1098) 1868 Jan. 16 | 13 und zurückwerfen, apres quoi der vorsichtige Frliedrich] Karl sich sehr gehütet haben würde, zu flott vorzugehn. Fr[iedrich] Karl hatte 5 Korps und würde mindestens 6 sich gegenüber gehabt haben; der Befehl für ihn zum Rückzug war aber sicher, sobald die einzelnen 3 Kolonnen des Kronprinzen geschlagen waren, und damit nahm die Kampagne einen ganz andern Charakter an. Daß die Östreicher bei einiger Vorsicht der Preußen doch schließlich geschlagen worden, geht schon aus den Zahlenverhältnissen her- vor. Aber die preußischen Kanaillen wären gezwungen worden, ihr Lausesystem über den Haufen zu werfen, und es wäre nicht die Reorganisation und Bism[arck] gewesen, die gesiegt hätten, son- dern das Volk. Der Cluseret (der ja auch in London Fenian gespielt hat) ist mit seinem Milizplan noch toller als die Deutschen. Der amerika- is nische Krieg — Miliz auf beiden Seiten — beweist nichts, als daß das Milizsystem ganz unerhörte Opfer an Geld und Menschen kostet, weil eben die Organisation nur auf dem Papier besteht. Wie wäre es den Yankees gegangen, wenn sie statt der südlichen Milizen ein festes Heer von ein paar 100000 Mann sich gegenüber »% gehabt hätten? Ehe der Norden sich organisierte, wären diese in New York und Boston gewesen und hätten mit Hülfe der Demo- kraten den Frieden diktiert, wo dann der Westen hätte Sezession spielen können. Der Kerl ist gut, wenn er sagt, die Hauptsache seien gute Offiziere und das Vertrauen der Leute in die Offiziere, » was Beides beim Milizsystem ja gar nicht zu erschwingen ist! Was den Leuten beim Milizwesen überall imponiert, ist die große Masse der Leute, die man auf Einmal bekommt, und die verhältnis- mäßige Leichtigkeit, die Leute auszubilden, besonders vor dem Feind. Das letztere ist aber nichts Neues, der alte Napoleon konnte o auch 3-Monatsrekruten in Regimenter formiert vor den Feind füh- ren; dazu gehören aber gute Cadres und dazu eben wieder etwas Andres als das schweizerisch-amerikanische Milizsystem. Die Yankees hatten am Ende des Kriegs noch sehr mangelhafte Cadres. Seit Einführung der Hinterlader ist es mit der puren Miliz erst ı recht am Ende. Womit nicht gesagt ist, daß [nicht] jede rationelle Militärorganisation irgendwo zwischen der preußischen und schweizerischen in der Mitte liegt — wo? Das hängt von den jedes- maligen Umständen ab. Erst eine kommunistisch eingerichtete and erzogene Gesellschaft kann sich dem Milizsystem sehr 1 nähern und auch da noch asymptotisch. Wegen der Wiener Blätter bin ich einigermaßen in Verlegen- heit; ich sehe zwar die Nlieue] Frleie] Presse von Zeit zu Zeit, aber das ganze Terrain ist mir gar zu fremd. Was sind Deine Ideen darüber, auch wegen der Fortnightly? Die Sache ist der # Mühe wert. sie sich reiflich zu überlegen.