der Stoßkraft nach außen, Vereinfachung des Geschäftsbetriebes, Ersparung
 kostspieliger Abrundungen des Filialnetzes, Zusammenfassung persönlicher
 und organisatorischer Kräfte, also Vermeidung von Kraft- und
Zeitvergeudung, und Minderung des Wettbewerbes, nicht selten aber auch
der Ehrgeiz, die Konkurrenz zu überflügeln.
Ein gewisses Gegenstück zur Fusion ist die Auflösung herkömmlicher gemischter
 Betriebsformen, Trennung zwischen Kreditbank- und Hypothekenbankgeschäft:
 Die Hypothekenabteilungen der Bayerischen Handelsbank, der Vereinsbank
in Nürnberg und der Mecklenburgischen Hypotheken- und Wechselbank sind verselbständigt
 worden.
Die zwischen der Darmstädter Bank und der Nationalbank für Deutschland
 im Oktober 1921 geschlossene Bankengemeinschaft hat
1922 zur Verschmelzung der beiden Institute geführt. Nur steuerliche
 Erwägungen hatten den Übergangszustand bedingt; mit Fortfall
ler geplanten Fusionssteuer waren diese Hemmungen beseitigt.
Die Darmstädter Bank ist als Ganzes auf die Nationalbank überzegangen;
 die gemeinschaftliche Firma heißt: „Darmstädter und
Nationalbank Kommanditgesellschaft auf Aktien !)“, Die Form der
Kommanditgesellschaft auf Aktien, die die Nationalbank seit der Verschmelzung
 mit der Bremer Nationalbank (Juni 1920), die in dieser
Rechtsform bestanden hatte, angenommen hatte, ist beibehalten worden;
58 geschah dies einmal wegen des Ansehens nach außen, dann aber auch
wegen der Bewegungsfreiheit nach innen.
Das Hauptmotiv, das zum Zusammenschluß der Darmstädter und Nationalbank
 geführt hat, war, die Industrie bei ihrem Wiederaufbau zu
ıanterstützen, Gleiche Erwägungen, Stärkung des Auslandskredits im Interasse
 der industriellen Kapitalversorgung, finden wir beim Zusammenschluß
 Commerzbank— Mitteldeutsche Creditbank und, wie aus der Rede
on Dr. Kehl im Reichsverband der Deutschen Industrie hervorgeht,
auch bei der Fusion Deutsche—Disconto, die alle Beispiele der Vergangenheit
 weit in den Schatten stellt ?)., Neben dem Motiv der Gewinn-1)

 Man hat sich für den Namen „Darmstädter Bank‘ entschieden, weil er populärer
 geblieben ist als „Bank für Handel und Industrie‘, ihm also eine größere
Werbekraft innewohnt. An den Namen Darmstädter Bank ist weiter die Zugehörigkeit
 zur Gruppe der 4 größten Banken geknüpft, die man in der ganzen Welt als
‚D-Banken“ kennt. Einen Doppelnamen trägt auch die Dedibank. S. den Auf.
satz „Firmenwert und Fusion“ von K. Rosendorff, Bank-Archiv, XXIX, 4.
?) Jede einzelne der englischen „big five“ überragt an Kapitalmacht noch immer
die neue D-D-Bank, Während aber in England 5 etwa gleichbedeutende Institute
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