(1481) 1878 Sept. 24 Ahnung — immer noch nicht — von der Dummheit der average preußischen Minister und der „Genialität“ ihres Meisters wie von der Gemeinheit der an seinen Rockzipfeln hängenden Repräsen- tanten des teutschen Bürgertums — bevor man diese letzte Auffüh- rung stereotypiert vor sich liegen hat. Ich bin halb und halb be- schäftigt mit Auszug daraus für englische Presse, doch weiß ich noch nicht, ob’s mir schließlich für Daily News paßt. Der Schachzug der Russen in Afghanistan wie die incidents in der Türkei — alles das interessiert mich jetzt nur noch so weit, als es argumentum ad hominem für die europäische Staatsweisheit zo liefert. Im übrigen steht mir fest, daß nichts, was Rußland und Preußen into the bargain jetzt tun können auf dem Welttheater, andre als ihrem Regime verderbliche Folgen haben, den Sturz des- selben nicht aufhalten, sondern nur das Ende mit Schrecken be- schleunigen kann. — Meine Frau, Jennychen und Johnny kamen wohlbehalten Frei- tag Nachmittag bei uns an und quartierte alles in unsrem Haus bis gestern Abend, wo Jennychen zum Empfang des Longuet wie- der mit Sack und Pack nach Leighton Grove auswanderte. Der Lange wird aber erst heute eintreffen. Das Kind ist viel besser, % und wunderbarer Weise hat auch Jennychen sich noch etwas wäh- ‚end der letzten Tage des Aufenthalts in Malvern erholt. Gestern war old Petzler hier mit Brief eines Pfaffen, der ein Magazin herausgibt, auch dabbles in socialism und some infor- mation von mir wollte. Bismarck hat’s einstweilen erreicht, den 25 Sozialismus wieder a l’ordre du jour zu setzen, so daß darüber plus ou moins selbst die haute politique vergessen wird. In der Hoffnung, daß Du Dich erholst in der Mutter Natur, und mit besten Grüßen von Tussy, Jennychen und meiner Frau, Dein Mohr. 2