institut in der Weise in die Sparkassenorganisation eingegliedert, daß es
dem Bildungsausschuß des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes
untersteht, der neben dem Lehrinstitut auch ein Forschungsinstitut für
das kommunale Sparkassen- und Kreditwesen unterhält. Im übrigen sind
lie Veranstaltungen, die der Aus- und Fortbildung der Beamten von
Sparkassen, Girokassen, Kommunalbanken, Girozentralen, Landesbanken,
sowie von Sparkassen und Giroverbänden dienen, außerordentlich zahlreich.


Wenn schon im Jahre 1717 Paul Jacob Marperger in seiner
„Beschreibung der Banquen“ gesagt hat, daß die Bankiers „gemeiniglich
kluge, ansehnliche, vornehme ... an Verstand und Leib geschickte und
die Commerecia ihres Orts liebende und befördernde, uninteressierte, leutselige,
 freygebige, gerechte, gewissenhafte und beredte Leute“ sein müßten,
zo steigerten sich diese Anforderungen mit den immer größer werdenden
Aufgaben, die die Bankdirektoren und demgemäß auch die Bankbeamten
zu erfüllen haben,
Daß man in dem klassischen Lande des. Bankwesens, in England,
Jer Bankwissenschaft und der Banktechnik von jeher große Bedeutung
zeschenkt hat, mag nicht wundernehmen. So ist das „Institute of
Bankers“ in London eifrigst bestrebt, der Bankwissenschaft in
immer weiteren Fachkreisen Eingang zu verschaffen. Im Jahre 1879 nach
dem Vorbilde des „Institute of Bankers in Scotland“ ins Leben gerufen,
hat es die Schwesteranstalt heute bereits weit überflügelt 1), Seine Aufgaben
 bestehen darin, die Bearbeitung und Erörterung wichtiger Fragen
des Bankwesens vorzunehmen, und, wo nötig, Maßnahmen zu treffen, um
die gefaßten Entscheidungen in die Tat umzusetzen. Des ferneren will es
Gelegenheit zur Aneignung theoretischer Kenntnisse des Bankwesens gewähren
 ?). Diesem Zwecke dienen die während der Zeit vom November
bis Mai einmal allmonatlich stattändenden wissenschaftlichen Abende, bei
denen eine Abhandlung (paper) vorgelesen wird. Hieran knüpft sich eine
Diskussion, an der sich nicht selten auch bekannte Finanzerößen be-1)

 Von den 60000 Bankbeamten in England zählt es etwa die Hälfte zu seinen
Mitgliedern.
2) The Institute is an association of men and women connected with the various
öranches of Banking. Its objects are: first, to facilitate the consideration and discussion
of matters of interest to Bankers; secondly, to afford opportunities to its Members
for the acquisition of a knowledge of the theory of Banking, thirdly, to take any
measures which may be desirable to further the interests of Banking,