der Zentralisierung ihres Betriebes festgehalten, Später aber wurde sie
ein Konzern von großem Umfange. 1900 errichtete sie eine Filiale in
London, 1901 in Frankfurt a. M., unter Liquidation des alten Bankhauses
 M. A. von Rothschild &amp; Söhne. 1895 übertrug die Norddeutsche
Bank in Hamburg ihre Aktiven und Passiven an die Disconto-Gesellschaft.
 Diese wandelte die Norddeutsche Bank in eine Kommanditgesellschaft
 auf Aktien um. Nach außen blieb die Norddeutsche Bank selbständig;
 tatsächlich erfüllte sie Filialfunktionen für die Disconto-Gesellschaft,
 die auch ihre gesamten Anteile in ihr Portefeuille nahm. 1914
zründete die Disconto-Gesellschaft den A. Schaaffhausenschen Bankverein
 in eine neue Aktiengesellschaft mit.einem Grundkapital von 100
und einem Reservefonds von 10 Millionen M um und nahm ihn im
Wege der Fusion auf, Durch Eingliederung der Kölner Großbank, die
auf Grund ihrer engen Beziehungen zur rheinisch-westfälischen Montanindustrie
 eine führende Stellung im westlichen Industriebezirk einnahm,
 wuchs die Machtsphäre der Disconto-Gesellschaft im Westen ganz
außerordentlich.
Weiter übernahm die Disconto-Gesellschaft im Kriege und nach dem
Kriege eine Anzahl von Provinzbanken und Provinzbankiers und knüpfte
teils selbst, teils durch ihre Konzernbanken neue Beziehungen nach verschiedenen
 Seiten hin an, Unter anderem erfolgte 1915 Fusion mit der
Rheinischen Bank, 1917 mit der Königsberger Vereinsbank und dem
Magdeburger Bankverein, 1919 mit Stahl &amp; Federer A.-G. in Stuttgart,
1921 mit der Schlesischen Handelsbank, 1926 mit der Bank für Thü--ingen,
 1929 fand der Zusammenschluß mit der Deutschen Bank statt.
3. Dresdner Bank: Anfangs erfolgte die Aufnahme von Provinzbanken
 und deren Ersatz durch Filialen (Typus: Anglo-Deutsche Bank in
Hamburg 1892). Gleich der Deutschen Bank errichtet sie zahlreiche Depositenkassen
 und, nur in der Reihenfolge wechselnd, Filialen in Hamburg
(1892), Bremen (1895) und London (1901). An größeren Firmen hat
sie u. a. aufgenommen die Deutsche Genossenschaftsbank von Soergel,
Parrisius &amp; Co., die Firma von Erlanger &amp; Söhne in Frankfurt a. M.
und die Württembergische Landesbank. In Interessengemeinschaft steht
sie mit zahlreichen Banken, und von 1903—1907 hatte sie Gewinn-Poolung
 mit dem A. Schaaffhausenschen Bankverein. Sie hat an zahlreichen
Plätzen Niederlassungen errichtet, teils mit, teils ohne Übernahme bestehender
 Banken und Bankfirmen. Filialgründung und Aktienbeteiligung
 gehen nebeneinander, In der Nachkriegszeit hat die Dresdner

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