Kaliwerke Aschersleben in Aschersleben Größe der Gerechtsamen: 7 416 800 qm. Maschinelle Einrichtungen: Dampffördermaschine für 100 to Stundenleistung, elektrische Kraftübertragung über und unter Tage, Sonstige Anlagen: Normalspuranschlußgleis, 18 Selbstentlader-Eisenbahnwagen, ausgedehnte Tagebauten, 2. Schacht V (Groß-Schierstedt): Begonnen: Oktober 1895. Tiefe: 357 m. Förderung: seit 1896 Hartsalze, Karnallite. Größe der Gerechtsamen: 6 518 700 qm. Maschinelle Einrichtung: alektrische FWörderanlage für 100 to Stundenleistung, mechanische Fördereinrichtung unter Tage, Sonstige Anlagen: 8.5 km lange Drahtseilbahn, Anschlußgleis. Die Schächte Zornitz und Groß-Schierstedt sind durch eine Strecke unter Tage verbunden, If, Schachtanlage Hattorf. Die Schachtanlage Hattorf bei Philippsthal an der Werra ist für eine tägliche Förderung und Ver- arbeitung von 30000 dz ARohsalz eingerichtet. Gefördert werden Hartsalze und Carnallite, die durch neuzeitliche Gruben- und —Schachtfördermittel ‚Schrapperanlagen, Kettenbahnen und Gefäßförde- ung) zutage gebracht werden. Die Hattorfer Gruben- baue werden zur Zeit mit demjenigen des Nachbar- werkes Ransbach durchschlägig gemacht. ‚Schacht Ransbach — an der Gewerkschaft Ransbach sind die Kaliwerke ‚Aschersleben mit 75 % beteiligt — gilt als Reserveschacht für Hattorf. Die Verarbeitung der Hartsalze und Carnallite auf Chlorkalium, 40er Düngesalz und Sulfat geschieht in einer modern eingerichteten Chlorkalium- und Sulfatfabrik. An Nebenprodukten werden Bittersalz und: Brom hergestellt. Die aus dem Fabrikbetriebe stammenden Endlaugen werden zur gleichmäßigen Abführung in die Ulster in zwei großen Staubecken angesammelt, Neuerdings werden die Endlaugen auch zum Teil in einem 450 m tiefen sogenannten Schluck- brunnen versenkt. Zur Lagerung der Fabrikate sind geräumige Salz- peicher vorhanden. Eine eigene Flüssige-Luft-Anlage liefert die im Grubenbetriebe für Sprengzwecke be- nötigten Mengen. Für Kraft- und Lichtzwecke ist eine im Anschluß an die Fabrik gelegene elektrische Zentrale mit Dampfkraft von rund 7000 kW Leistung und ferner drei elektrische Zentralen mit Wasserkraft bei Vacha, Philippsthal und Harnrode mit 1100 kW Gesamtleistung vorhanden. Ferner ‘besteht ein Stromlieferungsvertrag mit dem Elektrozweckverband Mitteldeutschland, der zur Bewältigung des Spitzen- kraftbedarfes und als Reserve herangezogen werden ann. Die dicht bei der Schachtanlage gelegene Ring- öfenziegelei Philippsthal befindet sich seit einigen Jahren ganz im Hattorfer Besitz. Ihr Betrieb wird von Hattorf aus mitgeleitet. UI. Leopoldshaller Anlagen (früher Vereinigte Chemische Fabriken zu Leopoldshall). Bei den Vereinigten Chemischen Fabriken zu 1alten. Die Vereinigten Chemischen Fabriken sind Leopoldshall ist die Kalifabrikation schon seit Jahren Tandelsabteilung für alle im Aschersleben-Konzern 5anz eingestellt. Im Betriebe war bis Anfang 1930 ıergestellten Nebenprodukte mit Ausnahme von Stein- die Bittersalzfabrik, die inzwischen aber auch still- alzı Außerdem treiben sie Handel mit einer Reihe Zelegt worden ist; neuerdings werden in steigendem on anorganischen Chemikalien der chemischen Groß- Umfange andere chemische Produkte hergestellt. Ein ndustrie. Wissenschaftliches Versuchslahoratorium wird unter- 3. Schacht VI (Askania): Begounen: Anfang 1912, Tiefe: 485 m. Förderung: seit 1915, Hartsalze von ca. 12% KO. Größe der Gerechtsamen: 10 805 700 qm. Maschinelle Einrichtung: elektrische Förderanlagen für 100 to Stundenleistung. Sonstige Anlagen: Drahtseilbahn, Anschlußgleis, 1, Schacht VII (Winningen): Begonnen: Anfang 1912, Tiefe; 457 m. Förderung: seit 1915, Hartsalze von ca, 12% K,O. jröße der Gerechtsamen; 8 498 700 qm. Maschinelle Einrichtung: elektrische Fördereinrichtung für 100 to Stundenleistung. Sonstige Anlagen: Drahtseilbahn, Anschlußgleis. Die Schächte Askania und Winningen sind unter Tage verbunden. Bemerkung: Förderung nur aus Schacht V. Die Schacht. anlagen IV, VI und VII liegen still. Erwähnenswert ist noch die schöne, bei dem Dorf ”hilippsthal gelegene und mach hygienischen Grund- ‘ätzen gebaute Arbeiterkolonie. Lage der Felder; Gemarkungen Philippsthal, Röhrigshof, Ransbach, Heimboldshausen, Harnrode, Lengede, 3ohrergebnisse: 20 Bohrungen z. T. nur bis zum Steinsalz, fündig bei 600-—700 m Tiefe. ; Zahl und Mächtigkeit der Kalilager: 1. Lager bei 656 m, 2. Lager bei 702 m, 2—3 m mächtig, Durchschnittsgehalt ca. 16% K,O. ärundbesitz: rund 540 C00 qm. 3Zegonnen: 1. September 1905. "iefe: 702 m. "örderung: seit August 1908, Kainit, Sylvinit, Karnallit. jröße der Gerechtsamen: 10 799 500 qm. Tagesanlagen: Schachthaus. ”abrikanlagen: Chlorkalium- und Sulfatfabrik für 80 000 dz tägliche Rohsalzverarbeitung, Bromfabrik, Mühle, Salzlager, Werkstätten, aschinelle Einrichtung: elektrische Zentrale mit Dampfkraft von 7000 kW, glektrische Zentralen mit Wasserkraft in Vacha, Philipp- stadt, Harnrode mit 1100 kW Gesamtleistung, elektrische Fördermaschinen, Kessel mit 1000 qm Heizfläche‘ Hausbesitz: , Arbeiterkolonie für 96 Familien 13 Beamten- nnd 29 Arbeiterwohnhäuser mit 175 Wohnungen, Sonstige Anlagen: Eisenbahnanschluß.