tausches ihrer Aktien gegen neu zu schaffende Aktien der Deutschen Bank, Derselbe
 wurde von mehr als drei Vierteln aller Aktionäre angenommen. Durch diesen
Vorgang wird die Selbständigkeit der betreffenden Banken in keiner Weise berührt;
wir aber sicherten uns die Aufrechterhaltung der betreffenden Verbindung in der
bisherigen Ausdehnung, indem wir derselben zugleich das weitere Band einer Solidarität
 der Interessen hinzufügten.“

Die Deutsche Bank trat auf diese Weise nach und nach mit einer großen
Anzahl Institute in Interessengemeinschaft, und andere Groß- und Mittelbanken
 verfuhren nach gleichem Muster. Teils geschah dies, um sich,
namentlich in ihren Beziehungen zur Industrie, zu ergänzen, teils aus den
oben angegebenen allgemeinen Gründen. Die Großbank befriedigte dadurch
 ihre Expansionslust, während das angegliederte Institut, die Konzernbank,
 in Berlin indirekt vertreten war, eine interlokal und international
 verzweigte Bankorganisation erhielt, sich im übrigen aber weiter
auf ihren bisherigen Bezirk konzentrierte, ohne sich, wie es im Geschäftsbericht
 die Bergisch-Märkischen Bank für 1897 heißt, durch eine Nie-Jerlassung
 in der Reichshauptstadt von ihrem eigentlichen Gebiet ablenken
 und in ihrer bisherigen Tätigkeit beschränken zu lassen.
Während bei Fusionen öfter der Fall eintritt, daß ein Kunde des übernommenen
 Instituts mit der neuen Bank nicht in Verbindung treten will
_— mancher wertvolle Klient ist auf diese Weise abgesprungen —, ist beim
Beteiligungssystem diese Befürchtung nicht zu hegen. Auch der Widerstand
 einiger Großaktionäre, die ihre Aktien nur sehr hoch hergeben
wollen, ist belanglos für die Großbank, die eine Interessengemeinschaft
eingeht. Diese kann nötigenfalls jederzeit wieder gelöst werden;
anderseits bildet sie mitunter nur eine Vorstufe zur völligen Verschmelzung.
 .
Die Höhe der „D auernden Beteiligungen bei anderen
Banken“ betrug Ende Februar 1930 bei der Dedibank 42,7, bei der
Dresdner Bank 34,8, bei der Danatbank 24, der Commerz- und Privat-Bank
 10,9, bei der Berliner Handels-Gesellschaft 5,5, bei der Reichs-Kredit-Gesellschaft
 1 Million RM, insgesamt bei den Berliner Großbanken
108,6 Millionen RM 1,

1) Die Höhe der Beteiligung bei jeder einzelnen Unternehmung wird nicht mitgeteilt.
 Es wird nur ganz allgemein berichtet, so z. B. im Jahresbericht der Dresdner
Bank für 1929: „Von den uns nahestehenden Banken wird die Deutsche Orientbank
für das Geschäftsjahr 1929 wiederum eine Dividende von 5%o, die Deutsch-Südımerikanische
 Bank eine solche von 6% verteilen. Die Entwicklung unserer Amsterdamer
 Kom mandite Proehl &amp; Gutmann hat weitere Fortschritte zu verzeichnen.

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