(16 Mill. to schätzen. 1929 entfielen auf Deutschland 70 % und auf Frankreich 25 % der Weltproduktion. Nach der Meinung Baillys wird der Anteil dieser beiden Länder im allgemeinen auch in Zukunft erhalten werden. Er schätzt für 1936 die Reinkaliproduktion Spaniens auf 150000, die Polens auf 80000, die Kaliforniens auf 90000 und die Italiens auf 30000 to. Das wären etwa 8 % der angenommenen Weltproduktion gegenüber 5% 1929. Das deutsch-französische Kartell scheint also, was die nächsten zwanzig Jahre anlangt, durch keine ernste Konkurrenz gefährdet zu werden. Man hörte Anfang 1930 von weitreichenden deutsch-französischen Plänen, durch die die gemeinsamen deutsch-französischen Bestrebungen zur Absatzhebung eine ganz neue Gestalt erhalten würden. Diese Bestrebungen zielen, gemäß den Mitteilungen über „Kaliindustrie und Kaliwerte im Jahre 1929“ (herausgegeben von Gebr. Dammann Bank K.-G. a. A., Hannover), „in erster Linie auf eine Einflußnahme an der ausländischen Misch- lünger-Fabrikation, von der man sich eine bedeutende Steigerung des Kaliverbrauchs verspricht. An der Deckung dieses Verbrauchs in dem für die Ausfuhr wichtigsten Lande — den Vereinigten Staaten — war das deutsche Kali- zyndikat im Jahre 1928 mit 1858000 dz Reinkali (gegen rund 2% Mill .dz vor dem Kriege) beteiligt. Die Mischdüngertrusts, die den Kalidüngerhandel in Amerika beherrschen, liefern ein Produkt, bei dem der Zusatz von Kali nur etwa 4% beträgt, während der Kaligehalt in dem von der I. G. Farbenindustrie her- gestellten Volldünger „Nitrophoska“ sogar bis zu 25% beträgt. Man kann sich vorstellen, was es bedeutet, wenn es gelänge, die Amerikaner dahin zu bringen, den Kalianteil in ihrem Mischdünger nur zu verdoppeln!“ Sowohl die Rationalisierungs- und Zentralisierungs- bewegung als auch die nun seit einer Reihe von Jahren be- währtedeutsch-französische Zusammenarbeitsowieschließ- lich die großen Absatzaussichten auf fast allen Teilen des Erdballs. berechtigen dazu, die weitere Entwicklung der Kali-Industrie auch trotz der internationalen Krise, die übrigensbisherden Kaliabsatznur wenigbeeinträchtigt hat. >ptimistisch zu beurteilen.