Mann ist, trägt er einen schwarzen Umhang, der ein ebenso 
großes Zeichen von Vornehmheit ist wie das Reittier selbst. 
Handelt es sich aber um eine Frau, so ist ihr Kopf sicherlich 
mit einem breitkrempigen Filzhut bedeckt. 
Aber die Reiter sind verhältnismäßig so gering an Zahl, 
daß sie das Gesamtbild der Straße nicht ändern. Straßen 
und Marktplatz gehören den Fußgängern. Diese haben 
immer Zeit, Bekannte zu begrüßen und sich lange mit ihnen 
zu unterhalten, und die Zahl der Bekannten ist nicht gering. 
Die höfliche Begrüßung ist fast feierlich in ihren Formen. 
Statt, daß man sich die Hand gibt, verbeugt man sich, und 
zwar ist die Tiefe der Verbeugung verschieden nach dem 
Grade der Empfindung, die man ausdrücken will. Oft sieht 
man Leute, die anderen die Füße küssen. Das ist der Aus— 
druck für die höhere Stellung des Begrüßten oder des 
Dankes für eine erwiesene Wohltat. Die bei der Begrüßung 
gebrauchten Worte beziehen sich auf das Wohlergehen der 
verschiedenen Familienmitglieder, man fragt, ob man gut 
geschlafen und gegessen habe, oder ob man in letzter Zeit 
etwa von Verdauungsstörungen geplagt worden sei. 
Trotz all der Zeit, die bei der Unterhaltung verschwendet 
wird, ist der Marktplatz, auf dem Haustiere zum Verkauf 
— 
morgens mit Käufern und Verkäufern angefüllt. Nahrungs- 
mittel, Kleider und Schmucksachen sind auf Ständen ausge— 
breitet und lassen die Verkäufer ihren höchsten Eifer ent— 
— 
ziehungskraft auf die Menge aus, desgleichen die silbernen 
Kreuze und Ketten für Hals und Fußknöchel, Sättel und 
Pferdegeschirre, die mit kupfernen und zinnernen Ornamen⸗ 
ten verziert sind. Alle diese Dinge sind Landeserzeugnisse,