Kali-Chemie Aktiengesellschaft Aufbau des Unternehmens, Daten aus der Entwicklupgsgeschichte: Die Kali-Chemie A.-G, ist im Jahre 1899 unter der Firma „Kaliwerke Friedrichshall A.-G.“ gegründet worden. Die Firma wurde mit Rücksicht auf die Erwerbung der qualifizierten Mehrheit der Kuxe der Gewerkschaften Salzbergwerk Neu-Staßfurt und Salzbergwerk Neu-Staßfurt II gemäß Generalver- sammlungsbeschluß vom 30. August 1921 in „Kali- werke Neu-Staßfurt Friedrichshall A.-G.‘“ und aus Anlaß der Uebernahme der Rhenania-Kunheim Verein Chemischer Fabriken A.-G. gemäß Generalversamm- lungsbeschluß vom 6. September 1928 in „Kali-Chemie A.-G.* mit dem Sitz in Berlin geändert. 1920 Erwerb der Bergwerksgesellschaft Glückauf- Sarstedt m. b. H.. Sehnde. 1920/22 Vergrößerung des Besitzes an Kuxen der Gewerkschaft Neu-Staßfurt auf 976 von 1000 und der Gewerkschaft Neu-StaßBfurt U auf 974 von 1000. 19285 Erwerb der Gewerkschaft Deutschland und des Kaliwerkes Ronnenbere I. 1927 Erwerb der Aktienmajorität der Rhenania- Kunheim Verein Chemischer Fabriken A-(. 1928 Die außerordentliche Generalversammlung vom 6, September 1928 genehmigte den Fusionsvertrag mit der Rhenania-Kunheim Verein Chemischer Fabriken Aktiengesellschaft in Berlin vom 1, August 1928, wo- nach das ‚Vermögen dieser mit einem Aktienkapital von Rmk. 10 000 000.— ausgestatteten Gesellschaft als Ganzes unter Ausschluß der Liquidation mit Wirkung vom 1. Januar 1928 megen Gewährung von Reichs- mark 10000 000.— Aktien auf die Kaliwerke Neu- Staßfurt-Friedrichshall Aktiengesellschaft überging, die gleichzeitig, wie erwähnt, ihre Firma in Kali- Chemie Aktiengesellschaft änderte. In der Generalversammlung vom 6. September 1928 wurde ferner beschlossen, das EEE der Kali-Chemie 'Aktiengesellschaft um Rmk. 12 500 000.— zu erhöhen. Von diesen neuen Aktien wurden Reichs- mark 10000 000.— zur Durchführung des durch den Fusionsvertrag bedingten Aktienaustausches (im Ver- hältnis 1:1) verwandt, Von den verbleibenden Rınk. 2500 000.— neuen Aktien wurden Reichsmark 2437 500,— den Aktionären der früheren Kaliwerke Neu-Staßfurt-Friedrichshall Aktiengesellschaft im Ver- hältnis von 8:1 zum Kurse von 125 % zum Bezuge angeboten und die restlichen Rmk. 62 500.— neuen Aktien gemäß Aufsichtsratsbeschluß verwertet. Die Kosten der Fusion sind über Generalkosten ver- rechnet. Das bei der Begebung der Rımk. 2 500 000.— Aktien erzielte Ario in Höhe von Rmk, 200 000.— wurde dem gesetzlichen Reservefonds zugeführt. Die Rhenania - Kunheim Verein Chemischer Fabriken Aktiengesellschaft, Berlin, ist aus der im Dezember 1925 erfolgten Fusion der Chemische Fabriken Kunheim & Co. Aktiengesellschaft, Grube se, mit der Rhenania Verein Chemischer Fabriken Aktiengesellschaft, Köln, hervorgegangen. Das Aktienkapital belief sich nach Durchführung dieser Fusion auf Rmk, 20000 000,— Stammaktien und Rmk, 540 000,.— Vorzugsaktien, Auf Beschluß der Generalversammlung vom 14. Juni 1987 wurden die Vorzugsaktien eingezogen und Aas Stammaktien- kapital von nom, Rmk., 20 000 000,.— auf nom. Reichs- mark 10000 000.— herabgesetzt. Gleichzeitig wurde lie gesetzliche Reserve von Rmk., 3700 000.— auf Amk. 1000 000,.— ermäßigt. Der hierdurch entstandene 3Zuchgewinn von Rmk, 12700 000.— wurde gemäß +eneralversammlungsbeschluß wie folgt verwandt: L. zur Beseitigung des Verlust- vortrages aus 1986 mit. .. . Rmk. 651 614.24 2. zur Herabsetzung der Buch- salden der Anlagekonten mit 11.297 340.81 3. zur Abschreibung auf Wert- papiere, Beteiligungen, Hypo- theken, uneinbringliche Forde- (ungen, Prozeßkosten usw. mit zur :Abschreibung auf den Buchwert der im Portefeuille der Gesellschaft befindlichen Vorratsaktien mit. . .. A ” 295 000.— Rımnk. 12 700 000.— Die Vorratsaktien der Rhenania-Kunheim Verein Shemischer Fabriken ‚Aktiengesellschaft von nom. Rmk, 236:100.— wurden im September 1928 an die Sewerkschaften Salzbengwerk Neu-Staßfurt I und II zerkauft. Der gesetzliche Reservefonds der Gesellschaft in Höhe von Rmk, 1000000.— ist bei der Fusion mit ler Kali-Chemie Aktiengesellschaft mit deren gesetz- ichem Reservefonds vereinigt worden. Im Laufe des Betriebsjahres hat die Gesellschaft ren Besitz an (Aktien der Kaliwerke Salzdetfurth A.-G. (nom. Rmk. 4094 100) abgestoßen und den iber den Buchwert (Rmk, 345 005,80) hinausgehenden Erlös zu außerordentlichen Abschreibungen auf die ibrigen Beteiligungen benutzt, Erworben wurde außer verschiedenen kleinen Posten die Majorität (nom. Rmk. 684 900.—) Aktien ler Arienheller Sprudel- und Kohlensäure A.-G., A\rienheller bei Rheinbrohl. 1929 Anfang des Jahres erwarb die Gesellschaft ‚on dem insgesamt Rmk, 500 000.— betragenden Aktienkapital der Firma Peroxydwerk-Siesel A.-G., Köln-Dellbrück, ein Paket von nom, Rmk, 320 000—, Der Erwerb verfolgte den Zweck, dem Werk Tönningen einen wesentlichen ‚Abnehmer in Barium- ;arbonat zu erhalten und zugleich aussichtsreiche, 16ue Verfahren zu übernehmen, Auch 1929 hat die Gesellschaft nur ihre Schächte Friedrichshall I und Ronnenberg I für die Förderung von Kalisalzen in Anspruch genommen und die Schächte Friedrichshall II und Glückauf-Sarstedt als Reservewerke in Betriebsbereitschaft gehalten. 1930 In weiterer Ausdehnung der Produktions- jasis wurden im Februar 1930 die gesamten Betriebe ler in Konkurs geratenen Heyl-Beringer Farben- 'abriken A.-G., Berlin-Charlottenburg, erworben. Die Heyl-Beringer A.-G. befaßte sich mit der Herstellung on Bunt- und Mineralfarben, leimfesten Farben, Jadniumfarben, Druckfarben und Erdfarben und ver- ügte über Betriebsstätten in Berlin-Charlottenburg, Düsseldorf, Rodenkirchen, Andernach, Zollhaus bei Wiesbaden und Wunsiedel in Bayern. Die Werke wurden aus der Konkursmasse erworben. Der Kauf- oreis beträgt Rmk, 600 000.— bar und nom. Reichs- nark 38000 000.— junger Kali-Chemie-Aktien, zu leren Beschaffung das Aktienkapital von nom. Reichs- ıark 832 000 000.— um Rmk. 3000 000.— auf Reichs-