grund gestellt. Er betont, daß gewisse Gegensätze zwischen Chefs und
Angestellten bestehen, daß aber trotzdem in sehr vielen Punkten ein
Hand-in-Hand-Gehen mit den Chefs das Gegebene sei, denn ein Blühen
and Gedeihen der Bankbetriebe sei für das Vorwärtskommen der Angestellten
 unerläßliche Bedingung.
Mit diplomatischem Geschick und eiserner Willenskraft hat der Verein
die Ehre des Standes zu wahren gewußt und, wo es ihm im Interesse der
Angestellten notwendig erschien, hat er Mißstände aufgedeckt und ist
energisch. für Abhilfe eingetreten. Er hat niemals die Politik getrieben:
Alles oder nichts erreichen, sondern er hat sich auf das unter den gegebenen
 Verhältnissen wirklich Erreichbare beschränkt.

Der im Jahre 1893 gegründete Deutschnationale Handlungsgehilfen-Verband,
 der männliche, kaufmänıische
 Angestellte aller Wirtschaftszweige aufnimmt und 385 000 Mitglieder
 zählt, ist für die gewerkschaftliche und sozialpolitische Arbeit in
Fachgruppen aufgegliedert. Die wichtigsten davon sind in sog. Reichsfachgruppen
 zusammengefaßt, die die besondere Eigenart der Fachgebiete
 in berufswissenschaftlicher Hinsicht pflegen und die besonderen
Belange in gewerkschaftlicher und sozialpolitischer Hinsicht vertreten.
Eine hiervon ist die Reichsfachgruppe Bankenim Deutschaationalen
 Handlungsgehilfen-Verband (Berlin-Wilmersdorf,
 Kaiser-Allee 25), die durch einen jeweils von der Verwaltung
des Verbandes bestellten Reichsfachgruppenleiter geleitet wird, Das Nach--ichtenblatt
 für die Gruppe Banken ist „Der Kaufmann im Bankgewerbe“,
 Der Fachgruppe gehören 14000 männliche kaufmännische
Bankangestellte an; sie ist somit die zweitstärkste Organisation der
Bankangestellten.
Im Gegensatz zur Organisationsidee des Fachvereins vertritt der D.H.V. als Berufsverband
 die Auffassung, daß alle männlichen kaufmännischen Angestellten aller Wirtschaftszweige
 zusammengehören, weil sie nur dadurch in der Lage sind, „im Zeitalter
ler Buchungsmaschinen und der Kapitalkonzentration im deutschen Wirtschaftsleben
sine Macht zu bilden‘. Durch Aufgliederung der Mitglieder in den einzelnen Wirtschaftszweigen
 in Fachgruppen werden die besonderen fachlichen Interessen gepflegt
und die aus der Eigenart des Fachgebietes sich ergebenden sozialpolitischen und
zewerkschaftliehen Aufgaben wahrgenommen.
Auf anderem Wege glaubt der im Jahre 1912 gegründete, auf radikalgewerkschaftlicher
 Grundlage stehende „Allgemeiner Verband
der Deutschen Bankangestellten“ — ursprünglich. hieß er
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