nicht immer von hohem wissenschaftlichen Wert, so werden doch
hierdurch den jüngeren Kollegen meist wertvolle Anregungen und auch
Gelegenheit gegeben, sich in der freien Rede zu üben. Die siegende Partei
soll einen Ehrenpreis erhalten. Mitunter jedoch sind, nach den Urteilen
Jer Schiedsrichter, die Gründe beider Parteien so stichhaltig, daß sie
len Kampf für unentschieden erklären, und beide Parteien als Sieger
aus dem Redegefecht hervorgehen.
Die wichtigste Einrichtung ist die „Correspondence school of banking“.
Sie ist in erster Linie für diejenigen Bankbeamten geschaffen, welche in
kleinen oder mittleren Städten tätig sind, in denen überhaupt kein Lokalverband
 besteht, oder dessen Mitgliederzahl so gering ist, daß eine Veranstaltung
 von Vorträgen oder gar Vortragszyklen nicht angebracht erecheint.
 Der Unterricht wird brieflich und streng individuell erteilt.
14 Disziplinen zählt das Programm auf: Kaufmännisches Rechnen, Buchführung,
 praktisches Bankwesen, Handelsrecht, Nationalökonomie, englische
 Sprachlehre, Kaufmännische Terminologie, Handelskorrespondenz,
Kalligraphie, Stenographie, Handelsgeographie, Finanzwissenschaft,
Finanzgeschichte und Staatsrecht.
Wer an einem oder mehreren Zyklen teilzunehmen beabsichtigt, hat
zuvor seinen Bildungsgang genau zu schildern und eine Prüfung abzulegen,
 die den Zweck hat, zu zeigen, was etwa im Unterricht als bekannt
vorausgesetzt werden darf. Dann erhält der Teilnehmer einen gedruckten
Grundriß der zu behandelnden Materie, eine Anweisung, wie er, seinen
Vorkenntnissen entsprechend, das Studium zweckmäßig betreiben soll,
und ferner zwei Bogen mit Fragen !). Hat er bestimmte Abschnitte in den
angegebenen Werken durchstudiert, dann geht er an die Beantwortung

1) Der Liebenswürdigkeit des Präsidenten und des Sekretärs des Instituts ver-Janke
 ich den Besitz einiger Fragebogen aus dem Kapitel „Praktisches Bank-‚wesen‘,
 von denen ich zur Veranschaulichung der Methode einige Proben gebe:
„What are the banking possibilities of the place in which you live? What local
sonditions should be carefully considered before starting a bank? How are such
anterprises usually started? What kind of men and how many is it desirable to
interest? What is a National bank? From what source does a National bank derive
its charter? a State bank? What are the essential advantages and disadvantages
»f each? ...“ „What is the difference between shareholders and directors? Tell
briefly the provisions of the National Banking Law regarding directors in the
lollowing particulars: Number and election; term of office, qualification, oatlı
älling of vacancies; Hability for money borrowed; declaring dividends and surplus
Funds; withdrawal of capital; bad debts; penalties for violating law. What considerations
 should govern the seleetion of direetors? .. “

157