kleinen Gewerbetreibenden und Kaufleuten, soweit ihre Mittel es gestatteten,
 Kredit zu gewähren.
Für die Angestellten ist durch die Konzentration die Möglichkeit,
sich als Bankier selbständig zu machen, sehr gering geworden. Jedoch
sind durch das Filial- und Konzern-System eine Menge selbständiger,
sozial angesehener und gut dotierter Posten geschaffen worden. Waren
früher Beamtenentlassungen infolge Konzentration kaum erfolgt, so ist
heute ja gerade das Sparenan Personalkosten durch Entlassungeinergroßen
 Zahlvon Bankbeamten wesentliches Ziel,
das man durch die Fusion zu erreichen strebt !). Bürokratisierung der
Verwaltung und schwierigerer Überblick über die innere und äußere Orgyanisation
 sind weitere Nachteile der Konzentration. Die Publizität,
die mit Zunahme der verschachtelnden Konzernbildung eine Erweiterung
 hätte erfahren müssen, ist geringer geworden, in der Vermögensrechnung,
 wie in der Gewinn- und Verlustrechnung. Man verschanzt sich
lahinter, die Konkurrenz soll keinen Einblick bekommen, desgleichen
nicht der Arbeitnehmer, So bekommt ihn auch nicht der Aktionär. Erzwungen
 hat sich ihn aber der Steuerfiskus,

:) Zusammenbruch oder Zusammenschluß
der Privatbankiers?®?

Die Erhaltung des Privatbankierstandes liegt ebenso im Interesse der
Allgemeinheit, wie der Großbanken. Auch ihre Vertreter haben einmütig auf
lem Bankiertag in München der Resolution zugestimmt, daß „der Privatbankier
 nicht nur eine Existenzberechtigung hat, sondern ein unentbehrliches
 Glied unserer Bank-, Börsen- und Kreditorganisation darstellt,
and sein Verschwinden für die Allgemeinheit einen erheblichen Nachteil
bedeuten würde ...... Der Bankiertag erhebt für den Privatbankier-1)

 So erklärte Dr. Salomonsohn in der Generalversammlung vom 29, Oktober
1929, die die Fusion beschloß: Der Grund zur Fusion liegt in der beiderseitigen
Erkenntnis, daß die Mittel, die bisher angewendet worden sind, um die von Jahr zu
Jahr steigenden Steuerlasten und Personalunkos ten auszugleichen, zwar bisher
erfolgreich waren, für die weitere Zukunft aber immer weniger ausreichend sein
würden. Der Abbau einer größeren Zahl von Beamten sei unvermeidlich, auch an den
höheren Stellen. Bei den verschmolzenen Banken gelangen 156 Titular-Direktoren und
167 Prokuristen zum Abbau, während 15 Direktoren und 89 Prokuristen anders verwendet
 werden. Die Zahl der Vorstandsmitglieder der zusammengeschlossenen 6 Banken
 ist von 30 auf 12 herabgemindert worden,

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