ (s. die Einlage).
Zu trennen sind weiter aber auch die Geschäfts- von den Spardepositen.
 Nach Neumann-Hofer!) stammen die eigentlichen Depositengelder
 vorzugsweise aus höheren Einkommensklassen — gerade die
gegenteilige Ansicht vertritt Otto Warschauer?) — und seien dazu
bestimmt, in absehbarer Zeit verbraucht oder anderweitig verwendet zu
werden. Spargelder dagegen stammen aus mittleren und unteren Einkommensklassen
 und würden nur verbraucht, wenn es Veränderungen in
der schwankenden Lage dieser Klasse erforderten. Hierzu ist zu bemerken,
daß Spargelder in der Hauptsache den Sparkassen anvertraut werden,
daß aber infolge von persönlichen Beziehungen und durch rege Propaganda
 auch ein nicht unerheblicher Teil Spargelder aus allen Bevölkerungskreisen
 den Depositenkassen der Banken zufließt, insbesondere
natürlich dann, wenn diese bei gleichem oder höherem Zinsfuß auch
sonst noch Erleichterungen in betreff Ein- und Auszahlung gewähren. Bei
einem hohen Satz für Depositengelder — in Zeiten großer Geldknappheit
haben die Banken 6 und mehr Prozent Zinsen vergütet — wurden früher,
wie jeder Sparkassenrendant bezeugen kann, ganz erhebliche Summen von
den Sparkassen, die ihren Zinsfuß nur äußerst selten veränderten, abgehoben
 und den Banken als Depositen mit längerer Kündigungsfrist über-1)
 Depositengeschäfte und Depositenbanken. "Theorie des Depositenbankwesens,
Leipzig 1894.
2) Das Depositenbankwesen in Deutschland mit besonderer Berücksichtigung der
Spareinlagen. Conrads Jahrbücher 1904.

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