teiligt ist, sind durch die Erkenntnis begründet, daß das Abkommen geeignet ist,
die Interessen aller Beteiligten zu fördern. Bei der Bayerischen Vereinsbank hat
die Entwicklung der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse sowie die fortschreitende
 Konzentrationsbewegung im deutschen Bankgewerbe den Wunsch gezeitigt,
 mit dem Bankhause Mendelssohn &amp; Co., das in Bayern keine unmittelbaren
interessen verfolgt, eine Verbindung einzugehen, durch die der Wirkungskreis der
Bayerischen Vereinsbank erweitert wird, ohne daß ihre Selbständigkeit und ihr
Öharakter als altes bayerisches Institut irgendwie in Frage gestellt würde. Sie erwartet
 von der Kombination mit einem Konzern von internationalem Rang und
internationalen Beziehungen, wie ihn die Mendelssohnschen Häuser darstellen, für
sich nicht nur eine materielle Unterstützung für das Fortschreiten ihrer Arbeit in
Jen auswärtigen Gebieten, die mit Deutschland und insbesondere Bayern durch die
politische Gestaltung vermutlich in engere wirtschaftliche Verbindung kommen
verden, sondern auch eine Stärkung in ihrem nach wie vor im Vordergrunde stehenjen
 bayerischen Geschäft.“

Ein Gegengewicht gegen die Bankhypertrophie des Berliner Platzes ist
ler Bund dreier Provinzbanken in der Gruppe der Diseonto-Gesellschaft:
 Allgemeine Deutsche Creditanstalt, Leipzig; Barmer Bankverein,
 Barmen, und Bayerische Hypotheken- und Wechselbank, München.
Er hat die lose Form eines durch Austausch von Aufsichtsratsmitgliedern
gesicherten Freundschaftsverhältnisses, „unter Wahrung der rechtlichen
Selbständigkeit“ der einzelnen Banken.
Fusionen von Provinzinstituten sind seltener. Erwähnt sei die Fusion
ler Deutschen Vereinsbank, Frankfurt a. M., mit der Deutschen
 Effecten- und Wechsel-Bank, Frankfurt a. M., durch
die ein mächtiges Provinzinstitut am zweitbedeutendsten deutschen Börsenplatze
 entstanden ist.
Im übrigen ist in den zahlreichen Fällen der letzten J ahre, wo Provinzinstitute
 irgendwelche Bindungen eingegangen sind, meistens „der Zug
nach Berlin“ ausschlaggebend gewesen. Erwähnt sei hier die Vereinigung
ler Firma Lazard Speyer-Ellissen Kommanditgesellschaft
 auf Aktien, Frankfurt a. M., mit der Berliner Bank-“irma
 C. Schlesinger-Trier &amp; Co. Komm.-Ges. auf Aktien.
Im Februar 1980 erfolgte die Verschmelzung der beiden
größtennorddeutschen Hypothekenbanken. In dem Communique
 der Banken wird hierüber gesagt:
Die Verschmelzung der beiden größten Hypothekenbanken Norddeutschlands läßt
ein neues Gebilde von außerordentlicher Stärke entstehen. Mit einem Umlauf an
Pfandbriefen und Kommunal-Schuldverschreibungen (einschließlich der Rentenbankmittel)
 von übereiner Milliarde Goldmark übertrifft es die nächstgrößte
deutsche Hypothekenbank um mehr als 400 Millionen.

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