teiligen ?!). Neben diesen Einzelvorträgen findet in London und abwechselnd
 in den verschiedenen Provinzialstädten ein Vortragszyklus (lectures)
über ein Thema aus dem Gebiet des Geld-, Bank- und Kreditwesens statt.
Die Abhandlung sowohl wie die Vorlesungen werden im „Journal of the
Institute of Bankers“, das allen Mitgliedern kostenfrei geliefert wird, veröffentlicht
 ?), Als ein Ansporn zur wissenschaftlichen Tätigkeit dienen
auch Preisausschreiben, wie z, B. (für 1928): „The movements in the
volume of bank deposits in Great Britain during the years immediately
preceding the war, the period of the war and the post-war period, with an
explanation of the causes of their expansion and contraction“ — die besten
Arbeiten werden mit Preisen von 20 oder 10 £ ausgezeichnet —, vor
allem aber die Prüfungen (examinations).
Diese sich über einen Zeitraum von zwei Jahren ausdehnenden Prüfungen
 bestehen aus einem Vorexamen (preliminary) und einer bedeutend
schwierigeren Schlußprüfung (final). In beiden Examina erstreckt sich
die Prüfung auf Nationalökonomie?), Bankwesen, Handelsrecht und Buchführung.
 Bei der Vorprüfung tritt außerdem noch Arithmetik und Algebra,
 bei der Schlußprüfung Handelsgeschichte und Handelsgeographie
hinzu. Deutsch und Französisch sind fakultative Fächer. Wer Vor- und
Schlußprüfung besteht, erhält das Zeugnis (certificate) des Instituts, das

1) Im Februar 1930 stand z. B, zur Debatte „That no permanent improvement in
the export trade of this country is to be expected‘“. Referent (proposer) und Gegenreferent
 (opposer) werden vorher bekanntgegeben. Die beste These wird alljährlich
mit einem Preise von 50 £ belohnt.
% Themen des Winterhalbjahres 1929/30 waren z. B.: „The praetical working of
Ihe Federal Reserve Banking System“, „The usual forms of banking securities and
zuarantees and their legal effect“, „Leading ideas in accountancy“,
3} Nach dem „Syllabus‘“ des Instituts muß der Kandidat z. B. in der Nationalökonomie
 über folgende Gebiete orientiert sein: Umfang der politischen Ökononie
 und ihre Beziehungen zur Praxis. Grundbegriffe, wie: Wert, Preis, Vermögen
usw., Grundrente, Kapitalzins und Arbeitslohn. Wechsel, Geld und Kredit, Währung
und Bankwesen. Geldmarkt, Bank von England und Clearing House. Internationaler
Handel und Wechselkurse. Schutzzoll und Freihandel. Grundzüge der Finanzwissenschaft.

Aus diesen Gebieten werden 8 oder 9 Fragen gestellt, von denen der Kandidat
5 nach seiner Wahl in 21/» Stunden schriftlich beantworten soll. Die Themen für 1929
lauteten: ,
1. During the last few years the „dollar bill“ has become increasingly used in the
foreign trade of the United States of America. Can you sumgest reasons for this
development?
2. „The aet providing for the transfer of the note issue to the Bank of England

A