len; bei der Sparkassenorganisation hingegen gibt es selbständige Sparkassen
 und selbständige Zentralbanken ?).
Die teils durch wirtschaftliche, teils durch rechtliche Ursachen bedingte,
auf verschiedene Arten erfolgte Konzentration hat zur Schaffung einer
relativ kleinen Zahl kapitalkräftiger Banken mit meist hohen Reserven
zeführt. Auf die hierdurch entstandenen Vorteile, soweit sie mehr privatwirtschaftlicher
 Natur sind, war bereits hingewiesen worden.
 Persönliche Momente spielen dabei oft eine große Rolle: Je kapitalkräftiger
 die Bank, desto höher die soziale Stellung der Bankleiter und
— ihre Tantieme und sonstigen Bezüge. — Über den Fragen privatwirtschaftlicher
 Natur stehen natürlich die allgemeinen Gesichtspunkte.
Vorteile für die Gesamtheit sind nach Riesser?):
I. „Die Geschäftspolitik einer Großbank kann und wird geleitet werden nach einem
einheitlichen Programm, welches auch den allgemeinen nationalen, staatlichen
 und wirtschaftlichen Interessen mehr Rechnung trägt, als die Geschäftspolitik
siner mittleren oder kleinen Bank oder einer großen Anzahl zerstreuter mittlerer oder
kleiner Banken, welche bei größeren Existenzschwierigkeiten naturgemäß in weit
‘höherem Grade bloße Dividendenpolitik zu treiben genötigt sind.“
Ob dies geschieht, hängt von der Einsicht und dem weiten Blick der
Vorstandsmitglieder und des Aufsichtsrates ab. In erster Linie wird hierzu
 die Sorge für eine gute Liquidität und Anpassung der Geschäfte, sowie
 der Kreditpolitik an die jeweiligen wirtschaftlichen Verhältnisse zu
rechnen sein.
2. „Die Geschäftsführung der Großbanken unterliegt einer schärferen Kontrolle der
Fachpresse und der öffentlichen Meinung, als eine große Zahl isolierter mittlerer und
kleiner Bankbetriebe.“
Das wäre allerdings ein sehr wesentlicher Vorteil. Die Bilanzen der
Großbanken gewähren leider in der allgemeinen Zusammenfassung und
der geringen Detaillierung der Gewinne (s. a. S. 336.) nur wenig Anhaltspunkte,
 und je mehr die Betriebe durch Fusionen anwachsen, desto
schwerer kann sie der Kritiker überschauen, weil dann die Bilanzen noch
unübersichtlicher werden. Gefordert werden muß vor allem auch, daß
lie Gewinne aus Effekten- und Konsortialgeschäften, sowie die Verluste
aus Debitoren ausgewiesen, nicht vorher, wie es vielfach geschieht,
intern verrechnet werden,
8, „Große Banken und Bankgruppen sind geeignet, der Wirtschafts- und Weltı)

 S. Deutsche Sparkassen-Zeitung, VI, 149.
2) a.a. 0. S. 614.

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