in denen zum Teil die Bankwissenschaft einen ersten Platz einnimmt, das
geistige Niveau der jungen Kaufleute und Bankbeamten zu heben.
Weit jüngeren Datums, aber während der 30 Jahre ihres Bestehens
bereits von größtem Erfolg gekrönt, sind die Fortbildungsbestrebungen der
amerikanischen Bankbeamten. Ebenso wie in England, sind auch
hier, im Gegensatz zu Deutschland, die Anregungen durch die Chefs gegeben
 worden. Der sehr segensreich wirkende Zentralverband amerikanischer
 Banken und Bankiers, die „American bankers association“, rief
Ende des Jahres 1900 das „American institute of bank clerks“, später
„American Institute of Banking“ genannt, ins Leben und legte ihm als
nicht zu unterschätzendes Patengeschenk 10000 $ in die Wiege. Zweck
des Instituts ist: Wahrung der Interessen des Bankgewerbes im allgemeinen
 und die der Bankbeamten im besonderen. Auf dem Jährlich im
Herbst stattfindenden Bankiertag wird stets ein kurzer Bericht über die
Tätigkeit des Instituts erstattet. .
Zur Erreichung des Zieles dienen zunächst die „chapters‘“, das sind
lokale Vereinigungen von Bankbeamten, die von dem in New York domizilierenden
 Zentralvorstande abhängig sind!). In diesen Vereinigungen
änden zahlreiche Vorträge über aktuelle Themen aus dem Gebiet des
Bankwesens und der politischen Ökonomie statt, an die sich nicht selten
anregende Diskussionen anreihen, bei denen auch die meist in großer
Anzahl anwesenden Bankdirektoren und Bankiers gern das Wort ergreifen?).
 Sehr lehrreich sind sicherlich auch, nach den Schilderungen, die
Diskussionen von Vertretern zweier verschiedener Lokalvereine. Die eine
Partei tritt z, B. für Errichtung einer Zentralnotenbank ein, während die
Angehörigen der Gegenparteien die geschilderten Vorzüge abzuschwächen
und die Nachteile hervorzuheben suchen. Sind auch diese Diskussionen

1) Die Mitgliederzahl der 202 chapters betrug Anfang 1930 mehr als 60 000. Jeder
Zweigverein (chapter) hat seinen eigenen Vorstand.
?) Bei der in Georgia stattgehabten Zusammenkunft der State Bankers Assoeiation
 äußerte sich hierüber Col. Robert J. Lowry, der bejahrte Präsident der Lowry
National Bank of Atlanta: „It was my pleasure to attend a meeting of the New
York. Chapter of the American Institute of Bank Clerks a few months ago in the
tity of New York, which Chapter is composed of about 1400 men. I thought, I
would find bank clerks there of ages ranging from‘ 15 to 30 years and upwards,
aut I found some of them there as old as I am, and that’s getting along up the
'adder pretty well. They seemed to be learning, and that Chapter of the Institute
was doing a great deal of good.. The: bankers were there, too, and they took a
zreaf interest in it.“
+aRß