Förderung der allgemeinen und fachwissenschaftlichen Bildung durch Unterhaltung
ainer Bibliothek, durch Abhaltunz von Vorträgen, sowie durch bankwissenschaftliche
Vorlesungen,
Pflege der Geselligkeit unter den Mitgliedern sowie Unterhaltung von Vereinsräumen.
1918 erfolgte die längst erstrebte Fusion mit dem Deutschen Bankbeamten-
 Verein.
Im Gegensatz zu dem Lokalverein, erstreckte der im Mai 1894 gegründete Deutsche
 Bankbeamten- Verein (Berlin NW, Luisenstr. 30) seine Werbetätigkeit
 aufs ganze Reich. Im Juni 1908 trat der Reichsbankbuchhalter Max Fürstenberg
 als geschäftsführender Vorsitzender an die Spitze des nach gewerkschaftlichen
Grundsätzen arbeitenden Vereins, und unter seiner zielbewußten, zunächst ehrenamtlichen,
 seit 1907 beruflichen Führung erreichte der Verein auf allen Gebieten der
sozialen Fürsorge und Standeshebung große Erfolge. Die Gründung des Beamtenversicherungsvereins
 (s. S, 453) ist mit an erster Stelle den langjährigen . Arbeiten
und Kämpfen des Deutschen Bankbeamten-Vereins zu danken.
Nach seinen Satzungen ist Zweck der Organisation die Vertretung der sozialen,
wirtschaftlichen und rechtlichen Interessen aller deutschen Bankbeamten auf gewerkschaftlicher
 und vaterländischer Grundlage. Spitzengewerkschaft ist der Gewerkschaftsring
 deutscher Arbeiter-, Angestellten- und Beamtenverbände, Insbesondere
werden erstrebt: Steigender Anteil an den Erträgnissen im Bankgewerbe; Verbesserung
 der Arbeits- und Rechtsverhältnisse in jeder Beziehung; Stärkung des Standesbewußtseins
 und Hebung des Ansehens; Unterstützung hilfsbedürftiger Vereinsmitzlieder
 und deren Hinterbliebenen. Zur Erreichung dieser Zwecke dienen insbesondere:
 Errichtung von Ortsgruppen und Zweigvereinen; Einwirkung auf die Arbeitzeber
 und deren berufliche Vertretungen durch alle Mittel der gewerkschaftlichen
Selbsthilfe; Abschluß von Tarifverträgen; Einwirkung auf die Gesetzgebung und auf
lie in Betracht kommenden Organe des öffentlichen Lebens; Veranstaltung und Ausarbeitung
 von Erhebungen über die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der
Bankangestellten; Gewährung von Stellenlosen-, Solidaritäts-, Gemaßregelten-, Notfall-
 und Hinterbliebenen-Unterstützung an die Mitglieder; eine für Firmen und
Mitglieder unentgeltliche Stellenvermittlung; Lieferung der „Bankbeamten-Zeitung‘
und Herausgabe von „Schriften‘; Ausbildung und Fortbildung durch Errichtung von
Fachschulen und Abhaltung von Vorträgen; Vermittlung von Vergünstigungen aller
Art. Parteipolitische und religiöse Bestrebungen sind ausgeschlossen.
Der Deutsche Bankbeamten-Verein ist bei weitem die größte Organisation
 der deutschen Bankbeamten. Die Zahl seiner Mitglieder beträgt
eund 89 0001). Neben der Zentrale bestehen 19 Geschäftsstellen.
Der Verein hat sich die Wahrung der Angestellteninteressen zur Hauptaufgabe
 gemacht und den sozialpolitischen Gesichtspunkt in den Vorder-1)

 Von den im Bankgewerbe kaufmännisch tätigen Betriebsvertretungs-Mitgliedern
 gehören 69 9% zum Deutschen Bankbeamten-Verein, 9%9 zu dem
[reigewerkschaftlichen Verband der Deutschen Bankangestellten und 8%g zum
Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verband.

„