‚aschend. Da aber beide Banken ihre selbständige Existenz behalten hatjen,
 konnten sie ruhig das Bündnis wieder lösen, das ihnen lästig geworden
 war,
Eine Interessengemeinschaft ist im Frühjahr 1911 zwischen der Rheinischen
 Creditbank und der Pfälzischen Bank auf 30 Jahre geschlossen
worden. Vereinbarungsgemäß garantiert die Rheinische Creditbank der
Pfälzischen Bank für die nächsten 5 Jahre die gleiche Dividende, wie
sie bei ihr zur Verteilung gelangt, wogegen die Pfälzische Bank aus ihrem
Gewinn 10 Jahre lang vorweg je 500000 M an die Rheinische Creditbank
 abführen wird. Alsdann wird der beiderseitige Gewinn nach den
üblichen Abschreibungen usw. zu einer Dividendenausschüttung bis zu
7% verwandt, und der Rest fießt an die beiden Banken im Verhältnis
zu ihrem Aktienkapital zurück !).
Ein Interessengemeinschaftsvertrag mit Gewinnpoolung, d. h, vertraglicher
 Vereinbarung über die Verteilung der Gewinne und Verluste,
wurde im Oktober 1922 auch zwischen der Deutschen Vereinsbank und
ler Frankfurter Bank in Frankfurt a. M. geschlossen.
Während bei der Industrie diese Form der Interessengemeinschaft
Jurch Vertrag sich gut bewährt hat und daher auch mehrfach zur Anwendung
 gekommen ist, hat sie auf dem Gebiete des Bankwesens, trotz
mannigfacher wirtschaftlicher Vorzüge (Ausschaltung der Konkurrenz, Ergänzung
 im Arbeitsgebiet), verhältnismäßig selten Anwendung gefunden,
Wir finden aber neuerdings im Hypothekenbankgewerbe weitgehende
 vertragsmäßige Vereinbarungen über Verteilung der Gewinne
und Verluste.

c) Expansion mittels Dezentralisation des Betriebes,
e) Errichtung von Kommanditen,
In den Anfängen des deutschen Bankwesens war die Errichtung von
Kommanditen sehr beliebt, und insbesondere die Darmstädter Bank schuf
solche an zahlreichen Plätzen. Einer ihrer Gründer, Gustav von Mevissen,
olante 1856 sogar die Gründung einer „Zentr albank für auslän-1)

 Hand in Hand mit dieser Transaktion ging ein Fusionsvertrag der Pfälzischen
Bank mit der Süddeutschen Bank, deren Aktien gegen solche der Pfälzischen Bank
ımgetauscht wurden. Diese gab jedoch keine neuen Aktien aus, sondern forderte
hre Aktionäre auf, von den vorhandenen 50 Millionen M Aktien 10 Millionen M
inzuliefern. die dann an die Aktionäre der Süddeutschen Bank gegeben wurden.

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