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        <title>Die deutsche Kali-Industrie 1930</title>
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und Fina==-oen der Mall.KMons-- as Salze
detfurth » Aschersieben » Westeregeln /
Burbach / Kall-Chemlie A.-G. / Wintershall /
Deutsche Solvay-Werke / Preußische
Bergwerks«- und Hütten-A.-G., und deren
Kanzern.Gesellschaften

1958 B 4131

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        ZBW -
Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

1958 B 4131
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DIE DEUTSCHE KALI-INDUSTRIE
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        Als Manuskript gedruckt. Alle
Rechte einschl. des Uebersetzungsrechtes
 für alle Sprachen vorbehalten.
 — Nachdruck verboten.

COPYRIGHT BY
DAS SPEZIAL-ARCHIV DER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT
VERLAG R. &amp;amp; H. HOPPENSTEDT, BERLIN SW 19, SEYDELSTRASSE 12-13

All rights reserved, including the
right of translation into all languages.

COPYRIGHT BY
DAS SPEZIAL-ARCHIV DER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT
VERLAG R, &amp;amp; H. HOPPENSTEDT, BERLIN SW 19, SEYDELSTRASSE 12-13.

BERLIN

1930

IS
19
»
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        DEUTSCHE KALI-INDUSTRIF
1930

WELTBEDEUTUNG
UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN
DER DEUTSCHEN KALI-INDUSTRIE

Aufbau, Entwicklung, Werke, Statistik
und Finanzen der Kali-Konzerne: Salzdetfurth
 = Aschersleben - Westeregelin /
Burbach / Kall-Chemie A.-G, / Wintershall /
Deutsche Solvay-Werke / Preußische
Bergwerks- und Hütten-A.-G. und deren
Konzern-Geseilschafiten

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        INHALTS -VERZEICHNIS

Weltbedeutung und Entwicklungstendenzen der
deutschen Kali-Industrie. ....
Kali — ein unentbehrlicher Nähr- und Rohstoff
Die Kali-Vorkommen .........
Rationalisierungsergebnisse der letzten Jahre
Uebergang zu höherhaltigen Salzen. . . .
Kostenverminderung und Gewinnerhöhung .

Konzern- und Gruppen-Bildung der deutschen Kali-Industrie . . . 12
Vertikale Interessenausdehnung der deutschen Kali-Industrie 14
Kalisyndikat und Kaligesetzgebung . ........ 16
Französische Kali-Industrie und deutsch-französische Verständigung . 17
Die Kaliproduzenten außerhalb Deutschlands und Frankreichs . . 18
Aussichten der Kali-Industrie

Die drei großen Gruppen der deutschen Kali-Industrie
Kaliblock (Ver. Kaliwerke G. m. b. H.)
ı) Salzdetfurth-Aschersleben- Westeregeln-Konzern

Kaliwerke Salzdetfurth A.-G. . .
Kaliwerke Aschersleben . . ..
Consolidirte Alkaliwerke Westeregeln
b) Burbach-Konzern . .
c) Kali-Chemie A.-G.. .
d) Deutsche Solvay-Werke

»

Wintershall-Konzerna .

3

Preuß. Bergwerks- und Hütten-A.-G.

28
29

49
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        Weltbedeutung

und Entwicklungstendenzen der

deutschen Kali-Industrie
        <pb n="9" />
        Weltbedeutung und Entwicklungstendenzen
der deutschen Kali-Industrie

Rund drei Viertel der Weltkaliproduktion entfallen
auf Deutschland. Diese Tatsache kennzeichnet in Verbindung mit den
deutsch-französischen Kaliverträgen die Weltbedeutung der deutschen Kaliindustrie.
 Es ist auch wenig wahrscheinlich, daß sich diese überragende Rolle in
der Weltmarktversorgung wesentlich ändern wird. Kali läßt sich nicht wie Stickstoff
 an beliebigen Punkten des Erdballs erzeugen, und alle bisherigen Meldungen
über neue Kalifunde, die in verschiedenen Zeitabständen in den Tageszeitungen
immer wieder auftauchen, haben sich bisher entweder als übertrieben erwiesen,
oder die Erschließung ist noch mit so großen Schwierigkeiten verknüpft, daß an
eine Ausbeute noch nicht zu denken ist. Hat sich, für viele überraschend, in der
internationalen Stickstoffwirtschaft im Laufe der letzten Jahre eine empfindliche
Ueberproduktion ergeben, die auf die Preise drückt und eine Vollausnutzung der
vorhandenen Anlagen fast in keinem Land erlaubt, so ist eine ähnliche Entwicklung
 in der Kaliindustrie ziemlich ausgeschlossen, und zwar erstens, weil die Zahl
der abbauwürdigen Kalivorkommen auf dem Erdball verhältnismäßig begrenzt
ist, zweitens weil die beiden Hauptkaliproduzenten, Deutschland und Frankreich,
die zusammen etwa 94%, des Reinkalibedarfs der Erde decken, organisatorisch
eng verbunden sind, und drittens, weil die Aussichten, bei der Landwirtschaft
vermehrten Absatz zu finden, in fast allen Ländern noch immer außerordentlich
rroß sind.

In den zwölf Jahren, die seit dem Uebergang der elsässischen Kaligruben und
-vorkommen in französische Hände verstrichen sind, hat die deutsche Kaliindustrie
sich wesentlich verändert. Vor dem Kriege hatte sie bekanntlich ein einzigartiges
Weltmonopol: Fast 100 % der auf dem Erdball geförderten Rohsalze und 99 % der
gewonnenen Reinkalimengen entfielen damals auf Deutschland. 1928 wurden von
der Reinkaligewinnung der Welt in Deutschland 75,5 % erzeugt, in Frankreich
18,3 %, in Polen 1,6 %, in Spanien 0,7 %, in den Vereinigten Staaten 3,6 %. Den
kleinen Rest stellen Italien, Japan und Britisch-Indien. Die Zerschlagung des
deutschen Welt-Kalimonopols und die bekannten verschiedensten Nachkriegsstörungen
 des deutschen Wirtschaftslebens verlangten von der Kaliindustrie zur
Aufrechterhaltung ihrer Weltstellung, wie sie der auch heute noch überragenden
Größe der deutschen Kalilager entspricht, Neuorientierung und Neuorganisierung.
Denn nach der Beseitigung der früher innegehabten internationalen Monopolmacht
 mußten sich die unwirtschaftlichen Entwicklungserscheinungen der Vorkriegs-
 und teilweise auch noch der Kriegszeit, das treibhausartige Emporwachsen
immer neuer Anlagen, die kostspielige Produktionszersplitterung höchst ungünstig
auswirken. Daher vollzog sich in den Nachkriegsjahren, unterstützt durch gesetzliche
 Maßnahmen, eine Rationalisierung und Konzentrierung großen Stils: die
Heranbildung großer Konzerne und Gruppen, die Stillegung unrentabler Schächte,
insbesondere die Abkehr von Salzen mit geringerem Kaligehalt, in der Kaliverarbeitung
 dementsprechend der Uebersang zur Großfabrikation. überall eine
        <pb n="10" />
        bedeutende Steigerung der Arbeiterleistung, und parallel hierzu verschob sich in
schnellerem Tempo als früher der Interessenschwerpunkt von der Kalisalzförderung
 zur chemischen Verarbeitung, zur vermehrten Verwertung der sogenannten
 Neben- und Abfallprodukte, zur Aufnahme von Mischdüngerherstellung.
Durch diese Aktivität, durch einige diese Maßnahmen fördernde staatliche Eingriffe,
 durch die Schaffung einer vorteilhafteren Syndikatsorganisation, ferner
durch feste Abmachungen mit der französischen Kaliindustrie ist es dem deutschen
Kalikapital gelungen, nicht nur die führende Stellung in der Weltkaliwirtschaft
unbedingt zu behaupten, sondern auch allmählich die Rentabilitätder Anlagen
 wieder günstig zu gestalten.
Der Zusammenschlußprozeß wird sich sowohl in Form noch weiterer Konzernentwicklung
 als auch in Form gemeinschaftlicher Organisationen der gesamten
deutschen Kaliindustrie auch weiterhin fortsetzen. Die Erwerbung von Quoten
einzelner Gewerkschaften zu Kampfpreisen und das Nebeneinander so zahlreicher
Glieder der großen Konzerne deuten darauf hin, daß noch manche wünschenswerte
weitere Vereinheitlichung der industriellen Struktur bevorsteht.
Die große volkswirtschaftliche Bedeutung der Kaliindustrie sei durch einige
Zahlen veranschaulicht. Der Gesamtumsatz des Kalisyndikats hat in den fünf
Jahren von 1925 bis 1929 die Summe von 900 Mill. RM überstiegen. Der Wert der
in diesem Zeitraum erzielten Ausfuhr von Kalisalzen, schwefelsaurem Kali und
Chlorkali belief sich auf mehr als eine halbe Milliarde RM und zeigt, wie die
folgende Zahlentafel veranschaulicht, steizende Tendenz:

Kaliausfuhr aus Deutschland
 in MilL RM.

1925 ,
1926 .
1927 . .
1928 ,
(929

. ' Schwefels. Kali,
Kalisalze Chlorkali usw.

49
45
55
68
Bm

43
46
50
60
89

Zusammen

92
91
105
123
129

Angesichts dieser Tatsachen erscheint der Gesamtwert der Investierungen in
der Kaliindustrie, der auf 700 Mill. RM — ohne Berücksichtigung der übernormal
hohen Quoten-Kampfpreise — geschätzt werden kann, verhältnismäßig klein, ebenso
die Zahl der beschäftigten Arbeiter, die heute rund 20000 beträgt und damit nur
etwa ein Tausendstel der deutschen Gesamtziffer ausmacht.
Diedeutsche Kaliproduktionist gegenwärtig etwa doppelt
sohoch wie 1910. Sie erreichte 1928, in Reinkali ausgedrückt, 1427 000 to und
1929 1480000 to, eine Menge, die etwa dreimal so groß ist wie die entsprechende
Ziffer Frankreichs. Die Tatsache der verhältnismäßig weitgehenden Unabhängigkeit
 der Kaliwirtschaft von Konjunkturschwankungen erfährt durch die folgenden
Ziffern einen interessanten Beler:

Produktion von Reinkali
Januar/Mai 1928
Januar/Mai 1929
fanuar/Mai 1930

591 000 to
506 000 to
542 000 1a
        <pb n="11" />
        Kali — ein unentbehrlicher Nähr- und Rohstoff
Die Hauptstärke der Kaliindustrie liegt darin, daß die Welt auf ihre Erzeugnisse
 nicht verzichten kann. Eine Anregung zum Käuferstreik, wie sie z. B. von
einigen deutschen Agrarorganisationen zu Beginn des Jahres 1929 ausgesprochen
worden ist, wurde keineswegs allgemein befolgt; sie würde im übrigen zu einer
katastrophalen Lage der „Streikenden“ selbst führen. Ungenügende Kaliversorgung
 führt nämlich sehr bald zu den verschiedensten höchst ungünstigen Auswirkungen.
 Ist ein Ackerboden durch übermäßige Ausnutzung zu arm an Kalisalzen,
 so färben sich die Stengel und Blätter der Pflanzen gelb und braun, die
Formen verkrüppeln, die Reife verzögert sich, der Fruchtertrag schrumpft zusammen
 und die Empfänglichkeit für Krankheiten vergrößert sich.
Kali ist eben, genau so wie Stickstoff, Phosphorsäure und Kalk, ein unersetzbarer
 Nährstoff des gesamten pflanzlichen Lebens. Solche Pflanzen, die große
Mengen Kohlehydrate wie Zucker und Stärke enthalten, beispielsweise Kartoffeln,
Zuckerrüben und Futterrüben, zeigen einen besonders großen Kalibedarf, doch gilt
die Notwendigkeit, der mit gesteigerter Anbauintensität auftretenden Kaliarmut des
Bodens durch Zufuhren entgegenzuarbeiten, für den gesamten landwirtschaftlichen
Anbau. Mit Bestimmtheit läßt sich voraussagen, daß in nicht ferner Zukunft auch
diejenigen überseeischen Agrargebiete, wo der Anbau heute noch extensiv betrieben
 wird, mit verstärkter Bodenausnutzung auch einen immer stärkeren Kalibedarf
 entwickeln werden.
Heute werden mehr als neun Zehntel des deutschen Kaliabsatzes von der Landwirtschaft
 des In- und Auslandes aufgenommen. Anteilmäßig ist derindustrielle
Kaliverbrauch von 30 % im Jahre 1895 auf 12—13 % in den letzten Vorkriegsjahren
 und 6—8 % im Durchschnitt der letzten Nachkriegsjahre gesunken, den
absoluten Ziffern nach aber etwas gestiegen. Kaliverbindungen werden in der
[Industrie verwandt zur Glas-, teilweise zur Seifenfabrikation, zur Herstellung verschiedener
 photographischer Materialien, zur Schießpulverproduktion. ferner auch
zu zahlreichen medizinischen Zwecken.
Ein verdienstvolles Institut, das letzten Endes die landwirtschaftliche Kalianwendung
 nur fördern kann, ist die landwirtschaftliche Versuchsstation des Deutschen
 Kalisyndikats in Berlin-Lichterfelde, wo laboratoriumsmäßig kostenlose
Untersuchungen der Ackerböden vorgenommen werden können und der Mischdüngerfrage
 hesondere Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Die Kalivorkommen

Vor dem Kriege verfügte Deutschland über rund 25 Milliarden Tonnen Kalirohsalze
 mit einem Reingehalt von schätzungsweise mindestens 2,5 Milliarden
Tonnen Reinkali (d. h. KO, die Sauerstoffverbindung des Kaliums). Der Kriegsausgang
 hat diesen deutschen Vorrat um etwa ein Fünftel verringert; außerdem
sind in den letzten Jahren weitere Kalilagerstätten in den Vereinigten Staaten, in
Spanien, in Afrika, im Gebiet der U. d. S. S. R. usw. entdeckt worden. Allerdings
ist mit der Erschließung der zuletzt genannten Vorkommen bisher noch nicht oder
nur in geringem Umfang begonnen worden. Die Weltreserve an Kalirohsalzen kann
        <pb n="12" />
        zur Zeit auf 44—45 Milliarden Tonnen geschätzt werden!), der Anteil Deutschlands
hieran auf fast die Hälfte.

!
Die wichtigsten bekannten Vorkommen der Welt

Deutschland (Staßfurt - Magdeburger Bezirk,
Halle-Mansfeld-Unstrut-Gebiet, Hannover, Südharz,
 Werra-Gebiet, Baden). . .

Frankreich (Elsaß) .
Polen (Galizien, Bromberger Revier) . . .
U. d. S, S. R. (Solikamsk im Gouvernement Perm)

Rohsalze ' Reinkali
MilL ta Mill. to

20 000

2 000

L 500 300
L 500 | 800
3 500 600

Neben diesen und einigen anderen weniger bedeutenden oder weniger er-[orschten
 Kalisalzlagern sind auch sonst in der Natur Kalisalze weit verbreitet:
sie finden sich in zahlreichen Mineralien und Gesteinen wie z. B. im Feldspat,
erner im Fluß- und im Meerwasser, im Lehmboden usw. Eine rentable Gewinnung
zrößerer Mengen ist jedoch in absehbarer Zeit nur bei den großen Salzlager-;stätten
 denkbar.

Rationalisierungsergebnisse der letzten Jahre

Bald nachdem man bei Staßfurt um 1840 bei der Suche nach Steinsalz zufällig
Kalisalze entdeckt und eilig aus dem Wege auf die Halden geräumt hatte, weil
man sie zunächst für wertlos ansah, erkannte man den weittragenden Wert dieser
‚Abraumsalze“, entwickelte einen eigenen Kalibergbau und ging auch allmählich
 zur Kaliverarbeitung über. 1861 entstand die erste Fabrik. in der aus
Sarnallit Chlorkali gewonnen wurde.
Bis in die Kriegsjahre schwoll dann die Zahl der Werke immer mehr an, bis
andlich in der Nachkriegszeit ein Rückgang nicht der Produktion, aber der Zahl
der produzierenden Werke einsetzte. Die Zahl der Syndikatswerke, die um die
Jahrhundertwende erst 15, im Jahre 1913 bereits 164 und 1914 194 betragen hatte,
belief sich 1921 auf 205 und 1928 auf 229, Hiervon waren jedoch 1921 nur 155 und
(928 nur noch 60 Werke in Tätigkeit. Von den restlichen 169 Werken des Jahres
‚928 steht ein kleinerer Teil in Reserve, ein größerer ist endgültig stillgelegt und
jereits abgebrochen, hat also nur noch auf dem Papier für die Quotenberechnung
3Zedeutung. Infolge dieser Verminderung der Werkzahl hat sich im Vergleich zu
1914 die durchschnittliche Leistung der fördernden Anlagen, gemessen an der erzeugten
 Reinkalimenge, bis 1928 mehr als vervierfacht. Die Durchschnittsleistung
belief sich 1912 auf rund 100000 dz und 1914 auf 52000 dz; sie stieg auf 92000 dz
im Jahre 1922, auf 144 000 dz im Jahre 1925 und auf 237000 dz im Jahre 1928. Die
tolgende Tabelle veranschaulicht diese Entwicklung:?)

1) Nach einer Schätzung der Preuß. Geologischen Landesanstalt.
2) Für die Jahre seit 1912 zusammengestellt nach dem Bericht des Enquete-A Unter-Ausschuß)
 ‚‚Die deutsche Kaliindustrie‘‘ Berlin 1929 8. 10. 11 und 15. ® usschusses (IIT.
        <pb n="13" />
        Absatzsteigerung bei Verminderung
 der Anzahl der
fördernden Werke

L900 .

1905

1908

‚910

‚912
1914

‚921

1923

1925

‚927

1928
L929
1929 Januar-Juli

1930 Januar-Juli

Beteiligte
Syndikatswerke


Fördernde
Werke

29

530

BE

16

101

194

175

205

155

220

196

294.

35

298

Jor

vesamt-Reinkali-


in Mill. dz

3.54

1,83
5,92
7,32
10,08
9.03

9,21

8,86
[2,26
12,89
14,21
14,01
9,19
9,28

Jahr

1900

1905

1908

1910

1912

1914

1921

1923

1925

1927

19928

L929
1.1.—31.7.29
ii.—31.7.30

Infolge der Konzentrierung auf die rentabelsten Anlagen hob sich auch die
Ausnutzung ihrer Leistungsfähigkeit von etwa 40% im Jahre 1921 auf rund 90 %
im Jahre 1928%. Der gleiche Prozeß zeigt sich in der Verarbeitung. Die Zahl der
Fabriken ging im jetzigen Reichsgebiet von 71 im Jahre 1913 (72 im alten Reichsgebiet)
 auf 31 im Jahre 1928 zurück; auf die einzelne Fabrik entfiel 1928 im
Durchschnitt eine viermal größere Kaligewinnung als im letzten Vorkriegsjahr.
Daher hat sich auch die Zahl der im Kalibergbau und den Nebenbetrieben beschäftigten
 Arbeiter trotz vergrößerter Erzeugung erheblich vermindert. Während
sich von 1913 bis 1928 die bergbauliche Kalisalzförderung um 7,6 %, und die dabei
erzielte Reinkaligewinnung um 27,6 % erhöhte, ist inzwischen die Arbeiterzahl um
30,4 % zurückgegangen, nämlich von 30932 im Jahre 1913 (jetziges Reichsgebiet)
auf 21 489 im Jahre 1928. Infolgedessen ist auch die an diese Arbeiter ausgezahlte
Lohnsumme dem Nominalwert nach nur wenig größer, dem Realwert nach aber
wesentlich niedriger als vor dem Kriege. Sie belief sich im jetzigen Reichsgebiet
1913 auf 42,9 Mill. Mark, 1928 auf 46,3 Mill. RM*). Im Kalibergwerksbetrieb vergrößerte
 sich die Förderleistung je Arbeiter und Schicht von 159 kg Reinkali 1913
auf 417 kg 1928,

3) Nach einem Gutachten der Kaliprüfungsstelle aus dem Jahre 1928
14) Enauete-Bericht a. a. 0. 8, 23.
        <pb n="14" />
        Uebergang zu höherhaltigen Salzen
Die Lagerstätten enthalten die Kalisalze in verschiedener Zusammensetzung;
die bekanntesten Rohsalzarten sind Hartsalz, Sylvinit und Carnallit.
In dem zuerst ausgebauten Staßfurter Bezirk spielte Carnallit unter den Salzen die
wichtigste Rolle, so daß diese Kalisalzart in den ersten Jahrzehnten durchaus überwog.
 Um 1880 entfielen 80 bis 85 % der geförderten Rohsalze auf Carnallit, 1913
waren es noch 46 bis 47 %, 1928 dagegen nur noch 16,5 %. Teilweise zeigt sich in
dieser Verschiebung die gesteigerte Bedeutung auch anderer Reviere neben dem
Staßfurter, teilweise aber handelt es sich, besonders in den letzten Jahren, um eine
beabsichtigte Abkehr von der Carnallit-Förderung. Denn erstens enthält Carnallit
etwa 21,5 % Chlormagnesium, das bei der Verarbeitung wieder ausgeschieden werden
muß, zweitens ist der Reinkaligehalt (durchschnittlich 9,8 %) erheblich geringer
als bei Sylvinit (17,4 %) und Hartsalz (13,0 %). Auch dieser Uebergang von Carnallit
zu höherhaltigen Kalisalzen ist eine wichtige Rationalisierungsmaßnahme, auf die
es in erster Linie zurückzuführen ist, daß der durchschnittliche Reinkaligehalt der
geförderten Salze 1928 13,3 % betrug gegenüber nur 10,3 % 1913. Dennoch ist —
wiederum ein Zeichen rationellerer' Wirtschaft — die Gewinnung der bei der
Carnallit- Verarbeitung anfallenden Nebenprodukte, insbesondere des Chlormagnesiums,
 nicht zurückgegangen, wie ja auch sonst die Nebenprodukte-Erzeugung
die Vorkriegsziffern wesentlich überschritten hat.

Die folgende Tabelle gibt die geschilderte Entwicklung zahlenmäßig wieder’):

Uebergang zu
höherhaltigen
Salzen

1913
1921
1925
1927
1928

Kaligewinnung in 1000 to | Durchschn. : Carnallit-Geförderte
 | Reinkali- Reinkali- anteil
Rohsalze gehalt gehalt in % in %

11 607
9196
12 085
11072
12 488

1188
933 |
| 1578
1518 |
1691

10,2 47,3
10,2 48,1
18.0 23,4
18,7 16,0
18.6 16,5

Kostenverminderung und Gewinnerhöhung

Nach der Konzentrierung des Bergbaus auf die rentabelsten Schächte, der
starken Arbeiterverminderung von 49200 im Jahre 1922 auf nicht ganz 22000 Anfang
 1929, der Fabrikationszusammenlegung usw. konnten die Selbstkosten wesentlich
 heruntergedrückt werden. Allein in den Jahren 1926 bis 1928 sanken nach
den Ergebnissen des Enquete-Ausschusses die Gesamtkosten um 22% bei einer
gleichzeitigen Produktionssteigerung um 31 %. In dieser Periode zeigen unter den
Unkosten die wichtigsten Verminderungen: die Stillegungskosten um 54 %, Zinsen
für Fremdkapital um 41 %, Verwaltungskosten um 31 %, Abschreibungen um 26 %,
Lohn- und Gehaltskosten um 9%; die sozialen Aufwendungen blieben unverändert®).


5) Zusammengestellt nach dem Enquete-Bericht a. a. 0, S, 17—19.
3) Vgl. Enquete-Bericht a. a. O0. S. 37.
        <pb n="15" />
        Dementsprechend zeigten die von dem Enquete-Ausschuß untersuchten Kaligesellschaften
 unter Zugrundelegung der Abschreibungssumme von 1927 für das
Jahr 1926 einen Verlust von 12,4 Mill, RM, für 1927 einen Ueberschuß von 27,9 und
für 1928 von 54,6 Mill, RM. Allerdings verweist der Bericht gleichzeitig darauf,
daß infolge der verschieden gelagerten Abbaubedingungen die Kosten- und Erlöslage
 der einzelnen Werkestark voneinander abweicht; es ist aber ebenfalls
 eine Folge der Betriebskonzentration und der Stillegung wenig rentabler Anlagen,
 daß diese Verschiedenheit gegenüber früheren Perioden erheblich zurückzegangen
 ist und nach der Auffassung der Sachverständigen nur etwa 20% der
Sesamtkosten je Doppelzentner Reinkali ausmacht.

Konzern- und Gruppen=-Bildung der deutschen
Kali-Industrie

Die deutsche Kaliproduktion wird gegenwärtig von nur noch 6 Gruppen beherrscht.
 Noch am 51. Dezember 1920 waren nicht weniger als 30 Gruppen vorhanden
 gewesen. Ebenso wie schon vor dem Krieg ging auch in den letzten Jahren
ler Vertrustungsprozeß vielfach unter Ueberraschungen und scharfen Kämpfen
vor sich.

Die Ausdehnung des Wintershall-Konzerns, die Angliederung der
Konzerne A.-G. Deutsche Kaliwerke und Glückauf-Sondershausen, späterhin des
Ronnenberg- und des Alexandershall-Konzerns veranlaßten die anderen Konzerne
zunächst zu entsprechenden Expansionsmaßnahmen, dann aber zur Bildung eines
ausgesprochen gegen weitere Wintershall-Ausdehnung gerichteten Kaliblocks
unter‘ der Bezeichnung Vereinigte Kaliwerke GC. m. b. H.; Erfolg dieser
Organisierung war insbesondere die Aufteilung der Mansfeld-Einigkeit-Quote an
die Syndikatsmitglieder außer Wintershall-Kaliindustrie A.-G. Dann trat jedoch
diese Gegenorganisation wieder etwas in den Hintergrund. Im Jahre 1928 wurde
von Wintershall und vom Burbach-Gumpel-Konzern die Bildung eines umfassenden
Trusts propagiert, jedoch infolge des Widerstands der anderen Gruppen nicht
Jurchgeführt.

Nach den Ereignissen der letzten Zeit scheint sich eine engere Zusammenarbeit
der drei bei weitem größten Konzerne Kaliindustrie-A.-G.-Wintershall,
 Salzdetfurth-Aschersleben-Westeregeln und Burbach-Gumpel,
 die insgesamt einen mehr als 77 prozentigen Syndikatsanteil innehaben,
anbahnen zu wollen, wie ja auch seit dem Sommer 1927 im Gegensatz zur vorherigen
 Entwicklung das Syndikatspräsidium aus drei Repräsentanten dieser
Konzerne (Generaldirektor Korte, Generaldirektor Rosterg und Bergrat Zirkler) zusammengesetzt
 ist. Gegen diese vor drei Jahren durchgeführte Satzungsänderung
hatte im Syndikat wie auch im Reichskalirat die Preußag energisch, aber vergeblich
 protestiert; sie war bereits damals die viertgrößte Gruppe und hat inzwischen
 durch Pachtung der Anlagen der Anhaltischen Salzwerke ihren
Anteil auf über 9 % erhöht.
        <pb n="16" />
        Für 1928 ergabensich folgende Konzernanteile am Syndikat’):

Zahl der Werke

Konzern

Ins- stillzesamt
 ! gelegt

in
Reserve

Wintershall-Kaliindustrie
re
Salzdetfurth-Aschersleben-Westeregeln


JA

36

IR

'q

Burbach-Gumpel .
Preußag . . ..
Anhaltische Salzwerke

Mansfeld-Einigkeit .
Kali-Chemie A.-G.. .

Dr. W. Sauer-Werke .

Deutsche Solvay-Werke

Ingesamt: * E

Syndikats- | Beteiligung
Beteiligung |5.Mill.£-in
 %0 Anleihe |!
in %

385.7804

14,94

216,5850

16.43

L67,7667

21.88

59,4514
31.1775 |

5,83

3.00

31.1349

39.5396

1,97

25.1368

295

29.1929

998.765210)l 100.00

‚ Ende 1928 gab es somit in der deutschen Kaliindustrie acht Gruppen, da die
Quoten der neunten (Mansfeld-Einigkeit) unter die Glieder des Kaliblocks aufgeteilt
 worden sind. Im Jahre 1929 hat sich die Zahl der selbständigen Gruppen
durch den Uebergang der Anhaltischen Salzwerke an die Preußag und die
praktisch vollzogene Anlehnung des Dr. Wilb. Sauer-Konzerns an die Wintershall-Gruppe
 weiterhin auf sechs vermindert,

Der Uebergang der Anhaltischen Salzwerke an die Preußag-Gruppe ist insofern
 bemerkenswert, als sich hierdurch die Gesamtquote des Kaliblocks, zu dem
vorher die Anhaltischen Salzwerke gehört hatten, von 52,6 auf 493 % vermindert
 hat; der Kaliblock verfügt also, im Gegensatz zu vorher, gegenwärtig nicht
mehr über die quotenmäßige Mehrheit.

7) Zusammengestellt nach dem Enquete-Bericht a. a. O0. S. 14 und Dr. H. Paxmann: ‚,Die deutsche
Kaliwirtschaft in kritischer Beleuchtung‘‘, Berlin 1929 8, 65. .
8) Die an der Gesamtzahl 229 fehlenden 11 Werke der Gruppe Mansfeld-Einigkeit sind auf die Mitzlieder
 der Vereinigte Kaliwerke G. m. b, H. verteilt,
9) Diese endgültig stillgelegten Werke sind in der weit überwiegenden Mehrzahl abgebrochen; nur ein
Kleiner Teil (insgesamt 9 Werke) wird zur Förderung von Steinsalz benutzt.
2) Die restlichen Quoten wurden vom Syndikat selbst übernommen,
        <pb n="17" />
        Vom 1. Oktober 1929 an sind nach Tabelle 10/1929 der Kaliprüfungsstelle
folgende (endgültigen) Konzernquoten gültig:

Gruppen bzw. Konzerne

I. Kaliblock (Ver. Kaliwerke
 G.m. b. H.)
!. Salzdetfurth - Aschersleben-Westeregeln:

Salzdetfurth. . .
Aschersleben . ..
Westeregeln .
2. Burbach. .....
3. Kali-Chemie A.-G. . .
%4. Deutsche Solvay-Werke
 ......
Kaliblock insgesamt
[J. Wintershall
(einschl. Dr. W. Sauer-Werke)
 .......
Wintershall insgesamt
IE Preußische Bergwerksund
 Hütten-A.-G.
‘einschl. Anhaltische
Salzwerke) ... .
Preußag insgesamt
Mansfeld Kaliwerke . .
Einigkeit-Werke . . . .
IV. Quoten vom Kalisyndikat
 übernommen:
L, Mercksche Guanowerke
 (Sonderfabrik) .
2. Harburg-Staßfurt
/Sonderfabrik) |
insgesamt
Gesamtsumme

a) Gesetzliche
 Quoten
fan

32.7346
38.6982
33.2058
‚69.4925
39.9007

20 00927

407.9256

34.7219

22.3436
28.3607

18778

7.3465

1000.0000

b) Anteil
an Mansfeld-
 und
Cinigkeit-Quoten

O/an

8.7014
11.0028
9.4310
16.6310
4.5634

243838

2.9409

verteilt
verteilt

Summe Gesamtjer
 Quoten quoten der
a) und b) | Gruppen
I—IV
9/00 0/00

36.4880} °
109.70101&amp;amp;
92.7268 S
‚86.1285
43.7641

24.4365

193.1879

407.9250

107.9250

07.6628

37.6628

1.8778

).3465

1.2243
1000.0000 ! 1000.0000

Vertikale Interessenausdehnung der deutschen Kali-Industrie
Lange Zeit waren es vor allem die Deutschen Solvay-Werke, die
Jlurch ihre sonstigen Produktionsinteressen aus dem Kreis der Kaligesellschaften
herausfielen; denn bei dieser seit einigen Jahren mit 75 Mill. RM arbeitenden
Aktiengesellschaft sind Kalibergbau und -verarbeitung — von den weitreichenden
        <pb n="18" />
        internationalen Verbindungen, ferner den Beziehungen zur Deutschen Libbey-Owens-Gesellschaft
 und zur Zeche Dahlbusch ganz abgesehen — nur eins von vielen
Produktionsgebieten, die allerdings mit der Kalisalzverarbeitung und der Nebenprodukte-Verwertung
 teilweise zusammenhängen. so z. B. die Herstellung von Pottasche,
 Chlorkalk, Aetzalkalien usw.
Inzwischen ist aber auch bei anderen Gruppen in anderer Form der Weg zur
Chemie beschritten worden. So schlossen 1925 die Anhaltischen Salzwerke
 (Fiskus) einen Interessengemeinschaftsvertrag mit der Concordia
Chemische Fabrik a, A. (Leopoldshall) sowie der Staßfurter
Chemische Fabrik (vorm. Vorster &amp;amp; Grüneberg) A.-G., zwei Gesellschaften,
die unter teilweiser Verarbeitung von Kalisalzen u. a, Chlormagnesium, Brom, Bittersalz,
 Chlorcalcium, Pottasche, Borsäure, ferner Superphosphat und Düngermischungen
 herstellen. Durch die im September 1929 erfolgte Pachtung der Anhaltischen
 Salzwerke wird nunmehr die Preußag auch auf diese chemischen
Gesellschaften Einfluß gewinnen. Die chemischen und Düngemittel-Interessen der
Preußag erfahren hierdurch eine weitere Bereicherung, wobei an die zum Preußag-Konzern
 gehörigen Stickstoffanlagen (Scholven und Shamrok) erinnert sel.
1927 begann die Kaliindustrie A.-G. zusammen mit den Klöcknerwerken
in Rauxel ein Stickstoffwerk mit einer Leistungsfähigkeit von 18000 to Reinstickstoff
 zu errichten, das 1928 seinen Betrieb aufnahm. Die diese Anlage betreibende
Gewerkschaft Victor wird von beiden Gesellschaften zu gleichen Teilen kon-:;rolliert.
 Der gewonnene Stickstoff wird unter Zusatz von Chlorkalium in einer
Anlage des zum Wintershall-Konzern gehörenden Kaliwerks Glückauf-Sondersaausen
 auf Kalisalpeter verarbeitet.
1928 erfolgte die Fusion der Kaliwerke Neu-Staßfurt-Friedrichshall mit der
Rhenania-Kunheim Verein Chemischer Fabriken A.-G. unter Bildung einer neuen
Konzerngesellschaft „Kali-Chemie A.-G.“, die insbesondere eine Bindung von
Phosphat und Kali (Kali-Rhenania-Phosphat) auf den Markt bringt. Auch beim
Salzdetfurth-Konzern bestehen kalichemische Pläne.
Diese und andere Interessenausdehnungen von Kaligesellschaften in
zertikaler Richtung, d. h. in erster Linie der Uebergang zur Misch- und Voll-Jüngerherstellung,
 in viel geringerem Maße die bessere Verwertung der Nebenınd
 Abfallprodukte, scheint die horizontale Konzentration, die Bildung eines
ımfassenden Kalisalztrusts, wenn nicht unmöglich gemacht, so doch immerhin verzögert
 und modifiziert zu haben. Die gleichwohl zu beobachtende Annäherung der
ührenden Konzerne kommt in zwei Erscheinungen zum Ausdruck: erstens in der
Anfang des Jahres 1930 gegründeten Interessen-Gemeinschaft der
Deutschen Kaliindustrie GC. m. b. H., einer Dachgesellschaft für. die vier
Syndikate, in denen die Nebenprodukte der Kaligewinnung zusammengefaßt sind:
Steinsalz, Brom, Chlormagnesium und Bittersalz; zweitens in den sowohl seitens
des Wintershall- wie des Burbach-Konzerns gemachten Andeutungen über die
Zweckmäßigkeit gemeinschaftlicher Unternehmungen ‚auf
dem Gebietder Mischdüngerherstellung, Vielleicht wird auch hierbei
 die oben erwähnte Interessen-Gemeinschaft, in deren Aufsichtsrat alle
Konzerne vertreten sind, die aber vorläufig ein Kapital von nur 0,3 Mill. RM hat,
noch eine Rolle zu spielen berufen sein. Die Bedeutung der erwähnten Neben-»rodukt-Syndikate
 sei durch die folgenden Angaben veranschaulicht*):

u Vgl, „Frankfurter Zeitung‘ vom 29. Jan, 1930, Nr. 77,
        <pb n="19" />
        Nebenprodukt- | Ungefährer J ahresabsatz
zewinnung in der 1929
Kali-Industrie 1000 to | Mill. RM

Steinsalz . ..

. 900*)

21,0

Brom .

Chlormagnesium

2) 54%

Bittersalz

K;

Hauptsyndikatsbeteiligte
(ungefähre Anteile)

Salzdetfurth - Aschersleben -
Westeregeln. .
Wintershall . . Sa
Burbach ........
Preußag . ..
Kali-Chemie .
Salzdetfurth - Aschersleben -
Westeregeln. ..... 35 %
Burbach ........, 24%
Preußag ....... 18 %
Wintershall . . . 1%
Salzdetfurth -Aschersleben-Westeregeln,
 Burbach, Preußag
Wintershall. Aschersleben

* hiervon 1,45 Mill, to vom Steinsalzsyndikat, der Rest wurde von Solvay an eigene Fabriken geliefert
**) Chlormagnesiumlauge und festes Chlormagnesium,

Kalisyndikat und Kaligesetzgebung
Syndizierungstendenzen waren beim Kalibergbau schon von jeher zu
beobachten. In der Frühzeit der Entwicklung erleichterte die damals noch große
räumliche Nähe den einzelnen Werken Abmachungen zum Schutz gegen ruinöse
Unterbietungen. In den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bestanden
bereits Preisvereinbarungen zwischen dem preußischen und dem Aanhaltischen
Fiskus; 1876 entstand eine Preiskonvention für Chlorkalium, 1879 die erste
Carnallit-Konvention, 1880 und 1884 wurden Kainit-Verträge abgeschlossen und
1883 wurde das erste Chlorkalium-Verkaufssyndikat gebildet. Das erste Voll-3yndikat
 entstand 1899; seine Form wurde seither mehrmals — 1909, 1910 und 1919
— grundlegend geändert. Da vor dem Kriege die Marktmöglichkeiten unerschöpflich
 zu sein schienen und da dank dem Naturmonopol und der Syndikatsorganisation
 Monopolpreise erzielt werden konnten, wurde die Rentabilität auch
der schlechteren Werke durch Zuteilung immer neuer Quoten im allgemeinen nicht
gefährdet, insbesondere seitdem im Jahre 1910 gesetzliche „Höchstpreise“ festgelegt
 worden waren. Die preußische lex Gamp (vom 5. Juli 1905) und das
Reichskaligesetz (vom 25. Mai 1910) versuchten der Abteufung neuer
Schächte Grenzen zu ziehen, bewirkten aber, nachdem die ursprünglichen Entwürfe
 in den parlamentarischen Verhandlungen immer mehr durchlöchert worden
waren, das genaue Gegenteil; es wurden. nämlich nunmehr alle noch offengelassenen
 Möglichkeiten zur Quotenerhöhung im Hinblick auf eine später vielleicht
 zu erwartende schärfere Regelung nach Kräften ausgenutzt. 1916 erfolgte
ein Abteuf-Verbot für Kalischächte, das sich jedoch auf früher bereits angefangene
Schachtanlagen nicht bezog und dessen Lückenhaftigkeit wiederum das beabsichtigte
 Ziel nicht herbeiführte. .
Am 24. April 1919 wurde das Gesetz über die Regelung der Kaliwirtschaft
 in Kraft gesetzt und einige Monate später auf Grund der Durchführungsvorschriften
 als kontrollierende Organisation der Reichskalirat gebildet.
 Die Verordnung vom 22. Oktober 1921, die sogenannte „Stillegungsverordnung“,
 erfolgte auf Grund von Vorschlägen, die der Reichskalirat ge-
        <pb n="20" />
        macht hatte. Das gleichzeitig hierin ausgesprochene Abteuf-Verbot ist inzwischen
mehrmals verlängert worden, zuletzt bis Ende des Jahres 1931. Wesentlich für den
Erfolg der Stillegungsverordnung war die Garantierung eines Quotenanteils für
stillzulegende Anlagen bis Ende 1953. Zwar verzögerten die Inflationsverhältnisse
die Entwicklung etwas mehr als ursprünglich vorgesehen war, doch ist das beabsichtigte
 Ergebnis, nämlich die Ausmerzung der mit der niedrigsten Differentialrente
 arbeitenden Anlagen, die wichtigste Voraussetzung für die in den letzten
Jahren erzielten Rationalisierungs- und Gewinnerfolge.

Französische Kali-Industrie
und deutsch-französische Verständigung

Nach langen Vorverhandlungen wurde am 10. April 1926 das deutschfranzösische
 Kaliabkommen von Lugano und am 29. Dezember 1926 der endgültige
 Vertrag zu Paris geschlossen. Vertragspartner waren deutscherseits das
Deutsche Kalisyndikat G. m. b. H. und die ihm angeschlossenen Firmen,
Französischerseits die Socie&amp;amp;te&amp;amp; Commercialedes Potassesd’Alsace sowie
 die angeschlossenen Mines Domaniales de Potasse d’Alsace und
lie Socie&amp;amp;t&amp;amp; de Mines de Kali Sainte The&amp;amp;r&amp;amp;se. Die zuletzt genannten
Gesellschaften sind die größten französischen Produktionsfirmen, die die
[ranzösische Kaliindustrie zu zwei, bezw. einem Drittel beherrschen. Die Soci6te
Commerciale ist eine Art Verkaufssyndikat.
Die Gebietsabgrenzung, die der Vertrag festlegte, sichert der Soci&amp;amp;te Commerciale
 den ausschließlichen Absatz in Frankreich sowie dessen Kolonien und
Mandatsgebieten, dem Deutschen Kalisyndikat den ausschließlichen Absatz in
Deutschland. Der jährliche Verkauf außerhalb dieser Heimatgebiete fällt dem
Kalisyndikat zu 70 % und der Societ&amp;amp; Commerciale zu 30 % zu, doch werden alle
Mengen, die später ein Gesamtkontingent von 840 000 to Reinkali überschreiten, im
Verhältnis 50:50 aufgeteilt, Eine der wichtigsten Auswirkungen der zunächst auf
10 Jahre bemessenen Vereinbarung war die Bildung gemeinsamer Absatzgesellschaften,
 wie sie bisher in Holland, Belgien, der Schweiz, Italien,
Spanien und England durchgeführt worden ist.
Die französische Industrie, sowohl die Mines Domaniales, die zu 82,5 % dem
Staat, zu 11,0% den elsaß-lothringischen Departements und zu 6,5% privaten
Interessenten gehören, als auch die Privatgesellschaft Sainte Therese, deren Aktiencapital
 kürzlich von 40 auf 80 Mill. Fr. erhöht wurde, hat in den letzten Jahren
Produktion und Absatz erheblich gesteigert. wie die folgende
Vebersicht zeigt:

Produktion und Absatz
der französischen Kali-Industrie


{923 ,
1924 ,
1925 ,
926 .
927 ,
‚928
1920

Produktion -
von Rohkalisalzen
1000 to

1598
1164
1926
28317
2322
2580
3133

Gesamtabsatz
von Reinkali
1000 to

260
285
324
338
378
428
190
        <pb n="21" />
        Von der Produktion des Jahres 1928 entfielen auf die staatlichen Werke
(13 Schächte und 6 Fabriken) 1879000 to und auf die Sainte Therese (5 Schächte
und 2 Fabriken) 701 000 to Kalisalze. Die entsprechende Ziffer für das Jahr 1929
— 2215000 to und 918000 to — zeigen ein ziemlich gleichmäßiges Wachsen beider
Gruppen an. Die Zahl der Schächte und Fabriken erfährt fortlaufend eine
weitere Vermehrung, es werden neue Bohrungen noch auf bisher unerforschten
Gebieten vorgenommen, und das Ziel dieser Bemühungen ist, bis zum vorläufigen
Ablaufstermin des deutsch-französischen Vertrages die französische Leistungsfähigkeit
 auf etwa 8 Mill. to Kalirohsalze zu bringen. Außer den beiden genannten
Gesellschaften gehört dem französischen Syndikat seit Anfang dieses Jahres noch
eine weitere Firma (Mines des Potasses de Blodelsheim) an, die ihre Anlagen aber
erst 1932 betriebsfertig haben wird.
Im März 1929 wurde in Nancy eine späterhin vielleicht noch einmal wichtig
werdende Gesellschaft gegründet, die Societe&amp;amp; Financiere de VEst (Sofinest),
deren Aktienkapital inzwischen auf bereits 450 Mill. Fr. erhöht worden ist. Sie
interessiert sich für elsässische Bergwerksgesellschaften, insbesondere für die
Sainte Therese. Hinter dieser Beteiligungsgesellschaft steht u. a. der Finanzmann
L. Bailly. Die französische Regierung hat seit längerer Zeit die Absicht gezeigt,
die Mines Domaniales in eine gemischtwirtschaftliche Gesellschaft zu verwandeln,
deren Mehrheit beim Staat liegen soll. Man hofft, in dieser Form kalichemische
Projekte leichter durchführen zu können; bisher sind jedoch Versuche dieser Art
an einem zu starken parlamentarischen Widerstand gescheitert.
Die Mines Domaniales planen die Errichtung eines kalichemischen Betriebes
bei Cette, Kali-Ste. Therese bei Rouen. Interessant für die weitere Entwicklung ist
auch die Errichtung einer neuen großen Verarbeitungsanlage, die die belgische
S. A. Produits Chimiques de Tessenderloo gemeinsam mit der Societe
Commerciale in Belgisch-Limburg durchzuführen beschlossen hat. Das Aktienkapital
 der belgischen Chemiegesellschaft wurde zu diesem Zweck von 35 auf
45 MilL Fr. erhöht.

Die Kaliproduzenten außerhalb Deutschlands und
Frankreichs

Von Ländern, die außerhalb Deutschlands und Frankreichs Kalisalze fördern,
sind gegenwärtig nur Polen, Spanien und die Vereinigten Staaten zu nennen.
In Polen wird vorläufig nur dasjenige in Galizien gelegene Kaligebiet
abgebaut, mit dessen Ausbeute österreichisches Kapital schon vor dem Kriege
begonnen hatte. 1928 dürfte die Produktion 35000 bis 40000 to Reinkali betragen
haben, wovon rund ein Drittel exportiert worden ist, insbesondere nach Schweden
und der Tschechoslowakei. Hinter den polnischen Werken steht als Tlnternehmer
der Staat,
In Spanien betrug die Rohsalzförderung im Jahre 1928 etwa 200000 to, die
Reinkaligewinnung wird auf etwa 15000 to geschätzt.
In den Vereinigten Staaten ist insbesondere die American Trona Corporation
 zu erwähnen, deren neue Anlage eine beträchtliche Leistungsfähigkeit
hat. Im Durchschnitt der letzten Jahre war die gesamte amerikanische Reinkali-Gewinnung
 zwar im Weltmaßstab gering, zeigt aber doch eine bemerkenswert
steigende Tendenz. Sie stieg von 20000 to im Durchschnitt der Jahre 1923/26 auf
40000 to 1927 und etwa 80000 to 1928. Ueber größere Kalifunde in Texas und
        <pb n="22" />
        Neu-Mexiko ist in den letzten Jahren vielfach berichtet worden, doch scheint %Z
es sich meist um wenig abbauwürdige Vorkommen zu handeln.
Die indische Kalisalpetergewinnung, die vor dem Kriege mit etwa 15000 to
jährlich eine wenn auch nur beschränkte Bedeutung hatte, ist inzwischen auf
ein Drittel ihres damaligen Umfangs zusammengeschrumpft. Geringe Mengen
Kalisulfat und andere Kalisalze werden seit Jahren auch noch in Japan gewonnen.
Gute Aussichten für Entwicklung eines eigenen Kalibergbaus von Bedeutung
bestehen offenbar im Gebiet der U. d.S.S.R., wo insbesondere 200 km nördlich
von Perm große Lagerstätten von Sylvinit, Carnallit und auch von Steinsalz
bekannt sind. Der Gesamtvorrat wird hier nach eingehenden Untersuchungen
auf 3,5 Milliarden to Rohsalze oder 600 Mill. to Reinkali geschätzt. Mit der
Abteufung des ersten Schachtes wurde 1927, mit der des zweiten 1928 begonnen.
Das Produktionsprogramm sah für 1929/30 eine Förderung von 30000 to Sylvinit
vor, für 1931/32 von 500 000 to und für 1933/34 die Förderung von bereits 2,2 Mill. to.
Unternehmer ist der staatliche Kalitrust, der ein Glied des Chemischen Syndikats
der U.d.S.S.R. ist.®)
Der in der Presse vielgenannte Kalivorrat am Toten Meer, der auf rund
1,3 Milliarden to Chlorkalium geschätzt worden ist, ist nach viele Monate
währenden Verhandlungen mit anderen Gruppen zur Ausbeute an ein Konsortium
vergeben worden, an dem u. a. The Jewish Colonial Trust Ltd. (London), The
Palestine Economic Corporation (New York) und Mr. Leslie Urquhart (Russo-Asiatice
 Consolidated) beteiligt sind. Es ist vorgesehen, daß im 8. bis 10. Konzessionsjahr
 10000 to und alsdann über 50000 to jährlich 80 prozentiges Chlorkali
geliefert werden. Eine schnelle Ausbeute wird durch die vorläufig unzureichende
verkehrsmäßige Erschließung des Gebiets erschwert.
Im übrigen sind mehrfach Meldungen über Kalifunde auch aus anderen
Gegenden der Welt gekommen, so z. B. aus Tripolis, wo eine jährliche Gewinnung
 von 10000 bis 12000 to Kalisulfat in Salinen möglich sein soll, aus
Kanada usw. Doch ist von den meisten der hier erörterten Projekte in absehbarer
 Zeit kaum eine Gefährdung der überragenden deutsch-französischen Weltstellung
 zu erwarten. Zweifellos haben viele Berichte über neue Kalifunde im
wesentlichen Tendenzcharakter gehabt, sei es zu spekulativen Zwecken, sei es
mit einer wirtschaftspolitischen Spitze gegen die in den Vereinigten Staaten zu
Unrecht angegriffene deutsch-französische Zusammenarbeit. Da der Weltkalibedarfin
 einer ununterbrochenen, durch die internationale
Intensivierung der Landwirtschaft bedingten Steigerung begriffen
 ist, undzwar eine Steigerung, deren Grenze noch unabsehbar
 ist, so kann mit großer Sicherheit die Zukunftsaussicht
 der deutschen Kali-Industrie nur günstig beurteilt
werden, selbst wenn im Laufe der Jahre auch in einigen anderen Gebieten der
Erde, wie das wahrscheinlich in der U.d.S.S.R. der Fall sein wird, eine neue
Kali-Indnstrie aufgebaut werden sollte.

Aussichten der Kali-Industrie

Wir ergänzen dies Bild zunächst durch eine Perspektive von französischer Seite.
Sie stammt von dem obenerwähnten Finanzier L. Bailly und basiert auf folgendem
Gedanken: Von 1854 bis 1930 stieg der jährliche Düngemittelbedarf der Welt
um etwa 10% jährlich. Da 1929 die Weltkaliproduktion etwa 2 Mill. to Reinkali
betrug, so kann man die Weltproduktion für 1936 auf 4 und für 1950 auf etwa
12) Mitteilungen von Prof. Kotaschetkow in der Zeitschrift ‚Die Volkawirtschaft in der U. d. 8. S. R.*‘
        <pb n="23" />
        (16 Mill. to schätzen. 1929 entfielen auf Deutschland 70 % und auf Frankreich 25 %
der Weltproduktion. Nach der Meinung Baillys wird der Anteil dieser beiden
Länder im allgemeinen auch in Zukunft erhalten werden. Er schätzt für 1936 die
Reinkaliproduktion Spaniens auf 150000, die Polens auf 80000, die Kaliforniens
auf 90000 und die Italiens auf 30000 to. Das wären etwa 8 % der angenommenen
Weltproduktion gegenüber 5% 1929. Das deutsch-französische Kartell scheint also,
was die nächsten zwanzig Jahre anlangt, durch keine ernste Konkurrenz gefährdet
zu werden. Man hörte Anfang 1930 von weitreichenden deutsch-französischen
Plänen, durch die die gemeinsamen deutsch-französischen Bestrebungen zur
Absatzhebung eine ganz neue Gestalt erhalten würden. Diese Bestrebungen
zielen, gemäß den Mitteilungen über „Kaliindustrie und Kaliwerte im Jahre 1929“
(herausgegeben von Gebr. Dammann Bank K.-G. a. A., Hannover), „in erster
Linie auf eine Einflußnahme an der ausländischen Mischlünger-Fabrikation,
 von der man sich eine bedeutende Steigerung des
Kaliverbrauchs verspricht. An der Deckung dieses Verbrauchs in dem für die
Ausfuhr wichtigsten Lande — den Vereinigten Staaten — war das deutsche Kalizyndikat
 im Jahre 1928 mit 1858000 dz Reinkali (gegen rund 2% Mill .dz vor
dem Kriege) beteiligt. Die Mischdüngertrusts, die den Kalidüngerhandel in
Amerika beherrschen, liefern ein Produkt, bei dem der Zusatz von Kali nur etwa
4% beträgt, während der Kaligehalt in dem von der I. G. Farbenindustrie hergestellten
 Volldünger „Nitrophoska“ sogar bis zu 25% beträgt. Man kann sich
vorstellen, was es bedeutet, wenn es gelänge, die Amerikaner dahin zu bringen,
den Kalianteil in ihrem Mischdünger nur zu verdoppeln!“

Sowohl die Rationalisierungs- und Zentralisierungsbewegung
 als auch die nun seit einer Reihe von Jahren bewährtedeutsch-französische
 Zusammenarbeitsowieschließlich
 die großen Absatzaussichten auf fast allen Teilen des
Erdballs. berechtigen dazu, die weitere Entwicklung der
Kali-Industrie auch trotz der internationalen Krise, die
übrigensbisherden Kaliabsatznur wenigbeeinträchtigt hat.
&amp;gt;ptimistisch zu beurteilen.
        <pb n="24" />
        Kaliblock

Salzdetfurth-Aschersleben-Westeregeln-Konzern
a) Kaliwerke Salzdetfurth A.-G.
b) Kaliwerke Aschersleben
c) Consolidirte Alkaliwerke Westeregeln
2. Burbach-Konzern
3. Kali-Chemie A.-G.
4. Deutsche Solvay-Werke
        <pb n="25" />
        Kaliwerke Salzdeifurih Aktiengesellschaft

Sitz der Verwaltung: Bad Salzdetfurth, Kreis Marienburg i. Hann, b. Hildesheim,

Gründung:
Die Gründung erfolgte am 3. Oktober 1889 als „Aktiengesellschaft
 für Bergbau und Tiefbohrung zu Goslar
a. H.‘“ mit einem Grundkapital von M. 720 000.—-,

Gegenstand des Unternehmens:
Erwerb und Betrieb von Bergwerken, insbesondere
die Gewinnung und Verwertung von Salzen, Mineralien
und Fossilien jeder Art und Vornahme aller Handlungen,
welche mit derartigen Geschäftsbetrieben in Verbindung
stehen. Die Gesellschaft kann Bergwerkseigentum, ebenso
 Grundeigentum und jede Art von Gerechtsamen er:

Infolge Generalversammlungsbeschlusses vom 31. Mai
‚899 wurde der Sitz der Gesellschaft nach Bad Salzdetfurth
zerlegt und der Name der Gesellschaft in ‚„Kaliwerke
Salzdetfurth Aktiengesellschaft‘‘ umgeändert.

verben und veräußern, Fabrikbetrieb jeder Art unterıehmen,
 An- und Verkäufe von Produkten, Fabrikaten
ınd Mobilien abschließen, sich auch bei allen gleichartigen
Unternehmungen Dritter in jeder ihr gut erscheinenden
Neise beteiligen.

Erzeugnisse: Kali-Rohsalze und -Fabrikate, Brom.

Vorstand:
Generaldirektor Bergrat Dr.-Ing. h. c. H. Zirkler,
Kassel;
Generaldirektor P. G. Ebeling, Hannover;

Aufsichtsrat:
Dr. Georg Solmssen, Vorstandsmitglied der Deutschen
Bank und Diseconto-Gesellschaft, Berlin W 8,
Vorsitzender;
Bankier Jakob Goldschmidt, Geschäftsinhaber der
Darmstädter und Nationalbank K. a. A., Berlin
 W 8, 1. stellv. Vorsitzender;
Justizrat Dr. Albert Katzenellenbogen, Frankfurt a, M.,
2, stellv. Vorsitzender;
Werner Carp, Düsseldorf;
Geh. Regierungsrat Dr. Ernst Eilsberger, Direktor der
Deutschen Solvaywerke Actiengesellschaft, Bernburg
 a. d. Saale;
Generaldirektor Dr. Wilhelm Feit. Berlin-Zehlendorf-West;

Bankdirektor Ludwig Fuld, Mannheim;
Berghauntmann a. D. Georg Gante, Detmold;

Geschäftsjahr:
1. Januar bis 31. Dezember.

Reingewinn:
1. zur Abführung von mindestens 5% an den gesetzlichen
 Reservefonds (bis 10% des Grundkapitals) ;
2. zur Bildung oder Verstärkung besonderer Rücklagen;
8. zur Gewährung der dem Vorstande und den Beamten
nach Anstellungsverträgen zustehenden Tantiemen
und Jahresgratifikationen;
4. zur Zahlung einer Dividende von 6% an die VorzugsaKTIEN"


jeneraldirektor Bergrat W. Köhler, Bad Salzdetfurth;
Direktor G. Rösemann, Bad Salzdetfurth;
Jirektor Dr. Karl Bock. Bad Salzdetfurth.

Jeneralkonsul Dr. phil. Dr.-Ing. e. h. Max Heinhold,
Halle a. 8.;
Bankier Carl Joerger in Firma Delbrück Schickler
&amp;amp; Co., Berlin W 8;
Bankier Rechtsanwalt Heinrich Kirchholtes in Firma
Gebrüder Sulzbach, Frankfurt a. M.;
Bergrat Hans Middeldorf, Direktor der Gewerkschaft
Ludwig M., Leopoldshall-Staßfurt;
Bankier Dr. Arthur Rosin, Geschäftsinhaber der Darmstädter
 und Nationalbank K. a. A., Berlin W 8;
Bankier Dr. E. Enno Russell, Berlin W 8;
Dr. jur. Ernst v. Schoen, Direktor der Allgemeinen
Deutschen Credit-Anstalt, Leipzig;
Dr. Curt Sobernheim, Direktor der Commerz- und
Privat-Bank A.-G., Berlin W 8;
Dr. rer. pol. h. ce, Benno Weil, Mannheim;
Otto Wolff. Köln a. Rh.

Generalversammlung (Stimmrecht):
je nom. Rmk. 100.— Stammaktien 1 Stimme;
je nom. Rmk. 10.— Vorzugsaktien 8 Stimmen.

5.
6

zur Zahlung einer ordentlichen Dividende bis zu 4%
an die Stammaktien;
zur Gewährung einer Tantieme von 10% an den
Aufsichtsrat unter Anrechnung der erhaltenen festen
Vergütung;
der hiernach verbleibende Restbetrag wird an die
Aktionäre als Superdividende verteilt, soweit nicht
4ie Generalversammlung eine andere Verteilung beschließt.


7

Zahlstellen:
Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft, Berlin;
Commerz- und Privat-Bank, Berlin;
Darmstädter und Nationalbank, Berlin,
er deren Niederlassungen in Düsseldorf, Essen,
Frankfurt a. M., Hamburg, Hannover, Hildesheim,
Köln, Leipzie. Mannheim:

außerdem in Berlin:
3ankhaus Delbrück Schickler &amp;amp; Co.,
Bankhaus Hugo J, Herzfeld;
in Frankfurt a. M.:
Bankhaus Gebrüder Sulzbach;
in Leipzig:
\lloeemeine Deutsche Credit-Anstalt.
        <pb n="26" />
        Kaliwerke Salzdetfurth Aktiengesellschaft in Bad Salzdetfurth

Aufbau des

Daten aus der Entwicklungsgeschichte:
Nachdem das Revier Salzdetfurth durch vier Tief-Bohrungen,
 wovon drei kalifündig geworden sind, aufgeichlossen
 war, wurde im Juni 1896 mit dem Bau des
Schachtes I begonnen, und zwar an der Stelle, an der die
Tiefbohrung II am 4. September 1893 bei 197 m das Salz
angetroffen hatte. Der Schacht I hat eine Teufe von 920 m.
Schacht II wurde am 1, Juli 1907 auf dem Südflügel
les Sattels in 560 m querschlägiger Entfernung von
Schacht I angesetzt und bis 760 m Teufe niederzebracht.

Schacht III wurde auf dem Nordflügel der Lagerstätte
in einer streichenden Entfernung von 1800 m von Schacht I
in den Jahren 1913 bıs 1915 bıs zur Endteufe von 859 m
zebaut.
Alle drei Schachtanlagen sind miteinander durchschlägig
 verbunden.
Gleichen Schritts mit dem Abteufen der Schächte
wurden die Tagesanlagen errichtet und diese 1922—1925
ainer durchgehenden Erneuerung und Modernisierung bei
zleichzeitiger Erweiterung der Leistungsfähigkeit unterzogen.

Im Grubenfelde sind zwei Kalisalzlagerstätten aufgeschlossen
 worden; eine jüngere Lagerstätte in einer Teufe
von 625—866 m, deren obere Partie aus reinen sylvi-Aischen
 Salzen mit einem mittleren Gehalt von 25% K,O0
ınd deren untere Partie aus reinem weißen Carnallit mit
einem mittleren Gehalt von 15% K,O besteht, sowie
3äner älteren darunterliegenden Lagerstätte, welche in der
Hauptsache normalen Camallit mit einem Gehalte von
10% K,O und Hartsalz von einem solchen von 15% K,0
aufweist. Die Faltungen des Salzgebirges bedingen einen
erheblichen Wechsel in Mächtigkeit und Fallen der beiden
Kalisalzlagerstätten, Zur Zeit wird nur die jüngere Lagerstätte
 abgebaut.
._.. Die gesamten Betriebsanlagen stehen auf zeitgemäßer
Höhe, da zugleich mit der Modernisierung der Chlorkaliumjabrik
 eine solche der Strom- und Dampferzeugung vorzenommen
 ist.

Ü

aternehmens.

Innerbalb der Kaliindustrie Deutschlands besitzt
jalzdetfurth eine Sonderstellung, da die geförderten
jalze besonders hochprozentig sind und geringere Verrbeitungskosten
 verursachen und dadurch die Gesellchaft
 den relativ größten Gewinnanteil unter allen
nderen Kaliunternehmen hat. ;
Die Verknüpfung des Salzdetfurth-Konzern ist eine
ein aktienmäßige,
Bei Salzdetfurth ist der Stützpunkt der Aktien-Majoritäten
 von Westeregeln Kali und Kali Ascherseben
 konzentriert, während bei den letzteren beiden
*esellschaften die Ahktien-Majorität von Salzdetarth
 liegt.
1927 entfielen auf den Salzdetfurth-Konzern anähernd
 25% der gesamten Kali-Erzeugung Deutschlands.
1928 Erwerb der Kaliquote der Halleschen Kaliverke
 A.-G., Schlettau,
1929 Lt. Gen.-Vers,-Beschl. vom 10, Januar 1929
ırhöhte die Gesellschaft ihr Stamm-Aktien-Kapital um
Imk, 12 Mill, auf Rmk. 28 Mill., das Vorzugs-Aktien-&amp;lt;apital
 um Rmk. 75000.— auf Rmk. 175 000.—.
jämtliche neuen Stamm- und Vorzugsaktien wurden
len alten Aktionären im Verhältnis 4:3 zu pari an-’eboten.,

Im Wege gegenseitiger Beteiligung haben die
Caliwerke Salzdetfurth A.-G, mit den Kaliwerken
‚schersleben, Aschersleben, und den Consolidirten
ıAlkaliwerken A.-G., Westeregeln, einen Großkonzern
‚ebildet, der nahezu ein Viertel der Gesamtbeteiligung
m Absatz des Kalisyndikats umfaßt. Die Beteiligung
ıntereinander ermöglicht eine zweckentsprechende
/erteilung der Arbeit und rentablen Austausch der
len einzelnen Werken zustehenden Quoten. Die Einzeitlichkeit
 in der Leitung des Gesamtkonzerns ist
ladurch gewährleistet, daß die Generaldirektoren von
\schersleben und Westeregeln gleichzeitig Generallirektoren
 der Kaliwerke Salzdetfurth sind, was sie
efühigt, dem Konzerngedanken zur Durchführung zu
rerhelfen.

Betriebsbeschreibuneg.

Grundbesitz:
Die der Gesellschaft gehörenden Grundstücke haben eine Größe von 618 502 qm. wovon 235320 qm bebaut
jder mit Betriebsanlagven belegt sind.

Werke

Werke des Salzdetfurth-Konzerns
Jesetzl. Quoten UÜehernommene Quoten
/oa

Gesetzl. Quoten
0
UVebertrag: 25.9991
YNallesche Salzwerke . . . 83.7270
Saale, Gew. . ...... . , . 3.0085
Mansfeld- u, Einigkeit-Ant. . . 0.7605
Anteil an den Mansfeld- und Einigkeit-Quoten
 . . 0.0.0.0... 2,9409
Insgesamt Salzdetfurth-Konzern: 36.4360

Salzdetfurth

DO
UT

6.2865
5.7355
5.4782

3raunschweig-Lüneburg
Grasleben . .
Heidwinkel

18.5002

3.9964
‚ . 3.5025 7.4989
Vebertrag: 25.9991

1, Kaliwerke Salzdetiurth.
Grubenfelder: Der Felderbesitz beträgt etwa 40428 000 qm
(ohne Gewerkschaft Braunschweig - Lüneburg),
beruhend auf im Jahre 1890 abgeschlossenen hundertjährigen
 Salzgewinnungsverträgen. Er lieot in den Genarkungen:

 Salzdetfurth, Detfurth, Fünfberge, Söder,
Tackenstedt, Wehrstedt, Breinum, Almstedt, Segeste,
7etze, Söhre und Egenstedt der Kreise Marienburg 1. H.,
\lteld und Gronau in der Provinz Hannover.
        <pb n="27" />
        Kaliwerke Salzdetfurth Aktiengesellschaft in Bad Salzdetfurth

Schacht I (am Ortberge) hat eine Teufe von 920 m.
Auf diesen Schacht ist die gesamte Förderung konzentriert.
 Fördersohle bei 774 m. Der Schacht ist
mit neuer, 1930 in Betrieb genommener elektrischer
(Ugner-Fördermaschine für 166 t Stundenleistung
und mit modernen Anlagen über und unter Tage
ausgerüstet. Die geförderten Kalisalze werden zur
Vermahlung und : Verarbeitung der gemeinsamen
Rohsalzmühle und Chlorkaliumfabrik durch eine
Kettenbahn zugeführt,
Schacht II hat eine Teufe von rd. 800 m. Er ist mit
ainer elektrischen Illgner-Fördermaschine von 1384 t
Stundenleistung und wie Schacht I mit modernen
Anlagen über und unter Tage und mit einer Kettenoahn
 zur Mühle und Fabrik versehen. Der
Schacht II ist Reserveanlage und dient zur Wetterführung.

Schacht HI (am Salzberge) hat eine Teufe von 828 m
und ist mit einer elektrischen Fördermaschine von
30 to Stundenleistung ausgerüstet. Die Tagesanlaren
sind neuzeitlich eingerichtet. Die Kalisalze werden

2, Chlorkaliumifabrik,
Anlagen: Die Fabrik stellt hochprozentiges Chlorkalium und
als Nebenprodukt Brom und Chlormagnesium her.
Sie ist in den Jahren 1922—1924 einer vollständigen
Modernisierung unterzogen, und die neuzeitlichsten
Erfahrungen wurden zur Erzielung einer bedeutenden

3. Zentralwerkstatt.
Anlagen: Ausgestattet mit vielen neuzeitlichen Hilfsmaschinen,
 sorgt die Zentralwerkstatt, für die Instand-%

 Gebäude,
Auf dem Werksgrund besitz nahe Bahnhof Bad Salzdetfurth
befindet sich noch das Verwaltungsgebäude, während
38 Beamtenwohnungen in eigenen Häusern sowie eine
Arbeiterkolonie mit 80 Wohnungen in der Nähe der
Werksanlagen vorhanden sind.

mittels einer Drahtseilbahn nach Schacht I und von
la durch eine Kettenbahn nach der Mühle und
Fabrik befördert.
Schacht I, I und III sind miteinander durechschlägig.

erksanlagen: Auf den Werksanlagen unmittelbar am
Bahnhof Bad Salzdetfurth werden die geförderten Rohzalze,
 aus hochprozentigen Sylviniten und Carnalliten
vestehend, entweder in der für alle drei Schachtanlagen
gemeinsamen Chlorkaliumfabrik verarbeitet oder in der
gemeinsamen Rohsalzmühle für den Versand fertigzemacht.
 Umfangreiche Speicher und Verladeeinrich-;ungen
 sorgen für einen geregelten Betrieb in Zeiten
starken Versandes.
Zur Versorgung der gesamten Schacht- und Fabrikanlagen
 mit ‚elektrischem Licht- und Kraftstrom besteht
 eine eigene
Atektrische Zentrale: etwa 3750 kW Leistung. Der Abdampf
 der Turbinen wird in der Chlorkaliumfabrik zu
Lösezwecken ausgenutzt.

Srhöhung der Leistungsfähigkeit sowohl als auch zur
weitgehenden Mechanisierung des Betriebes angewendet.
 Für die Lagerung der Fabrikate bestehen
zroße Vorratsspeicher, welche mit leistungsfähigen
Verladeeinrichtungen versehen sind.

aaltung der zahlreichen Maschinen, Betriebseinrichtungen
ınd Apvaratur.

Eine Konsumanstalt sorgt für Belieferung der Angestellten
 und Arbeiter mit guten und preiswerten
Lehensmitteln und Wirtschaftsbedürfnissen.

Beteiligungen.
I. Gewerkschaft Braunsehweig-Lüneburg zu Grasleben (Kreis Helmstedt).
Anzahl der Kuxe: 1500. Sonstiger Besitz: Drahtseilbahn; Schmalspurbahn, Eisen»
Größe der Gerechtsame: 96 530 048 qm, (etwa 52 Felder). bahnanschluß.
Lage der Felder: Kreis Helmstedt. Absatz: 1929
Bohrungen; 5 steinsalzfündig. Steinsalz .....0.0.0002 0.01 +. t 183600)
Schacht: begonnen 1910, az a 2 Schacht- Ausbeute: 1926 1927 1928 1929
„anlagen ‚Grasle und „Heidwinkel‘“. Rmk, pro Kuxe ... 200 2160 175 300
Förderung: seit 1913, we . .
Camnallit, Sylvinit, Hartsalz, Beteiligung: 821 Kuxe (500 Kuxe beim Braun-Anlagen:
 Chlorkaliumfabrik: Mühle, schweigischen Staat).
Gebäude: Zuote am 1. 1, 1930; Tausendstel
2 Direktionswohnhäuser; Irasleben . . .. 3.9964
8 Beamten- und Arbeiterwohnhäuser. Heidwinkel 3.5025
Bemerkung: 31. Dezember 1925 stillgelegt als Kali- Steinsalz betrieben, während die Quoten in Kaliwerk
 mit Wirkung ab 1. Juli 1924 bis Ende 1953. salzen auf die Kaliwerke Salzdetfurth zur Lieferung
Es wird nur die Förderung und Aufbereitung von übertragen sind.

2, Kaliwerke Aschersleben in Aschersleben (s. a. direkt).
Gegründet: 14, Oktober 1889 ; x
Anitale ) : Anlagen und sonstiger Besitz: siehe unter ‚„Kaliwerk
Kapital: Rmk. 22 000 000.— Stammaktien, Aschersleben in Aschersleben“ direkt, werk
Rmk. 324 000.— Vorzugsaktien. Dividenden: 1925—1929 — je 10%.
Zeteiligung: 40%.
        <pb n="28" />
        Kaliwerke Salzdetfurth Aktiengesellschaft in Bad Salzdetfurth

3. Consolidirte Alkaliwerke in Westeregeln (s. a. direkt).
Gegründet: 25. Januar 1881. Anlaren und Se Besilzz a unter „Consolidirte
Kapital: Rmk. 22 000 000.— Stammaktien Alkaliwerke in Westeregeln‘“ direkt,
apa ri AT 00 Vorzumsaktich, Dividenden: 1927—1929 je 10%.
Beteiligung: 40%.

A. Die Gesellschaft ist außerdem noch bei einigen anderen namhaften Unternehmungen und Gesellschaften
beteiligt.
Buchwert der Beteiligungen: per 31. Dezember 1929 Rmk. 18 998 518.16.
Die Gesellschaft gehört folgenden Syndikaten und Konventionen an:
1. Deutsches Kalisyndikat, G. m. b, H., Berlin SW 11, 4, Interessengemeinschaft der Deutschen Kali-Dessauer
 Straße 28/29; Industrie G.m. b. H., Berlin; ; .
2. Deutscher Kaliverein, Berlin SW11, Anhaltstraße 7; '. Deutsches Brom-Syndikat G, m a a H
3. Arbeitgeberverband der Kaliindustrie, Berlin SW 11, we De Chlormagnesium - Syndikat, m. 9, £.,
. 2
Anhaltstraße 7; Jeutsches Steinsalz - Syndikat G. m. b. H., Berlin

Großaktionäre:
1. Deutsche Bank u. Disconto-Gesellschaft, Berlin W 8;
2. Commerz- und Privat-Bank A.-G., Berlin W;
3. Darmstädter und Nationalbank Kommanditgesellschaft
 auf Aktien, Berlin W8; '
4. Delbrück Schickler &amp;amp; Co., Berlin W; 10,
5. Allgemeine Deutsche Credit-Anstalt, Leipzig;

Kaliwerke Aschersleben, Aschersleben;
Consolidirte Alkaliwerke, Westeregeln;
Kaliwerke Neustaßfurt-Friedrichshall, Sehnde;
Deutsche Solvay-Werke, Bernburg a. S.;
%ewerkschaft Ludwig IL, Staßfurt.

Statistik.

Heutiges Aktienkapital:
nom. Rmk. 28 000 000,— Stammaktien in 21 000 Stck. zu je Rmk. 1000,—
70000 Stck. zu je Rmk. 100.—
nom. Rmk. 175 000.— Vorzugsaktien in 10 000 Stck. zu je Rmk. 10.—
750 Stck. zu je Rmk. 100.—
Rmk. 28 175 000.—

Nr. 1—12000 u. 82001—91000) ;
Nr. 12001-—52000 u. 52001—82000) ;

Kapital-Veränderungen.

Lt. Gen.-Vers, | Stamm- | Vorzugsvom
 Aktien Aktien
Vorkriegskapital
4. 5. 20
29. 3. 22

| Kurs in %

7.0
14.0
20.0
29.0

140
300
100
108
2000
100
108

19. 12. 22

7,0
7.0 — 70)
50 ©
20.0
100 |
100.0 | 000
(— 84.0)
— 2.9_
16.0 0.1
12.0
+ 0.075
330 E16

7

M.
3. 2.25

»
1a

Rmk.
10. 1.29

100
100

Rmk.iI

Besondere Rechte:
Die Vorzugsaktien haben acht faches Stimmrecht, Sie
können jederzeit in Stammaktien vom gleichen Nennwert
umgewandelt werden, wenn eine Generalversammlung dies
mit einer Mehrheit von Dreiviertel der abgegebenen
Stimmen beschließt. Außerdem kann vom 1. Januar 1942
ab eine Generalversammlung, bei der jeder Vorzugsaktie
— gleich der Stammaktie — auch nur ein Stimmrecht
zusteht, mit einer Mehrheit von Vierfünftel des bei der
Beschlußfassung vertretenen Grundkavnitals die Kündigung

Bez.-R.

Bemerkungen

1:2
5:2
o. B.
o. B.
7:1
9, B.
o. B.

an Bankkonsortium begeben
an. Bankkonsortium begeben
Umwandlung von Vorzugsaktien in Stammaktien

zur Verfügung der Gesellschaft
von Konsortium übernommen

Zusammenlegung 25:4, Umstellung a. Rmk.
100:1

4:3
4 +3

ler Vorzugsaktien auf den Schluß eines Geschäftsjahres
‚ur Rückzahlung zum Kurse von 120% abzüglich noch
nicht geleisteter Einzahlung beschließen. Die Kündigung
ırfolgt gegebenenfalls durch einmalige Bekanntmachung
m Deutschen Reichsanzeiger. Die Einziehung der Vor-‚ugsaktien
 durch Ankauf ist jederzeit zulässig.
_ Im Falle der Liquidation sind die Vorzugsaktien zum
Zurse von 120% abzüglich noch nicht geleisteter Einzahlungen
 vor den Stammaktien zurückzuzahlen.
        <pb n="29" />
        Kaliwerke Salzdetfurth Aktiengesellschaft in Bad Salzdetfurth

Obligationen.

Emission | Ka Sicherheit | umlaufender Betrag nen
A LI No

1925 Ser. A.u.B.
£ 526 850.—.— |1925/50 | 102.5
1929 Ser. C.
£ 66 975.—— [1929/53 | 102,5

}

Hypothek

£ 543 670.5.— =
Rmk. 11 090 878.10

5

Bemerkung

Anteil an der £ 15 C00 000,—
Anleihe der Dt. Kalisyndikat
G. m. b. H., Berlin.

Beschäftigte (eigene Werke: 1913 1924 1925 1926 1927 1928 1929 1930
Arbeiter ‚...... 500 505
Angestellte und Beamte } 605 550 560 455 aa 440 } 55 55
Grundbesitz:
gesamt .......qgm 419155
bebaut „...... qm
Rohsalz-Förderung.,
Di: 4 4 x x a wm lm
Absatz:
Reinkali (K20O) ... .dz 351269 293074 487676 425971 577609 2626463 "700 658
Börsen-Notiz:
In Berlin, Frankfurt a. M., Hamburg, Hannover, Düsseldorf und Essen-Ruhr. Lieferbar sind sämtliche Stammaktien.
Auch zum Terminhandel zugelassen.

Kurse und Dividenden,
Kurse . 1924 1925 1926 1927 1928 1929 1930 bis 31.7.
höchster. . .% 45.25 166 200.5 283.75 529,5 532.5 425
niedrigster . . % 9.25 103,5 105 1901/8 241.25 290.25 311
letzter. . . ‚0% 26.1 107 190.25 248.25 529 314.75 295

Berliner Kurs in 1929

Jan.

Febr. ! März | April '

Mai ' Juni | Juli | Aug. | Sept. |

Okt. | Nov. | Dez.

höchster . .. 0.0.0.0. ++
niedrigster . . 2. 0.0.0. 004
‚etzter .

532.5 500 367.5 ‚388.25| 403 | 416 '409 |403.25} 396.75|880.5 388 1323
497 [297.25 302 [357.75 371 | 404 er 381,5 1376.5 [307 [250.25 304,5
497 "303.5 | 366 1375 403 | 404 1891.25]403.251384 1810.5 1298 [314.75

Dividenden

' 1914 ! 1919/21 1 1922

1923/24 ' 1925 | 1926 ! 1927 | 1928 | 1929

N. .

9% | 15 | jo 60 | 350 | je 0

"1% | oa | 15 a as

Gewinn- und Verlust -Rechnvnaen.

Soll | 31. 12. 192% ' 31. 12. 1926

81. 12. 1927

31. 12. 1928

831. 12. 1929

Allgemeine Geschäfts- und
sonstige Unkosten ....
Steuer, Abgaben, soz, Lasten
Anleihe-Zinsen , .... +.
Abschreibungen. , .....
Reingewinn .....

825 979.98
803 921.78

1 005 457,50
709 393,81
527 549.32
744 982.61
2 079 415.78
5066798 97

900 982.72
821 105.43
541 783.06
813 322.26
BD EQT 474 NE

1110 514,75
1 693 616.39
554 864.58
645 746.80
3.800404 a9

1 222 597.60
L 426 594,27
580 921.69
834 546,52
4 398 451.08

448 297.57
2 031 677.6?

3468111.16
81. 12. 1929
158493.94 | 105677.68 | 153 415.73 | 181411.06 | 186904.99
|
3956888.02 | 4961121.894  5511188.79 | 7623 736.45 8976 206.17
4109876.96 | 5066798.97 | 566460452 ' 780514751 ' 8463111.16

10976 9ß

x A644 E04 FO

"7 QOR

Haben '
Vortrag vom Vorjahr . ...|
Rohgewinn der Bergwerke,
Fabriken usw... . v
        <pb n="30" />
        Kaliwerke Salzdetfurth Aktiengesellschaft in Bad Salzdetfurth

Bilanzen.

ı Gmk.-Aktiva
 Bilanz
D.1.1.1924

31. 12. 1926

) 81. 19. 1927

31. 12. 1928

| 31. 12. 1929

Grundstücke ...-.
Bergbaugerechtsame . .
Schächte . ... +++
Betriebsgebäude . . . -
Wohngebäude . ... .
Maschinen und Apparate .
Geräte und Werkzeuge
Inventar . . . +. 004 0
Hilfsanlagen . .-. ;
Materialien... 0.0.0000
Warenlager . . . 0.0002. «44
Kautionen ... 0.0.00. 0. « 04
Avale, Bürgschaften . ... «+
Effekten ....0..0.0040 «04
Hypotheken ...... 0.4
Beteiligungen ‚2... ...+ +.
Beteiligung beim Kalisyndikat .
Beteiligung b. d. Bromkonvention
Beteiligung b. Deutschen Bromgyndikaß
 . ....... «4
Beteiligung beim Dtsch. Chlormagnesium
 - Syndikat . ...
Disagio des Dtsch. Kalisyndikats
7% Goldanleihe . ... +...
Rückzahlungs-Agio des Dtsch.
Kalisyndikats 7% Goldanleihe
KASSE vs ee 0 HH
Verschiedene Vorauszahlungen .
Bankguthaben ..... +...
Darlehen ....0..0004004 ——
Sonstige Debitoren .... +. 539 031.60
"+18 710 812.78

53 000.—
270 000.—
330 000.—
L 374 000.—
681 000.—
L 731 414,—
70 000—
17 000.—
12 000.—
143 124,87
100 092.—
1—

56 000,—
221 400.—
651 000 .—
| 209 700.—
641 200,—
L 291 400.—
36 100.—
6 800.—
10 200.—
104 234.95
509 128.90
47 490.93
‘167 000.—)

53 400.—
210 600.—
558 000.—
136 300.—
627 400.—
043 500,—
16 200,—
L—
8 500.—
1083 528.26
594 500.—
47 490.98
137 000.—)

60 000.—
199 800.—
465 000.—
ı 121 300.—
671 900.—
901 800.—-3,—

3.—
Be
121 446.80
524 626.49
47 450.—-(137
 .000.—)
664 316.—
5 766 167.81
929 560.—

51 008.—
189 000.—
599 600.—
170 000.—
778 800.—
470 000,—
5—
2.50
135 646.52
305 215.62
‚45 750,—
'’137 000.—-)

(

664 316.—
17 426 309.91
29 560.—
200.—

664 316.—
L5 989 950.86
29 560.—
200.-—

664 316.—
‚8 998 518.16
40 310.—

2 100.—

2 100.—

5 200.—
3 500.—

718 700,—
185 400,—
14 786.40

2395.74 1 807,87 5 622.92
— — 5 041 838,20
7435 383.32 10616 407.14 L4 960 785,38
2.213 525.43 2 169 329.43 2121 956.84
1.567 602.117 700 441.87 1927 343.46
| 31417553.46 |]32404 453.65 | 34163 462.41 1 49114 414.60

Dassiva

GGmk.-Bilanz

p. 1.1.1792”

31. 12. 1926

231 192 19927

31. 12. 1928

31. 12. 1929

Stammaktienkapital . .....
Vorzugsaktienkapital. .. ..
Reservefonds . ..... + + +
Dtsch. Kalisyndikats amort,
Goldanleihe . .......
Kreditoren ......0.0.0.0 4
Avalkreditoren, Bürgschaften . .
Dividenden ....... 0.0.4
Reingewinn . ... 0... 044

16 000 000.—
100 000.—
1 610 0C0. —

L6 000 000,—
100 000.—
1 610 000.—

16 000 000,—
100 000. —
1 610 000.—

16 000 000,—
100 000.—
1 610 000.—

28 000 000.—
175 000.—
9 817 590.—
11 090 873.10
2 632 590.42
(187 000.—)
A 398 451.08
474 474.60

10 539433.50
1.088 704.23
(167 000.—)
2.079 415.78
18 710 812.78 | 31417553.46 | 32 404 453.65

L0 338 038.78
1.769 003.86
(187 000.—)
2587411,06

10.131 639.86
2 521 417.56
(187 000,—)
3 800 404.99
©4163 462./7

Reingewinn-Verteilung:
Gesetzliche Rücklage... .....
Dividende a, d. Vorzugsaktien. . .
Dividende a. d. Stammaktien . .
Vortrag ©. ee
Rmk.

1928
— — — 1 207 500,-— —
6 000.— 6 000.— 6 000.— 6 000,— 10 500.—
1920000.— 1920 000.— 2 400 000.— 2400 000.— 4200 000.—
105 677.63 153 415,73 181 411.06 186 904.99 187 951.08
2.031 677.63 2079415.73 2587411.06 8800 404.99 4 8398 451.08

1929
        <pb n="31" />
        Kaliwerke Aschersleben

Sitz der Verwaltung: Aschersleben.

Gründung:
Die Gründung erfolgte am 14. Oktober 1889 mit
Wirkung vom 1. Januar 1889 unter Uebernahme der
‚‚Gewerkschaft Kaliwerke Aschersleben‘ und der unter

Gegenstand des Unternehmens:
1. Betrieb der bei Aschersleben belegenen unter dem
Namen „Schmidtmannshall‘“‘ konsolidierten Steinsalzbergwerke
 Schmidtmann I—XXI, nebst den
dazugehörigen Fabrikanlagen und dem sonstigen
Zubehör;
Gewinnung und Verwertung von Bergbau-Erzeugnissen
 und daraus hergestellten Fabrikaten für Handel

jem Namen „Schmidtmannshall‘* konsolidierten Steinjalzbergwerke
 Schmidtmann I— XIII mit einem Grundzapital
 von M. 12 000 000,—.

und Verbrauch, einschließlich Nutzbarmachung darauf
vezüglicher Patente;
Erwerb, Pachtung, Errichtung und Ausbeutung von
Gruben und Anlagen, welche zur Erreichung des zu
2 gedachten Zweckes dienen, sowie die Beteiligung
an anderen Unternehmungen, deren Geschäftsbetrieb
mit dem vorgedachten Zwecke in Verbindung steht.

„
ze

Erzeugnisse:
Carnallit, Kainit, Chlorkalium, Düngesalz, schwefelsaures Kali, schwefelsaure Kalimagnesia, Kieserit, Brom,
festes Chlormagnesium, Chlormagnesiumlauge, Antistaubit.
Vorstand:
Generaldirektor Bergrat Dr, h. c. Heinrich Zirkler,
Aschersleben;
Generaldirektor Paul Georg Ebeling, Mitglied des
Vorstandes der Consolidierte Alkaliwerke A.-G.
für Bergbau und Chemische Industrie. Westeregeln;

Generaldirektor Bergrat Walther Köhler, Bad Salzdetfurth:


Aufsichtsrat:
Dr. Georg Solmssen, Vorstandsmitglied der Deutschen
Bank und Disconto-Gesellschaft, Berlin, Vorsitzender;

h. ce. Jakob Goldschmidt, Geschäftsinhaber der
Darmstädter und Nationalbank, Kommanditgesellschaft
 auf Aktien, Berlin, 1. stellv. Vors.;
Justizrat Dr. Albert Katzenellenbogen, Frankfurt a. M.,
Direktor der Commerz- und Privat-Bank A.-G.,
Hamburg — Berlin, 2. stellv. Vors.;
Werner Carp, Düsseldorf;
Dr. Wilhelm Feit, Generaldirektor a. D., Berlin-Zehlendorf;

Ludwig ’Fuld, Direktor der Deutschen Bank und
Disconto-Gesellschaft A.-G., Mannheim;
Dr. phil. h. c. Rudolf ten Hompel, M. d. R., Generaldirektor
 der Wicking’schen Portland-Cement- und
Wasserkalkwerke, Münster:

Geschäftsjahr:
1. Januar bis 21. Dezember.

Reingewinn:
1. zur Abführung von mindestens 5 % an den gesetzlichen
Reservefonds bis 10% des Aktienkapitals;
2. zur Zahlung einer Dividende bis 6% an die Vorzugsaktien;

3. zur Bildung oder Verstärkung besonderer Rücklagen
bis zu 5%;
4. zur Zahlung einer ordentlichen Dividende bis zu 4%
an die Stammaktien:

5arl Joerger, Mitinhaber des Bankhauses Delbrück
‘ Schickler &amp;amp; Co., Berlin;
Ir. Karl Kimmich, Bankdirektor, Köln;
Richard Lenel, Präsident der Industrie- und Handelskammer
 zu Mannheim;
jeneralmajor von Poser und Groß-Naedlitz, Schloß
Grubhof b. Lofer, Salzburg;
Geheimer Regierungsrat Dr. Ludwig Rintelen, Düsseldorf;

Dr. Arthur Rosin, Geschäftsinhaber der Darmstädter
und Nationalbank K. a. A., Berlin;
Ir. Ernst Enno Russell, Berlin;
Generalkonsul Dr. jur. Ernst von Schoen, Direktor
der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt, Leipzig;
Dr. h. ce. Curt Sobernheim, Direktor der Commerz- und
Privat-Bank A.-G., Berlin;
Dr. rer. pol. h. c. Benno Weil, Privatmann, Mannheim;
Otto Wollt. Köln a. Rh.

Generalversammlung (Stimmrecht):
je nom. Rmk, 10.— Stammaktien 1 Stimme,
ie nom. Rmk. 27.— Vorzugsaktien 95 Stimmen.

5, zur Gewährung einer Tantieme von 10% an den
Aufsichtsrat;
6. der hiernach verbleibende Restbetrag wird an die
Aktionäre als Superdividende verteilt, soweit nicht
die Generalversammlung eine andere Verteilung
beschließt. ;
        <pb n="32" />
        Kaliwerke Aschersleben in Aschersleben

Zahlstellen:
Aschersleben:
Gesellschaftskasse;
Berlin:
Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft,
Darmstädter und Nationalbank,
Commerz- und Privat-Bank A.-G.,
Delbrück Schickler &amp;amp; Co.;
Hugo J. Herzfeld: außerdem

Aufbau des U

Daten aus der Entwicklungsgeschichte:
Die Kaliwerke Aschersleben bilden mit den
Fochtergesellschaften einen Teilkonzern des Kaligroßzonzerns
 Salzdetfurth-Aschersleben-Westeregeln, der
nahezu ein Viertel von der Gesamtbeteiligung am Ab-3atz
 des Kalisyndikats umfaßt. Die Einheitlichkeit in
ler Leitung des Gesamtkonzerns ist dadurch gewährl‚eistet,
 daß die Generaldirektoren von Aschersleben,
Westeregeln und Salzdetfurth gleichzeitig Vorstandsnitglieder
 und Generaldirektoren der beiden anderen
Aktiengesellschaften sind.
Veber die geschichtliche Entwicklung der Kaliwerke
 Aschersleben ist folgendes zu sagen:
In den Jahren 1876 bis 1878 werden unter Leitung
les späteren Bergwerksbesitzers Hermann Schmidtmann
 bei Aschersleben mehrere Bohrlöcher gestoßen,
lie das Vorhandensein des Kalilagers einwandfrei
nachweisen. Diese Bohrungen bei Aschersleben sind
ür die Kaliindustrie insofern von Bedeutung geworden,
 als sie das Signal zum Aufsuchen und Aufinden
 von Kalilagerstätten außerhalb des engeren
Staßfurter Bezirks in Nord- und Mitteldeutschland
vergeben haben.

Der erste Ascherslebener Schacht wird unter
zroßen Wasserschwierigkeiten in fast fünfjähriger
Arbeit niedergebracht (1878—1883). Mitte 1883 bewältigt
 er aber schon eine Förderung von täglich
00 dz Kalisalzen, die in der Hauptsache aus
Sarnalliten bestehen. Nebenher haben die Grubenbaue
 des Schachtes I auch abbauwürdige Mengen von
Kainit aufgeschlossen. Das Bergwerksunternehmen
wurde 1883 in eine Gewerkschaft, 1889 unter Beteilizung
 der Direction der Disconto-Gesellschaft in Berlin
n eine Aktiengesellschaft umgewandelt und erhielt
jen Namen „Kaliwerke Aschersleben“. Die unmittel-Dar
 beim Schacht I errichtete Chlorkaliumfabrik
wurde in allen Teilen so rechtzeitig fertiggestellt, daß
:zie mit Eintritt der Förderfähigkeit des Schachtes
Anfang 1883 die Verarbeitung der Salze aufnehmen
zonnte. Sie ist die größte und leistungsfähigste
Fabrik, die in der Kaliindustrie bisher gebaut ist.
Beträgt doch ihre Monatsleistung Anfang 1884 bereits
iber 30000 dz Chlorkalium im Durchschnitt. 1885
wurden eine Sulfat- und eine Kalimagnesiafabrik anzegliedert,
 die die im Schachte aufgeschlossenen
Schönitmengen zu verarbeiten haben. In demselben
Jahre kam auch eine Glaubersalzanlage in Betrieb,
lie zwar ein Produkt von großer Reinheit lieferte,
infolge eines zu kleinen Abnehmerkreises aber im
Jahre 1888 wieder einging. Die Brom- und Brom-3isenfabrikation
 wurde 1887 aufgenommen. Von 1885
bis 1890 war eine Saline zwecks Siedesalzgewinnung
m Betrieb. Die Nebenprodukteanlagen wurden in
den späteren Jahren noch für die Erzeugung von
festem Chlormagnesium, Bittersalz und für kurze Zeit
auch Rubidiumalaun erweitert.

Mannheim:
a 6 Bank und Disconto-Gesellschaft;
öln:;
A. Schaaffhausen’scher Bankverein, Filiale der
Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft;
Leipzig:
Allgemeine Deutsche Credit-Anstalt,

nternehmens.

Der ergiebige Bergbau auf Schacht I war nicht
zon langer Dauer. Schon im Juli 1885 wurden in
iner Abbaustrecke zusammen mit einer Verwerfung
ınmittelbar am Hangenden Solezuflüsse angefahren,
lie zunächst gleichbleibend gering (30 1] per Minute)
varen, im Dezember desselben Jahres aber plötzlich
tärker wurden und zur Ueberflutung der Grube
ührten. Es wurde der Versuch gemacht, die
jchachtlaugen durch Verdampfen zu verwerten. Obvohl
 auf diese Weise Chlorkalium, Düngesalze und
‚sogar Sulfat hergestellt wurden, ließ sich doch bald
ibersehen, daß mit Schachtlaugen als alleinigem
iusgangsmaterial nicht rationell zu wirtschaften war,
Zur Beschäftigung der Chlorkaliumfabrik wurde da-‚er
 zum Bezug fremder Karnallite, und zwar von den
eiden Fisci, Neu-Staßfurt, Westeregeln und
‚udwig II geschritten. Im Herbst 1886 wurden den
julfatbetrieben Kainite vom anhaltischen Fiskus und
ron Neu-Staßfurt zugeführt. Die Sulfatproduktion
vs Kainit erwies sich jedoch als unrentabel und
vurde 1887 wieder aufgegeben.
In der Zwischenzeit wurde Anfang 1886 mit dem
\bteufen eines zweiten Schachtes in etwa 700 m
IZntfernung vom ersten begonnen. Beim Anfahren
ler über dem jüngeren Steinsalz lagernden Gipsdecke
and ein Soleeinbruch statt, der so stark war, daß
le Sümpfung als zwecklos angesehen wurde, Bevor
‚gendwelche Versuche zum Weiterabteufen des
;cChachtes unternommen wurden, sollte eine im
;chachtlot von Tage aus betriebene Tiefbohrung die
‚och zu durchteufenden Gebirgsschichten untersuchen.
)as Bohrloch war schon bis ins ältere Steinsalz vorsedrungen,
 als ihm plötzlich über Tage eine turm-‚ohe
 Wassersäule entströmte, die Schwefelwassertoffgase
 mit sich führte. Nach etwa 2 Stunden hörte
las Ueberfließen über Tage auf und die in der
Schachtröhre befindlichen Wasser verschwanden bis
‚ur Schachtsohle in dem Bohrloch,. Es mußte ein
‚ewaltiger Hohlraum gewesen sein, der durch den
johrer angetroffen war und sämtliche Schachtwässer
vufgenommen hatte. Jedenfalls war jetzt auch das
{chicksal von Schacht II besiegelt.
Es erwies sich jetzt von Vorteil, daß mit der
\ınlage eines weiteren Schachtes frühzeitig begonnen
vorden war. Noch während der Abteufarbeiten des
\chachtes II wurde im September 1886 der erste
patenstich für Schacht III (etwa 1500 m nordöstlich
on Schacht I) getan. Der Schacht wurde ohne
‚.chwierigkeiten geteuft und war im April 1888 förderihig.
 Die Salzaufschlüsse erwiesen sich als beonders
 günstig. Neben Karnallit wurden Kainit und
'chönit, und zwar in demselben Umfange und von
‚erselben Güte wie in Schacht I, gefunden und als
Aohsalz für die wieder aufgenommene Sulfatroduktion
 verwertet. Außerdem wurde ein kieserit-‚mes
 Hartsalz erschlossen, das unter dem Namen
A\skanit“ direkt in den Handel gebracht wurde.
        <pb n="33" />
        Kaliwerke Aschersleben in Aschersleben

Im Jahre 1895 brachen auch auf Schacht III
yelegentlich einer Hochbohrung in den Kainitischen
Hutsalzen die Wasser ein, und zwar mit solcher Gewalt
 und in solch großen Mengen, daß das ziemlich
ausgedehnte Grubengebäude innerhalb 24 Stunden
vollständig unter Wasser stand. Für die Gesellschaft
arwies es sich jetzt von Vorteil, daß man, gewitzigt
durch die früheren Rückschläge, rechtzeitig an die
Schaffung einer Reserveanlage gedacht hatte, In den
Jahren 1890—1894 ist nördlich von den ‘bisherigen
Bergwerken Schacht IV abgeteuft, der das karnallitische
 Lager unter einer 130 m starken Decke von
Salzen, Anhydrit und jüngerem Steinsalz und einer
mächtigen Buntsandsteinüberlagerung anfährt.
Abgesehen davon, daß Schacht IV auf die Förderung
 von Karnalliten beschränkt ist, glaubten die
Kaliwerke Aschersleben, ohne Reservebergwerk nicht
auskommen zu können. Sie legten daher schon 1895
im Ostteile der Gerechtsame den Schacht V an, der
zenau nach Jahresfrist förderfähig wurde und neben
Karnalliten auch hochprozentige Hartsalze erschloß.
Alle Ascherslebener Kalischächte bauen auf einer
herzynisch gerichteten Hebungslinie in der südlichen
Fortsetzung des Staßfurt-Egelner-Sattels. Während
lie Schächte I—IV auf dem Nordhang dieses Spezialsattels
 stehen, sind die Grubenbaue des Schachtes V
sowohl im Nord- als auch im Südhang vorgetrieben.
Schließlich wurden noch in den Jahren 1912 bis
1915 zur Ergänzung der bestehenden Anlagen und
vor allem zum Zwecke der Erhaltung der immer
xleiner werdenden Syndikatsbeteiligung die am Nordwestrand
 der Stadt Aschersleben gelegenen Schächte
VI und VII abgeteuft, Die Grubenbaue dieser
Schächte liegen in einer flachen Mulde, die sich an
len Nordfügel des in der Nähe der Schachtröhren
steil aufgerichteten Sattels anschließt. Die Mulde
birgt ein regelmäßiges Karnallitvorkommen,
Ende 1918 übernahmen die Kaliwerke Aschers-‚eben
 die Aktiengesellschaft Kaliwerke Hattorf, die
von da ab Kaliwerke Aschersleben, Schachtanlage
Hattorf, heißen. Bereits in den Jahren 1898 bis 1902
sicherte sich die Bohrgesellschaft Hattorf durch
nehrere fündige Bohrungen in dem Gebiet zwischen
Vacha — Philippsthal — Heimboldshausen — Ransbach
äinen großen Felderbesitz. 1905 wurde mit dem
Schachtbau bei Philippsthal an der Chaussee Vacha—
Hersfeld begonnen. Der Schacht, der beide Lager
antrifft, wurde 1908 fertiggestellt. In den Folgejahren
wurden die Kalilager näher untersucht und erwiesen
sich von vorzüglicher Beschaffenheit. Das obere
Lager besteht aus Hartsalzen, während das untere
Lager neben Hartsalz auch Karnallit und Sylvinit

;nthält. Der Ausbau von Hattorf zur Großanlage
ing erst nach Uebernahme des Werkes durch die
SEHE Aschersleben im Jahre 1918 vlanmäßig
vor sich,
In der Generalversammlung der Kaliwerke
ischersleben vom 16. Juni 1922 wurde in Verbindung
ait der Bildung des Großkonzerns Ascherslebenjalzdetfurth-Westeregeln
 die Fusion mit den Verinigten
 Chemischen Fabriken zu Leopoldshall A.-G.
‚eschlossen, die ihr Vermögen als Ganzes unter Ausichluß
 der Liquidation mit Wirkung ab 1. Juli 1921
vuf die Kaliwerke Aschersleben übertrug.
1924 wurden die Tochtergesellschaften Gewerk-:chaft
 Lohser-Werke, Kunzendorf und Gewerkschaft
Sronprinz Wilhelm, Ober-Ullersdorf, abgestoßen;
1925 Verkauf der Kons, Braunkohlengrube Sophie
ıei Wolmirsleben,
1929 Lt. Gen.-Vers.-Beschl. vom 10. Januar 1929
vurde das Stammaktienkapital um Rmk. 6,5 Mill. auf
imk. 22 Mill. erhöht,
Die Kaliwerke Aschersleben unterhalten Betriebslagen
 in ‚Aschersleben, in Philippsthal a.d. Werra.
Schachtanlage Hattorf) und in Leopoldshall-Staßfurt
Vereinigte Chemische Fabriken zu Leopoldshall,
‚weigstelle der Kaliwerke Aschersleben). Während
lie Ascherslebener und Philippsthaler Anlagen zur
mzeugung von handelsüblichen Kalisorten und
Tebenprodukten dienen, werden in Leopoldshalf
iglich Nebenprodukt der Kaliindustrie und andere
hemische Produkte hergestellt.
Die eigene Kaliquote der Kaliwerke Ascherseben
 beträgt nach der neuesten Quotentabelle
9.1655 °/o vom Gesamtabsatz des Deutschen Kaliyndikats,
 Demgegenüber ist die Gesamtkonzern-‚uote
 109,7010 % 0 groß, so daß 80.5355 °/oo auf die
ıem Aschersleben-Konzern angeschlossenen Kaliverke
 entfallen. Die Kaliwerke Aschersleben sind
m folgenden Kaliwerken maßgebend beteiligt:
‘ollstedt, Berkhöpen,
)raja I und Hl,’ Neusolstedt,
“ariaglück, Habighorst,
'ansbach, Adier-Kaliwerke,
annoversche Kaliwerke Hope,
dwig IL Schacht I—11, Adolfsglück,
[eimboldshausen, Oberröblingen.
Von den Konzernwerken sind in Betrieb Sollstedt,
raja I und Mariaglück (letzteres fördert nur Stein-‚alz).
 Als Reservewerke haben zu gelten Craja II,
zansbach, Hannoversche Kaliwerke und Ludwig II,
Schacht II. Alle übrigen sind auf Grund der Betimmungen
 des Kaliwirtschaftsgesetzes bis zum
Jahre 1953 stillgelegt.

Grundbesitz: Betriebsberschreibung,
Die der Gesellschaft gehörenden Grundstücke stedt 2484927 qm, in den Gemarkungen Philippsthal,
haben eine Größe von 3300 057 qm; davon liegen ARöhrigshof, Harnrode (Kreis Hersfeld) und Vacha
in den Gemarkungen Aschersleben und Groß-Schier- 525781 qm. in der Gemeinde Leonoldshall 258 355 am,
Felderbesitz: ,
Der Gesamtfelderbesitz der Gesellschaft an verliehenem Bergwerkseigentum beträgt rund 56693 400 qm.
Er umfaßt die Bergwerke:
Zornitz . . .
Groß Schierstedt
Askania . . .
Winningen . . .
Schmidtmann XXL.
Schmidtmann X 7TM
Schmidtmann X
Schmidtmann Xu“ 2. 2...
Schmidtmann XXVI, nördlich .
Schmidtmann XXVI. südlich .
        <pb n="34" />
        Kaliwerke Aschersleben in Aschersleben

Werke

Aschersleben
IV
/
VI
VII.
Hattorf . .
Leopoldshall .
Heimboldshausen
Ransbach . .
Mariaglück . .
Jlabighorst . . .
"udwig II
Schacht I .
Schacht HI
Sehacht HI

Werke des Aschersleben-Konzerns
Gesetzl. Quoten Werke
Ola

1,2658
6129
3.9290
3.9290
1.0620
„3668
„9290
1.3107
1.1760
' 4005

Sollstedt
Sollstedt
Craja I
Craja II
Neusollstedt . . ..
Hannoversche Kaliwerke .
Berkhöpen . ....
Adler Kaliwerke. . .
Oberröblingen . .. . ..
Hope‘... 0.0.0.0.
Adolfsglück .

Vebertrag:

29.1655

1.2658
2.2452
3.5923 26.9195
56.0850

Anteil an den Mansfeld- und Einigkeit-Quoten
 , .. 0...
Insgesamt Aschersleben-Konzern:

Vebertrae:

Gesetzl. Quoten
"oo
56.0850

5.8374
5.1689
5.2587
1.4908
5.0741
2,9187
3.7270
2.7184
3.8168
5.612) 26.3582
98.6182
11.0028
{09.7010

[. Ascherslebener Anlagen.

Gefördert wird zur Zeit in Aschersleben auf dem
Schacht V. Die Schächte IV, VI und VII sind Reserve-3chächte,
 die jederzeit den Betrieb aufnehmen können.
Die Aibbaue der Schächte IV und V sind mit leistungsfähigen
 Schüttelrutschen ausgerüstet. Die rund
22000 dz betragende Tagesförderung besteht in der
Hauptsache aus Carnalliten, die in der Fabrik nach
ainem neuen den K. A, patentierten Verfahren auf die
1ochwertige Kaliumsulfat-Marke verarbeitet werden.
Ferner werden die Marken Kainit und 20er Düngesalz
 direkt aus der Grube gefördert.
Die ausgedehnte Ascherslebener Fabrikanlage
vermag werktäglich 25 000 dz Carnallit zu verarbeiten.
Neben schwefelsaurem Kali werden daraus große
Mengen Brom, festes Chlormagnesium und Chlormagnesiumlauge
 hergestellt. Für die Lagerung der
Fabrikate sind ausreichende Speicherräume vorıanden.
 Die bei der Fabrikverarbeitung entstehenden
Endlaugen werden, soweit sie nicht sonst verwertet
werden können, durch zwei je 24,5 km lange Muffenrohrleitungen
 nach der Bode abgeleitet.
Zur Versorgung der gesamten Schacht- und
Fabrikanlagen mit elektrischem Kraft- und Lichtstrom
 ist bei der Fabrik eine eigene elektrische
Zentrale errichtet, in welcher je ein Turbogenerator
für 1000, 1600 und 2800 kW Leistung im Betriebe ist.
Der Abdampf aus den Turbinen findet Ausnutzung zu
Verdampfzwecken in den Fabriken, Als Reserve für
lie eigene elektrische Zentrale besteht ein Anschluß
an das Hochspannungsnetz der Ueberlandzentrale
Anhalt. Die Feuerkohle wird von der Consolidirten
Braunkohlengrube Geong in Königsaue bei Aschers-(eben
 bezogen, an der: die K.A. maßgebend beteiligt
 sind. ;
Ebenfalls bei der Fabrik gelegen sind die
Laboratorien, eine größere Zentralwerkstatt und das
Verwaltungsgebäude. Eine Erzeugungsanlage für
lüssige Luft, die als Sprengmittel im Grubenzewinnungsbetriebe
 Verwendung findet, befindet sich
auf Schacht V, Schließlich sind noch 71 Beamtenınd
 Arbeiterwohnungen vorhanden,
Lage der Felder: Gemarkungen Aschersleben, Winningen,
„„Wilsleben, Groß-Schierstedt. .
Fündige Bohrungen: 11 fündig zwischen 256—733 m.
Zahl und Mächtigkeit der Kalilager:
Kalisalze nur in einem Lager, . .
bewegen sich in einer Teufe von 270—480 m.
VMächtigkeit 10-—020 m.

Schächte: 4 Schachtanlagen.
3rundbesitz:
rund 2484 900 qm Aschersleben und Gr. Schierstedt,
# 258 300 qm Leopoldshall,
ir 625 700 qm Hattorf.
“"abrikanlagen: -
Deck- und Trockeneinrichtungen,
Speicherräume für ca. 25 000 to Lagerung,
Mahlwerk, Leistung stündlich 150—200 to Mahlgut,
Zentralwerkstatt, Schüttelrutschen,
Fabrikanlagen zur Verarbeitung der Rohsalze aut
Chlorkalkium, Sulfat, Düngesalze und andere chemische
 Produkte. .
Maschinelle Einrichtung:
Mechanische Löseapparate,
elektrische Zentrale,
2 Turbogeneratoren für 1000 bzw. 1600 kW-Leistung,
Deck- und Trockeneinrichtungen,
Turbo-Aggregat von 2800 kW-Leistung,
alektrolytische Kesselschutz- und Wasserreinigungsanlage,

Tausbesitz:
Verwaltungsgebäude, ;
22 Beamtenwohnhäuser, % in Aschersleben und
Laboratorium | Gr. Schierstedt.
\onstiger Besitz:
Transport- und Verladevorrichtungen,
2 eiserne Muffenrohrleitungen von 400 und 250 mm-Durchmesser
 und je 24.5 km Länge zur Abführung)
der Fabrikabwässer nach der Bode,
Eisenbahngleisanschlußanlage ;nach Bahnhof Aschersleben,

Lokomotiven, ;
Eisenbahnwagen, (davon 18 Talbot- (Selbstentlader-Wagen,

Anschluß an das Hochspannungenetz der Ueberland.
zentrale Anhalt,
Kettenbahnanlagen,
Seilbahnanlagen,
WVasserwerke,
Kraftübertragung,
Beleuchtungsanlage.

il. Schacht IV (Zornitz):
Zegonnen; 1890.
Tiefe: 455 m.
"Srderung: ‚seit 1895 Karnallit.
        <pb n="35" />
        Kaliwerke Aschersleben in Aschersleben

Größe der Gerechtsamen: 7 416 800 qm.
Maschinelle Einrichtungen:
Dampffördermaschine für 100 to Stundenleistung,
elektrische Kraftübertragung über und unter Tage,
Sonstige Anlagen:
Normalspuranschlußgleis,
18 Selbstentlader-Eisenbahnwagen,
ausgedehnte Tagebauten,
2. Schacht V (Groß-Schierstedt):
Begonnen: Oktober 1895.
Tiefe: 357 m.
Förderung: seit 1896 Hartsalze, Karnallite.
Größe der Gerechtsamen: 6 518 700 qm.
Maschinelle Einrichtung:
alektrische FWörderanlage für 100 to Stundenleistung,
mechanische Fördereinrichtung unter Tage,
Sonstige Anlagen:
8.5 km lange Drahtseilbahn, Anschlußgleis.
Die Schächte Zornitz und Groß-Schierstedt sind
durch eine Strecke unter Tage verbunden,
If, Schachtanlage Hattorf.
Die Schachtanlage Hattorf bei Philippsthal an der
Werra ist für eine tägliche Förderung und Verarbeitung
 von 30000 dz ARohsalz eingerichtet.
Gefördert werden Hartsalze und Carnallite, die durch
neuzeitliche Gruben- und —Schachtfördermittel
‚Schrapperanlagen, Kettenbahnen und Gefäßfördeung)
 zutage gebracht werden. Die Hattorfer Grubenbaue
 werden zur Zeit mit demjenigen des Nachbarwerkes
 Ransbach durchschlägig gemacht. ‚Schacht
Ransbach — an der Gewerkschaft Ransbach sind die
Kaliwerke ‚Aschersleben mit 75 % beteiligt — gilt als
Reserveschacht für Hattorf.
Die Verarbeitung der Hartsalze und Carnallite
auf Chlorkalium, 40er Düngesalz und Sulfat geschieht
in einer modern eingerichteten Chlorkalium- und
Sulfatfabrik. An Nebenprodukten werden Bittersalz
und: Brom hergestellt. Die aus dem Fabrikbetriebe
stammenden Endlaugen werden zur gleichmäßigen
Abführung in die Ulster in zwei großen Staubecken
angesammelt, Neuerdings werden die Endlaugen auch
zum Teil in einem 450 m tiefen sogenannten Schluckbrunnen
 versenkt.
Zur Lagerung der Fabrikate sind geräumige Salzpeicher
 vorhanden. Eine eigene Flüssige-Luft-Anlage
liefert die im Grubenbetriebe für Sprengzwecke benötigten
 Mengen. Für Kraft- und Lichtzwecke ist
eine im Anschluß an die Fabrik gelegene elektrische
Zentrale mit Dampfkraft von rund 7000 kW Leistung
und ferner drei elektrische Zentralen mit Wasserkraft
bei Vacha, Philippsthal und Harnrode mit 1100 kW
Gesamtleistung vorhanden. Ferner ‘besteht ein
Stromlieferungsvertrag mit dem Elektrozweckverband
Mitteldeutschland, der zur Bewältigung des Spitzenkraftbedarfes
 und als Reserve herangezogen werden
ann.
Die dicht bei der Schachtanlage gelegene Ringöfenziegelei
 Philippsthal befindet sich seit einigen
Jahren ganz im Hattorfer Besitz. Ihr Betrieb wird
von Hattorf aus mitgeleitet.
UI. Leopoldshaller Anlagen (früher Vereinigte Chemische Fabriken zu Leopoldshall).
Bei den Vereinigten Chemischen Fabriken zu 1alten. Die Vereinigten Chemischen Fabriken sind
Leopoldshall ist die Kalifabrikation schon seit Jahren Tandelsabteilung für alle im Aschersleben-Konzern
5anz eingestellt. Im Betriebe war bis Anfang 1930 ıergestellten Nebenprodukte mit Ausnahme von Steindie
 Bittersalzfabrik, die inzwischen aber auch still- alzı Außerdem treiben sie Handel mit einer Reihe
Zelegt worden ist; neuerdings werden in steigendem on anorganischen Chemikalien der chemischen Groß-Umfange
 andere chemische Produkte hergestellt. Ein ndustrie.
Wissenschaftliches Versuchslahoratorium wird unter-3.

 Schacht VI (Askania):
Begounen: Anfang 1912,
Tiefe: 485 m.
Förderung: seit 1915, Hartsalze von ca. 12% KO.
Größe der Gerechtsamen: 10 805 700 qm.
Maschinelle Einrichtung: elektrische Förderanlagen für
100 to Stundenleistung.
Sonstige Anlagen: Drahtseilbahn, Anschlußgleis,
1, Schacht VII (Winningen):
Begonnen: Anfang 1912,
Tiefe; 457 m.
Förderung: seit 1915, Hartsalze von ca, 12% K,O.
jröße der Gerechtsamen; 8 498 700 qm.
Maschinelle Einrichtung: elektrische Fördereinrichtung für
100 to Stundenleistung.
Sonstige Anlagen: Drahtseilbahn, Anschlußgleis.
Die Schächte Askania und Winningen sind unter
Tage verbunden.
Bemerkung: Förderung nur aus Schacht V. Die Schacht.
anlagen IV, VI und VII liegen still.

Erwähnenswert ist noch die schöne, bei dem Dorf
”hilippsthal gelegene und mach hygienischen Grund-‘ätzen
 gebaute Arbeiterkolonie.
Lage der Felder; Gemarkungen Philippsthal, Röhrigshof,
Ransbach, Heimboldshausen, Harnrode, Lengede,
3ohrergebnisse: 20 Bohrungen z. T. nur bis zum Steinsalz,
fündig bei 600-—700 m Tiefe. ;
Zahl und Mächtigkeit der Kalilager:
1. Lager bei 656 m,
2. Lager bei 702 m,
2—3 m mächtig,
Durchschnittsgehalt ca. 16% K,O.
ärundbesitz: rund 540 C00 qm.
3Zegonnen: 1. September 1905.
"iefe: 702 m.
"örderung: seit August 1908, Kainit, Sylvinit, Karnallit.
jröße der Gerechtsamen: 10 799 500 qm.
Tagesanlagen: Schachthaus.
”abrikanlagen:
Chlorkalium- und Sulfatfabrik für 80 000 dz tägliche
Rohsalzverarbeitung,
Bromfabrik,
Mühle, Salzlager, Werkstätten,
aschinelle Einrichtung:
elektrische Zentrale mit Dampfkraft von 7000 kW,
glektrische Zentralen mit Wasserkraft in Vacha, Philippstadt,
 Harnrode mit 1100 kW Gesamtleistung,
elektrische Fördermaschinen,
Kessel mit 1000 qm Heizfläche‘
Hausbesitz: ,
Arbeiterkolonie für 96 Familien
13 Beamten- nnd 29 Arbeiterwohnhäuser mit 175
Wohnungen,
Sonstige Anlagen: Eisenbahnanschluß.
        <pb n="36" />
        Kaliwerke Aschersleben in Aschersleben

Grundbesitz: 258 783 qm.
Fabrikanlagen:
Anlagen zur Erzeugung von chem. Nebenprodukten
der Kalindustrie und anderen chemischen Produkten.
Fuhrpark:
9 Wagen,

6 Pferde,
1 Personenautomobil,
1 Lastautomobil mit Anhänger.
Bemerkung: bis 1953 stillgelegt.

Tochtergesellschaften.
I. Gewerkschait Heimboldshausen, Philippsthal a. d. Werra.
Gegründet: 16. Juni 1909 durch Abtrennung von Feldern Fabrikanlagen:
der Kaliwerke Hattorf. Chlorkaliumfabrik, 10000 kg Verarbeitung täglich, ge-Anzahl
 der Kuxe: 1009, . meinsam mit Ransbach,
Grundbesitz: 210 000 qm mit Gewerkschaft Ransbach., MOND,
Größe der Gerechtsame: 15101 604 qm. a ET EIShFiche
Lage der Felder: Gemarkungen Heimboldshausen, Röhrigs- Jektrische Förd ‚hin: A ;
hof, Hillartshausen, Ansbach, Gethsemane, Unter- Hausbesitzs “retMaschine, gemeinsam mit Ransbach,
neurode, Glaan, Hünfeld. Wohnhäuser für Beamte und Arbeiter zusammen mit
Bohrungen: 7 fündig zwischen 675—750 m. Ransbach,
Zahl und Mächtigkeit der Lager: Schachthaus mit Verladung, Verwaltungsgebäude, ge-1.
 Lager bei 656 m, meinsam mit Ransbach.,
2. Lager bei 702 m, Sonstige Anlagen:
3-—5 m mächtig, Ben anschl,
Durchschnittsgehalt von 16—18 % K,O. ut Nippa.
Schacht: begonnen 17. Dezember 1909, 825 m tief. Interessengemeinschaften: “m ohtenlano bach,
Zweischachtfrage: durchlässig mit Ransbach. Bemerkung: Stillgelegt bis 1953. "
Förderung: seit 1913, Hartsalze 12% K,O. Sylvinite und Quote ab 1. 1. 1930: 3.9290 Tausendstel.
Kamnallit mit Sylvin angereichert. Beteiligung: mehr als 75 %,.

i. Gewerkschaft Ransbach, Philippsthal a. d. Werra,
Gegründet: 16, Juni 1909 durch Abtrennung von Feldern Fabrikanlagen:
der Kaliwerke Hattorf. Chlorkaliumfabrik für 10 000 kg tägliche
Anzahl der Kuxe: 1000. Verarbeitungen,
Grundbesitz: 210 000 qm mit Heimboldshausen. Salzschuppen, zusammen mit Heimboldshausen.
Größe der Gerechtsame: 15703 964 qm, Maschinelle Einrichtung:
Bohrungen: 7 fündig bei etwa 700 m. Kessel von 800 qm Heizfläche } zusammen mit
Zahl und Mächtigkeit der Kalilager: _ elektrische Fördermaschine ] Heimboldshausen
1. Lager bei 656 m, Aausbesitz: Wohnhäuser für Beamte und Arbeiter,
2, Lager bei 702 m, Schachthaus mit Verladung, Verwaltungs-3—5
 m mächtig, gebäude, zusammen mit Heimboldshausen.
Durchschnittsgehalt ca. 16% K,O. Sonstige Anlagen: Eisenbahnanschluß.
Lage der Felder: Gemarkungen Ransbach, Wehrshausen, Interessengemeinschaft:
Glaan, Oberbreizbach, Mansbach. Gewerkschaft Heimboldshausen,
Schacht: begonnen 17. Dezember 1909, Tiefe 810 m. Schachtanlage Hattorf, |
Zweischachtirage: durchschlägig mit Heimboldshausen. Beteiligung: 465 Kuxe von Heimboldshausen.
Förderung: seit 1914, Hartsalze, Sylvinite und Karnallit Bemerkung: Liegt still.
mit Sylvin angereichert. Quote ab 1. 1. 1930: 4.3107 Tausendstel.
Beteiligung: mehr als 75 %,

IX. Bergwerksgesellschaift Mariaglück, Celle.
Gegründet: 1906, April, bis 22. Juni 1917 Gewerkschaft.
Anzahl der Anteile: 1000.
Grundbesitz: 26 690 qm.
Größe der Gerechtsame: 14 535 917 am.
Bohrungen:
2, fündig I. von 153—163 und 437—461 m Hartsalz,
TT „ 205—280 m Hartsalz,
ss 277—282, von 746—752 m,
„794—795 m,
» 797—805 m Sylvinit und Sylvin.
Zahl und Mächtigkeit der Kalilager:
ein rotes Sylvinitlager 3—5 m mächtig mit 13—18%
KO,
ain weißes Sylvinitlager 4—10 m mächtig mit 12—16%
K,O,
awer auf 630 und 710 m Sohle angetroffen.

Lager der Felder: Gemarkung Höfer.
Schacht:
begonnen 15. Januar 1901,
Endteufe von 730 m Ende 1914.
Zweischachtfrage: durchschlägig mit Habighorst.
Förderung: seit Juni 1922, Sylvinit 14—1383 % K,O.
Fabrikanlagen:
Mühle gemeinsam mit Habighorst,
Werkstätten;
Lagerschuppen.
Tagesanlagen: Fördergerüst, Fördermaschinengebäude.
Maschinelle Einrichtung:
Hauptfördermaschine, elektrisch,
8 Transformatoren.
Hausbesitz;
Beamten- und Arbeiterhäuser zusammen mit Habighorst,
Z3ürogebäude.
        <pb n="37" />
        Kaliwerke Aschersleben in Aschersleben

Sonstige Anlagen:
Grubenbahnhof mit Anschlußgleis,
50 000 qm Fischteiche und Ackerland,
Beteiligungen:
256 Anteile Habighorst,
50 % der Chemische Fabrık Mariaglück und Habighorst
 G.m. b. H., Celle (Kapital Rmk. 980 000.—).

Pmk. 150 000.— an Kleinbahn-Celle-Wittingen A.-G.
Celle,
Interessengemeinschaft: Bergwerksgesellschaft Habighorst,
Celle.
Beteiligung am Steinsalzsyndikat: 5,8113 Tausendstel.
Juote ab 1, 1. 1930: 4.1760 Tausendstel.
Beteiligung: mehr als 75 %,.

[V. Bergwerksgesellschafit Habighorst, Celle,
Gegründet; Mai 1905 als Gewerkschaft‘ Fallersleben,
22. Juni 1917 in obige Firma umgewandelt.
Anzahl der Anteile: 1000.
Grundbesitz: 25 000 qm.
Größe der Gerechtsame: 16 132 655 qm.
Bohrungen: 4 fündig bei ca. 700 m.
Zahl und Mächtigkeit der Kalilager:
1 Sylvinitlager, 4—6 m mächtig mit 13—14% KO,
A Hartsalzlager, 3—8 m mächtig mit 13—18% K,O.
Lage der Felder: Gemarkung Habighorst bei Celle.
Schacht: begonnen 15, Januar 1911. 730 m tief.
Zweischachtirage: durchschlägig mit Mariaglück.
Förderung:
seit Mai 1914,
rötliches Sylvinit mit durchschnittlich 13,5% K,O,
weißes Sylvinit mit 14—18% K,O,
Hartsalz mit 13—18% K,O.
Betriebsanlagen:
Wördergerüst,
Schachtgebäude,
Verbindungsbrücke zur Mühle,
Mahlanlage,

Speicheranlagen,
Verladeanlagen,
Hauptfördermaschinengebäude,
Werkstättengebäude,
Lagergebäude,
Kauengebäude.
Maschinelle Einrichtung:
Hauptfördermaschinen,
Transformatoren.
Hausbesitz:
Bürogebäude,
Beamten- und Arbeiterwohnhäuser zus. mit Mariaglück,
Beteiligungen:
a 150 000.— an Kleinbahn Celle-Wittingen A.-G.,
Celle,
50 % an Chemische Fabrik Mariaglück und Habighorst
G. m. b. H., Celle.
Sonstige Anlagen: Grubenbahnhof mit Anschlußgleis.
Interessengemeinschaft: Bergwerksgesellschaft Mariaglück,
Celle.
Bemerkung: Stillgelegt bis 1953.
Quote ab 1. 1. 1930: 4.4005 Tausendstel.
Zeteiligung: 75%,

V. Gewerkschaft Ludwig II, Staßfurt,
Gegründet: 15, März 1873 als Gewerkschaft.
Anzahl der Kuxe: 1000,
Grundbesitz: 1000000 qm.
Größe der Gerechtsame: 4 795 826 qm.
Bohrungen: 2 fündige.
Lage der Felder: Staßfurt, Hohenerxleben, Leopoldshall.
Schacht I:
begonnen 1881.
Tiefe 510 m bis 1953 stillgelegt.
Schacht II:
Tiefe 640 m
Schacht Il:
begonnen Oktober 1912, bis auf weiteres stillgelegt.
Tiefe 695 m.
Zweischachtfrage: die 3 Schachtanlagen sind miteinander
verbunden,
Förderung:
Schacht I: seit 1883,
» II: seit 1890,
„UT

Art der geförderten Salze:
Kainit, Hartsalz 12—15% K,O,
Karnallit 11% K,O, Steinsalz.
Maschinelle Einrichtung: elektrische Zentrale,
Hausbesitz: ;
Verwaltungsgebäude,
7 Wohnhäuser,
10 Arbeiter-Doppelwohnhäuser.
Beteiligungen:
1 Kaliwerke Salzdetfurth A.-G,, Salzdetfurth;
2, Hannoversche Kaliwerke A.-G., Oedesse bei Peine 3
3. Kaliwerk Berkhöpen G.m.b.H.. Berkhöpen mit
ca. 833%;
4. Braunkohlenwerk Cons, Sophie bei Wolmirstedt mit
8000 Kuxen.
Bemerkung: Liegt still.
Iuote ab 1. 1. 1930:
Schacht I... ‚+ . . 4.2658 Tausendstel
» Mn „+... 2.2452 7
„ I... „+. . 8.5928
Beteiligung: 100 %.
Beteiligungen.
i, Kaliwerke Sollstedt, Gewerkschaft, Sollstedt. -
Gegründet: 15. Juli 1908. Maschinelle Einrichtung: elektrische Zentrale.
Anzahl der Kuxe: 100. Hausbesitz:
Grundbesitz: 227 662 qm. 6 Wohnhäuser für Beamte,
Größe der Gerechtsame: 26 242 189 qm. 77 Wohnhäuser für Arbeiter.
Bohrungen: 5 fündig zwischen 550—680 m. Sonstige Anlagen: Fisenbahnanschluß.
Zahl und Mächtigkeit der Kalilager: ein Lager mit ca 11m Tochtergesellschaften: Kaliwerk Gewerkschaft Craja,
Mächtigkeit. . Craja (100 %).
Lage der Felder: Gemarkungen Sollstedt, Wülfingerode, Quote ab 1. 1. 1930:
Bleicherode, Ascherode, Sollstedt . # U HM, er 5.8374‘ Tausendstel
Zweischachtirage: durchschlägig mit Neu-Sollstedt. Craja I..0..00000000. . 5.1689 ”
Förderung: seit 1905, Sylvinite mit ca. 16% K.O. Craja HH. ....... „+ + + 5,2637 »
Betriebsanlagen: Mühle. Beteiligung: 50% (50 % im amerikanischen Besitz).
        <pb n="38" />
        Kaliwerke Aschersleben in Aschersleben

2, Gewerkschaft Neu-Sollstedt, Sollstedt.
Gegründet:
als Bohrgesellschaft am 15. Juni 1906,
als Gewerkschaft am 380. April 1909,
Anzahl der Kuxe: 1000.
Grundbesitz: 115 000 qm.
Größe der Gerechtsame: 14 287 791 qm.
Bohrungen: 8 bis ins Steinsalz, davon 4 bis ins Kali.
Zahl und Mächtigkeit der Kalilager:
1 Hartsalzlager, 3—8 m mächtig, Reinkaligehalt durchschnittlich
 16%,
1 Karnallitlager bis 24 m mächtig, Durchschnittsgehalt
an Reinkali 10%.
Lage der Felder: Gemarkungen Rehungen, Sollstedt,
Wülfingerode, Friedrichroda, Lohra,
Schacht:
begonnen September 1909,

Tiefe 670 m,
bis 166.80 m mit Tübbings ausgebaut.
Zweischachtfrage: durchschlägig mit Kaliwerke Sollstedt.
Förderung: seit 1. Februar 1913, Hartsalze mit Karnallit.
Hausbesitz;
Direktorwohnhaus,
3 Beamtenwohnhäuser,
Pförtnerhaus mit Kantine.
Interessengemeinschaft: Kaliwerke Sollstedt, Sollstedt.
Bemerkung: Stillgelegt bis 31. 12. 1953. Der Schacht
wird als zweiter fahrbarer Ausgang für den Schacht
Sollstedt in betriebsfähigem Zustande erhalten.
Beteiligung: mehr als 75 %.
Ruote ab 1. 1. 1930: 4.490383 Tausendstel.

3. Hannoversche Kaliwerke Akt.-Ges., Oedesse,
Gegründet: 9. Juni 1900. Betriebsanlagen: Mühlenanlage,
Aktienkapital: Rmk, 2 100 000,—. Maschinelle Einrichtung: elektrische Zentrale.
Grundbesitz: 530 000 qm. ;
itz: &amp;gt; ä
Größe der Gerechtsame: 10 000.000 qm. KaneEeS tz: 7 Toamlen und En örwohnhäuser,
Bohrungen: 3, fündig bei 466—711 m. Sonstige Anlagen: Grubenanschlußbahn.
Zahl und Mächtigkeit der Lager: 4—40 m mächtig. Interessengemeinschaft: Kaliwerk Berkhöpen G.m. b. H.
Lager der Felder: Gemarkungen Oedesse, Wendesse. Beteiligung: Kaliwerk Berkhöpen G.m. bb. H. (stillgelegt
Abbensen. bis 1958) mit 100%. ;
Schacht: Bemerkung: Wörderung ab 1. 1. 1926 eingestellt. Das
begonnen 1905, Werk wird in Betriebsbereitschaft gehalten.
Tiefe 906 m. .
uote ab 1. 1. 1930: 5,0741 Tausendstel Berkh
Zweischachtfrage: durchschlägig mit Schacht des Kali- 8 — 2.9187 Tausendstel. musendlehel. «+ Berkhöpen
werkes Berkhöpen. .
Förderung: Dividenden ab 1926: 0, 0, 4, 6%.
seit Juni 1913, Beteiligung: weniger als 50% (50 % bei Gewerkschaft
Sylyvin und Hartsalze, Gehalt 14.5—98 % KO. Ludwig ID.

%. Gewerkschaft der Consolidierten Braunkohlengrube Georg, Königsaue b, Aschersleben,
Anzahl der Kuxe: 1000, Anlagen: 1 Naßpreßsteinfabrik mit einer Presse Loko-Lage
 der Felder: Aschersleben, Königsaue. motiven, Abraumwagen.
Gruben: Grube Jacob bei Königsaue, Tagebau, Förderung: 1926 1927 1928 1929
(Die Gruben Friedrich Christian und Cons. Georg in... .t 299356 337878 362038 380492
bei Aschersleben sind abgehaut). Belegschaft: 257 194 157 135
Beteiligung: 50% (50 % bei Deutsche Solvaywerke).

ö, Sohler Werke A.-G., Leopoldshall,
Gegründet: 29. April 1922,
Kapital: Rmk. 150 000.— Stammaktien,
Rmk., 100 00 ).— Vorzugsaktien.
Zweck: Herstellung und Vertrieb von Blech- und Kisenwaren
 aller Art

Dividenden ab 1927: 0, 4, 7%
Beteiligung: mehr als 25 %.

6. Kaliwerke Salzdetfurth, Aktiengeselischaft, Bad Salzdetfurth (s. a. direkt).
Gegründet: 3. Oktober 1889 Dividenden ab 1926: 12, 15, 15, 15%.
Aktienkapital: Rmk. 28 000 000.— Stammaktien, Beteiligung: gemeinsam mit Westeregeln Majorität.
Rmk. 175 600.— Vorzugsaktien.

x
        <pb n="39" />
        Kaliwerke Aschersleben in Aschersleben

7. Adler Kaliwerke Akt.-Ges., Oberröblingen a. 8.
Gegründet: 14. Juni 1905. Betriebsanlagen: Schachtgebäude, Rohsalzmühle, Labo-Kapital:
 Rmk. 4500 000.— Stammaktien, ratorium, Wierkstättengebäude, Kaue, Bureau-Rmk.
 296 000.— Vorzugsaktien. Ehe . e
Grundbesitz: 510 640 am. Maschinelle Einrichtung: 1 ‚Fördermaschine mit Ge-M
 . bäud 1 Kesselhaus mit 10 Dampfkesseln von
Größe der Gerechtsame: 21 890 000 qm. 1000 "Om Heizfläche, 2 Dampfmaschinen von je
Bohrungen: 4, fündig bei 422 m, 100 a 1 Turbine “op NLA Pump-Achtigkei
 . ; schti station für Wasserverso: NSC Teis.
Zahl und Mächtigkeit der Lager: 4—45 m mächtig. Gebäude: 8 Wohnhäuser, Sokechunpen. S
Lage der Felder: Gemarkungen Erdeborn, Unterröb- . .
Jlingen, Oberröblingen, Alberstedt, Schraplau, Unter- Bemerkung: bis 1953 stillgelegt,
farnstedt, Stedten, Oberesperstedt, Unteresperstedt, Beteiligungen:
Amsdorf und Kuckenburg im Mansfelder Seekreis 751 Kuxe Gew. Hope, Lindwedel;
und dem Kreise Querfurt, 991 Kuxe der Gew. Öberröblingen, Oberröblingen a. 8.
Schacht: Begonnen 1906, Tiefe 455 m (3. Mai 1926 Quote ab 1. 1. 1930:
stillgelegt). Adler .......0.. +... 38.7270 Tausendstel
Zweischachtfrage: z, Zt. unausführbar. Oberbergamt- Hope DA 3.8168 „
lich bereits 1910 genehmigt. Oberröblingen en 00 4 4, 0.7184
Tagesanlagen: Braunkohlentagebaugrube, Chlorkalium- Dividenden ab 1927: 0, 2, 5%.
fahrik. Beteiligung: mehr als 50 %.

8. Kaliwerke ‚„‚Adolis Glück‘ Akt.-Ges., Lindwedel.
Gegründet: 4. Januar 1906, Fabriken: Chlorkaliumfabrik.
Kapital: Rmk. 4500 000.—. Betriebsanlagen: Schachtgebäude, Rohsalzmühle mit
Größe der Gerechtsame: 38 695 000 qm. 2 modernen Mahisystemen, elektrische Zentrale.
Bohrungen: 8, fündig bei 145 m. Bemerkung: bis 1953 stillgelegt.
Lage der Felder: Gemarkungen Vesbeck, Lindwedel, Quote ab 1. 1. 1930: 5.6129 Tausenästel,
Plumhof, Sprockhof und Beckhof, Dividenden ab 1926: 0, 0, 2, 3% %.
Schacht: bereonnen 1907. Tiefe 520 m. Beteiligung: 100% über Hope.

9. Bergwerksgesellschaift Hope m. b. H., Lindwedel,
Gegründet: 7. August 1906. Bemerkung: bis 1953 stillgelegt.
Kapital: Rmk, 300 000,—. Quote ab 1. 1. 1930: 3.8168 Tausendstel,
a O000 Kusey same der Gewerkschaft wreilieung: mehr als 750 Kuxe der Gewerkschaft
7 pe, Hop k Hope über Adler Kaliwerke.
Größe der Gerechtsame der Gewerkschaft:
6500000 am.

Die Gesellschaft ist ferner beteiligt an:
Ring Gesellschaft chemischer Unternehmungen
m. b.H., Berlin;
Elektrotechnische Fabrik, Vacha;
Konsortium für Moorverwertung in Norddeutschland,
Osnabrück;
Hannoversche Kolonisations- und Moorverwertungs-GC.
 m. h. H.. Osnabrück:

Elektricitätswerk Vacha G, m. b. H., Vacha;
Ringofenziegelei Philippsthal G. m. b. H., Philippsthal
a. d. Werra;
Gemeinnützige Werra- und Rhön-Baugesellschaft,
Vacha;
Haug enosecnschaft Aschersleben G. m. b. H., Aschere-2nNnen.


Buchwert der Beteiligungen: Rmk. 16 285 486.25.

Die Gesellschaft gehört folgenden Syndikaten und Konventionen an:
1. Deutsches Kalisyndikat G. m. b. H., Berlin; 4. Deutsches Steinsalzsyndikat G. m. b. H., Berlin;
2. Deutsches Chlormagnesiumsyndikat G&amp;amp;. m. b. H., 5. Deutsches Bittersalzsyndikat G.m,b.H., Berlin;
Berlin; . 6. Interessengemeinschaft der Deutschen Kali-3.
 Deutsches Bromsyndikat G.m. b, H., Berlin; Industrie G.m. b. H., Berlin.

Großaktionäre:
1. Kaliwerke Salzdetfurth A.-G. (40 %);

z Dentsche Bank und Diseonto-Gesellschaft. Berlin.
        <pb n="40" />
        Kaliwerke Aschersleben in Aschersleben

Statistik.

Heutiges Aktienkapital:
nom. Rmk. 22 000 000.—

nom. Rmk. 324 000.—
Rmk., 22 324 000. —

Stammaktien in 15500 Stücken zu je Rmk. 1000.— (Nr. 1—11000, 76001-—80500)
65 000 Stücken zu je Rmk, 100.— (Nr. 11001—76000),
Vorzugsaktien in 12000 Stücken zu je Rmk. 27.— (Nr. 1—12000).

Kapital-Veränderungen.

Lt. Gen.-Vers, '
vom
Vorkriegskapital
1918—22 erhöht
auf M.

3. 92.925

3

2. 95

10.

Rmk.
1. 29

Rmk.

„Akt. | Vorz.-Akt. ‘no Bez.-R.
StAkt, | VO A | DB | Kurs in % |

12.0

100.0
‘— 86.0)

30.0

1530

(— 98,5)

— 11.676

14.0
15

15
(— 1.5)

0.324

155
—. 5.166.6
AM 1.333.4

‚00

83 ı
o. B.

| 22.0

23.324

Bemerkungen

Umstellung auf Rmk.
Zusammenlegung 50:7
100 : 5
1000 : 27

Umwandlung von Vorzugsakt,
in Stammaktien

+ Div. 1929
zur Verfügung der Gesellschaft

Besondere Rechte:

Die Vorzugsaktien sind ausgestattet mit 6 % Vorzugsdividende,
 Nachzahlungsanspruch und 95fachem Stimmrecht.
 «u
Umwandlung in Stammaktien nur mit %, Mehrheit
einer Generalversammlung.
Rückzahlung zu 120%.

Kündigung am 1. Januar 1980, falls Generalversammlung
 dies mit %/, aller abgegebenen Stimmen
beschließt.
Bei Liquidation Rückzahlung zu 120% vor den
Stammaktien.,

Obligationen.

Ausgabe laut
Gen.-Vers.-Beschl.
 vom
26. 6. 1919
(M. 10 000 000.—)

1916
Anleihe der früh.
A,-G. Kaliwerke
Hattorf
(M. 828 000,—)
1925 Ser. A. u. B.
£ 550237.18.9

1929 Ser. C
£ 304 4925.— —

rückzahlbar

ab ! zuY

Sicherheit

1925/44' 102

I. Hypothek auf Besitz
 der Gesellschaft
in Aschersleben und
Gr. Schierstedt und
anderen Werken

1918/28

108

1925/50

102.5

Hypothek

1929/53 |

102.5 |

Hypothek

noch um- Zinslaufd.
 Betrag ' satz
Pmk. LTM

9 252000.— | 4%

661 250,—

£ 854 662.18,9
= Rmk.
17 453 071.85

617

Aufwertung
Rml

gekündigt zum

8 829.65
(nochnichteingel.)

1. 7. 1926

1. 7. 1926

6 500.—

Anteil an der £ 15000000 Anleihe
 des Deutschen Kalisyndikates
 G.m.b. H., Berlin.

Dawesbelastung:
a) Industriebelastung: Rmk. 4229 000: . a , N
D Aufheinguerseinacl von Rmk. 4229 000 aufbringungspflichtigem Betriebsvermögen.
        <pb n="41" />
        Kaliwerke Aschersleben in Aschersleben,

Beschäftigte:
sigene Werke*): .......
Arbeiter 2 .0000.0000000 04
Angestellte und Beamte ...

1913 1924 1925 1926 1927 1928 1929
1 350 1296 1543 1671 1 709 1869 2.026
75 164 174 191 192 196 199

Rohsalz-Förderung:
in eigenen Werken*). . . . dz 4654117 8247825 8346967 9984017 11203163 12958 864
*) einschl. Hattorf und Leopoldshall.

Absatz K,O:
Aschersleben ..... indz:
Hattorf , ....... mdz:
Leopoldshall. .... . in dz:
Tochtergesellschaften. . in dz:
Gesamtwerke der Gruppe in dz:

263852 135492 2186160 218279 274715 822 917 281 445
- 176602 238350541 409252 1498810 519 702 535 392
6022 — — w— — —
529748 686721 578666 507 156 628132 634 110
847864 1223422 1206197 1280681 1470751 1450947

Börsen-Notiz:
In Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt und Hamburg. Lieferbar sind sämtliche Stammaktien. Auch zum
Terminhandel zugelassen.

Kurse und Dividenden,
1913 1914 1924 1925 1926 1927 1928 1929 1930 bis31.7.
168.5 160.75 27 132.6 1647/g 221.25 299,75 295 232.75
137,5 126 5.6 903/; 89.5 187,75 164,5 173 152.25
148 127 19.25 90%, 158.25 177.25 292 183,5 188

Kurse
höchster. . .%
niedrigster . .%
letzter. . 0. .%

Berliner Kurs in 1929 * Jan.

Okt. | Nov. | Dez,
295 |272.5| 244.5 | 252 945 | 9/6 9/h.9] 239,5 12839.5 |228,25| 213 | 198,5
270,5 | 197 | 207 228 , 226.5] 240 | Se 226 [228 195 178 | 1765
271 203.5 | 244 238 | 2445/, 240 |9234 {| 239.5 1226.251198.5 | 179 | 183

nöchster +... 0.0.0.0. 004
niedrigster ,.... 2.4
letzter

Dividenden 4

1914 * 1919 | 1920 * 1921 | 1922 |! 1928/24

1925/27 | 1928 1° 1999

Ns %

| 4

|

20

| 10

| 16 | 150 | jeo0 | je10 | 10 | 2

Gewinn- und Verlust-Rechnunqagen.

391]

]

jeneralunkosten. .....
Steuern und Abgaben ...
Zinsen und Provisionen . .
Unterstützungen. . . .
Abschreibungen . . .
Reingewinn . . . + -

81.12. 1925 ! 81.12.1926 |

658 967,74
560 618.55
187 857.76
115 568.01
368 578.71
ı 702887 07
4 994 293.74

L 223 687.78
L 005 407.30
809 867.52

1 154 686.39
1.700 666,40
£ Q04 815 4R

81. 12. 1927

31. 12. 1928 | 31. 12. 1929

1 059 241.71
2482 932.72
517 698,71
L 325 516.02 1 591 747.59
| 781 908.94 24923 754.99
697739597 | 8075375.65

890 577.22
. 598 545.33
730 779.16

1 255 600.66
2460 898.19
963 524. 53*)

1'713 541.74
7 462 065.84
8 855 630.96

*) 1929 nur Anleihe-Zinsen.

Haben

Vortrag 2. .0..000000 04
Rohsalze und Fabrikate . .
3ewinn aus Nebenbetrieben
Beteiligungen .....
Lizenzen EL HKM

81. 19.1925 |

31. 12. 1926 ' 31.12.1927 ' 31.12.1928 '

31. 12. 1929

133 281.81 133 197.97
3 .918454.96 4880 861.27
182472.12 148755,64 '
28 786.35 214 991.60
1228.50 16 500 —
49949298.74 ' 589421548 ' 6277325.97 | 8075375.65 |! 8855 680.96

131 226.49 162 468.24
6146 099.48 791290741

167 965.87
8 687 665 N9
        <pb n="42" />
        Kaliwerke Aschersleben in Aschersleben

Bilanzen:

Aktiva

Bergwerke, (Berechtsame,
5 Schachtanlagen mit Tagesbauten)
 .........
Bergwerksmaschinen ....
Kainitmühlenanlagen . ...|
Grundstücke . .......
Gebäude .........
Fabrikanlagen .......
Hilfsanlagen (Eisenbahnen,
Wege, Wasserwerke, Ab-Jeitungskanäle,
 elektrische
Zentralen, Hauptwerkstatt)
Inventar und Reserveteile. .
Pferde und Wagen... ..
Versuche, Patente und Li-ZENZEN
 0.0004 4
Beteiligung an anderen Unternehmungen
 +. 2.0...)
Wertpapiere ........
Kautionen, Effekten ....
Sicherstellung für Wohlfahrtsfonds
 ........1..
Bürgschaftskonto I ....
Bürgschaftskonto II... . .'
Versicherungsprämien . . ..|
Disagio der Dt. Kalisyndikat
7% Amort. Goldanleihe. .
Warenvorräte . ..... 0.
Materialienvorräte ,....
Bankguthaben .......
Debitoren .......
Kassenbestand .......

Passiva

Aktienkapital
Stammaktien ......
6% Vorzugsaktien Lit. A .
6% Vorzugsaktien Lit, B .
Reservefonds . .......
Dt. Kalisyndikat 7% Amort.
Goldanleihe .......
Anleihe-Konto .......
Anleiheeinlösungs-Konto. . .
Anleihezinseneinlösung ...
Dividenden-Konto .....
Kreditoren. ........
Wohfahrtskonto ......
Bürgschaftskonto I... .,
Bürgschaftskonto II. . ...
Reingewinn .....

Gmk.-Bilanper1.1.1924


81. 12. 1926

81. 12. 1927

31. 12. 1998

81. 12. 1929

1 924 925,—
L 060 735,—
237 115.—
571 600.—
868 566.—
1 534 545

1 904 410.—
1 383 935.—
293 200.—
592 210.—
1 618 380.—
3 551 629.—

1 824 540 —
1 268 830.—
285 270.—
582 810.—
1 745 710.—
3 691 040.—

1 694 668.—
' 212 079.—
259 431.—
569 987,—
1 6830 945.—
4 393 094. —

2152 140.—
1 296 660.—
219 670,—
631 395.—
1 599 355.—
4 866 676 .—

859 722.—
64 270.—
87 220.—

2 103 195.—
150 910.—
921 090.—

1 938 010.—
148 810. —

L 682 228.—
150 136.—

L 674 838.—
169 166.—

1 7

Turm

Til

1

|

9 411 244.—
283 076.70
8338.65

L1 959 828.54
786.40
6152.20

12 420 141.04
794.90
6143.50

12 864 021.04
655,83
6 1483.50

16 2855 486.25
641.41
614350

20 272.40
(538 580.—)
(38 106 125.48)
36 811 54

(567 100.—)
(3'906 657.—)

(571 100.—)
(3 819 926.—)

(686 000.—)
(4 272 440, —

1378 292.—
1 822 566.79
510 124.64
| 7128 897.88
46 875.20
1930 463.38 | 34 5928 567.64

1 980 915.82
311 096,83
1 781 659.55
6 960 492,91
4240 ara AD”

| 491 494.80
393 861.71
3 764 284,29
6 205 648.86
Q 2AK 6-2

 706 211.47
471 073.68
9 752 214.75
5 443 991.29
992 RAT AR

24 90606. 6"”7 61

36 398 RA“

7 9Y0R KO OD,

Gmek.-Bilan:
per 1.1.192/”

81. 12. 1926

81. 12. 1927

81, 12. 1928

31. 12. 1929

L4 000 000,—
1 500 000.—
324 000.—
| 914 863 N5

14 000 000.—
1 500 000.—
324 000.—
1 946 050.95

14 000 000.—
1 500 000.—
324 000.—
1 946 050.95

15 500 000,—
324 000.—
1 946 050.95

22 000 000.—

824 000.—
9 3832 400.—

12879 634.57 11705 270.— 17453 071.85
56 687.50 35 425.— 6 500.—
43 414.48 21 304.95 8 829.65
2291.90 576.38 99.75
11 059.— 12 239,— 8 257,—
2 0839 179.95 8 6832 877.09 2 703 301.15
20 582.80 — — —
(538 580.— (567 100.—)! (571 100.—) (636 000,—)
(8 106 125.43. (3906 657,—) ] (3 819 926.—) (4272 440.—)
1.700 666.40 71 781 908.24 9 423 754.92 2462 065.84
19 804 463.38 | 34523 567.64 | 34909 651.61 | 36328 039.34 | 47298 525.24

Reingewinn- Verteilung: 1926 1927 1928 1929
Reservefonda. ...... — — 386 349.05 —
Sonderabschreibungen . . . — — 300 000.— —
Dividende auf Stammaktien 1550000.— 1550000,— 1550 000.— 2 200 000.—
- „ Vorzugsaktien 19 440.— 19 440.— 19 440.— 19 440.—
Vortrag auf neue Rechnung 181 226.49 162 468,24 167965.87 242 625.84
Rmk. 1700666.49 173190824 2423754.92 92462 065.84
        <pb n="43" />
        Consolidirte Alkaliwerke. Westeregeln

Sitz der Verwaltung: Westeregeln (Bezirk Magdeburg).
Zweigniederlassung: Hannover.

Gründung:
Die Gründung erfolgte am 25. Januar 1881 mit
Wirkung ab 1. Januar 1881 unter ÜUebernahme der seit
20. November 1871 bestehenden Firma Hugo Sholto

Gegenstand des Unternehmens:
Bergbau jeder Art; Verarbeitung und Verwertung von
Bergwerkserzeugnissen; Herstellung und Verwertung von
chemischen Erzeugnissen; Betrieb sonstiger industrieller

Erzeugnisse:
Chlorkalium, Düngesalze, reines weißes Steinsalz zu
Speise- und gewerblichen Zwecken, Kieserit, Kalimagnesia,
 Kaliumsulfat, Bittersalz, Brom, Bromkalium,
Bromnatrium, Bromammonium, Kaliumbromat, Aetzkali

Fätigkeitsgebiet der Gesellschaft:
Die Gesellschaft betreibt den Bergbau auf Kalisalze
und Steinsalz in ihren dem Kreise Wanzleben, Bezirk
Magdeburg, zugehörigen, in den Gemarkungen Westereceln,
 Egeln. Tarthun, Gr. Germersleben und Hadmers-Vorstand:


Generaldirektor Paul G. Ebeling, Vorstandsmitglied
der Kaliwerke Salzdetfurth und Aschersleben,
Westeregeln; ;
Bergrat Dr.-Ing. h. c. Heinrich Zirkler, Vorstandsmitglied
 der Kaliwerke Salzdetfurth und Aschersleben.
 Kassel:

Aufsichtsrat:
Dr. Albert Katzenellenbogen, Justizrat, Frankfurt a. M.,
Vorsitzender;
Dr. Georg Solmssen, Vorstandsmitglied der Deutschen
Bank und Disconto-Gesellschaft, 1. stellvertretender
 Vorsitzender;
Dr. rer, pol. h. c. Benno Weil, Mannheim, 2, stellv.
Vorsitzender;
Jakob Goldschmidt, Geschäftsinhaber der Darmstädter
 und Nationalbank K. a. A., Berlin. 3. stellvertretender
 Vorsitzender;
Werner Carp, Düsseldorf;
Otto Clemm, Direktor der Zellstofffabrik Waldhof,
Mannheim- Waldhof;
Graf Angus Douglas, Ralswiek auf Rügen;
Dr. Fritz Engelhorn, Mannheim-Waldho£f;
Dr. Wilhelm Feit, Berlin-Zehlendorf;
Ludwig Fuld, Direktor der Deutschen Bank und Diseanta-Cesellschaft
 Filiale Mannheim. Mannheim:

Geschäftsjahr:
1. Januar bis 831. Dezember.

Reingewinn:
1. zur Abführung von mindestens 5% an den gesetzlichen
 Reservefonds (bis 10% des Grundkapitals);
2. zur Zahlung einer Dividende von 6% an die Vorzugsaktien;

3. zur Bildung oder Verstärkung besonderer Rücklagen;
4, zur Zahlung einer ordentlichen Dividende bis zu 4%
an die Stammaktien;
5, zur Gewährung der dem Vorstande und den Beamten

Douglas in Westeregeln und des Kali- und Steinsalzvergwerkes
 Douglashall zu Westeregeln mit einem Grundzapıtal
 von M. 7000 000.—

Unternehmungen; Erwerb von bergbaulichen, in-Justriellen
 und kommerziellen Unternehmungen aller Art;
Beteiligung an solchen Unternehmungen,

est, Aetzkalilauge, Aetznatron, Pottasche, Chlorkalk,
Ihlor flüssig, Kaliumcehlorat, Chloratsprengstoffe, Chlorıalcium,
 Salzsäure, Wasserstoff, Holzschutzöle.

eben gelegenen Grubenfeldern, Sie fördert Braunkohlen
zus ihren in der Süd-Egelner Mulde gelegenen Braunzohlenfeldern.


Bergrat Walther Köhler, Vorstandsmitglied der Kaliwerke
 Salzdetfurth und Aschersleben, Bad Salzdetfurth;

Direktor Wilhelm Beckhusen. Hannover. Stellvertr.

Terdinand von Grumme-Douglas, Admiral z. D., Rehdorf
 bei Königsberg, Neumark;
Heinrich Kirchholtes, Bankier, in Fa, Gebr. Sulzbach
in Frankfurt a. M.;
Max Ladenburg, Bankier in Fa, E. Ladenburg, Frankfurt
 a. M.;
Theodor Lichtenberger, Bergrat, Stuttgart;
Friedrich Reinhart, Direktor der Commerz- und
Privat-Bank A.-G., Berlin;
Dr. Arthur Rosin, Geschäftsinhaber der Darmstädter
und Nationalbank K. a. A., Berlin W 8; .
Dr. jur. Ernst von Schoen, Generalkonsul, Direktor
der Allgemeinen Deutschen Credit-Anstalt, Leipzig:
Ludwig Silberberg, Bankier, in Fa. Adolph Meyer,
Hannover;
Dr. h. ce. Curt Sobernheim, Direktor der Commerz- und
Privat-Bank A.-G., Berlin;
Otto Wolf. Köln a. Rh.

Generalversammlung (Stimmrecht):
je nom. Rmk. 50.— Stammaktien 1 Stimme,
je nom. Rmk. 10.— 6 % Vorzugsaktien 6 Stimmen.

nach Anstellungsverträgen zustehenden Tantiemen
und Jahresgratifikationen ;
zur Gewährung einer Tantieme von 10% an den Aufsichtsrat;

der hiernach verbleibende Restbetrag wird an die
Aktionäre als Superdividende verteilt, soweit nicht
Jie Generalversammlung eine andere Verteilung
seschließt. .

6

7,
        <pb n="44" />
        Consolidirte Alkaliwerke, Westeregeln

Zahlstellen:
Gesellschaftskasse, Westeregeln;
Commerz- und Privat-Bank, Berlin;
Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft, Berlin;
Darmstädter und Nationalbank, Berlin
ı&amp;gt;der deren Niederlassungen in Frankfurt a. M.,
Leipzig, Mannheim, Hamburg, Hannover, München:

Aufbau des
Daten aus der Entwicklungsgeschichte:
1921 Zusammenschluß zum Salzdetfurth-Westeregeln-Aschersleben-Konzern;
 Erwerb der Gewerkschaft
 Hadmersleben in Westeregeln; Fertigstellung
ler Braunkohlendoppelschachtanlage Irmgard bei
Hakeborn.
1922 Erwerb der Mehrheit der Kuxe der Gewerkschaft
 Hansa-Silberberg, Empelde bei Hannover-Linden,
 von der Salzwerk Heilbronn A.-G. und Erwerb
der Aktienmehrheit der Alkaliwerke Sigmundshall in
Bokeloh bei Wunstorf.
1925 Erwerb der Quote Mansfeld.
1926 Errichtung gemeinsamer Verkaufs- und
Propagandastellen nach Verständigung mit der
alsässischen Kali-Industrie auf die Dauer von sieben
Jahren. Abschluß einer Interessengemeinschaft mit
der Gewerkschaft Thüringen, Heygendorf (Sachsen-Weimar).
 Erwerb der Quote Conow.
1927 Errichtung einer Zweigniederlassung in
Hannover unter der Firma .„Consolidirte Alkaliwerke

N

Hugo J. Herzfeld, Berlin;
L. Ladenburg, Frankfurt a. M.;
Algemeine Deutsche Credit-Anstalt, Leipzig;
Adolph Mever., Hannover.

anternehmens.

Abteilung Hannover“. Verkauf der Beteiligung an
der Salzwerk Heilbronn A.-G. an die Stadt Heilbronn.
1929 Lt. Gen.-Vers.-Beschl. vom 10. Januar 1929
wurde das Aktienkapital um Rmk, 5.5 Mill. Stammaktien
 und Rmk. 50 000.— Vorzugsaktien erhöht,
Im Wege gegenseitiger Beteiligung haben die
Consolidirten Alkaliwerke mit den Kaliwerken Salzletfurth
 und den Kaliwerken Aschersleben einen
Großkonzern gebildet, der nahezu ein Viertel der Gesamtbeteiligung
 am Absatz des Kalisyndikates um-'aßt.
 Die Beteiligung untereinander ermöglicht eine
zweckentsprechende Verteilung der Arbeit und rentablen
 Austausch der den einzelnen Werken zustehenlen
 Quoten. Die Einheitlichkeit in der Leitung des
Gesamtkonzerns ist dadurch gewährleistet, daß die
Generaklirektoren von Aschersleben und Westeregeln
gleichzeitig Generaldirektoren der Kaliwerke Salzdetfurth
 sind, was sie befähigt, dem Konzerngedanken
zur Durchführung zu verhelfen.

Betriebsbeschreibung.

Grundbesitz:
Die der Gesellschaft gehörenden Grundstücke haben eine Größe von 2 347 838 qm, wovon 1 080 941 qm bebaut sind.
Die gepachteten Grundstücke umfassen 78 691 qm mit 76 509 qm bebauter Fläche.
Kali-Gerechtsame: 60 412 679 am(ohne Tochterges.). Braunkohlenfifelder: 85 020 000 qm.

Werke

Douglashall .
Germersleben
Tarthun 1.
Tarthun I.
Hodmersleben I
Hodmersleben I]
Roßleben
Roßleben I... .
Roßleben-Wendelstein
Örlas . .. .
Nebra . . .
Georg . . .
"Instrut

Werke des Westeregeln-Konzerns.
Seen, Quoten Werke
56129
4.0862
1,3556
2.4697
5.3884
4.4903

Gesetzl. Quoten
/ 00
Uebertrag: 58.7336

Hansa-Silberberg
dm
HF 2 = «
Thüringen
1...
HN...
Conow . .
Sigmundshall
Weser. ..
Anteil an den Mansfeld- und Einig-32.3305
 keit-Quoten .0.0.0.. VW... 9.4310
58.7386 Insgesamt Westeregeln-Konzern: __ 92.7268

5.0620
5.6129
1.9394
17149
5.3884
. 5.6129
Vebertrag:

A. Bergwerke.
i(. Kali- und Steinsalzbergwerke Douglashall bei Westeregeln.
Größe der Gerechtsame: 12 157 354 qm. Schachtanlage: Schacht III (durchschlägig mit Schacht V)
Mächtigkeit: Kalisalzlager von 40 m Mächtigkeit, Grundbesitz: 47 291 qm.
Förderung: seit 1893. Carnallit, Hartsalz. Gebäude: Arbeiterkolonie, Beamtenwohnungen,
Schacht: begonnen 1892. Tiefe 860 m. Bemerkung: Der Schacht ist bis 1953 stillgelegt.

2, Kaliwerk Germersleben.
Größe der Gerechtsame: 7186 059 qm. .
Mächtigkeit: ; Kalisalzlager von 30 m Mächtigkeit.
Förderung: seit 1913. Carnallit, Hartsalz.
Schacht: begonnen 1910. Tiefe 868 m.

Schachtanlage: Schacht V (durchschlägig mit Schacht III)
Grundbesitz: 40 991 qm.
Bemerkung: Der Schacht ist bis 1953 stillgelegt.
        <pb n="45" />
        Consolidirte Alkaliwerke, Westeregeln

3. Kaliwerk Tarthun I.
Größe der Gerechtsame: 12 380 000 qm.
Mächtigkeit: Kalisalzlager von 45 m Mächtigkeit.
Förderung: seit 1895. Kainit, Carnallit, Steinsalz.
Schacht: bezonnen 1894. Tiefe 312 m.

4. Kaliwerk Tarthun II,
Größe der Gerechtsame: 10 120 000 qm.
Mächtigkeit: Kalisalzlager von 40 m Mächtigkeit.
Förderung: Carnallit.

5. Kaliwerk Hadmersleben I.
Größe der Gerechtsame: 11 527000 qm.
Mächtigkeit: Kalisalzlager von 40—60 m Mächtigkeit,
Förderung: seit 1908. Hartsalz, Steinsalz, Carnallit.
Schacht: begonnen 1906. Tiefe 572 m.
Schachtanlagen: Schacht I (mit Schacht II durchschlägig).
5. Kaliwerk Hadmersleben II,
Größe der Gerechtsame: 7042 266 qm.
Mächtigkeit: Kalisalzlager von 40 m Mächtigkeit,
Förderung: seit 1914. Hartsalz, Steinsalz, Carnallıt.
Schacht: begonnen 1910. Tiefe 63830 m.

B. Fabriken bei
ll. Chlorkaliumfabrik.
Anlagen:
für die Herstellung von Chlorkalium und Düngesalzen.
2, Sulfat- und Kalimagnesiafabrik,
Anlagen:
für die Herstellung von schwefelsauren Salzen und
Bittersalz

Schachtanlage: Schacht IV (durchschlägig mit Schacht VI).
3rundbesitz: 85 262 qm.
jebäude: Arbeiterkolonie, Beamtenwohnungen.
Bemerkung: Der Schacht ist bis 1953 stillgelegt.

Schacht: begonnen 1909, Tiefe 300 m.
schachtanlage: Schacht VI (mit Schacht IV durchschlägig).
Zemerkung: Der Schacht ist bis 1953 stillgelegt.

Betriebsanlagen: Schachtgebäude, Fördermaschinengebäude,
 Mahlanlagen, Steinsalzmühle, Rohsalzschuppen,
Kesselhaus, elektr. Zentrale. Werkstätten, Magazin,
Zechenhaus,
jebäude: Betriebsgebäude, Arbeiterkolonie, Beamtenwohnungen.


Schachtanlagen: Schacht II (mit Schacht I durchschlägig)
Betriebsanlagen: _Schachtgebäude,  Fördermaschinengebäude,
 sonst die gleichen wie Schacht I.
3ebäude: Betriebsegebäude.

Westeregeln.
3. Elektrochemische Fabrik,
Anlagen: .
für die Herstellung von Aetzalkalien, Chlorprodukten,
Brom und Bromsalzen. Chloratsprenostoff.

C. Braunkohlengruben.
Braunkohlengrube Irmgard bei Hakeborn.
Grubenfelder: 35020 000 qm. Betrieb ruht seit 1926,
Schächte: 1 Donmnelschachtanlare.

Tochtergesellschaften.,
L, Gewerkschaft Roßleben, Roßleben a. d. Unstrut.,
Gegründet: 10. August 1903. anlage mit 3 Mahlsystemen; Fördermaschinenhaus,
Anzahl der Kuxe: 1000. Kesselhaus, Werkstätten.
Zweck: Nutzbarmachung des Kalibergwerkes Roßleben Maschinelle Einrichtung: elektrische Kraftstation;
und anderer Bergwerke. 12 Dampfkessel &amp;amp; 10 Atmosphären,
Größe der Gerechtsame: 52 241 370 qm. Gebäude: 10 Beamtenwohnhäuser mit 22 Wohnungen,
Mächtigkeit: 8 m. 31 Arbeiterwohnhäuser mit 106 Wohnungen, Ver-Förderung:
 Schacht „Roßleben‘‘ seit Anfang 1905; waltungsgebäude.
Schacht Wendelstein seit Juni 1912; hochprozentige Sonstiger Besitz: Gleisanschluß nach Bahnhof Roßleben.
Hartsalze (Sylvin); 20% Düngesalze. Beschäftigte: 600.
Schächte: „Roßleben‘‘, begonnen Juni 1908, 412 m tief; Quote ab 1. 1. 1930: Roßleben I 6.0620 Tausendstel;
„Wendelstein‘‘, begonnen März 1909, 405 m tief. Wendelstein 5.6129 Tausendstel.
Grundbesitz: 420 000 qm. Absatz: 1925 1926 1927 1928 1929
Betriebsanlagen: Chlorkaliumfabrik für 83000 dz Carnallit in dz K,O0 257003 286922 312390 483923 485 560
ımd 20 000 Az Hartsalz tägliche Verarbeitung: Mühlen- Beteiligung: 99%.

2. Gewerkschaft Orlas, Roßleben a. d. Unstrut.
Gegründet: September 1909. Schachtanlagen: ein Schacht.
Anzahl der Kuxe: 1000, Grundbesitz: 225 650 qm.
Zweck: Kalibergbau. Gebäude: Verwaltungsgebäude, 4 Beamtenwohnhäuser,
üröße der Gerechtsame: 19427066 qm. 2 Arbeiterkolonien und ein Ledigenheim,
Lage der Felder: Gemarkungen Wippach, Altenroda, Bibra, Sonstiger Besitz: Starkstromfernleitung.
„Orlasheide, Saubach, Bucha, Steinbach, Pleismar. (Betrieb bis 1953 eingestellt.)
Förderung: seit 4. November 1911. Hochprozentige Hart- Quote ab 1.1.1930: 4.9394 Tausendstel (van Konzernsalze
 und Sylvin. werken erfüllt).
Schacht: begonnen 17. Septemher 1909. 529 m tief. Beteiligung : 99%.
        <pb n="46" />
        Consolidirte Alkaliwerke, Westeregeln,

3. Gewerkschait Nebra, Roßleben a, d. "nstrut.
Gegründet: 10. Februar 1913.
Anzahl der Kuxe: 1000,
Zweck: Ausbeutung des Kalibergwerkes Nebra, Verwertung
 der Erzeugnisse.
Größe der Gerechtsame: 10 765 626 qm.
Lage der Felder: Gemarkungen Bucha, Nebra, Kleinwangen,
 Vitzenburg, Memleben, Wendelstein, Orlasheide,
 Großwangen in den Kreisen Querfurt und
Eckartsberga des Regierungsbezirkes Merseburg.
Förderung: seit 15. Mai 1913. Hochprozentige Hartsalze
und Sylvin. (Betrieb bis 1953 eingestellt.)

Schacht: begonnen 1911. 500 m tief.
Schachtanlagen: ein Schacht.
Grundbesitz: 30 406 qm,
jebäude: Schachtgebäude, Mühlengebäude, Zechenhaus.
Sonstiger Besitz: Starkstromfernleitung gemeinsam mit
Gewerkschaft Orlas.
Iuote ab 1.1.1930: 4.7149 Tausendstel (von Konzernwerken
 erfüllt).
Beteiligung: 99%.

5%. Gewerkschaft Georg, Roßleben a. d. Unstrut,
Gegründet: 23. Februar 1913. Betriebsanlagen: Chlorkalium- und Sulfatfabrik für
Anzahl der Kuxe: 1000. 10000 dz tägliche Leistung gemeinsam mit Unstrut
Zweck: Kalibergbau. geplant. Rohsalzmühle, Schachtgebäude. Förder-Größe
 der Gerechtsame: 11 814 611 qm. Maschinengebäude,
Lage der Felder: in den Gemarkungen Wippach, Nebra, Maschinelle Einrichtung: elektrische Zentrale.
Großwangen, Wennungen, Altenroda, Birkigt, der Kreise Gebäude: 1 Beamtenwohnhaus, 8 Arbeiterwohnhäuser,
Querfurt und KEckartsberga des Regierungsbezirkes Ledigenheim,
Merseburg. Sonstiger Besitz: Drahtseilbahn, gemeinsam mit Gewerk-Förderung:
 Hochprozentige Hartsalze und Sylvin; seit schaft Unstrut; Starkstromleitung (Fernleitung), ge-24,
 September 1914, Förderung ruht ab 1. 4. 1926 bis meinsam mit Orlas,
auf weiteres. ” (Befrieb bis auf weiteres eingestellt.)
Schacht: begonnen 12, Januar 1912. 549 m tief. uote ab 1. 1.1930; 5,3884 Tausendstel (von Konzern-Schachtanlagen:;
 ein Schacht. werken erfüllt).
Grundbesitz: 44 657 qm. Beteiligung: 99%.
5. Gewerkschaft Unstrut, Roßleben a, d. Unstrut,
Gegründet: 31. Mai 1911. Betriebsanlagen: Chlorkalium- und Sulfatfabrik für
Anzahl der Kuxe: 1000. 10 000 dz Rohsalz tägliche Verarbeitung ist gemeinsam
Zweck: Kalibergbau, mit Gewerkschaft Georg geplant; Mühlenanlage.
Größe der Gerechtsame: 10109991 qm. Maschinelle Einrichtung: elektrische Zentrale, ”
Lage der Felder: Gemarkungen Großwangen, Kleinwangen, Gebäude: Schachtgebäude, Mühlengebäude, Förder-Vitzenburg,
 Zingst, Ziegelroda, Liederstädt, Nebra, maschinengebäude, Zechenhaus, Verladeanlage, 2 Be-Pretitz
 im Kreise Querfurt, Regierungsbezirk Merseburg. amtenwohnhäuser. . .
Förderung: seit 6. Februar 1915; hochprozentige Hartsalze Sonstiger Besitz: Starkstromleitung; Drahtseilbahn geund
 Sylvin. Förderung ruht ab 1.4.1926 bis auf weiteres. Et za ET Gegen
: ; Betrieb bis au je
Sehe men il Tarıme 1912, 532 m tief, Auote ab 1. 1.1050: 5.6129 Tausendstel (von Konzernundbesitz:
 . werken erfüllt).
Grundbesitz: 176 187 qm Beteiligung: 99%,
68. Gewerkschaft Hansa-Silberberg, Empelde rei Hannover-Linden.
Gegründet: 21. März 1896. Betriebsanlagen: Chlorkaliumfabrik; Kainitmühle; Förder“
Anzahl der Kuxe: 1000. maschinengebäude; Kesselhaus; Schachtgebäude;
Zweck: Kali- u. Steinsalzbergbau, Chlorkaliumfabrikation. Zentralmaschinengebäude; Magazingehäude; Werk-Größe
 der Gerechtsame: 4 718 000 qm. stättengebäude, .
Lage der Felder: Gemarkung Empelde, Landkreis Linden. Maschinelle Einrichtung: Zentralmaschinenanlage ; Förder-Mächtigkeit:
 5 Silvinitlager, 3 Hartsalzlager 3—22 m maschinenanlagen.
mächtig. Sonstiger Besitz: Anschlußbahn,
Förderung: Schacht I seit April 1908: Schacht IIseit 1914. Beschäftigte: 450.
Silvinit, Hartsalz, Quote ab 1. 1. 1930: Schacht I 5.3884 Tausendstel;
Schächte: Schacht I begonnen 7. November 1896; 601 m Schacht II 1.3920 Tausendstel,
tief; Schacht II begonnen 1911, 601 m Tiefe. Absatz: 1925 1926 1927 1928 1929
Schachtanlage: zwei Schächte. in dz K2O 225261 206894 257011 295013 298974
Grundbesitz: 293 000 am. Beteiligung: Kuxenmehrheit,

Beteiligungen.
1. Gewerkschaft Thüringen, Heygendorf (Sachsen-Weimar).
Gegründet: 8, Dezember 1904, Förderung: Schacht I seit November 1906 (ist stillgelegt).
Anzahl der Kuxe: 1000. Schacht II (ist stillgelegt). Carnallit 9—10% K,O,
Zweck: Ausbeutung eines Salz- bzw. Kalisalzb X Kainit 12.—15% K,Ö, .
in der Enklavo Allstedt, Ausbeutung der noch zu er: Schächte: Schacht I begonnen 1904, 408 m tief; Schacht II
werbenden Bergwerksberechtigungen; Verwertung der begonnen 13. Januar 1913, 275 m tief.
Erzeugnisse, Holzbearbeitungsindustrie, Betriebsanlagen: Die Betriebsanlagen sind abgebrochen.
Größe der Gerecht . 44.060 000 "Betrieb ruht bis 1953).
e KOT SEreCiSAME: Ma, | uote ab 1. 1. 1930: Thüringen I 4,0862 Tausendstel;
Lage der Felder: in der Enklave Allstedt (Sachsen-Weimar). Thüringen II 1.1226 Tausendstel,
Mächtigkeit: 30—40 m in einer Teufe von 400 m. 3eteiligung: Kuxenmehrheit.
        <pb n="47" />
        Consolidirte Alkaliwerke, Westeregeln

e, Gewerkschaft Conow i, Liquid., Lübtheen i. M.
Degen 831. März 1910. Schacht: begonnen September 1912.
Anzahl der Kuxe: 1000, (Betrieb bis 1953 eingestellt.)
Größe der Gerechtsame: 91 938 000 qm. . . 8
Lage der Felder: Gemarkungen Göhren, Wallis, Conow, al ab 1 1930 ET st (bis 1958 käuf-Karenz,
 Bockup, Grebs-Menckendorf, Tews-Woos, en Y CBHOTEBO WOL0OD).
Hohen-Woos, Neudorf, Schleim, Laupin. Beteiligung: 25,9% (33,4% beim Mecklenburg-Mächtigkeit:
 1 Hartsalzlager von 8 m Mächtigkeit, 1 Hart- Schweriner Staat).
salzlager von 12 m Mächtigkeit, 2 Carnallitlager von
10 und 20 m Mächtigkeit.

3. Alkaliwerke Sigmundshall Aktien-Gesellschaft, Bokeloh bei Wunstorf (Prov. Hannover),
Gegründet: 29, November 1902. Maschinelle Einrichtung: Kesselanlage mit 3 Hochdruck
Kapital: Rmk. 2 100 000.— Stammaktien. kesseln; elektrische Zentrale mit Reserven: Werk
Rmk. 48 000.— Vorzugsaktien. stätteneinrichtung.
Zweck: Förderung und Verarbeitung von Kalisalzen und gebäude: 9 Beamtenwohnhäuser, 4 Arbeiterwohnhäuser
n ee ehisames 21 600.000 mit zusammen 16 Wohnungen.
röße der Gere e: qm. 2 is 10:
Lage der Felder: Gemeinden Bokeloh, Mesmerode, Crons- Sonstiger Besitz: Eisenbahnanschluß,
bostel, Idensen, Mardorf und dem Rittergut Duendorf, Beschäftigte: 400,
markscheidend mit Gem. Weser, Quote ab 1. 1. 1930: 5,3884 Tausendstel.
Zahl und Mächtigkeit: Sylvinit- und Hartsalzlager in Absatz (einschl. Gew. Weser):
4—15 m Mächtigkeit in einer Teufe von 450—700 m 1925 1926 1927 1928 1929
‚und einem Gehalt bis zu 830% K,O, in dz K2O 143554 217406 306551 270982 250169
Förderung: seit EN . A Prey Beteiligungen: 4550 Kuxe der Gewerkschaft Weser,
Schacht: begonnen. al ‘ter A Mn di At der Schacht Altenhagen (Schaumburg-Lippe); _Phosphatfabrik
Schachtanlagen: BEN, AUSB CIOHE der SCHAG Hoyermann G.m. b.H. in Hannover mit 51%; Steinder
 Gewerkschaft Weser in Altenhagen. k " n
N huder Meer-Bahn A.-G., Wunstorf mit 23,61 ‚
Grundbesitz: 195 000 qm, bebaut 87000 qm. . . ©
Betriebsanlagen: Chlorkaliumfabrik mit einer täglichen Dividende ab 1926: 6, 8, 8, 8%.
Leistung von 10 000 dz; Rohsalzmühle ; Steinsalzmühle: Beteiligung: Aktienmehrheit.
Werkstättengebäude;
Macazingebäude.

%. Gewerkschaft Weser, Altenhagen (Schaumburg-Lippe).
Gegründet: 1906 als Gewerkschaft. Anlagen: Schacht- und Tagesanlagen.
Anzahl der Kuxe: 5000. bis 1958.
Quote ab 1. 1. 1930: 2.4697 Tausendstel

Betrieb ruht

De Braunkohlengewerkschaft Archibald in Westeregeln.
Braunkohlenfelder: Archibald und Cäsar. Fabriken: Schwelanlagen mit einem Tagesdurchsatz
Gerechtsame: 19300 000 qm. von 150 £. |
Förderung (Schacht Cäsar): Kraftanlagen: Ueberlandzentrale mit 21 000 installierten
5 1926 1927 1928 1929 en versorgt werden die En nn Bex
 triebe von Westeregeln sowie fremde Betriebe mit
Rohkohle . .%t 418602 390339 370104 8750838 elektrischer Energie,
Beteiligung: Kuxenmehrheit.,
5, Kaliwerke Salzdetfurth Aktiengesellschaft in Salzdetiurth (s. a. direkt).
Gegründet: 3, Oktober 1889. Dividende ab 1925: 12, 12, 15, 15, 15 %.
Kapital: Rmk. 28 000 000.— Stamm-Aktien, Beteiligung: Gem. mit Aschersleben Majorität.
Rmk 175 000 — Vorzues-Aktien.

7, Kaliwerke Aschersleben in Aschersleben (s. a. direkt).
Gegründet: 14. Oktober 1889. Zweck: Bergbaubetrieb, Gewinnung und Verwertung von
Kapital: Rmk. 22 000 000.— Stamm-Aktien, Bergbauerzeugnissen.
Amk. 324 000.— Vorzugs-Aktien. Dividende ab 1925: 10, 10, 10, 10, 10 %.
Beteiligung: Gem. mit Salzdetfurth Maijorität.

Buchwert der Beteilizungen: Rmk. 15300 998. —

Die Gesellschaft gehört folgenden Syndikaten und Konventionen an:
L. Deutsches Kalisyndikat G. m. b. H., Berlin 4. Deutsches Steinsalzsyndikat G. m, b. H., Berlin,
2. Deutsches Chlormagnesium-Syndikat &amp;amp;. m. b. H., 5. Mitteldeutsches Braunkohlensyndikat, Leipzig,
Berlin, 6. Elektrochemische Produkte G.m.b.H., Frankfurt a.M..
3. Deutsches Brom-Syndikat G.m. b. H.. Berlin, 7, Verteilungsstelle für Clorkalk, Frankfurt a, M.
Großaktionäre:
L. Kaliwerke Salzdetfurth Aktiengesellschaft in Salzdetfurth.
        <pb n="48" />
        Consolidirte Alkaliwerke, Westeregeln

Statistik.

Heutiges Aktienkapital:
nom. Rmk, 22 000 000.— Stammaktien in 18 500 Stücken zu je Rmk. 1000.— (Nr. 1—14000, 39001—43500);
85 000 Stücken zu je Rmk. 1C0.— (Nr. 14001-—839C00, 43501—583500)}
nom. Rmk. 200 000.— Vorzugsaktienin 5000 Stücken zu je Rmk. 30.— (Nr. 1—5000);
‘500 Stücken zu je Rmk. 100.— (Nr. 1—500).

Rmk. 22 200 000.—
Kapital-Veränderungen,

Lt. Gen.-Vers,
vom

Stamm-Aktien


6%

Vorzugs-Aktien
1. 5% |__ 4% %
' 4.0

Kurs
in %

BezZ.-R.


Bemerkungen

Vorkriegskapital
erhöht von
917-1922 auf M.
3. 2.25

13.636

100.0
(— 85.0)

50

an

40

(— 4.85)

Umstellung auf Rmk. 100:15
‚ » 100:8
„ 100:15
» DO 2” 100:15
\ Umwandlung
in Stammaktien

(— 5.1)

4

0.6
0.9

(— 0.9)

(— 8.4)
(—. 0.6)

Rmk,
(0. 1.29

16,5
5.5
+ 0.05
ı 22.0 0.2

0.15

100 3:1
100 [o. B,

+ Div. 1929
an Konsortium

Rmk.

|

Besondere Rechte der Vorzugsaktien:
6% Vorzugsdividende; 6faches Stimmrecht; Nachzahlungsanspruch; bei Liquidation vorab rückzahlbar
zu 110%; Rückzahlung zu 110%.

Obligationen,

Ausgabe laut | rückzahlbar
Beschl. ab | zu %

AUZU
M, 10 000 000.—) |1. 10. 25 |
davon begeben
M. 6 000 000.—) |

102

1921
/M. 30 000 000.—) !1. 11. 26

02

1926 Ser. A u. B
£ 235 750.—.—
= Rmk.
4 809 300.—
einschl. Aufgeld)

L926/50 |

102.5

1929 Ser, C
£ 285 975 — —
= Rmk.
5 833 890.—
einschl. AufgelJ}

“929/58

225

Sicherheit

4. Hypothek
auf die Bergwerks-'elder
 der Gewerk-3achaft
 Archibald
in Westeregeln

£. Hypothek
auf den Grundjesitz
 und die Kali
bergwerke der
Gesellschaft

Hypothek

Hypothek

noch umiaufd,
 Betrag

Pk.
6 000 000. —

Pmk,
30 000 000 .——

Rmk.
10 216 873.85

Zinsgatz

0/

417

3

i%

Aufwertung
Rmk.

— 7.31 9%0

284 049.18

— 10.16 9%%o

Bemerkung

‘Anteil an der
£ 15000 000.—
Anleihed, Deutschen
 Kalisyn-'
 dikates G. m.
b. H., Berlin
        <pb n="49" />
        Consolidirte Alkaliwerke, Westeregeln

Beschäftigte : 1913
(in eigenen Werken)
Arbeiter ....... 1820 1640 1670
Angestellte und Beamte 138 150 160

Absatz:
Westeregeln . . dz KıO
Westeregeln, einschließl.
Tochterges. . dz KıO

276 588 863 591 307 188
672 236 982 086 972 948

Förderung:
Braunkohle ......t 449 123 822118 413 602

1927

1928

1929 1930

1800 1 900 2.000 1.800
145 160 170 170

338 275 885 868
1121 862 1246 029

875 2492

890 389 370 104 8375 083

Börsen-Notiz:
in Berlin, Frankfurt a, M., Hamburg, Mannheim und München. Lieferbar sind sämtliche Stammaktien.
Auch zum Terminhandel zugelassen.

Kurse und Dividenden.
Kurse 1913 1914 1924 1925 1926 1927 1928 1929 1930 bis31.7,
höchster. . .% 212.5 211.75 43.5 125.5 176 224,25 801.75 297.75 285.25
niedrigster . .% 173.5 159.5 8.25 92,5 90.5 144.25 173.5 178 186
letzter. . . .% 185 159.5 24 92,5 166,5 184.5 295 194.25 195

Berliner Kurs in 1929 | Jan. [ Febr.‘

März | April ! Mai * Juni ! Juli | Aug. | Sept. ' Okt. ! Nov. | Dez.

höchster ......... 297.75 278 |248,5 |255.75| 252.5| 256 2531 245 | 248 |230,25] 216 | 200
Niedrigster , ...... dee 204 |206.25| 233,5 | 232 | 245 | 235,5 | 229 | 228 (199 178 |182
letzter . +» + . .1279 1209,25] 248,5 | 243 250,5] 245 | 239,5 | 245 | 232.5| 201 189 1194.95

PR:

in

Dividenden |! 1914 | 1919 * 1920 | 192% ! 1922 ' 1928/24 ' 1925/27 | 1928 [| 1929

„040% |

A

35 | 10 | 20 | %o | %o li | 2 | un

Gewinn- und Verlust-Rechnungen.

Soll

Steuern und soziale Lasten '
Verwaltungskosten. . ...
Zinsen, 00.0. 4004
Abschreibungen ......
Reingewinn . ..... ..

81.12.1925 | 81.12.1926 " 81.12. 1997

! 91 19 1908

31. 12, 1929

570491.53
881 583.20
1 059 118.23
1 823 894.45
4 335 087.47

1.031 215.43 1508 737.87 1.957 806.77 1.364 727,98
877 821.14 767 815.93 1213 572.96 1 502 628,21
308 761.47 263 673.24 328 978.18 | 501 5438.02
© 106 632.16 1133543.79 1.187 410.68 1 487 982.12
1 828 804 On 3 829 560.29 2430210 — ? 458 400.—
5153 234.50 ' 5502881.08 ! 7117978,54 ' 7310 281,38

Haben ! 31 12.1925 |! 81. 12.1926 ' 81.12.1927
Kortrag 54a 0. wm] — ] 164 894.45 | 16980430 * 170560.20 171 210.—
Setriebsüberschuß , .... 4 335 087.41 4988 340.05 | 53883026.73 ! 6947418.34 ! 718907188
An FR SS, SAN DEU AIS54 © 7.189071.38 _
4335087.41 | 515399450 | 5502881.083 ! 711797854 | 173109281,83
        <pb n="50" />
        Consolidirte Alkaliwerke, Westeregeln

Bilanzen,

Aktiva

Gmk.- Bilanz
per 1. 1. 1924

31. 12. 1926

| 81.19. 1927

81. 12. 1928

831. 12. 19293

Bergwerks- und Fabrikanlagen
 bei Westeregeln:
Gerechtsame® . . . . +.
Grundstücke .....-Gebäude
 . . . . +. «4
Schachtbau . .... +4
Maschinen und Apparate .
Geräte . ....00.0.0 4
Warenbestände . ...-Beteiligungen:

Gewerkschaft Roßleben .
Irlas ..
Nebra., ..
Unstrut . .
Üeorg . .
Archibald .
Hansa-Silberberg
 .
Kaliwerke Salzdetfurth. .
Alkaliwerke Sigmundshall
Sonstige Beteiligungen . .
Wertpapiere .......
Bürgschaften ..... +.
Bankguthaben ......
Sonstige Guthaben ....
Kassenbestand. . . ...

400 000 —
224 825.—
2 428 924.—
760 000.—
3 214 452,—
187 055.—
363 416.58

861 900.—
219 817.—
2 301 107.—
599 000.—
4 993 215,—
112 020.—
1179 050.26

349 200.—
212 147,—
2099 412.—
433 000.—
320 274 .—
228 006,—
941 289.50

3238 800.-—
283 714.—
2 257 071.—
327 260.—
t 692 818,—
286 734.—
i 112 622.83

298 400.—
284 335.—
2 188 364.—
258 260,—
5 236 351,—
352 715—
! 347 502.66

2497 500.—
2197 800.—

810 000.—

11 731 042.35

12 544 032.85

12 133 608.40

15 300 998.—

1 350 000.—
3 284 751,—
747 600.—
518 810.—
1 094.41
‘188 000.—)
57 516.47
557 581,51
18 650.20
19 614 996.17

788.41
(6 377 016.60) '6 127 094,—)
2.129 736.02 3 832 910,79
5 642 433.41 4 000 781.29
3 822.88 16 920.90
' 80273 982.82 | 9775262710 * 099968 9241.21

{5 980 876.—)
10 008 865.51
5 621 627.13
26 010.12
40 922 998.42

Dassiva

Gmk.- Bilanz
ner 1, 1.1924

31. 12. 1926

31.12. 1927

81. 12. 1928

81. 12. 1929

Stammaktien ....... I
41, % Vorzugsaktien. . ..
578%
6% W ee
Gesetzliche Rücklage ...
Anteil an der Hypothekar-Goldanleihe
 des Dt. Kaliayndikats
 . .... 0... 4 627 671,07
Veilschuldverschreibungen:
0
en a) +4 327 728.74 312 264.08 297 190.81 284 049.18
A 5 GR
Bürgschaften ....... (63877016.60) (6249 800.80) (6127 094.—) (5980 876.—)
Nicht abgehobene Dividende 14 672.96 13 108.21 7 245.95 9 204.05
Schulden in laufender Rech-NUNg
 2 0 0000. 0.04 5.036 642.24 2 620 023.54 3 644 408.26 3 459 401.34
Reingewinn +... 0.04 1828804.30 1829 560.29 2430 210 .— 2 453 400.—
_ ! 19614 926.17 | 80273 932.38 " 27752627.10 29268 241.21 ! 40 922 928.42

16 500 000.—

16 500 000.—

16 500 000. —

22 000 000,—

Reingewinn-Verteilung: 1925 1926 1927 1928 1929
Gesetzliche Rücklage ... — — — 600 000.— —
Dividende auf Stammaktien 1650 000.— 1 650 000.— 1 650 000.— 1 650 000.— 2 200 000.—
Dividende auf Vorzugsaktien 9 000.— 9 000.— 9 000.— 9 000.— 12 000.—
Vortrag, . ..0.0..00.0 0 164 894.45 169 804.30 170 560.20 "171 210.— 241 400.—
Rımmk. 1823 894,45 1 828 804.30 1829 560.20 2 430 210.— 2 453 400.—
        <pb n="51" />
        * .
Burbach-Kaliwerke Aktiengesellschaft
n Sitz der Verwaltung: Magdeburg, Kaiser-Otto-Ring 25,
Drahtanschrift: Burbachkonzern.
Fernruf: Magdeburg, Sammelnummer 21751—21756.
Gründung:
Die Gründung erfolgte am 29. März 1905 als Kaliwerk
 Krügershall-A.-G., Halle a. S., mit einem Grund-Gegenstand
 des Unternehmens:
Gewinnung und Verwertung von Bergbauerzeugnissen.

Erwerb und Betrieb von Bergwerken und von
sergbaulichen und anderen ähnlichen technischen
Unternehmungen, sowie die Beteiligung an anderen
Unternehmungen in jeder zulässigen Form.

Erzeugnisse:
Kalisalze, Siedesalze, Brom, Bromkalium, Aethylendibromid, Bittersalz, Chlormagnesium, Chlormagnesiumauge
 uswW., Steinsalz.
Vorstand:
Generaldirektor Karl Hartwig, Magdeburg;
Jeneraldirektor Bergassessor a. D. Helmuth Albrecht,
Magdeburg;
Generaldirektor Dipl.-Ing. Heinrich Keilmann, Magdeburg;


Aufsichtsrat:
Ir. €. h. Dr. h. c. Gerhard Korte, Magdeburg, Vorsitzender;

Bankdirektor Moritz Schultze, Berlin, stellvertretender
Vorsitzender;
Bankdirektor Dr. Richard Betz, Karlsruhe;
Bankdirektor Dr. Alfred Böckli, Basel;
Jberregierungsrat C. Boesemann, Weimar;
Bankier Carl Theodor Deichmann, Köln;
Bankier Ernst Wilhelm Engels, Düsseldorf;
Jeneraldirektor Wilhelm Forthmann, Berlin-Lankwitz;
Rechtsanwalt u. Notar Dr. Eugen Friedländer, Berlin;
Kommerzienrat Hermann Gumpel, Hannover;
Kommerzienrat Julius Gumpel, Hannover;
Bankier Dr. Gustav Gumpel, Hannover;
Konsul Kurt Gumpel, Hannover;
Bankdirektor Dr. Harter, Berlin;
Bankdirektor August Hoffmann, Unterkürnach bei
Kempten;
Bankdirektor Wilhelm Jötten, Essen-Bredeney;
Geschäftsiahr:
1. Januar bis 31. Dezember,

Reingewinn-Verwendung:
Von dem aus der Bilanz sich ergebenden Rein-Zzewinn
 werden nach Beschluß der Generalversammung
 5 bis 10 % dem gesetzlichen Reservefonds überwiesen,
 bis dieser den zehnten Teil des Grundkapitals
3rreicht hat.

hahlistellen für Dividendenscheine:
Gesellschaftskasse; .
Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft, Berlin,
und deren Filialen;
Mooshake &amp;amp; Lindemann, Halberstadt;
Sommerz- und Privat-Bank A.-G., Berlin, Hamburg
und Magdeburg, und deren Filialen;
Ernst Wilhelm Engels &amp;amp; Co., Düsseldorf;
Gebr, Hammerstein, Berlin und Essen;
Jeichmann &amp;amp; Co., Köln;
\. Schaaffhausen’scher Bankverein, : Filiale der
Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft, Köln,
und dessen Filialen:

zeichsminister a. D. Dr. H. Köhler, Berlin;
3ergrat Dr.-Ing. e. h. Gustav Kost, Hannover;
Consul a. D. J. L. Kruft, Essen;
+eneraldirektor Dr. Adolph List, Magdeburg;
techtsanwalt und Staatsrat Dr. Ludwig Marum,
Karlsruhe;
*eorg van Meeteren, Düsseldorf;
örnst von Morgen, Berlin;
Ministerialrat Müller, Weimar;
Staatsrat Edmund Muther, Gotha;
Sommerzienrat Fritz Rechberg, Hersfeld:
3ankdirektor Dr. Julius Reiner, Amsterdam;
;taatspräsident Dr. Schmitt, Karlsruhe;
+eneraldirektor Ferdinand Schweisgut, Halle;
teneraldirektor Gustav Starke, Beienrode b. Königslutter;

Minister a. D. Dr. Toelle, Weimar;
"*abrikbesitzer Fritz Wolff, Walsrode.

zeneralversammlung (Stimmrecht):
je nom. Rımk, 100.— Stammaktien 1 Stimme.

Von dem Ueberrest werden etwaige weitere Rückagen
 in Abzug gebracht. Der dann verbleibende
test wird zur Dividendenzahlung an die Aktionäre
/erwendet, insoweit nicht die Bencralversammlung
ine anderweite Verwendune beschließt.

Siegfried Falk, Düsseldorf und Köln;
Gebr. Stern, Dortmund;
Termann Schüler, Bochum;
Z. H. Gumpel, Hannover;
Sphraim Meyer &amp;amp; Sohn, Hannover;
sebrüder Dammann Bank, Hannover;
Jarmstädter und Nationalbank, Berlin, Darmstadt
und Bremen, und deren Filialen;
larmer Bank-Verein Hinsberg, Fischer &amp;amp; Comp.
Düsseldorf;
UVresdner Bank. Berlin.
        <pb n="52" />
        Burbach-Kaliwerke Aktiengesellschaft

Aufbau des |

Der Burbach-Konzern umfaßt die Burbach-Kaliwerke
 Aktiengesellschaft in Magdeburg und die Gewerkschaften
 Burbach, Baden, Markgräfler und
Beienrode. Die Betriebe liegen in Nord-, Mittel- und
Süddeutschland, also in allen Gebieten der deutschen
Kaliindustrie.
Das Stammunternehmen, die Gewerkschaft Burbach
 in Beendorf bei Helmstedt, wurde im Jahre
1896 durch Herrn Dr. Gerhard Korte begründet, der
noch heute als Vorsitzender an der Spitze des
Konzerns steht. Diese Werke mit zwei Schächten
von je 520 m Teufe und umfangreichen Tagesanlagen
stellen Kalirohsalze und Speisesteinsalze her.
Die Aktiengesellschaft „Burbach-Kaliwerke‘“ ist
lie Sammelgesellschaft des Konzerns, in der 28
früher selbständige Gesellschaften mit insgesamt 32
Schächten vereinigt sind, nämlich:
Asse, Bernsdorf, Carlshall, Desdemona, Friedrich-‚oda
 I und II, Frisch-Glück, Fürstenhall, Günthershall,
 Heldburg, Hildasglück, Hindenburg, Königshall,
Niedersachsen, Oberhof, Reinhardsbrunn, Rastenberg,
Riedel. Rössing-Barnten, Salzmünde, Schwarzburg,

"Ta»pehmens,.

diegfried-Giesen, Siegfried-Giesen II, Volkenroda,
Nalbeck, Wilhelmshall, Oelsburg und Wittekind.
Diese Fusion, die endgültig im Jahre 1929 durchzeführt
 wurde, war aus Rationalisierungsgründen un-)edingt
 notwendig. Von den erwähnten 32 Schächten
ind 15 endgültig stillgelegt und sieben werden in
teserve gehalten, so daß nur zehn die Gesamt-)roduktion
 des Konzerns bewirken. Unter den Beriebswerken
 stehen natürlich diejenigen mit hoch-‚rozentigen
 Sylvinitvorkommen in vorderster Reihe
Königshall - Hindenburg, Niedersachsen, Siegfriedtiesen
 und Volkenroda).
Der Gesamtanteil des Konzerns am Kalisyndikat
jeträgt 18,6 %. Der Burbach-Konzern gehört zum
‚ogenannten Kaliblock, dessen Hauptglied die Gesellıchaften
 Salzdetfurth, Aschersleben und Westeregeln
nit einem Anteil von 28,8% bilden; mit zwei
zleineren Beteiligten erreichte der Block Ende 1929
19,3 % der Gesamtquote (auf der anderen Seite steht
ler Wintershall-Konzern mit zusammen 40,7 %; den
\usschlag gaben die neutralen, in der Hauptsache
lie staatliche Beteiligung, speziell der preußische
ınd anhaltische Besitz).

Betriebsbeschreibung.
Grundbesitz und Gerechtsame:
Der gesamte Grundbesitz der Werke des Burbach-Konzerns stellt sich auf 6477300 qm; die Gerechtsamen
amfassen 639 253 654 am.

N ıke

Werke des Burbach-Konzerns
SE Quoten Werke
00
6251
3.9964
„0413
4903
‚9394
„3435
„6251
7149
4,9290
3,7270
10413
3.0620
7476
5.2986
1.7149
5680
5.8374
13781
„6251
1.2452
5,3884
„40... 5,2986 108,6372
Vebertrag: 103.6372

Gesetzl. Quoten
oo
103.6372

Krügershall
Walbeck . .
Buchberg .
Wittekind .
Glückauf-Berka
Niedersachsen
Salzmünde .
Günthershall
Schwarzburg
Jarlshall . .
Hildasglück .
Volkenroda . .
PöthenI. . .
Pöthen HC. 2...
Wilhelmshall-Oelsburg
Siegfried-Giesen
Rössing-Barnten
Fürstenhall . .
AsseIIl .
Asse IN... .
Königshall .
Hindenburg ,

Uebertrae:

4.3781
8981
1.6736
1,9394
2.0207
3.0620
5,5947
1.2658
3.8168

Gewerkschaft Burbach:
Burbach . . . . ‚ . . 6.0620
3artensleben . . . ; ©  @ 4.1311
zewerkschalft Beienrode I . . . . 4,8496
*ewerkschaft Beienrode II ._ 4.4230
Baden . . 0.0.0...
Markgräfler . . .

32.6492

10.1931

9.2726
6.8702
6.8702
169.4925
16.6310
186.1235

Anteil an den Mansfeld- und Einigkeit-Quoten
 . . . 0.000000 404
Insgesamt Burbach-Konzern:

Gesamtanlagen:
Die Betriebswerke gliedern sich folgendermaßen: Desdemona,
a) Sylvinit- und Hartsalzwerke mit Kalifabriken: Krügershall;
Königshall-Hindenburg, Rohsalzwerke:
KOMOTST EAN, Wittekind
Ve Tin Nilhelmshall-Oelsburg;
?
Carnallitwerke mit Kalifabrikation und Neben- dd) Steinsalzwerk:
produkten:

Aqsp
        <pb n="53" />
        Burbach-Kaliwerke Aktiengesellschaft

Die Gewerkschaften Baden und Markgräfler sind
Sylvinitwerke; sie verfügen über eine Doppelschachtanlage
 und Fabrikanlage. Die Gewerkschaft Burbach
‘ördert Kalirohsalze und Steinsalz.
Alle übrigen Schächte stehen in Reserve oder
ind bis Ende 1953 stillgelegt.
Die Burbach-Kaliwerke einschließlich ihrer Be-;eiligungen
 verfügen heute insgesamt über

31 Kaliwerke mit 88 Schächten;
7 in Betrieb befindliche Chlorkaliumfabriken;
2 Salinen und Erzeugungsstätten für Steinsalz,
Brom, Bromsalz, Chlormagnesium und Bittersalz.
Die gesamte Beteiligung der Werke am Kali-Absatz
 beläuft sich auf 186.1235 Tausendstel, daneben
sind die Konzernwerke am Absatz der Nebenorodukte
 wie Steinsalz, Siedesalz, Brom, festes Chlornagnesium,
 Chlormagnesiumlauge, Bittersalz beteiligt.

A, Betriebswerke.

‘. Werk Krügershall.
„age der Felder: In den Gemarkungen Wansleben,
Köchstedt, Bennstedt, Eisdorf, Langenbogen, markscheidend
 mit den Halleschen Salzwerken, Salzmünde
 und Neu-Mansfeld.
Größe der Gerechtsame: 5 preuß. Normalfelder gleich
11067 724 qm.
Schächte: 1 Förderschacht, begonnen 1905, Tiefe
674 m.
Zweischachtfrage: durch einen Querschlag nach dem
benachbarten Salzmünde gelöst.
Grundbesitz: 436 349 am.

2. Werk Volkenroda-Pöthen, Menteroda,
Lage der Felder: Land Thüringen, Kreis Sondershausen,
 Gemarkungen Klein-Keula, Menteroda,
Holzthaleben, Urbach, Ober-Mehler, Körner und
Volkenroda, markscheidend mit Glückauf-West.
Größe der Gerechtsame: 57200000 qm.
Schächte: 3 Schächte, begonnen 1906, Teufe von
1002 m.
Zweischachtfrage: Die Schächte sind untereinander
verbunden.

3. Werk Niedersachsen.
Lage der Felder: Gemarkungen Wathlingen, angrenzende
 Teile von Hänigsen und Klein - Eicklingen,
 Landkreis Celle, markscheidend mit Riedel.
jröße der Gerechtsame: 8 preuß. Normalfelder gleich
17517000 qm bei einer Breitenausdehnung von
3,5 km und einer Längenausdehnung von 5 km.
Das Grubengelände ist arrondiert, Ferner wurden
noch die bergbaulichen Rechte in einer Anzahl angrenzender
 Grundstücke gesichert und damit das
Grubenfeld auf insgesamt 9 preuß. Normalfelder
ryleich 20518471 am erweitert.

}. Werke Siegfried-Giesen und Siegfried
vage der Felder: In den Gemeinden Groß- und Klein-Giesen
 im Landkreise Hildesheim, markscheidend
Zweischachtfrage: wurde gemeinsam mit dem benach-Barnten.

Größe der Gerechtsame: 10955 100 am.
Schacht: 1 Schacht, begonnen 1906. Tiefe 765 m.

3, Werk Rössing-Barnten.
Lage der Felder: In den Gemarkungen Rössing und
Barnten, ferner in einem Teile der Gemarkungen
Groß-Giesen und Giften, markscheidend mit Sieg-„Tried-Giesen
 und Glückauf-Sarstedt.
Sröße der Gerechtsame: 3 preuß. Maximalfelder gleich
„7338800 qm.
Pörderung: Kalirohsalze, die zur Verarbeitung auf

\inlagen: Chlorkaliumfabrik mit rd. 8000 dz täglicher
Rohsalzverarbeitung, Sulfatfabrik, Brom- und Bromzaliumfabrik,
 Aethylendibromid - Fabrik, Chlormagnesiumfabrik,
 Bittersalzfabrik, Saline, Schachtzebäude
 mit 1 Förderanlage, 2 Kesselhäuser, Lultverflüssigungsanlage,
 elektr. Zentrale, Ventilatorenvebäude,
 Werkstätten und Magazine, Laboratorium,
Bergarbeiterkauen, Wasserversorgungsanlage, Werkra
 mit Anschlußgleis nach Station Teutschenchal.

ijuser: 9 Beamtenwohnhäuser, 8 Arbeiterwohnıäuser,
 3 Ledigen- und Unterkunftshäuser, 1 Veryaltungsgebäude.
 1 Portiergebäude. 1 Kantine.

Grundbesitz: 682 558 qm.
Anlagen? Rohsalzmühle, umfangreiche Lagerhäuser,
Chlorkaliumfabrik, Kesselhaus mit 14 Dampftkesseln
mit insgesamt 1400 qm Heizfläche, elektr. Zentrale
mit einer Leistung von 5000 PS, Bahnanschluß.
Jäuser: ‚1 Verwaltungsgebäude, 51 Beamten- und
Arbeiterwohnhäuser.

ichacht: 1 Schacht, Teufe 800 m, begonnen 1906,
mit Fürstenhall, Glückauf-Sarstedt und Rössingbarten
 Riedel gelöst. Der Durechschlag erfolgte in
der 525-m-Sohle.
jrundbesitz: 396 826 qm.
\nlagen: Chlorkaliumfabrik, eingerichtet für eine
Rohsalzverarbeitung von ca. 10000 dz täglich,
Lagerhäuser, elektr. Zentrale, Mühle, Eisenbahn-Anschluß
 nach Station Ehlershausen.
ıäuser: 48 Arbeiter- und Beamtenwohnhäuser mit
172 Wohnungen.

(Hesen IX.
Zweischachtfrage: gelöst durch querschlägige Verbindung
 nach Fürstenhall.
Grundbesitz: 384073 qm.
Anlagen: Chlorkaliumfabrik mit Einrichtung zur
Herstellung von schwefelsauren Salzen, Rohsalzmühle,
 elektrische Zentrale, Anschlußbahn.
jäuser: Beamten- und Arbeiterwohnhäuser.

hochprozentige Fabrikate an Siegfried-Giesen gehen,
Schacht: 1 Schacht, begonnen 1911, Tiefe 775 m.
Zweischachtfrage: gelöst durch querschlägige Verbindung
 mit Siegfried-Giesen,
zrundbesitz: 137 621 qm.
inlagen: Die fabrikatorische Verarbeitung der Kaliaalze
 erfolet auf Siegfried-Giesen.
        <pb n="54" />
        Burbach-Kaliwerke Aktiengesellschaft

6. Werk Fürstenhall.
Lage der Felder: In der Gemarkung Ahrbergen und
einem Teil von Groß-Förste im Landkreis Hildesheim,
 markscheidend mit Siegfried-Giesen, Glückauf-Sarstedt.

Größe der Gerechtsame: 6808 100 am.

7. Werk Königshall.
Lage der Felder: Im Nörtener Stadtwalde, den Gemeinden
 Bishausen, Reyershausen und im Gräfl.
v. Hardenbergschen Besitz, markscheidend mit
Oberhof und Hindenburg,
Größe der Gerechtsame: 13200000 qm.
Schacht: 1 Schacht, begonnen 1911. Tiefe 875 m.

Ss. Werk Hindenburg,
Lage der Felder: In den Gemarkungen Sudershausen,
 Spanbeck, Ober- und Unterbillingshausen,
markscheidend mit Königshall, Reinhardsbrunn,
Oberhof und RBergbauges. Holzerode.
Größe der Gerechtsame: 18700 000 qm.
Schacht: 1 Schacht, begonnen 1911, Tiefe 875 m.
Zweischachtfrage: durch querschlägige Verbindung
mit Königshall gelöst.

9. Werk "resdemona.
Lage der Felder: Gemarkungen Alfeld, Limmer,
Dehnsen, Eimsen, Wettensen, Brüggen und Banteln
(Provinz Hannover), markscheidend mit Frisch-Glück.

Größe der Gerechtsame: 27468080 qm. Außerdem
eine auf Eisenstein verliehene Gerechtsame zu Höhscheid.

Schächte: 2 Schächte, Schacht I Limmer-Dehnsen, begonnen
 1900, abgeteuft sind 702 m; Schacht II,
begonnen 1911, ca. 500 m vom Hauptschaeht entfernt,
 bis 441 m abegeteuft.

10. Werk Wittekind / Glückauf-Berka.
Lage der Felder: Die Gerechtsamen liegen in der
Gemarkung Volpriehausen und 20 anderen Ortschaften
 des Kreises Uslar, sowie 2 Ortschaften des
Kreises Northeim, hierzu kommt noch die Gerechtsame
 der früheren Kalibohrges. Hardegsen.
Größe der Gerechtsame: 79533232 qm.
Schächte: 2? Schächte. Endteufe von 558 m.

11. Werk Hildasglück (Betrieb ruht).
Lage der Felder: Bezirk Oberbergamt Clausthal. Gemarkungen
 Ertinghausen und Hardegsen im Kreise
Northeim, markscheidend mit Wittekind.
Größe der Gerechtsame: ca. 5500 Morgen — 17 156 000
Quadratmeter.
Schacht: 1 Schacht, beyzonnen 1909, Teufe 945 m.

Schacht: 1 Schacht, begonnen 1908, Tiefe 774 m.
Zweischachtfrage: Der Schacht ist durchschlägir mit
Siegfried-Giesen und Glückauf-Sarstedt.
Grundbesitz: 122904 qm.
Häuser: Beamten- und Arbeiterwohnhäuser,

Zweischachtirage: Querschlägige Verbindung mit
Hindenburg.
Grundbesitz (gemeinsam mit Hindenburg): 517103 qm.
Anlagen: siehe Hindenburg.
Häuser: Beamten- und Arbeiterwohnhäuser, Ledigenheim.


Grundbesitz (gemeinsam mit Königshall): 517 103 qm.
Anlagen (gemeinsam mit Königshall): ” Chlorkaliumfabrik,
 Salzmühle. Anschlußbahn nach Station
Nörten.
Häuser: Beamten- und Arbeiterwohnhäuser, Ledigenheim.


Zweischachtfrage: Bei 426 m Schachtteufe wurde
zwischen Schacht I und II der Durchschlag hergestellt.

Grundbesitz: 265195 qm.
Anlagen: Chlorkaliumfabrik, Sulfatfabrik sowie
Fabriken zur Herstellung von Brom, Chlormagnesium
 und Bittersalz, Mühle, Werkstätten,
Laboratorium, elektrische Zentrale. Bahnanschluß
nach Station Godenau.
Häuser: Beamten- und Arbeiterwohnhäuser,

Zweischachtfrage: Querschlag mit Hildasglück, hergestellt
 auf der 786-m-Sohle.
Grundbesitz: 264 695 qm.
Anlagen: Rohsalzmühle, Steinsalzmühle, Saline, Sägewe
 elektrische Zentrale, Kesselhaus. Eisenbahnanschiu9.


Zweischachtfrage: gelöst durch querschlägige Verbindung
 mit Wittekind.
Grundbesitz: 50000 qm.
Anlagen: Die Salze werden bei Wittekind mitverarbeitet.

Häuser: Beamten- und Arbeiterwohnhäuser.

12. Werk Günthershall (vorübergehend stillgelegt).
Lage der Felder: Im Wippertal am Gebirgszug der Schacht: 1 Schacht, begonnen 1904, Teufe von
Hainleite in der Gemarkung Göllingen, mark- 630 m.
scheidend mit Schwarzburg und Glückauf-Sonders- Grundbesitz: 110000 am.
hausen. Häuser: Beamten- und Arbeiterwohnhäuser.
Größe der Gerechtsame: 26,3 preußische Maximalfelder
 — 57598 200 am.
        <pb n="55" />
        Burbach-Kaliwerke Aktiengesellschaft

13. Werk Wilhelmshall-Oelsburg.
Lage der Felder: Gemarkungen Oel Enklave
Braunschweig, Gemeinden Groß- und Klein-Ilsede,
Gademnstedt.
Größe der Gerechtsame: 8 preuß. Normalfelder gleich
17 592 000 qm.
Förderung: Sylvinit, Hartsalz, Carnallit und Steinsalz.

Schacht: 1 Schacht, begonnen 1900, Teufe von
770 m.

Grundbesitz: 149 708 qm.
Anlagen: Schachtgebäude, Mühlengebäude mit zwei
vollständigen Systemen einer Grob- und Feinsichtanlage,
 Rohsalzschuppen mit. einem Fassung8-vermögen
 von 2500 Waggons, Salzdenaturieranlage,
Wasserhochbehälter, Werkstättengebäude, elektr.
Zentrale, Kesselhaus, Werksbahnanschluß,
Häuser: 1 Verwaltungsgebäude, 38 Beamten- und
Arbeiterwohnhäuser, Kaue und Magazingebäude.

L4. Werk Salzmünde (vorübergehend stillgelegt).
‚age der Felder: Gemarkungen Zappendorf, Benken- Anlagen: Chlorkaliumfabrik, verfügt über eine tägdorf,
 Cöllme, Bennstedt, Müllerdorf, Quilschina, liche Verarbeitung bis zu 6500 dz, Sulfat-, Brom-Langenbogen
 und Höhnstedt im Mansfelder See- und Bittersalzfabrik, Mühle, Kesselhaus für
kreis, markscheidend mit Werk Krügershall (früher 14 Kessel, Schachtgebäude mit 2 Fördermaschinen,
Bahnhof Teutschenthal), Saale und den Halleschen Ventilator, Kompressor, elektrische Zentrale, Werk-Salzwerken.
 stätten, Magazin, Anschlußgleis nach Station
Größe der Gerechtsame: 5 preußische Normal- Zappendorf, |
felder == 10944402 qm. | ‚äuser: 1 Verwaltungsgebäude mit Wohnungen,
Schacht: 1 Schacht, begonnen 1906, Teufe von 7 Beamtenwohnhäuser, 4 Arbeiterwohnhäuser, ein
885 m. Ledigenheim, 1 Kantine,
Grundbesitz: 218 720 qm.
(5. Werk Riedel (vorübergehend stillgelegt).
Lage der Felder: Kreis Burgdorf in Hannover, Gemarkungen
 Hänigsen, Obershagen, Otze, Dachtmissen
 und Weferlingser, markscheidend mit
Niedersachsen.
Zröße der Gerechtsame: etwa 10200 hannoversche
Morgen — 26734200 qm. .
Schacht: 1 Schacht, begonnen 1907. Teufe 765 m.

Grundbesitz: 385 331 qm.
Anlagen: Chlorkaliumfabrik, Mühle, elektrische
Zentrale. Besitzt ferner die Burgdorfer Kreisbahnen
 6. m, b. H.
Häuser: Beamten- und Arbeiterwohnhäuser.

B. Stillgelegte Werke,
ii, Werk Carlkhall (stillgelegt bis 1953).
Lage der Felder: Bezirk Oberbergamt Clausthal,
Gemarkungen Lühnde, Bledeln, Groß- und Klein-Algermissen
 im Landkreis Hildesheim, Mmarkscheidend
 mit Friedrichshall. MHohenfels und
Schieferkaute.
3röße der Gerechtsame: ca, 8 preußische Maximalfelder
 — 17480123 am.
2, Werk Asse, stillgelegt bis 1953 (nur Steinsalzförderung).
Lage der Felder: In den Gemarkungen Groß-Denkte, Förderung: Steinsalz (Kalibetrieb seit 1926 eingestellt).
Wittmar, Mönche-Vahlberg, Groß- und Klein-Vahl- Grundbesitz: 411 616 qm.
berg, Remlingen, Watzum und Uehrde in Braun- Anlagen für Steinsalzbearbeitung, Verfeinerung und
schweig. Verpackung. Werksbahnhof mit Anschluß an
Größe der Gerechtsame: 20483 104 qm. Station Wittmar.,
Schächte: 2 Schächte. Häuser: Arbeiter- und Beamtenwohnhäuser,

3. Werk Schwarzburg (stillgelegt bis 1953).
Lage der Felder: Im Wippertal am Gebirgszug der
Hainleite, markscheidend mit Günthershall und
Seehausen.

Größe der Gerechtsame: 13 preußische Normalfelder
 — 27167700 qm.
Schacht: 1 Schacht, begonnen 1910, Tiefe 750 m,

1. Werk Friedrichroda I und XI (stillgelegt bis 19538).
Lage der Felder: In den Gemeinden Flachstöckheim, Schächte: 2 Schächte; Schacht I, begonnen 1911,
Öhlendorf, Kreis Goslar, markscheidend mit Tiefe 624 m; Schacht II, begonnen 1913, unvollendet
Thiederhall, Hedwigsburg und Asse, Grundbesitz: 126128 qm.
Größe der Gerechtsame: 5 preußische Maximal- Häuser: Beamtenwohnhaus.
*elder — 10457800 am.

5, Werk Oberhof (stillgelegt bis 1953).
Lage der Felder: In den Gemarkungen Northeim,
Sudheim, Bühle, markscheidend mit Königshall,
„ Hindenburg und Reinhardsbrunn.
Uuröße der Gerechtsame: 15166000 am.

Schacht: 1 Schacht, Tiefe 681 m (unvollendet).
Häuser: Beamtenwohnhäuser (gemeinsam mit Reinhardchrunn).
        <pb n="56" />
        Burbach-Kaliwerke Aktiengesellschaft

6. Werk Reinhardsbrunn (stillgelegt bis 1953).
Lage der Felder: In den Gemarkungen Northeim, Größe der Gerechtsame: 26 268 000 qm.
Hammerstedt und Gräfl, von Hardenbergschen Schacht: 1 Schacht, begonnen 1911, Endteufe 875 m.
Gutsbezirk Levershausen, markscheidend mit Ober- Häuser: Beamtenwohnhäuser.
hof und Hindenburg.

7. Werk Frisch-Glück (stillgelegt bis 1953).
Lage der Felder: Im Leinetal, in den Gemarkungen
Eime, Banteln, Elze, Dunsen, Gronau, Brüggen,
Kreis Gronau, markscheidend mit Desdemona,
Größe der Gerechtsame: 17 910 000 qm.
Schächte: 2 Schächte; Schacht I Teufe 686 m.

5. Werk Rastenberg (stillgelegt bis 1953).
Lage der Felder: In den Gemarkungen Rastenberg,
Hardisleben, Eßleben, markscheidend mit Hardisleben.


9. Werk Bernsdorf (stillgelegt bis 1953).
Lage der Felder: In‘ den Gemarkungen Bernsdorf,
Saubach, Wallroda, Tauhardt, Bucha, Kahlwinkel,
Billroda, Wollmirstedt, Steinburg, Kolbitz und
Borgau des Kreises Eckartsberga, Regierungsbezirk
Merseburg, markscheidend mit Gew. Orlas und
Burggraf,

10. Werk Walbeck-Buchberg (stillgelegt bis
Lage der Felder: Gemeinden Bischofswald, Döhren,
Groß-Bartensleben, Harbke II, Eschenrode, Siestedt,
Hödingen, Walbeck und _Weferlingen, mark-——
 mit Braunschweig-Lüneburg und Bucherg.

Größe der Gerechtsame: 6 preußische Normalfelder
gleich 25718674 am.

Schacht II Teufe 640 m. Beide Schächte sind durchschlägig.

Grundbesitz: 184471 qm.
Häuser: Wohnkolonie.

Größe der Gerechtsame: 14580 000 qm.
Schacht: 1 Schacht, begonnen 1907, Teufe 650 m.
Häuser: Beamten- und Arbeiterwohnhäuser.

Größe der Gerechtsame: 7 preußische Maximal
felder — ca. 15278950 qm.
Schacht: 1 Schacht, begonnen 1911, Tiefe 590 m.
Grundbesitz: 13992 qm.
Häuser: Beamten- und Arbeiterwohnhäuser.

953).
Schächte: 2 Schächte, begonnen 1902 bzw. 1910, Endteufe
 429 bzw. 508 m.
Grundbesitz: 167698 qm.
Häuser: 1 Verwaltungsgebäude, 1 Zechenstube,
Beamten- und Arbeiterwohnhäuser.

Beteiligungen.

Wi. Hav- verwaltung des Burbach-Konzerns, 6. m. b. H., Magdeburg,
Kapital: Rmk. 300 000.—, Beteiligung: 100% (Konzernbesitz),
Besitzt: 3750 Kuxe der Gew. Burbach.

?. Gewerkschaft Burbach, Beendorf (einschl. Bartensleben).
Anzahl der Kuxe: 5000. Produktion: 1928 1929
Gerechtsame: 26629117 qm. Steinsalzförd: . . Mil.d 1,5 1.57
Förderung: Carnallit, Kainit, Sylvinit und Steinsalz. Kallerzeusung 8 en az KO 80000 85500
Schachtanlage: 2 Schächte, bis 520 m abgeteuft. . ;
Zweischachtirage: Der zweite Schacht ist im Felde Die Bedeutung der Gewerkschaft Burbach liegt
der Gew. Bartensleben in einer Entfernung von in ihrer Stellung als Mehrheitsträgerin des Burbach-1650
 m vom Hauptschacht abgeteuft, Die unter- Konzerns; in ihrem Besitz befinden sich nom. Reichsirdische
 Verbindung ist erfolgt. nark 62 500 000.— Burbach-Kaliwerke-Aktien.
Grundbesitz: 375 500 qm. Quote 1. Januar 1930: 10.1931 Tausendstel,
Anlagen: Umfangreiche Tagebauanlagen, u. a. Salz- u. - ;
mühlenanlage, chemische Fabrik zur Herstellung Beteiligung: mittelbar 75 % durch die Hauptverwalvon
 Chlorkalium, schwefelsaurem Kali, schwefel- tung des Burbach-Konzerns, G. m. b, H,
saurer Kalimagnesia, Kieserit und Brom.
        <pb n="57" />
        Burbach-Kaliwerke Aktiengesellschaft

3. Gewerkschaft Beienrode, Königslutter (vorübergehend stillgelegt).
Anzahl der Kuxe: 5000. Durchschlag zwischen Schacht I und II in der
Lage der Felder: In den Gemarkungen Beienrode, S00-m-Tiefbausohle erzielt. In den Teufen 900,
Öchsendorf und Uhry am Dorm, nördlich von der 950 und 1000 m wurden IV., V. und VI. Sohle anbraunschweigischen
 Grenze, Provinz Hannover. gelegt. In sämtlichen Sohlen wurde das Carnallit-Größe
 der Gerechtsame: 4.5 preußische Normalfelder lager auf dem Nord- und Südflügel aufgeschlossen.
‚gleich ca, 9850000 qm. Zweischachtfrage: Die beiden Schächte I und II sind
Förderung: Carnallit, Kainit. durchschlägig.
Schächte: 2 Schächte. Schacht I, begonnen 1896, Grundbesitz: 184 298 am
wurde auf 790 m Endteufe gebracht. 1911—13 wurde DS am. |
ein zweiter Förderschacht abgeteuft im Südostfeld, Häuser: Beamten- und Arbeiterwohnhäuser,
ca. En Ko vom ersten Schacht ee Knete Iuote am 1.1.1930: 9.2726 Tausendstel.
Durchschlag in der zweiten Tiefbausohle, Teufe Befeili : Majorität.
1008 m mit Schacht I erreicht, ebenso wurde der eteillgung: Majoritit

1. Gewerkschaft Baden.
Anzahl der Kuxe: 1000,
Lage der Felder: In Gemarkung Buggingen, Grißheim,
 Heitersheim, Eschbach, Seefelden.
Größe der Gerechtsame: 17276629 qm.
Schacht: 1 Schacht, begonnen August 1922, Teufe
8830 m.
Zweischachtfrage: Der Schacht ist durchschlägig mit
dem 60 m entfernten Schacht der Gewerkschaft
Markgräfler. Beide Gewerkschaften bilden eine
Betriebsgemeinschaft,

5. Gewerkschaft Markgräfßer.
Anzahl der Kuxe: 1000.
Lage der Felder: In Gemarkung Buggingen, Seefelden,
 Grißheim.
Größe der Gerechtsame: 4740242 am.
Seat 1 Schacht, begonnen November 1924, Teufe
m.

6. Gewerkschaft Zähringen,
Anzahl der Kuxe: 1000.
Lage der Felder: In Gemarkung Buggingen, Grißheim,
 Zienken, Hügelheim, Mühlheim und Neuen
burg.

Verkzrsvereinigungen uswW.;
1. Deutscher Kaliverein, Berlin;
2, Arbeitgeberverband der Kali-Industrie, Berlin;
3. Arbeitgeberverband der mitteldeutschen Salinenindustrie;

4. Deutsches Kalisyndikat G. m. b. H., Berlin;
5, Interessengemeinschaft der Deutschen Kali-Industrie
 G.m. b. H., Berlin;

Großaktionäre: .
1. Gewerkschaft Burbach, Beendorf (nom. Reichsmark
 62 500 000.— — 50 %);

Grundbesitz: 473 895 qm.
Anlagen: Schachtgebäude, elektrische Zentrale, zwei
elektrische Fördermaschinen, Kesselhaus, Mahlanlage,
 Chlorkaliumfabrik, Bromfabrik, Anschlußbahn.

däuser: 7 Beamten- und 16 Arbeiterwohnhäuser.
Quote am 1.1.1930: 6.8702 Tausendstel.
Beteiligung: 566 Stück Kuxe (Rest beim badischen
taat)ı

Zweischachtirage, Grundbesitz, Anlagen, Häuser:
siehe Gewerkschaft Baden.
Quote am 1.1.1930: 6.8702 Tausendstel.
a 566 Stück Kuxe (Rest beim badischen
taat).

Größe der Gerechtsame: 7983100 qm (die Gewerk
schaft ruht).

6
7.
8.
9.
10.

Deutsches Chlormagnesium-Syndikat G. m. b. H.,,
Berlin;
Deutsches Bromsyndikat G. m, b. H., Berlin;
Deutsches Steinsalz-Syndikat G. m, b. H., Berlin;
Deutsches Bittersalz-Syndikat G. m. b. H., Berlin;
Norddeutsches Siedesalz-Syndikat.

2,

Gewerkschaft Beienrode, Königslutter (nom.
Rmk. 2 000 000.—).

Statistik,

Neutiges Aktienkapital:
nom. Rmk. 125 000 000.— Stammaktien in 80000 Stücken zu je Rmk. 100.— (Nr. 1— 80000),
in 117000 Stücken zu je Rmk. 1000.— (Nr. 80001—197000)}.

VYorratsaktien: nom. Rmk. 1 689 210.—
        <pb n="58" />
        Burbach-Kaliwerke Aktiengesellschaft

Kapital-Veränderungen,

Lt. Gen.-Vers.- Pmmation Vorzugsakt. | Kurs in |
Beschl. vom | zn Mill. in Mill. %

Bez.-Recht

Bemerkungen

Vorkriegskap
24, 11. 20
4, 7. 21

8.0
6.0
0

200
290

13. 10. 21
8. 12. 21
27. 3. 22
30. 10. 22

22.0
39.0
43.0

1.0
15
4,0

Z1u
a4 9

450

22.5
1125

6.0

9:4

(—12,5)- |
+16.0
(— 16.0)

500

15 :4

16. 5. 98

Umwandlung in Stammaktien
Umwandlung in Stammaktien
an Konsortium
an Konsortium
an Gewerkschaft Burbach

+16,0
20.0
24.0

10.000 |
111.5

oo. BR.

M.
92. 192. 94

220.0 |
(— 205.56)

22.0 |
22.0

a. RB

Umstellung a. Rmk,. u. zwar M. 180.0 Mill.
i. Verh, 1000 : 80 auf Rmk. 14.4 Mill,
M, 40.0 Mill. i. Verh. 1000 :1 auf Rmk.
40 000.—
Umstellung auf Rmk, i. Verh. 1000 : 1

Rmk,
4. 27

— 21.978)
022

4.3
2U
8,8
30.04
(— 0.04) |

83:1
0. B.
o. B.

z. Umtausch der Kuxe stillgelegt. Werke %
im Interesse d. Ges, verwertet

26. 6. 928

0.022
(— 0.022)
40

Einziehung durch Ankauf
Umwandlung i. Vorz.-Akt. m. Heraufsetzung
d. Nennwertes pro Aktie von RmKE. 1.—
auf Rmk. 100.—
an Burbach- Konzern **)
-+ Div, 1928
an Burbach zur Majoritätssicherung
zur Verfügung d, Gesellschaft
Umwandlung in Stammaktien

12. 12. 28
2
28, 5, 29
Rmk.

36.0
27,0
'4.0
A
U
azu20

L00
150
150

3:1
o.B.
o.B.

1%

*) Der Austausch wurde folgendermaßen vorgenommen:
 Für 1 Walbeck-Kux Rmk. 320.— Krügershall-Aktien,
 für 1 Salzmünde-Kux Rmk. 240.—, für
ı Günthershall-Kux Rmk. 640.—, für 1 Hildasglück-Kux
 Rmk. 400.— und für 1 Carlshall-Kux Rmk, 480.—.
**) Der Betrag diente zum Umtausch von Aktien
und Kuxen der Gesellschaften des Gumpel- und
Burbach - Konzerns (Kaliwerke Niedersachsen zu

Wathlingen A.-G., Bergbau A.-G. Wittekind, Heldburg
A.-G., Gewerkschaften Asse, Bernsdorf, Carlshall,
Jesdemona, Friedrichroda I und II, Fürstenhall,
*ünthershall, Hildasglück, Hindenburg, Königshall,
)berhof, _Rastenberg, Reinhardsbrunn, Rössing-3arnten,
 Salzmünde, Schwarzburg, Siegfried-Giesen
und II, Volkenroda, Walbeck, Wilhelmsburg-Oelsyurg).


Anleihen.
1. Anteil an der 7% Goldanleihe von 1925 des Deutschen Kaliryndikates:
£ 2 626 000.—.— (von insgesamt £ 12 Millionen).
Gesamtbetrag: £ 12 000 000.—.—,
Sicherheit: Hypothek.
Tilgung: Das Kapital ist spätestens am 1. November
1950 zu 102,5 % zurückzuzahlen. Die Tilgung geschieht
 durch freihändigen Rückkauf unter oder zu

102.5 % oder durch halbjährliche Verlosung zu
102.5 % auf den nächsten Zinstermin. "Totalkündigung
 vorzeitig gestattet, und zwar zum
L. November 1935, und vor dem 1. November 1940
zu 105 %, danach zu 1025 %.

2, Anteil an der 6% % Goldanleihe von 1929 des Deutschen Ka!!
£ 555 000.—.— (von insgesamt £ 3 Millionen).

wndikates:
        <pb n="59" />
        Burbach-Kaliwerke Aktiengesellschaft

Grundbesitz: 1928
gesamt . ........... qm 5 443 627
Gerechtsame ‚. ...... qm

Beschäftigte:*)
Arbeiter . ...00..00.0 0.000.004 4 880.
Angestellte und Beamte ...... ; 482

\bsatz:”)
Burbach - Kaliwerke A.-G. K20O in dz } 9 555 000
übrige Konzernunternehmen . ...

1929 1930
6477 300 6477 8300
53839 253 654 639 253 654

A 333
483

4320
480

2 053 708
527476
2531179

°) einschl. der Konzernwerke.

Börsen-Notiz:
In Düsseldorf und Essen. Ferner Freiverkehr Berlin, Frankfurt-M., Hamburg und Magdeburg.

Kurse und Dividenden,

Kurse vom letzten |
3örsentag jed. Jahres
in %

1925 ! 1926

1927

1928

1929

1930
/31.7.30\

Sssen / Düsseldorf . ı
”reiverkehr in
Magdeburg ...
Berlin .....
Frankfurt... .

64.5 | 130 1475 | 162,5
62 126 147 280 160 145,5
65.6 129,5 145 280 161.5 150
64 130 146 280 | 162

Essen-Düsseidorfer Kurs | Jan. | Febr. | März | April
in 1929 .

Nov. | Dez,
281.5 | 235.5 | 229 | 227,5, 219.5 | 222 | 214.5 216 , 218 | 2095 1025| 169
246 | 207 | 206 | 208 | 204 | 1198 | 206 | 205 | 206 | 183 151 | 157
246 [207 1223 1208 1204 |218 1206.‘ 213 1|208 1183 | 166.

nöchster , ....0. 004
niedrigster . .....
letzter. . ... %

1926/97 ° 1928 | 1929
as 0% | 10 | 2 | wo | oo 1 0 1 wo | j010 | 12 | 12

s » -
Gewinn- und

—Iust-Rechnungen.,

Soll

31.12.1928 31.12. 1929

Haben

31.12.1928 31.12, 1929

Rmk. Rmk.
Generalunkosten . . . 10783496,58 |
Steuern und Abgaben ; ; 318062388 © 067 728.27
Abschreibungen . . . . 1586060.03 4139 756,98
Zuweis. z. Wohlfahrtsfds. 258 857.— —
Reingewinn . .. . . 14188 530.20 10095 084.74
Rmk. 22 92837 569.69 209092 564.99

SEE a ie

Rmk. Rmk.
Gewinnvortrag . . 25481.41 1341 235.40
Rohgewinn aus Betrieb,
Zinsen u, Beteiligungen 22212 088.28 19561 327.59

Rmk, 22 237569.69 20902 564.99

Reingewinn-Verteilung: 1928 1929
Dividende ........ 14797 294.80°) 7 297 294,80?)
Wohlfahrtsfonds . . . . . 0. — - 100 000.—
EN 235.40 2 697 789.94
Rmk., 16138 530.20 10 095 084.74
') auf Rmk., 128 310 790.— Stammaktien. ?) auf Rmk. 60 810 790.—

Stammaktien.
        <pb n="60" />
        Burbach-Kaliwerke Aktiengesellschaft

Bilanzen.

Aktiva: 31. 12, 1928 31. 12. 1929
Rmk,.
5 748 593.—
1 150 506.—
715 292 660.96)
10 560 508.16
2072 963. —

Rmk.
12 314 000.—
2 561 200.—
28 316 000.—)

Bergwerksgerechtsame
Grundbesitz . ..
Bergwerksanlagen .
Schacht- u. Grubenhaue
 . .. ..
Betriebsgebäude .
Maschinen, Apparate,
 Inventar . .
Fabrikanlagen , . .
Betriebsgebäude .
Maschinen, Apparate,
 Inventar . .
Hilfswerke . . ..
Wohnhäuser ....

18 915 800.—
3 671 600.—

2 659 189.80
7 450 600.—)
3 797 698. —

5 728 600.—
‘14 718 100.—)
6.936 600.—

3 722 972.— 7781 500.—
1591 296,.— 9 716 500.—
2813 122,85 5 405 000.—
37 046 778.31 73 030 800.—
727 089.98 2 362 479.36
* 540 888 94 8 747 207.28

Vorräte für Betrieb
und Anlagen. . .
Rohsalz- u. Fabrikate-Bestände
 .'. . .
Stammeinlagen bei
Verkaufsvereinigungen
 usw. . . ..
Beteiligungen und
Wertpapiere . . .
Kasse . . . . ..
Recht a. Uebernahme
von Aktien. .. 2 702 280.—
Schuldner (lfd. Rehg.) (143 589 254.23)
Gew, Burbach . . 106 000 000.—
Bankguthaben . . —
Sonstige Schuldner 37589 254.23
Bürgschaften:
Kalisyndikats - Anl, (£ 2.733 050 (£ 3737 680)
Sonst. Bürgschaften (478 166.—) (12 030 456.32)
_234 685 306.45 235 334 088,95

Passiva: 31.12. 1928 31.12, 1929
Rmk. Rmk.,
125 000 000.— 125 000 000.—
12 878 439.47 12 878 439,47
3 000 000.— 3 000 000.—

Aktienkapital . . .
zeservefonds . . .
Sonderrücklage . .
xoldanleihe des Kali-Syndikats
 . . . .
Agio auf diese . .
Aufgewerte Obl.. .
Zückständige Zinsen
auf diese . . . .
Noch einzulösende
Genußrechte . . .
Zückst. Dividenden
und Ausbeuten . .
Wohlfahrtsfonds . .
‚läubiger (lfd. Rchg.)
Verschied. Gläubig,
Rückst. und Verr,-Posten
 f. die restl.
Fusion . ...
Zürgschaften:
Kalisyndikats - Anl,
Sonst. Bürgsch. u.
Eventualverpflichtungen
 . . ..
Reingewinn . . . .

36 634 913.02
962 315.46
217 943.41
2 130.18
385 3835.—

61 467 731.22
1 536 693.41
677 956.94

713 699,84
108 151.12
500 000,-—
)
19 356 332,21

25 971.84
500 000.—
(88 939 727.87)
6 020 075,36
32 919 652,51
(£ 2733.050) (£ 3737 680)

}

(478 166.—) (12 080 456,32)
(6138 530.20 10.095 084.74

234 685 906.45 235 334 088.95
        <pb n="61" />
        KALI-CHEMIE AK ı JENGESELLSCHAFT
(irüher Kaliwerke Neustaßfurt - Friedrichshall)

Sitz der Verwaltung: Berlin NW 7. Reichstagsufer 10.

Gründung:
Die Kali-Chemie Aktiengesellschaft ist im Jahre
1899 unter der Firma „Kaliwerke Friedrichshall
Aktiengesellschaft“ gegründet worden. Die Firma
wurde mit Rücksicht auf die Erwerbung der qualiizierten
 Mehrheit der Kuxe der Gewerkschaften Salzoergwerk
 Neu-Staßfurt I und Salzbergwerk Neu-Staßfurt
 II vemäß Generalversammlungsbeschluß vom

Gegenstand des Unternehmens:
Erwerb und Betrieb von Bergwerken, namentlich
lie Gewinnung, Aufbereitung, Verarbeitung und Verwertung
 von Salzen und sonstigen Bodenschätzen
jeder Art und die ‚Vornahme aller Handlungen, welche
N derartigen Geschäftsbetrieben in Verbindung
stehen.

Vorstand:
Generaldirektor Konsul Dr.-Ing, e. h. Theodor Feise,
Berlin;
Direktor Dr. Fritz Rothe, Berlin;
Direktor C. Adolf Clemm., Berlin

Aufsichtsrat:
Iscar Wassermann, Mitglied des Vorstandes der
Deutschen Bank und Disconto-Gesellschalft,
Berlin, Vorsitzender;
Dr, Kurt Poensgen, Teilhaber des Bankhauses
B. Simons &amp;amp; Co., Düsseldorf, stellv. Vorsitzender;
Dr. Th. Goldschmidt, Generaldirektor der Firma
Th. Goldschmidt A.-G., Essen;
Dr. jur. Georg Hirschland, Teilhaber des Bankhauses
Simon Hirschland. Easen:

Geschäftsjahr:
1. Januar bis 91. Dezember.

Reingewinn:
Von dem nach der Bilanz sich ergebenden Rein-Yewinne
 werden jährlich zu dem gesetzlichen Reserve-[onds,
 solange derselbe den zehnten Teil des Grundkapitals
 nicht überschreitet, mindestens 5 % abgeführt,
sodann die zur Bildung oder Ausstattung besonderer
Rücklagen etwa bestimmten Beträge entnommen.
Daraufhin wird ein Betrag von 4% des eingezahlten
Grundkapitals zur Gewinnverteilung unter die
Aktionäre bestimmt. Von dem dann verbleibenden

Zahlstellen:
Berlin:
Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft,
Reichsbank,
Postscheckkonto Nr. 636:

30. August 1921 in „Kaliwerke Neu - Staßfurt
"riedrichshall Aktiengesellschaft‘“ und anläßlich der
j‚achstehend erwähnten Uebernahme der Rhenania-&amp;lt;unheim
 Verein Chemischer Fabriken Aktiengeseli-.chaft
 gemäß Generalversammlungsbeschluß vom
i. Sp tere 1928 in „Kali-Chemie Aktiengesellschaft“
reändert.

Die Gesellschaft kann Bergwerkseigentum, Grund-:;igentum
 und jede Art von Gerechtsamen erwerben
ınd veräußern, Fabrikibetriebe jeder Art unternehmen
ınd sich bei Unternehmungen anderer in jeder ihr
zut scheinenden Weise beteiligen, auch Handelsreschäfte
 jeder Art abschließen.

Stellvertretende Vorstandsmitglieder:
Direktor Joachim Fintelmann, Berlin;
Jirektor Christian Ritz, Berlin;
Direktor Dr. Friedrich Rüsbere, Berlin.

Dr.-Ing. e. h. Ernst Poensgen, Vorstandsmitglied. der
Vereinigte Stahlwerke 1A.-G., Düsseldorf;
Rechtsanwalt Dr. H. Schmidt I, Hannover;
Fabrikbesitzer Dr. Werner Schmidt in Firma Reinhart
Schmidt GG, m, b. H., Elberfeld;
Dr. Kurt Weigelt, stellv. Vorstandsmitglied der
Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft,

Generalvrersammlung:
je nom. Rmk, 100.— Stammaktien 1 Stimme.

Rest werden 10% Gewinnanteil gemäß 8 245 HGB.
ın die Mitglieder des Aufsichtsrates dergestalt ver-‚eilt,
 daß davon der Vorsitzende zwei Anteile und
edes andere Mitglied einen Anteil erhält, und endlich
vird der dann verbleibende Ueberschuß als weiterer
tewinn unter die Aktionäre verteilt, soweit die
}eneralversammlung nicht etwa anderweitig darüber
yeschließt.

Düsseldorf:
B. Simons &amp;amp; Co.;
Essen:
Simon Hirschland;
Hamburg:
Simon Hirschland.
        <pb n="62" />
        Kali-Chemie Aktiengesellschaft

Aufbau des Unternehmens,

Daten aus der Entwicklupgsgeschichte:
Die Kali-Chemie A.-G, ist im Jahre 1899 unter
der Firma „Kaliwerke Friedrichshall A.-G.“ gegründet
worden. Die Firma wurde mit Rücksicht auf die
Erwerbung der qualifizierten Mehrheit der Kuxe der
Gewerkschaften Salzbergwerk Neu-Staßfurt und
Salzbergwerk Neu-Staßfurt II gemäß Generalversammlungsbeschluß
 vom 30. August 1921 in „Kaliwerke
 Neu-Staßfurt Friedrichshall A.-G.‘“ und aus
Anlaß der Uebernahme der Rhenania-Kunheim Verein
Chemischer Fabriken A.-G. gemäß Generalversammlungsbeschluß
 vom 6. September 1928 in
„Kali-Chemie A.-G.*
mit dem Sitz in Berlin geändert.

1920 Erwerb der Bergwerksgesellschaft Glückauf-Sarstedt
 m. b. H.. Sehnde.

1920/22 Vergrößerung des Besitzes an Kuxen der
Gewerkschaft Neu-Staßfurt auf 976 von 1000 und der
Gewerkschaft Neu-StaßBfurt U auf 974 von 1000.

19285 Erwerb der Gewerkschaft Deutschland und
des Kaliwerkes Ronnenbere I.

1927 Erwerb der Aktienmajorität der Rhenania-Kunheim
 Verein Chemischer Fabriken A-(.

1928 Die außerordentliche Generalversammlung
vom 6, September 1928 genehmigte den Fusionsvertrag
mit der Rhenania-Kunheim Verein Chemischer Fabriken
Aktiengesellschaft in Berlin vom 1, August 1928, wonach
 das ‚Vermögen dieser mit einem Aktienkapital
von Rmk. 10 000 000.— ausgestatteten Gesellschaft als
Ganzes unter Ausschluß der Liquidation mit Wirkung
vom 1. Januar 1928 megen Gewährung von Reichsmark
 10000 000.— Aktien auf die Kaliwerke Neu-Staßfurt-Friedrichshall
 Aktiengesellschaft überging,
die gleichzeitig, wie erwähnt, ihre Firma in Kali-Chemie
 Aktiengesellschaft änderte.
In der Generalversammlung vom 6. September
1928 wurde ferner beschlossen, das EEE der
Kali-Chemie 'Aktiengesellschaft um Rmk. 12 500 000.—
zu erhöhen. Von diesen neuen Aktien wurden Reichsmark
 10000 000.— zur Durchführung des durch den
Fusionsvertrag bedingten Aktienaustausches (im Verhältnis
 1:1) verwandt, Von den verbleibenden
Rınk. 2500 000.— neuen Aktien wurden Reichsmark
2437 500,— den Aktionären der früheren Kaliwerke
Neu-Staßfurt-Friedrichshall Aktiengesellschaft im Verhältnis
 von 8:1 zum Kurse von 125 % zum Bezuge
angeboten und die restlichen Rmk. 62 500.— neuen
Aktien gemäß Aufsichtsratsbeschluß verwertet. Die
Kosten der Fusion sind über Generalkosten verrechnet.
 Das bei der Begebung der Rımk. 2 500 000.—
Aktien erzielte Ario in Höhe von Rmk, 200 000.—
wurde dem gesetzlichen Reservefonds zugeführt.
Die Rhenania - Kunheim Verein Chemischer
Fabriken Aktiengesellschaft, Berlin, ist aus der im
Dezember 1925 erfolgten Fusion der Chemische
Fabriken Kunheim &amp;amp; Co. Aktiengesellschaft, Grube
se, mit der Rhenania Verein Chemischer Fabriken
Aktiengesellschaft, Köln, hervorgegangen. Das
Aktienkapital belief sich nach Durchführung dieser
Fusion auf Rmk, 20000 000,— Stammaktien und
Rmk, 540 000,.— Vorzugsaktien, Auf Beschluß der
Generalversammlung vom 14. Juni 1987 wurden die
Vorzugsaktien eingezogen und Aas Stammaktienkapital

 von nom, Rmk., 20 000 000,.— auf nom. Reichsmark
 10000 000.— herabgesetzt. Gleichzeitig wurde
lie gesetzliche Reserve von Rmk., 3700 000.— auf
Amk. 1000 000,.— ermäßigt. Der hierdurch entstandene
3Zuchgewinn von Rmk, 12700 000.— wurde gemäß
+eneralversammlungsbeschluß wie folgt verwandt:
L. zur Beseitigung des Verlustvortrages
 aus 1986 mit. .. . Rmk. 651 614.24
2. zur Herabsetzung der Buchsalden
 der Anlagekonten mit 11.297 340.81
3. zur Abschreibung auf Wertpapiere,
 Beteiligungen, Hypotheken,
 uneinbringliche Forde-(ungen,
 Prozeßkosten usw. mit
zur :Abschreibung auf den
Buchwert der im Portefeuille
der Gesellschaft befindlichen
Vorratsaktien mit. . ..

A

” 295 000.—
Rımnk. 12 700 000.—
Die Vorratsaktien der Rhenania-Kunheim Verein
Shemischer Fabriken ‚Aktiengesellschaft von nom.
Rmk, 236:100.— wurden im September 1928 an die
Sewerkschaften Salzbengwerk Neu-Staßfurt I und II
zerkauft.
Der gesetzliche Reservefonds der Gesellschaft in
Höhe von Rmk, 1000000.— ist bei der Fusion mit
ler Kali-Chemie Aktiengesellschaft mit deren gesetzichem
 Reservefonds vereinigt worden.
Im Laufe des Betriebsjahres hat die Gesellschaft
ren Besitz an (Aktien der Kaliwerke Salzdetfurth
A.-G. (nom. Rmk. 4094 100) abgestoßen und den
iber den Buchwert (Rmk, 345 005,80) hinausgehenden
Erlös zu außerordentlichen Abschreibungen auf die
ibrigen Beteiligungen benutzt,
Erworben wurde außer verschiedenen kleinen
Posten die Majorität (nom. Rmk. 684 900.—) Aktien
ler Arienheller Sprudel- und Kohlensäure A.-G.,
A\rienheller bei Rheinbrohl.
1929 Anfang des Jahres erwarb die Gesellschaft
‚on dem insgesamt Rmk, 500 000.— betragenden
Aktienkapital der Firma Peroxydwerk-Siesel A.-G.,
Köln-Dellbrück, ein Paket von nom, Rmk, 320 000—,
Der Erwerb verfolgte den Zweck, dem Werk
Tönningen einen wesentlichen ‚Abnehmer in Barium-;arbonat
 zu erhalten und zugleich aussichtsreiche,
16ue Verfahren zu übernehmen,
Auch 1929 hat die Gesellschaft nur ihre Schächte
Friedrichshall I und Ronnenberg I für die Förderung
von Kalisalzen in Anspruch genommen und die
Schächte Friedrichshall II und Glückauf-Sarstedt als
Reservewerke in Betriebsbereitschaft gehalten.
1930 In weiterer Ausdehnung der Produktionsjasis
 wurden im Februar 1930 die gesamten Betriebe
ler in Konkurs geratenen Heyl-Beringer Farben-'abriken
 A.-G., Berlin-Charlottenburg, erworben. Die
Heyl-Beringer A.-G. befaßte sich mit der Herstellung
on Bunt- und Mineralfarben, leimfesten Farben,
Jadniumfarben, Druckfarben und Erdfarben und verügte
 über Betriebsstätten in Berlin-Charlottenburg,
Düsseldorf, Rodenkirchen, Andernach, Zollhaus bei
Wiesbaden und Wunsiedel in Bayern. Die Werke
wurden aus der Konkursmasse erworben. Der Kauforeis
 beträgt Rmk, 600 000.— bar und nom. Reichsnark
 38000 000.— junger Kali-Chemie-Aktien, zu
leren Beschaffung das Aktienkapital von nom. Reichsıark
 832 000 000.— um Rmk. 3000 000.— auf Reichs-
        <pb n="63" />
        Kali-Chemie Aktiengesellschaft

mark 35000 000.— erhöht wurde. — Vom Aktienzapital
 der Peroxydwerk Siesel A.-G. wurden die restichen
 nom, Rmk. 180 000.— übernommen, so daß sich
jas gesamte Kapital im Besitz der Kali-Chemie A.-G.
yefindet.
Die in der Kali-Chemie A.-G. vereinigten Kali-Gesellschaften
 verfügen über 12 Kalischächte, von
denen zur Zeit 2 in Betrieb sind, während 3 Schächte
als Reserve in Betriebsbereitschaft stehen. Die rest-‚ichen
 7 Schächte sind auf Grund des Kaliwirtschaftszesetzes
 bis zum Jahre 1953 stillgelegt.
Die 1928 erfolgte Uebernahme der weitverzweigten
Betriebe der Rhenania-Kunheim Verein Chemischer
Fabriken A.-G, hat die Basis der Kali-Chemie A.-G.
zanz wesentlich verbreitert, so daß bei der Kali-Chemie
 A.-G. nicht mehr von einem Kalibergwerksbetrieb,
 sondern von einem Kalibergwerks- und
chemischen Betrieb gesprochen werden muß,
Von den chemischen Betrieben der Kali-Chemie
A.-G. sind besonders hervorzuheben die Sodafabrik
nn Heilbronn mit einer Leistungsfähigkeit von 300 t
pro Tag sowie 6 umfangreiche Fabriken in Stolberg
Rheinland), Oberhausen, Hönningen a, Rh., Mannheim-Wohlgelegen,
 Mannheim-Rheinau und Berlin-Niederschöneweide,
 welche sich mit der Herstellung von
Schwefelsäure, Salzsäure, Sulfat, Chlorkalk, Pariser
3lau, Bariumkarbonat, schwefelsaurem Ammoniak
and Superphosphat befassen,
Ferner sind vorhanden ein Schwerspatbergwerk
n Meggen a. d. Lenne, drei eigene Kalkbrüche in der
schwäbischen Alb sowie ein Phonolithbruch in
örenk a. Rh.
Daneben verfügt die Kali-Chemie über eine pharmazeutische
 Fabrikationsstätte in Altona und über
aine Düngerfabrik in Brunsbüttelkoog, welche sich in
der Hauptsache mit der Herstellung des bezannten
 hochprozentigen Phosphorsäuredüngers, dem
Rhenania-Phosphat, beschäftigt. Außerdem werden
zur Zeit Versuche mit einem Kali-Rhenania-Phosphat
ınternommen.
Die oben genannten chemischen Betriebe, inspesondere
 die Werke Heilbronn, Berlin-Niederschöneweide,
 Oberhausen, Stolberg, Hönningen a. Rh. und
3runsbüttelkoog sind in den Jahren 1928 und 1929
vollkommen modernisiert und auf eine erheblich verbreiterte
 Produktionsbasis gestellt worden.
Betriebsbet

Gerechtsame:
Die Gerechtsame der Gesellschaft umfaßt rund
31.200 000 qm — rund 14 preußische Maximalfelder
in den Gemarkungen Sehnde und Rethmar (Kreis
Burgdorf), Bolzum (Kreis Hildesheim), Ronnenberg,
Bentfhe und Gut Erichshof (Kreis Linden).

Abbauverträge:
Die Abbauverträge sind langfristig bzw. auf unbeschränkte
 Dauer geschlossen. Die durch die Verträge
 vereinbarten Förder-Albgaben entsprechen den
allgemeinen Sätzen,
Nach den vorliegenden Massenberechnungen
Grundbesitz:
Der über ganz Deutschland verteilte Grundbesitz
ler Gesellschaft umfaßt 623 ha 47 a 90 qm. Hiervon
werden für Betriebsanlagen 102 ha 41 a 22 qm, für
Arbeiterwohnhäuser 34 ha 66 a 75 qm in Anspruch
zenommen, während die restlichen 486 ha 839 a 93 qm
einstweilen in der Hauptsache landwirtschaftlichen
Zwecken dienen.
An sonstigem Grundbesitz der Gesellschaft ist
üoch zu erwähnen: das Verwaltungsgebäude des

Die Bedeutung der Kali-Chemie A.-G. wird weiter
ınterstrichen durch die kontrollierende Beteiligung
ın zahlreichen Gesellschaften der Kali- und
;hemischen Industrie, von dem an dieser Stelle nur
lie Gewerkschaften Salzbengwerk Neu-Staßfurt I
ınd II in Löderburg bei Staßfurt sowie die Komnanditgesellschaft
 Salzbergwerk Neu-Staßfurt und
"heilnehmer erwähnt werden sollen.
Das Salzbergwerk Neu-Staßfurt in Löderburg bei
Staßfurt ist die älteste der in der Kali-Chemie A.-G.
‚usammengefaßten Kaligesellschaften. Die Gewerkıchaft
 hat schon im Jahre 1876 Kalisalze und Steinialze
 gefördert. Seine Geschichte ist eng verknüpft
nit derjenigen der beiden ältesten Kalibergwerke,
lem preußisch-fiskalischen Werk in Staßfurt und dem
ınhaltisch-fiskalischen Werk in Leopoldshall, das in
üngster Zeit von der Preußag übernommen wurde.
Jeu-Staßfurt verfügt u. a. über umfangreiche Fabrizationsanlagen
 für Potasche, auf deren Markt es
ıeute neben der I. G, Farbenindustrie A.-G, führend
st. Zur Zeit ist man damit beschäftigt, diese Fabrizationsanlagen
 durch Um- und Neubau zu verbessern
ınd die Produktionsbasis zu verbreitern.
An der chemisch-wissenschaftlichen Entwicklung
jer Kaliindustrie ist Neu-Staßfurt in besonderem
faße beteiligt, wie die im Jahre 1899 erfolgte Grünlung
 einer Tochtergesellschaft, der Firma Salzbergverk
 Neu-Staßfurt und Theilnehmer Kommanditsesellschaft,
 beweist. Die Kommanditgesellschaft
Salzbergwerk Neu-Staßfurt und Theilnehmer besitzt
une in Zscherndorf bei Bitterfeld gelegene große
Jektrolytische Anlage, in welcher Aetzkali, Aetzıatron,
 flüssiges Chlor, Chlorkalk, Salzsäure, chloraures
 Kali, Trichloräthylen, Tetrachloräthan, Hexahloräthan,
 Wasserstoff, Natronbleichlauge und Kali-‚Jeichlauge
 hergestellt werden.
Durch die Uebernahme sämtlicher Betriebe der
?irma Heyl-Beringer Farbenfabriken A.-G. wird die
Sali-Chemie A,-G. in absehbarer Zeit auch in der
&amp;gt;roduktion von Bunt-, Mineral- und Erdfarben eine
vewichtige Rolle einnehmen.
Die Entwicklungsmöglichkeiten eines derartigen
Zonzerns, welcher neben umfangreichen Betriebsitätten
 und langjährigen, ausgezeichneten Betriebssrfahrungen
 auch über die notwendigen Rohstoffe
‚erfügt, sind trotz der augenblicklich allgemein
chlechten Wirtschaftslage nicht ungünstig,
"reibune.

Außerdem hat die Gesellschaft für ihr Sodawerk
Yeilbronn ein Solegewinnungsrecht, das sich über
und 12 000 000 qm erstreckt, sowie für ihr Schwerspatbengwerk
 Meggen 2a. d. Lenne eine sich über etwa
1000000 am erstreckende Abbaugerechtigkeit.

varen am 11. Januar 1929 rund 150000000 dz Kalialze
 (Hartsalz und Sylvinit) durch Streckenbetrieb
vufgeschlossen und zum Albbau bereitgestellt. Die
kurch Bohrungen festgestellten Kalisalzmengen sind
jierhei nicht berücksichtigt.

Zonzerns in Berlin, Reichstagsufer 10, mit einer
3rundstücksfläche von 1870 qm, das Verwaltungssebäude
 des früheren Friedrichshall-Konzern, das zur
Zeit vermietet ist, mit einer Grundstücksfläche von
’621 qm, sowie etwa 15250 qm Grundbesitz in
„‚ampertheim (Essen), der von dem früheren Werke
Veuschloß übriggeblieben ist und abgestoßen
verden soll.
        <pb n="64" />
        Kali-Chemie Aktiengesellschaft. a

Werke

Sehnde
Friedrichshall }
Friedrichshall .
Ronnenberg I
Neu-Staßfurt
IV
V.
yI
VII
Sarstedt .
Teutonia .
Wendland

Werke des Kali-Chemie-Konzerns
Gesetzl. Quoten Werke
tan

Gesetzl. Quoten
%o
45.5769

1.3884
3107
4.0620

UVebertrag:
MNsenburg . 2...
Deutschland .
Anteil an den Mansfeld- und Einigkeit-Quoten
 . .. 0.0...

15.7611

0.5837
4.2658 14.8495

‚9394
10862
12658
11760 17.4674
(92658 Ab Uebertrag auf Wintershall wegen
2558 Ronnenberg I und Deutschland 11.2257
3.8168 12.3484 A
77 "45.5769 Insgesamt Kali-Chemie: 43.7641

4.5634
54,9898

Uebertr- .:

Die Betriebsanlagen der Gesellschaft umfassen, abgesehen von einigen zur Zeit stilliegenden Werken, die
nachstehend aufgeführten 17 Betriebswerke, wovon die unter Nr. 4 bis 14 erwähnten 11 Werke durch die
Rhenania-Kunheim Verein Chemischer Fabriken Aktienvesellschaft eingebracht wurden. Die Nr. 15 bis 17
stellen die ehemaligen Heyl-Beringer Betriebe dar.

L. und 2. Werk Sehnde.
Felderbesitz:
Friedrichshall I... ..... . 9850500 qm
Friedrichshall II. .... .. . 11382800 am
Anlagen:
Vorhanden sind die beiden mit elektrischer Förde-"ung
 versehenen, querschlägig miteinander veroundenen,
 zu selbständigen Werken ausgebauten
Schächte Friedrichshall I (710 m Teufe) und
Friedrichshall II (800 m Teufe).
Auf dem Werk Friedrichshall I befindet sich eine
Chlorkaliumfabrik mit einer täglichen Produktionsfähigkeit
 von 1500 dz 80 %igem Chlorkalium. Die
Magazine gestatten eine Lagerung bis zu 200 000 dz

3. Werk Ronnenberg FI.
Anlagen:
Vorhanden ist ein mit elektrischer Förderung versehener
 Schacht (700 m Teufe), der querschlägig mit
lem Schacht der Tochtergesellschaft „Gewerkschaft
Deutschland“, der gleichzeitig als Polizeischacht
dient, verbunden ist.
Außerdem befindet sich auf dem Werk Ronnenberg
 eine Chlorkaliumfabrik mit einer täglichen Prolduktion
 von etwa 2000 dz 80 %igem Chlorkalium. Die
tägliche Rohsalzförderung einer Schicht beträgt
3000 dz, — Die Magazine für Lagerung von versandfertigem
 Chlorkalium und Rohsalzen haben ein Lare-4.

 Werk Altona.
Anlagen:
Das Werk dient zur Herstellung pharmazeutischer
Präparate. Hauptprodukte: Pankreon und Mucidan.
&amp;gt;. Werk Brunsbüttelkoog.
Anlagen:
Auf dem Werk Brunsbüttelkoog wird das unter
lem Namen „Rhenania-Phosphat“ bekannte Düngenittel
 ‚produziert. Die Jahreskapazität beträgt zur
Zeit 60000 t Rhenania-Phosphat. Die Produktion
von Rhenania-Phosphat auf dem Werk Porz bei Köhı
st vorübergehend eingestellt; falls erforderlich, soll
Brunsbüttelkoog erweitert werden, bevor Porz wieder
in Betrieb kommt.
Das Werk Brunsbüttelkoog hat eigenen Werks-3ahnhof,
 dessen Verbindung mit der Station Brunsüttelkoog
 durch die im Besitz der Gesellschaft beversandfertigem

 Chlorkalium. Zur Zeit beträgt die
tägliche Rohsalzförderung in einer Schicht 80C0 dz.
Die Werke verfügen über eigene Werksbahnhöfe
mit Anschluß an die Station Sehnde sowie über eine
eigene Hafenanlage, die mit dem Mittellandkanal verbunden
 ist.
Gesamtgröße des Grundbesitzes:
44 ha 95 a 32 qm, wovon auf Betriebsanlagen
16 ha 63 a 58 qm und auf Werkswohnungen 14 ha
28 a 98 qm entfallen, während der Rest in Größe von
14 ha 2 a 76 qm zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken
dient. Vorhanden sind 43 Wohnhäuser mit 107 Werkswohnungen,


rungsvermögen von etwa 280 000 dz. Entsprechende
Abwässerkonzessionen gewährleisten die Verarbeitung
von Nebenprodukten. Seit Ende 1929 Herstellung
von Bittersalz,
Gesamtgrundbesitz:
33 ha 23 a 57 qm, wovon auf Betriebsanlagen
11 ha 84 a 66 qm und auf Werkswohnungen 7 ha
14 a 86 qm entfallen, während der Rest in Größe von
14 ha 24 a 5 qm zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken
lient. Es sind 50 Werkswohnhäuser mit 158 Wohnungen
 vorhanden, Das Werk hat einen eigenen
Werksbahnhof mit Anschluß an Station Ronnenberg.

Gesamtgrundbesitz:
59 a 46 qm, wovon auf Betriebsanlagen 33 a entfallen,
 während der Rest von 26 a 46 am unbebaut ist.

findliche Brunsbüttler Industriebahn G. m. b. H. heryestellt
 wird. Außerdem hat das Werk durch eine
j&amp;gt;igene Lösch- und Ladebrücke die Möglichkeit der
lirekten Wasserverladung auf der Elbe,
Gesamtgrundbesitz:
65 ha 55 a 94 qm, wovon auf Betriebsanlagen
i ha 60 a 60 qm und auf Werkswohnungen 26 a 18 am
entfallen, während der Rest in Größe von 63 ha 69 a
16 qm zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken dient.
Vorhanden sind 10 Werkswohnhäuser mit 60 Werkswohnungen,


)
        <pb n="65" />
        Kali-Chemie Aktiengeseilschaft

5. Werk Heilbronn.
Anlagen:
Auf dem Werk Heilbronn befindet sich eine neuzeitlich
 eingerichtete Ammoniaksodafabrik mit einer
Jahresleistung von etwa 90000 t. Daneben wird
Hirschhornsalz (720 t jährlich) hergestellt.
Mit dem württembergischen Staat ist auf längere
Zeit ein Soleausbeutungsvertrag abgeschlossen, der
sich über eine ÖGrundstücksfläche von etwa
12.000000 qm erstreckt, Die diesbezüglichen Bohranlagen
 des Werkes befinden sich in der benachbarten
 Gemeinde Böckingen. Die für die Jahresproduktion
 erforderlichen Mengen Kalksteine — insz.

 Werk Hönningen,
Anlagen:
Auf dem Werk befindet sich eine Anlage zur Herstellung
 von Bariumcarbonat mit einer Gesamtjahreskapazität
 von etwa 35000 t. Als wertvolles Nebenprodukt
 entfallen etwa 5000 t Brockenschwefel, Ferner
befinden sich auf dem Werk modern eingerichtete
Anlagen für die Herstellung von Superphosphat und
Ammoniak-Superphosphat mit einer Jahreskapazität
von etwa 36 000 t Superphosphat. Die für den Phosphatbetrieb
 erforderliche Schwefelsäure wird in
eigenen Betrieben mit einer Jahresmenge von etwa
11000 t gewonnen.
Das Werk verfügt über eigenen Werksbahnhof,
der Anschluß an die ‚Station Hönningen hat. Die
Wasserverladung erfolgt durch Lösch- und Ladeein-8,
 Werk Kanne,
Anlagen:
Auf dem Werk Kanne in Berlin-Niederschöneweide
 ist 1928 eine moderne Anhydrid-Anlage errichtet
 und in Betrieb genommen worden. Die Jahresleistung
 beträgt etwa 16500 t 100 %ige Schwefel-3äure,

Daneben verfügt Kanne über eine ebenfalls 1928
neu erbaute Anlage zur Herstellung von schwefelsaurem
 Ammoniak mit einer Jahreskapazität von
etwa 6000 t.
Ferner sind Betriebsanlagen zur Herstellung von
Cyan-Blau und Rotkali mit einer Jahresmenge von
etwa 500 t bzw. 120 t vorhanden,
Das Werk verfügt über eigenen Werksbahnhof,
der an die Station Berlin-Niederschöneweide angeschlossen
 ist, und über Wasserverfrachtungsanlagen
an der Spree,

9. Schwerspatbergwerk Meggen,
Anlagen:
Der für die Bariumcarbonat-Produktion im Werk
Hönningen benötigte Schwerspat wird in dem eigenen
Bergwerk in Meggen a.d.Lenne mit einer Jahreskapazität
 von etwa 60000 t gewonnen. Das Bergwerk
 ist mit einer elektrischen Fördermaschine versehen,
 Die Verbindung mit der vorhandenen Mahlanlage
 stellt eine Seilbahn her. — Ein Teil des
Schwerspates wird als Feinspat an Dritte abgesetzt.

i0, Werk Oberhausen,
Anlagen:
„Auf Werk Oberhausen befindet sich eine Schwefelsäure-Kammeranlage,
 ‘bestehend aus 8 Kammer-Systemen,
 mit einer Jahresproduktion von etwa
48000 t. Der Ausbau der Kapazität auf 80 000 Jahrestonnen
 wird Juli 1981 fertiggestellt sein.
Das Werk hat eigenen Eisenbahnanschluß zum
Bahnhof Oberhausen.

zesamt etwa 100000 t — werden aus eigenen, um-'’angreichen
 Kalksteinbrüchen der Gesellschaft in
\rnegg und Schnaitheim gewonnen.
Das Werk verfügt über eigenen Werksbahnhof
sowie Wasserverfrachtungsanlagen am Neckar,
Gesamtgrundbesitz:;
42 ha 38 a 85 am, wovon auf Betriebsanlagen
‚6 ha 43 a 96 qm und auf Werkswohnungen 65 a entallen.
 Der Rest in Größe von 25 ha 29) a 89 um
lient zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken. — Vorıanden
 sind 10 Werkswohnhäuser mit 28 Wohnungen.

.ichtungen in der benachbarten Gemeinde Rheinbrohl.
Die Verbindung zwischen dem Werk und der Veradestätte
 stellt die im Besitz der Gesellschaft beindliche
 Tochtergesellschaft, die Kleinbahn Rhein-’ırohl—Mahlberg
 G.m.b.H. her,
Gesamtgrundbesitz:
38 ha 57 a 87 qm, wovon auf Betriebsanlagen
:4 ha 16 a 98 qm und auf Werkswohnungen 4 ha 34 &amp;amp;
1 qm entfallen. Der Rest in Größe von 20 ha 6 a
35 qm dient zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken. —
Vorhanden sind 92 Werkswohnhäuser mit 161 Werkswohnungen.

Zu dem Werk Hönningen gehören wertvolle
Kohlensäurequellen, deren Ausbeutung vervachtet ist.

Grundbesitz:
Zu dem Werk Kanne gehört umfangreicher, ar
Außläufen und Seen gelegener Grundbesitz, der —
für Fabrikationszwecke entbehrlich — in absehbarer
Zeit wertvolles Farzellierungsgelände darstellt.
Der Gesamtgrundbesitz beträgt 110 ha 3 a 26 qm,
vovon auf Betriebsanlagen 6 ha 23 a 40 qm und auf
Werkswohnungen 2 ha 30 a 90 qm entfallen, während
ler Rest in Größe von 101 ha 48 a 96 qm zur Zeit
andwirtschaftlichen Zwecken dient. — Vorhanden
sind 10 Werkswohnhäuser mit 51 Wohnungen.
Schließlich befindet sich auf dem Werk Kanne
noch das neuzeitlich eingerichtete Versuchs-'aboratorium
 der Gesellschaft.

Das Werk hat eigenen Eisenbahnanschluß zur
Station Meggen.
zesamtgrundbesitz:
31 ha 94 a 8 qm, wovon auf Betriebsanlagen 20 a:
1 am und auf Werkswohnungen 12 a 38 qm entallen,
 während der Rest in Größe von 31 ha 61 a
59 qm zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken dient. —
Vorhanden sind 4 Werkswohnhäuser mit 10 Werksyohnunrgen.


Grundbesitz:
5 ha 77 a 43 qm, wovon auf Betriebsanlagen 3 ha
32 a 79 qm und auf Werkswohnungen 45 a 98 qm
antfallen. Der Rest in Größe von 1 ha 68 a 71 qm
lient zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken. — Vorhanden
 sind 5 Werkswohnhäuser mit 20 Wohnungen.
        <pb n="66" />
        Kali-Chemie Aktiengesellschaft

UL, Werk Rheinau,
Anlagen:
Auf dem Werk befindet sich zur Zeit noch eine
Anlage zur Herstellung von Schwefelnatrium mit
einer Jahresleistung von etwa 5400 t in Betrieb. Nach
Herstellung des Wasseranschlusses für das weiter
unten aufgeführte Werk Wohlgelegen ist beabsichtigt,
die Schwefelnatriumfabrikation von Rheinau nach
Wohlgelegen zu verlegen und das Werk Rheinau im
Frühjahr 1981 vorläufig vollständig stiällzulegen.

12. Werk Wohlgelegen.,
Anlagen:
Das Werk Wohlgelegen bei Mannheim dient in
erster Linie der Produktion von 60 %iger Schwefelsäure.
 Die Jahreskapazität beträgt etwa 24000 t.
Der Ausbau auf 30000 t ist projektiert.
Außerdem wird auf Werk Wohlgelegen Sulfat
hergestellt mit einer Jahresleistung von etwa 12 000 t,
ferner Salzsäure mit einer Jahresleistung von etwa
18000 t.
Das Werk verfügt über eigenen KEisenbahnanschluß
 zur Station Mannheim-Wohlrelegen. Gemäß

13. Werk Stolberg.
Anlagen:
Das Werk Stolberg dient heute hauptsächlich der
Sulfatproduktion mit einer Jahreskapazität von etwa
16200 t. Als Nebenprodukt wird Salzsäure mit einer
Tahresleistung von etwa 25000 t gewonnen.
Außerdem befinden sich auf dem Werk Betriebsanlagen
 zur Herstellung von caustischer Soda mit
einer Jahresleistung von etwa 15000 t, desgleichen
56h ‚Hhlorkalk mit einer Jahresleistung von etwa
24000 +.

14. Werk Brohl.
Anlagen:
Der Betrieb Brohl dient zur Gewinnung von
Phonolith, das in eigenen, in der Gemeinde Brenk
gelegenen Steinbrüchen mit einer Gesamtjahresleistung
 von etwa 30000 t gefördert wird.
Der Betrieb hat eigenen Eisenbahnanschluß zur
Station Brohl am Rhein.

15. Werk Charlottenburg, Salzufer 8.
Anlagen:
Auf dem Werk befindet sich eine modern eingerichtete
 Apparatur zur Herstellung von chemischen
Bunt- und Mineralfarben, leimfesten Mars- und Druckorhen;
 Das Werk hat eigenen Wasseranschluß zur
SDITP@e.

16. Werk Düsseldorf,
Anlagen:
Werk Düsseldorf stellt Bunt-, Mineral- und Druckfarben
 her.
Grundbesitz:
10075 am. wovon auf Betriebsanulagen 7321 am.

Das Werk besitzt eigenen Bahnanschluß nach
Station Mannheim-Rheinau.
Gesamtgrundbesitz:
21 ha 26 a 43 qm, wovon auf Betriebsanlagen
L ha 43 a 32 qm und auf Werkswohnungen 35 a 77 qm
antfallen, während der Rest in Größe von 19 ha 47 a
34 qm zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken dient. —
Vorhanden sind 11 Werkswohnhäuser mit 50 Werksyvohnungen.


Vereinbarung mit der Stadtverwaltung Mannheim
wird das Werk im Laufe des Kalenderjahres 1929
3inen direkten Anschluß an den Neckar-Kanal ernalten,

Gesamtgrundbesitz:
52 ha 49 a 69 qm, wovon auf Betriebsanlagen
6 ha 11 a und auf Werkswohnungen 56 a entfallen,
während der Rest in Größe von 45 ha 82 a 69 am
zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken dient. — Voraanden
 sind 25 Werkswohnhäuser mit 98 Werkswohnungen.


Das Werk hat eigenen Werksbahnhof, angeschlossen
 an die Station Stolberg.
Gesamitgrundbesitz:
96 ha 87 a 13 qm, wovon auf Betriebsanlagen
5 ha 66 a 92 qm und auf Werkswohnungen 58 a 90 qm
ntfallen, während der Rest in Größe von 89 ha 61 a
31 qm zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken dient. —-Vorhanden
 sind 33 Werkswohnhäuser mit 64 Wohungen.


Gesamtgrundbesitz:
17 ha 25 a 46 qm, wovon auf Betriebsanlagen
533 a 60 qm und auf Werkswohnungen 98 qm entfallen.
 Der Rest in Größe von 16 ha 70 a 88 am
lient zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken. — Vorıanden
 ist ein Werkswohnhaus mit einer Werksxohnune.


Grundbesitz:
26856 qm, wovon auf Betriebsanlagen 13078 qm
ınd auf Werkswohnungen 2506 qm entfallen. Die
'estliche Fläche in Größe von 11272 qm steht zu dem
zeplanten weiteren Ausbau des Werkes zur Ver-UrungK,


auf Werkswohnhäuser 2754 qm entfallen. Es wird
zeplant, den mitten in der Stadt gelegenen Grundoesitz
 zu veräußern und den Betrieb außerhalb der
Stadt erneut aufzuhanen.
        <pb n="67" />
        Kali-Chemie Aktiengesellschaft

17. Werk Zollhaus,
Anlagen:
Auf Werk Zollhaus werden in erster Linie Erdfarben
 hergestellt.
Grundbesitz:
34593 qm, wovon auf Betriebsanlagen 5502 qm,
auf Werkswohnhäuser 2491 qm entfallen, während die
restliche Fläche in Größe von 26 600 am zum weiteren
Ausbau des Werkes zur Verfügung steht.

Die sonst noch von Heyl-Beringer erworbenen
Betriebe, Werk Charlottenburg, Sophienstraße 18—22,
Größe 15 756 qm, Köln-Rodenkirchen, Größe 11 792 qm,
und Andernach, Größe 12665 qm, werden von der
Gesellschaft voraussichtlich nicht wieder in Betrieb
genommen,
Die Gesellschaft ist zur Zeit damit beschäftigt,
den zum Teil wertvollen Grundbesitz zu realisieren.

18. Gemeinselr”tswerk Bitterfeld.
Die Kali-Chemie A.-G. besitzt diese große chemische Fabrik zusammen mit dem Aussiger chemischen
Verein.

Stillgelegt sind zur Zeit folgende Betriebe:
1. Werk Porz.
Anlagen:
Das Werk diente bis zum Jahre 1924 der Herstellung
 von Rhenania-Phosphat. Es verfügt über
eigenen ' Eisenbahnanschluß zur Station Porz und
Wasseranschluß zum Rhein.
Gesamtgrundbesitz:
12 ha 18 a 25 qm, wovon auf Betriebsanlagen
7 ha 74 a 30 qm und auf Werkswohnungen 28 a 17 qm
entfallen, während der Rest in Größe von 4 ha 15 a
78 am zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken dient. —
Vorhanden sind 6 Werkswohnhäuser mit 18 Wohnungen.


2. Werk Wildau,
Anlagen:
Die auf Werk Wildau vorhandene Schwefelsäure-Fabrik
 wurde Ende 1928 stillgelegt und aufgegeben,
Zur Zeit ist man damit beschäftigt, die Betriebsanlagen
 abzubrechen. Der Grundbesitz, an der Dahme
gelegen, soll aufgeschlossen und sukzessive für
Siedlungszwecke verwertet werden,
Das Werk hat eigenen Eisenbahnanschluß zur
Station Wildau und Wasseranschluß zur Dahme.
Gesamtgrundbesitz:
13 ha 57 a 51 qm, wovon auf Betriebsanlagen
86 a 1 qm und auf Werkswohnungen 12 a 16 qm entfallen,
 während der Rest in Größe von 12 ha 59 a
34 qm zur Zeit landwirtschaftlichen Zwecken dient. —
Vorhanden sind 5 Werkswohnhäuser mit 29 Wohnungen.


Tochtergesellschaften und Beteiligungen.

1. Gewerkschalten Salzbergwerk Neu-Staßiurt I und Salzbergwerk Neu-Staßiurt II (bis 1953
stillgelegt),
Gegründet: November 1871 als Gewerkschaft Agathe, Anlagen:
1876 vereinigt unter Salzbergwerk Neu-Staßfurt. Vorhanden sind_4 Schächte (IV, V, VI und VID,
Anzahl der Kuxe: 2000 (je 1000). lie auf Grund des Reichskaligesetzes bis zum Jahre
, 1953 für die Förderung von Kalisalzen stillgelegt sind.
Gesamtkapital beider Gewerkschaften: Die Schächte VI und VII werden auf Grund be-Rank.
 12 000 000.—. sonderer ministerieler Genehmigung als Steinsalz-Gerech
 Grundbesitz: 3chächte betrieben. Schacht VI dient als Fördererechtsame
 und Grundbesitz: achacht, Schacht VII als zweiter Ausgang,
Die Gerechtsame der Gewerkschaft Neu-Staß- San |
furt I, die sich über insgesamt 17 563 548 qm erstreckt, ; Be Ne zlen HT He werk umfang
liegt in den Gemeinden Löderburg, Athensleben und De na gpün zur a Ki
Unseburg, die der Gewerkschaft Neu-Staßfurt II im Jie Pott ON tell. g f ic ‚liche Dolomi T ird
Ausmaße von 10942899 qm in der Gemarkung © Ol ascheherstellung erforderliche Dolomit wir,
Prenßisch-Börnicke ” aus eigenen Brüchen am Harz gewonnen,
GOTTES: . Häuser: 890 Werkswohnhäuser mit 283 Wohnungen,
Der Grundbesitz der beiden Gewerkschaften um- Beschäftigte: 547
faßt: 69 ha 61 a 838 qm, wovon auf Betriebsanlagen Beschäftigte: . | nn
19 ha 96 a 49 am und auf Werkswohnungen 12 ha Beteiligungen: Die Gewerkschaften ihrerseits sind
26 a 21 qm entfallen. Der Rest in Größe von 37 ha beteiligt:
38 a 68 qm dient zur Zeit landwirtschaftlichen mit Rmk. 3000 000.— an dem in Zscherndorf bei
Zwecken. Bitterfeld gelegenen elektrolytischen Werk .Neu-9}
        <pb n="68" />
        Kali-Chemie Aktiengesellschaft

Staßfurt und Teilnehmer Kommanditgesellschaft“.
das mit einem Kommanditkapital von Reichs:
mark 6 007 000.— ausgestattet ist.

Die Zahl der beschäftigten Beamten und
Arbeiter beträgt 587.
b) mit nom. Rmk. 9212 700.— an der Kali-Chemie
Aktiengesellschaft, Berlin.

Die Kommanditgesellschaft, die die Alkalieglektrolyse
 und die Herstellung von Aetzkali und
Chlorerzeugnissen betreibt, verfügt über ein
187 ha umfassendes Braunkohlenfeld und über
einen Grundbesitz im Ausmaße von 2 280155 qm,
wovon auf Betriebsanlagen 95118 qm und auf
Werkswohnungen 45647 am entfallen, während
der Rest in Größe von 2089390 qm zum Teil
landwirtschaftlichen Zwecken dient.
Vorhanden sind 54 Werkswohnhäuser mit 178
Werkswohnungen.

Gemeinschaftsvertrag:
Zwischen den beiden Gewerkschaften besteht ein
Vertrag, demzufolge die Vermögensverwaltung der beiden
Gewerkschaften durch die Gewerkschaft Salzbergwerk
Neu-Staßfurt I erfolgt und ferner die Kuxe beider Unternehmungen
 gleichen Anteil an der zur Ausschüttung
gelangenden Ausbeute haben.
Ausbeute: 1925 1926 1927 1928 1929
Rmk. je Kux. .. 200 250 125 125 125
Beteiligung: 98.8 % — 1979 Stück Kuzxe.

2, Me erkagesellschaft Glückauf-Sarstedt m. b. H., Sarstedt (Prov. Hannover). Vorübergehend
stillgelegt.
Gegründet: 1903.
Kapital: Rmk, 1650 000.— Anteile.
Größe der Gerechtsamen: etwa 7 preuß, Normalfelder
gleich 15823000 qm. Die Abbauverträge laufen
unkündbar bis 6. Juni 2008,
Lage der Felder: Gemarkungen Sarstedt und Giften
(Kreis Hildesheim); markscheidend mit Fürstenhall,
Rössing-Barnten und Siegfried-Giesen,
Anlagen: Das Werk stand bis 1926 in Förderung und
wurde im Mai 1926 vorläufig stillgelegt. Es gilt als
Reservewerk des Konzerns. Sämtliche Betriebsanlagen
 werden dauernd in betriebsfähigem Zustande
 erhalten. Der Schachtsumpf steht bei 766 m
Teufe.

Bemerkung:
Die Gesellschaft besitzt eine Endlaugenkonzession,
 um später, falls erforderlich, Fabrikate, insonderheit
 Sulfate, herstellen zu können.
Grundbesitz: 27 ha 16 a 91 qm, wovon auf Betriebsanlagen
 7 ha 25 a 4 qm und auf Werkswohnungen
1 ha 39 a 88 qm entfallen, während der Rest in
Größe von 18 ha 51 a 99 qm zur Zeit landwirtschaftlichen
 Zwecken dient. Vorhanden sind 11 Werkswohnhäuser
 mit 44 Wohnungen.
Beteiligung: 100 %.

3. Gewerkschaft Deutschland (Justenberg), Berlin (bis 1953 stillgelegt).
Gegründet: 1898 als Bohrgesellschaft Franzburg-Gehrden; Anlagen: Die Gewerkschaft Deutschland ist auf
1899 als Gewerkschaft, Statut am 20. Juni 1896. Grund des Reichskaligesetzes vor dem 1. Januar
Zahl der Kuxe: 1000. Un als Neal er endgültig kn 1953 stillgelegt
N : worden, hat jedoch den Steinsalzbetrieb bis zum
Größe der Gerechtsamen: etwa 1% preuß Maximal Juli 1925 aufrechterhalten. Das Werk gilt heute
felder — 3283500 qm. | , als Steinsalz-Reservewerk. Der Schacht dient als
a) Kohlengerechtsame 2189000 qm in den Gemeinden zweiter Ausgang für Werk Ronnenberg, Die Ab-Oberelfringhausen,
 Gennebreck und Obersprockhövel bauverträge sind langfristig abgeschlossen.
in den Kreisen Bochum und Hagen in Westfalen; G-undbesitz: 8 ha 86 a 34 qm, wovon auf Betriebsb)
 Kaligewinnungsrechte in den (temarkungen anlagen 7 ha 49 a 33 qm und auf Werkswohnungen
Gehrden, Ronnenberg und Weetzen. Lha 37 a 1 qm entfallen. Vorhanden sind 20 Werkswohnhäuser
 mit 72 Werkswohnungen.
Beteiligung: 999 Kuxe.

4. Bergbaugesellschaft Teutonia Aktiengesellschaft, Berlin (bis 1%3 stillgelegt).
Gegründet: 24, September 1898. Beteiligungen: Die Bergbaugesellschaft ist ihrerseits
Kapital: Rmk. 2375 000.— beteiligt: iven G
Größe der Gerechtsamen: rd. 380 preuß, Maximalfelder Teenbure a der 1000-teiligen Gewerkschaft
. eg 8 A .
gleich 750000 000 qm, Das Werk dieser Gewerkschaft ist auf Grund
Zweck: Erwerb und Betrieb von Bergwerken, insbesondere des Reichskaligesetzes bis zum Jahre 193 still-Aufsuchung,
 Gewinnung und Verwertung von Salzen. gelegt. Die Betriebsanlagen sind abgebrochen.
Mineralien und Fossilien jeder Art. Die Gerechtsame umfaßt rund 4 preußische
Schächte: Schacht Rudolf mit 2 Förderungen, 475 m tief, a le der dr CE hm a nn
Grundbesitz: 229559 qm, bebaut 65214 qm; 164 845 qm 9°0 am und dient zur Zeit landwirtschaftlichen
dienen. Jandwirtschaftlichen Zwecken. Ey a
SDEN WAT ESC en 4 | mit 100 % an der Gewerkschaft Wartburg (1000
Anlagen: ‚Abgebrochen. Die Grubenbaue sind mit Kuxe);
hydraulischem Versatz versehen, mit 10 % am der Bergbaugesellschaft Lüchow m.
Häuser: 24 Werkswohnhäuser mit 100 Werkse- b. H. (Kapital Rmk, 20 000.—).
wohnungen. Beteiligung: 8947 % — nom. Rmk. 9 1298 000. —
        <pb n="69" />
        Kali-Chemie-Aktiengesellschaft

5. Gewerkschaft Wendland, Gotha (bis 1%3 stillgelegt).
Gegründet: 30, November 1905, Kuxe. Betriebsanlagen sowie Grundbesitz sind bei
Kuxe: 1000, dieser Gewerkschaft nicht vorhanden,
Grundbesitz; 48260 qm, bebaut 283207 qm. Die Gerechtsame umfaßt rund 8 preußische
Anlagen: sind abgebrochen. Maximalfelder — 17512000 qm, die im Kreise Salz-Häuser:
 8 Werkswohnhäuser mit 24 Wohnungen, wedel gelegen sind,
Beteiligungen: Die Gewerkschaft besitzt von der Beteiligung: 995% — 905 Stück Kure.
1000-teiligen Gewerkschaft Zentrum, Berlin, 737

6. Hönninger Sprudel G. m, b. H., 11% ringen a, Rh.
Kapital: Rmk., 528 500.—, Beteiligung: 46.49 % — nom. Rmk. 245 700.— (weitere
Dividenden ab 1926: 25, 25, 25.25 %. N bei Arienheller Sprudel- und Kohlensäure

7. Arienheller Sprudel- und Kohlensäure
Gegründet: 29 Oktober 1928,
Kapital: Rmk, 850 000,—,.
Zweck: Gewinnung und Vertrieb von Mineralwasser
und Kohlensäure. Fabrikation der hierfür notwendigen
 Maschinen, Gefäße und Apparate.
Beteiligungen: Die Gesellschaft ist ihrerseits beteiligt
mit 27.15 % — nom, Rmk. 143 500.-— an der
Hönninger Sprudel G. m. b. H. Durch diese Beteili-A.-G.,

 Arienheller bei Rheinbrohl.
gung kontrolliert. die Kali-Chemie Aktiengesellschaft
 auch die Mehrheit der Hönninger Sprudel
Ö. m. b. HE.
Der Erwerb dieser Beteiligungen sichert dem
Da Hönningen die erforderliche Kohlensäure-WASLS.

Dividenden ab 1926: 10, 10, 10, 10 %,
Beteiligung: 80.57 % — nom, Rmk. 684 900,.—,
Ss, Penrr’ch-Huy &amp;amp; Co., Aktiengesellschaft, Bingen.
Gegründet: 1. Juli 1922, Dividenden ab 1926: 10, 10, 8, 0%.
Kapital: Rmk, 240 000,—, Beteiligung: 80% — nom. Rınk. 72000
Zweck: Handel mit landwirtschaftlichen Bedarfs- gung; %0 % — nom. —
artikeln aller Art und chemischen- Produkten
(Dünger-Großhandel)

D. Kupferhütte Ertel-Bieber &amp;amp; Co. Kommanditgesellschaft, Hamburg,
Kapital: Rmk. 838 400.—. Beteiligung: 12.17 % — nom. Rmk. 4200,—,
Vergütung aus Abbrandverwertung und N
Gewinn 1926 1927 1928 192
Rmk. . . 847775 1819398 934 489 68 —

10. Peroxydwerk Siesel Aktiengesellschaft, Berlin.
Gegründet: 13. Januar 1929 (als Aktiengesellschaft) Anlagen: Werk Eiringhausen b. Plettenberg.
mit rückwirkender Kraft ab 1. Oktober 1928, Beteiligung: 100 %.
Kapital: Rmk. 500 000,—, Der Erwerb Anfang 1929 verfolgte den Zweck,
Zweck: Herstellung und Vertrieb von Peroxyde und dem Werk Hönningen einen wesentlichen Abnehmer
sonstigen chemischen Produkten, in Bariumcarbonat zu erhalten und zugleich aussichtsreiche,
 neue Verfahren zu übernehmen,
11. Stolberger Düngerfabrik, vorm, A. Schippan &amp;amp; Co. G. m, b. H., Köln.
Kapital: Rımk. 480 000,—, Beteiligung: 100 %.
12, Kleinbahn Rheinbrohl - Moahlberg G. m. b. H., Hönningen a. Rhein,
Kapital: Rmk. 20 000.—. Beteiligung: 100 %,
13. Brunsbütteler Industriebahn &amp;amp;. m. b. H., Brunsbüttelkoog.
Kapital: Rmk. 4000,—, Beteiligung: 100%,
14. Kempenicher Phonolith G. m. b. H., Berlin.
Kapital: Rmk, 12 8300,—, Beteiligung: 100 %.
15. Gewerkschaft Noppenberg, Köln.
Kapital: Rmk, 10000.—,
16. Rhenania-Kunheim Chemische Fabriken G. m. b. H., Berlin.
Gegründet: 1928, Zweck: Betrieb chemischer Fabriken und Handel mit
Kapital: Rmk. 20 .000.—, chemischen Erzeugnissen.
Beteiligung: 100 %.
17. Baugesellschaft Friedrichshall m. b. H., Sehnde.
Kapital: Rımk. 100 000.—. Beteiligung: 100 %.
18, Bentherwerk Industrie- und Handelsgesellschaft m. b. H., Berlin.
Kapital: Rmk. 20 000.— Beteiligung: 100 %.

Beteiligung: 100 %.
        <pb n="70" />
        Kali-Chemie Aktiengesellschaft

Die Gesellschaft gehört folgenden Verbänden an:

Dauer

Deutsches Kalisyndikat &amp;amp;, m, b. H., Berlin. . .
Deutsche Steinsalz-Syndikats G. m, b. H., Berlin. . .
Deutsches Bittersalz-Syndikat G. m. b. H., Berlin. .
Elektrochemische Produkte G. m. b. H., Frankfurt a. M.
Verteilungsstelle für Chlorkalk, Frankfurt a. M.. . .
Schwefelnatrium G. m. b. H., Frankfurt a. M.. . ..
Sulfatvereinigung G. m. b, H., Frankfurt a, M.. . .
Syndikat Deutscher Sodafabriken GC. m. b. H., Bernburg
Syndikat Deutscher Aetznatronfabriken &amp;amp;, m. b. H,,
Bernburg 2
Rheinisch-Westfälische Verkaufsvereinigung für Salzsäure,
 Köln ı
Rheinisch - Westfälisches Schwefelsäure - Syndikat,
Barmen + ek
Deutsche Superphosphat-Industrie G. m. b. H,, Berlin .
Rhodansalz-Syndikat, Frankfurt a, M. ......
Deutsche Borax-Vereinigung, Hamburg . .. ..
Zündmetall-Convention, Werden a. d. Ruhr . .

unbestimmt
dis 31. 12. 1985
bis 31. 12. 1935
bis 31.12, 1929
bis 31.12.1929
bis 31.12. 1931
bis 81.12.1980
bis 31 12.1932

bis 31.12.1929
bis 31.12.1929

bis 81.12. 1931
bis31. 5.1934
bis31.12.1980
bis 31.12. 1988
bis 31.12, 1980

Heutiges Aktienkapital:
nom. Rmk, 35000 000.— Stammaktien in 17334 Stücken zu je Rmk. 1500.—
29996 Stücken zu je Rmk. 300,—
2 Stücken zu je Rınk. 100.—

Statistik.

Kündigungsfristen

Quote der
Kali-Chemie
A. 6.

zunächst bis 1953 43,7641 9/0
keine 7,6176 %
do. 5,90%
6 Monate vor Ablauf
do,
do.
do
do,

do

keine

6 Monate vor Ablauf

6 Monate vor Ablauf
keine
6 Wochen vor Ablauf

Kapital-Veränderungen,

Lt. Gen.-Vers. ı
vom

Vorkriegskapital-29.
 10. 20

30. 8. 21

23. 9.99

26. 2.24

M.
16. 12. 24

Rmk.,
5, 9. 28

9

+

Rmk,
30. 6. 80
Rmk.

Stamm-Aktien


6.40
4.25

37.580

2.920

14.0

65.0
— 455)

19.5
+ 10.0
+ 2.4375
_+ 0.0625
32.0
„+_3.0
35.0

Zusammenlegung


10 +

3

Kurs in %

ZI

5

Bez -R

5. B.

o. B.

3. B.

5. B.
8:1
po. B.

o. B.

Bemerkungen über Zweck usw.

an die Gewerkschaft Salzbergwerk Neu-Staßfurt
 II zu Löderburg gegen Einbringung
 der sämtlichen Anteile der Bergwerksgesellschaft
 Glückauf-Sarstedt m. b. H.
ın Sehnde
zum Erwerb von Kuxen Gew, Neustaßfurt
und Neustaßfurt II
an Konsortium
Die beschlossene Erhöhung um 49 Mill. Mk.
Aktien wurde durch die Reichsgerichtsentscheidung
 vom 18 1, 1924 für ungültig
erklärt
zum Umtausch weiterer Kuxe der Gewerkschaften
 Neu-Staßfurt und Neustaßfturt II

\bstempelung der M, 1000,— Stamm-Aktie
auf Rmk. 300. —.

zur Fusion mit Rhenania-Kunheim
-+ Dividende ab 1, 1. 1929
freihändig verwertet

L Dividende 1931; zum Erwerb der Anladen
 Heyl-Beringer Farbenfabriken
        <pb n="71" />
        {Kali-Chemie Aktiengesellschaft, 3

Anleihen.

Zinssatz und
Aufnahmeiahr

Betrag

rückzahlbar
ab zu %

umlaufender Betrag

Bemerkungen

7% von 1925
Serie A u. B
51/2 % von 1929
Serie C

£ 298 000.—

| 1929/58 | 102.5 |

1925/50 |

Rmk.,
5 661 263,67
1 51383 037.60

Anteil an der £ 12 000 000.— Anleihe des
Dt. Kalisyndikates. Sicherheit : Hypoth,
Anteil an der £ 3000 000.— Anleihe des
| Dt. Kalisyndikates. Sicherheit: Hypoth.

Beschäftigte: 1914 1925
Arbeiter, ..... 410 450
Angestellte u. Beamte 583 61
Grundbesitz:
gesamt . ... qm 258 194 258 194
bebaut .... qm 205 282 205 282
Versand:
Kainit effektiv. dz
20er Düngesalz
effektiv...
30er Düngesalz
effektiv...
40er Düngesalz
effektiv...
Chlorkalium 80% „
Gesamtabsatz
effektiv... K:O

1926 1927*) 1928 1929 1930
341 617 2552 3466 3 716
65 107 350 680 531

358 286
205 282

724472 5940926 5940926 62834790
897454 1291624 172291 624 1.370 797

810 740 604 958 799585 856 856 763 246
168 059 208 8389 212470 223 670 199 002
141

13.917 225 927 362 181 663 629 755 491 790 826
80 300 87534 188 060 224 477 279 346 286 592
536 184 472 7836 547 864 625 055 622 652

Gesamtabsatz:
des Kalisyndikats
in. . . . Mill. dz

10 998

* 123898

14 213

14014

Gesamtbeteiligung beim Kalisyndikat:
Ende des Jahres
in Tausendsteln .

42.6688

44.8381

45.1767 44.3325 43.7641

Umsatz:
Kaliwerke
Neustaßfurt-Friedrichshall
 i. Rmk, 1 800 000 3 695 000 4 685 000 7 438 000 Kali-Chemie
Rhenania-Kunheim ,, 28843000 27267000 28 204000 A. GG.
82038000 3831952000 3835642000 37922000 31297 000
*) bis 1927 nur Friedrichshall und Ronnenberg.
ab 1929 einschl. Konzerngesellschaften.

Börsen-Notiz:
a Berlin, Frankfurt a. M., Hamburg, Essen und Düsseldorf. Lieferbar sind nom. Rmk. 32 000 000.— Stamm:

Kurse
höchster. . .%
niedrigster . .%
letzter... .%

1913 1914
151.5 145
126 122.75
137.5 1292.75

Kurse und Dividenden.
1924 1925 1926 1927 1928 1929 1930 bis 31.7.
56.5 128 185 180 210 200 * 167
12,5 60 67.5 125.5 150 145 . 125,5
34.5 70 126.25 152 199.75 150 126

Berliner Kurs in 1929 |

Jan.

Febr.

März

Anril ı Mai | Juni ! Juli

Aug. |

Sept.

Okt.

Nov. | Dez.

höchster .........
Niedrigster ... 2...
letzter... .

200 | 185 183 184.5 1187 1|182,75| 188.5 ı179 179 | 172 175 154
184 | 165 165 | 170 1|168.751175 | 170 ae 168 | 155 ES 148
186 | 169 180.751 178 |176 [177 [ja7ı 1179 171 | 170 |150.75| 150
        <pb n="72" />
        Kali-Chemie Aktiengesellschaft
(SE N—

n

Dividenden

x

7x

‚ 1913 | 1920 | 1921 | 1922 ı 1923/24 | 1925/26 | 1927 | 1928 1929

[

0)» 2% | 200 | io | i5 | 5 | 7

a

Gewinn- und Verlust-Rechnungen.

Soll

| 81. 12.1925 - 31. 12. 1926

, 381. 12. 1927

Abschreibungen:
Auslandsanl., Disagio u. Agio
a desfücke Ru u as
Bergwerksanlagen ....
Fabrikanlagen” ..0 0.
Hilfswerkanlagen .
Reingewinn , ...

' 81. 12. 1928

81. 12. 1929

150 000.— 645 194.45
1 10.298,75
8 863.50 308 928.05
106 521.04 19342594 1542784.22 1989 888.—
142 791.49 215 617,31
1074 399.79 1100338.95 1560585.84 8 9207040.26
148257582 ' 1978604— | 3748514,51 | 5414465.66

136 800,—
124 776,52
140 401.01
1 080 367.32
1 482 344.85

81. 12. 1928 | 81. 12. 1929
Vortrag. .. » 144 I :— | 52 346.76 | 77733.10 | 66 473.22 | 180585.84
Gewinn ........ 148234485 | 1480229.06 | 1900870.90 3 682041.291! 5283 929.82
1482344.85 | 1482575,82 | 1978 604.- 8748514.51 5414465,66

Haben ! 381.12. 1925 | 31.12. 1926 | 81. 12. 1927

‘) Nach Absetzung von Rmk. 2.923 809.96 für Handlungsunkosten und Rmk. 1158 489.20 für Steuern.

Bilanzen.

Aktiva

Grundstücke ,,....,
Büro und Wohngebäude . .
Schachtanlagen, Betriebs- u,
Fabrikgebäude ,....
Maschinen und Apparate, .
Porgwerkeänlagen 7 EA +
Fabrikanlagen. ......
Hilfswerkeanlagen .....
Vorräte. .........
Kassa, Wechsel, Postscheck,
Reichsbank-Giro ....
Beteiligungen .......
Wertpapiere und Kautionen .
Disagio der 7% Goldanl. des
Dt. Kalisyndikats ....
Hypotheken .......
Debitoren:
pe hieß Debitoren .
thaben ......
Renten beankteteiligung .. x
Bürgschaften .......
Sicherheitshypotheken für
Teilschuldverschreibungen .
Sicherheitshypothek für Kali-_
 Auslandsanleihen .

Gmk.-Bilanper
 1.1. 1927

38 500.—

L 893 565,—
1 504 118.—
698 350.—
| 774 610,.—
64538 —

62 354.65
15 442 725.—

310 176.45
(55 375,—)

(187 650.—)

21843 938.10

81. 12. 1926

9267 767.90

4 411 997.54
3 844 176.62
4 710 063,04
1143 280.39

24 705.43
L6 886 225.67
22 907.25

650 000.—

i 981 614.74

{34 000.—)
(187 650.—)
(£ 700 800.—)
33 942 738.58

81. 12. 1927

260 000.—

4 268 501.—
3 800 200.—
1 645 500.—
792 346.42

35 219.60
L6 896 239,67
54 430.—

500 000.—

2 816 286.21

(84 000.—)

(£ 700 300.—)
83 568 722.90

31. 12. 1928

4 763 213.53
2.925 279.—
7 306 854,—
7 539 735—

5612 997.43
271 802.98
15 760 876.—
33 485.77

834 002,.—
6 838 773,97
4118 877,14
(125 500.—)

| (£ 700 800.—)
| 55 505 396.82

81. 12. 1929

4627 484.03
2 784 961.—

7 594 468 —
3 856 484 ——

6 705 937,79
196 297.18
L6 057 459.60
33 966.05

261 121.—

1 } 10 894.907.16

(160 500.—)

(£ 876 550.—)
58013 088.81 _

&amp;amp;
        <pb n="73" />
        Kali-Chemie Aktiengesellschaft

Bilanzen.

Passiva

amk.-Bilanz!
per 1.1.1924

81. 12. 1926

31. 12. 1927

31. 12. 1928

81. 12. 1929

Aktienkapital . .... +.
Reservefonds . .. . +...
Ybligationsanleihe . ....
Anteil an den Goldanleihen
des Dt. Kalisyndikates .
Allgem. Unterstützungsfonds
Aufwertungsverpflichtungen
und Rücklagen... ..
Hypotheken, ......
Kreditoren . .... + + +.
Obligationszinsen-Rückstände
Dividenden-Rückstände . .
Reingewinn . . .....
Bürgschaften .......
Sicherheitshypothek für Teilschuldverschreibungen
 . .
Sicherheitshypothek für Kali-Auslandsanleihen
 ....
Rentenbankschuld .....
Reingewinn-Verteilung: 1925 1926 1927 1928 1929
Dividende .......... 975000.—  975000.— 975000.— 1 365 000.— 2 880 C00.—
Reservefonds . . .. . 0... «os 28 218.51 — — —
Tantieme ........ +. 24802.05 21666.69 21666.66 65000.— 177777.77
Vortrag auf neue Rechnung . . 52 346.76 77783.10 103667.29 130585.84 149 262.49
Rmk. 1080367.82 1074399.79 1100333.95 1560535,84 3207 040.26

19 500 000.—
1 971 781.49
187 650.—

19 500 000,—
2 000 000,—
10 570.90

19 500 000.—
2 000 000.—

32 000 000.—
3 200 000.—
455 675—

32 000 000.—
8 200 000.—
412 950.—

(£ 876 550.—)

33 568 722.90 | 55505 396.82 | 58013 088.81 _
        <pb n="74" />
        Deutsche Solvay-Werke, Actien-Gesellschaft, Bernburg

Sitz der Verwaltung: Bernburg, Köthensche Straße 1.

Gründung:
Die Gründung erfolgte am 22, August 1885 mit
einem Grundkapital von M. 10000 000.—, 1904 wurde
das Kapital auf M. 40 000 000.—, 1920—1922 auf insgesamt

 M. 500 000 000.— erhöht. Am 30. Dezember
1924 erfolgte die Umstellung auf Reichsmark (durch
Zusammenlegung 20:3) auf Rmk, 75 000 000.-—.

Heutiges Aktienkapital:
nom Rmk. 75 000 000.— in 74988 Stücken zu je Rmk. 1000,—,
120 Stücken zu je Rmk. 100.—.

Das Unternehmen ist kapitalmäßig verflochten mit Seinem Mutterhause Solvay &amp;amp; Cie., Brüssel, das die
Mehrheit der Aktien besitzt.

Gegenstand des Unternehmens:
Fabrikation von Natron-, Kali- und Chromsalzen;
Gewinnung, Verarbeitung und Vertrieb der zur
Fabrikation genanter chem. Produkte dienenden Rohstoffe,
 sowie der aus obiger Fabrikation sich ergebenden

 Rückstände, und zwar selbst dann, wenn die
Gesellschaft diese Fabrikation nicht selbst betreibt;
Betrieb von Kali-, Steinsalz-, Braunkohlen- und
Steinkohlenberg werken.

Vorstand:
Ernst Eilsberger, Dr. jur., Geh. Regierungsrat a.D., Karl Hornung, Dr. Ing. €. h., Berg-Assessor, Berg-Bernburg;
 werksdirektor, Bernburg,

Aufsichtsrat:
Louis Solvay, Ingenieur, Brüssel;
Baron Emanuel Janssen, Brüssel:
Emil Tournay, Advokat, Brüssel:

Aufbau des
Betriebsverhältnisse und Produktion:
Die Deutsche Solvay-Werke A.-G. ist im Jahre
1885 gegründet worden. Hervorgegangen ist sie aus
den deutschen Filialen der Kommanditoesellschaft
Solvay &amp;amp; Cie. im Brüssel.
Die erste Sodafabrik, die Solvay &amp;amp; Cie. in
Deutschland, seit 1880, besaß, war die Fabrik in
Wyhlen. Es folgten Sodafabriken in Bernburg: (diese
Stadt wurde als Sitz der neu gegründeten Deutsche
Solvay-Werke A.-G. bestimmt), sodann die Sodafabriken
 in Saaralben und Chäteau-Salins in
Lothringen, die Elektrolytische und Aetznatronfabrik
in Osternienburg in Anhalt.
Die Sodafabrik in Rheinberg am Niederrhein, die
Aetznatronfabrik in Würselen bei Aachen und die
Aetznatronfabrik in Bernburg sind erst in diesem
Jahrhundert hinzugekommen.
Die Werke in Saaralben und Chäteau-Salins,
ebenso auch die Steinsalz- und. Sodawerke G. m. b. H.
Hohensalza, die von der Gesellschaft kontrolliert
wurde, sind infolge des Vertrages von Versailles verlorengegangen.

Die Aetznatronfabrik in Osternienburg wurde vor
kurzem stillgelegt; ihre Produktion ist auf die Aetznatronfabrik
 in Bernburg übergegangen.
An Bergwerkunternehmen besitzt die
Deutsche Solvay-Werke A.-G. das Kali- und Steinsalzbergwerk
 in Solvayhall bei Bernburg, das Braunkohlenbergwerk
 in Osternienburg, eine Beteiligung an
der Braunkohlengrube Georg bei Aschersleben und
eine in ihrem Ausbau und ihrer Entwicklung zunächst
angehaltene umfangreiche Bergwerksanlage auf dem
inken Ufer des Niederrheins, Borth-Wallach im
Kreise Mörs. Die zu letzterem Berg werksunter-Ernest

 John Salvay, Brüssel;
Emil Gielen, Dr.-Ing. e. h., ‘Direktor, Berlin-Charlottenburg.


I’nternehmens.

nehmen gehörigen vier Schächte sind im Jahre 1906
vegonnen und im Laufe der Jahre 1920 bis 1926 zu
vorläufigem Abschluß gelangt, nachdem die Schächte
Borth I und II durch Steinsalz- und Kalilager bis in
lie Steinkohlen, der Schacht Wallach II durch Steinjalz
 und Kali bis zum Liegenden des Steinsalzlagers
ınd der Schacht Wallach I bis 15 m über dem Steinjalz
 niedergebracht waren. Auf der Doppelschachtınlage
 Borth wird zur Zeit Steinsalz gefördert, das
zur Versorgung der Sodafabrik Rheinberg und
larüber hinaus für den allgemeinen Markt bestimmt
st, während die Förderung von Steinkohle und Kalisalzen.
 noch nicht aufgenommen ist. Im Hinblick auf
lie Sonderbestimmung des Kaliwirtschaftgesetzes,
wonach ‚eine Ausnahme von dem Kaliabteufungverbot
ınd die Gewährung einer Kaliquote bei Vorliegen
nes „volkswirtschaftlichen Interesses“ zugelassen
st, besteht begründete Aussicht auf Gewährung einer
Saliquote für die frachtlich außerordentlich günstig
ınd überdies fernab von den übrigen deutschen Kali-’evieren
 gelegene Bergwerksanlage am
Niederrhein, Die Verhandlungen hierüber sind
1och nicht abereschlossen.

Nachdem die Gesellschaft ihre in Saaralben und
Chäteau-Salins betriebenen Salinen durch den Vertrag
von Versailles verloren hat, besitzt sie nur noch eine
Saline in Bernburg. Schließlich sei noch die in Bern-Jurg
 zur Verarbeitung der Kalirückstände aus der
Sodafabrikation eingerichtete Zementfabrik der Gesellschaft
 genannt, die sich indes noch im Entwicklungsstadium
 befindet.
Die Zahl der Betriebsstätten der Gesellschaft
betrug 1913: 10, in den Jahren 1925 bis 1929: 8.
        <pb n="75" />
        Deutsche Solvay-Werke, Aktiengesellschaft, Bernburg

Die Produktion der Gesellschaft umfaßt Sodaprodukte
 (kalzinierte Soda, kaustische Soda — Aetznatron,
 Natriumkarbonat, ‚Kristallsoda, Salmiak),
Kalisalze, Kaliprodukte und Kalinebenprodukte,
Steinsalz und Siedesalz, Chlorprodukte und Wasserstoff,
 Portlandzement, Braunkohle,
Mengenmäßig ist in der Sodaproduktion der
Deutsche Solvay-Werke A.-G. gegenüber 1913 keine
erhebliche Steigerung eingetreten, was sich insbesondere
 aus dem verlorenen Absatzgebiet der zwei
zw. drei Fabriken erklärt.
Der Anteil der Gesellschaft im Sodasyndikat liegt
U 65 %, ihr Anteil im Aetznatronsyndikat unter
10 %.
Die auch von der Gesellschaft aufgenommene
Rationalisierung hat sich weniger auf die bis ins
&amp;gt;inzelne weitest möglich durchgearbeitete . Sodalabrikation
 selbst als auf ihre Nebenbetriebe, z. B. den

Calksteinbruch und den Solebergwerksbetrieb, be-‚ogen.
 In diesem Zusammenhang ist besonders
ıjervorzuheben, daß die Selbsterzeugung von
talzinierter Soda in der Aetznatronfabrik Würselen
ingestellt ist (die Soda wird jetzt von Rheinberg
ıach Würselen geliefert) und, wie bereits erwähnt,
lie Osternienburger Produktion des so lange aus
3ernburger Soda hergestellten Aetznatrons nach
bernburg verlegt worden ist. Als Rationalisierungsnaßnahme
 darf auch der Umbau der Chlorkaliumabrik
 in Sovayhall sowie die Einrichtung modernster
feuerungsanlagen in den Fabriken bezeichnet
verden.”)

*) vgl. Ausführungen des Sachverständigen Herrn
äeh. Regierungsrat a, D. Dr. Eilsberger (D. 8. mw im
3ericht des Enquete-Ausschusses (III. Unterausschuß)
an „Toutsche Chemische Industrie‘, Berlin 1980,
Ss, %

Feldbesitz.
Die Gesellschaft besitzt 7 Grubenfelder zwischen besitz ist zum Abbau aufgeschlossen.
Bernburg, Alsleben (Saale) und Güsten auf Kalisalze Zahlreiche Normalfelder auf Steinsalz und Kohle
und Steinsalz bzw. Sole mit 14000000 qm Flächen- m linksrheinischen Teile des Regierungsbezirkes
inhalt; hiervon ist ein Solefeld noch unverritzt, Von Düsseldorf, Dieselben sind konsolidiert zu den Berglen
 5 konsolidierten Grubenfeldern mit einer Größe werken Borth I m. II, Doppelschachtanlage zur Gevon
 10000000 qm ist etwa ein Elftel der Fläche in winnung von Kalisalzen, Steinsalz, Sole und Stein-Abbau
 genommen, aber erst teilweise verhauen. zohle und Wallach I u. II, Doppelschachtanlage zur
Bei Peißen (Saalekreis) besitzt die Gesellschaft Gewinnung von Kalisalzen, Steinsalz und Sole mit
ein Kali- und Steinsalzbergwerk; 2000000 qm Feld- ‘nem Gesamflächeninhalt von etwa 175000000 am.

Werke

Solvayhal IL...
Solvayhall I...
Solvay in Preußen .
Plömnitz I...

Kal’ TVYorke des Deutsche
Gesetzl.
Quote
"/oo
56129
4.9394
4.4903
„2. _ 8.5928
Debertrag: 18.6349

*97 00 Wart e-Konzerns
Gesetzl.
Werke Quote
"oo
UVebertrag: 18.6349
Plömnitz II... 0.00.00.0000.0.0. 40 40 40, 8,3678
Anteil an den Mansfeld- und Einigkeit-Quoten 2.4338
Insgesamt Solvay-Werke 24.4365

Beteiligungen.

Die D.S. W, sind an einer Reihe anderer Unteraehmungen
 beteiligt. Sie besitzen die Aktiengesamtheit
 der Werra-Werke A,-G., Eisenach, die lediglich
kalzinierte Soda herstellt.
Weiter bestehen Beteiligungen an der Kaliwerke

Salzdetfurth A.-G., Salzdetfurth, an der Gewerkschaft
Consolidierte Braunkohlengrube Georg‘ in Königsaue,
an den Gewerkschaften Einigkeit I bis III in Ehmen
bei Fallersleben und an den Gewerkschaften Siegiried
 I und II in Vogelbeck bei Salzderhelden.

Beschäftigte: 1913 1925 1926 © 1927 1928 1929
Arbeiter ...... 5036 6069 5404 5418 5666 5820
Angestellte . . 441 663 639 609 617 630

Dividenden | 1924 | 1925 | 1926 ! 1927 | 1928 | 1929
RT N NN TUT

Soll

Unkosten der Zentrale
Reingewinn. .. .

EZ

Fan

FH =

A

&amp;gt;.

—

ar FF

'mnYyepn.

31. 12. 1926 |

31. 12. 1927 ' 381.12, 1928 | 31. 12, 1929

2074418.17 | 1829665.78 | 1684 903.45
= 1. 6442105.— | 6442105.—
1428984.94 | 2074418.17 | 8271770.73 | 8127008.45
        <pb n="76" />
        Deutsche Solvay-Werke, Aktiengesellschaft, Bernburg ;

Haben

Gesamtnettoeinnahme abzügl.
sämtlicher Unkosten, Abschreibungen,
 Steuern usw.

31. 12. 1926 ' 31. 12. 1927 | 31. 12. 1928

31. 12. 1929

1428984.94 | 2074418.17 | 8271770.73 | 8127008.49
li SS
1428984.94 | 2074418,17 | 8 271 770.73 8 127 008.45

Bilanzen,

Aktiva

Kaliwerke, Salinen u. sonstige
Anlagen . ........
Mobilien ......0..
Waren, Betrieb, Lager usw.
Kasse, Wechsel, Effekten, Beteiligungen.
 .......
Debitorem . .
Kautionseffekten .,....,
Avalkonto. .......

Passiva

Gmk.-Eröffn.-Bilanz
 1.1.1924

31. 12. 1926

81. 12. 1927

31. 12. 1928

31. 12. 1929

31 738 879.74
1.233 052.21
5 319 592.65

107 491 813.32
1 681 747.79
8481 554.—
1 810012.22
9 729 536.85 |

99 182 439.82
1 505 721.44
8 577 640.84

97 887 547.02
1.251 8340.06
11 213 989.25

38 655 373.31
1367 363.78
14 406 604,95

283255647 6562493.71 6379 889.48
18 706 949.18 16804087.75 13276 376.71
(35 000.—) (35 000.—) (35 000,—)
_ (87000.—) __ (87000.—) (197 000.—)
96 426 891.21 \129 194 664.18 [125 8C5807.25 |138719407.79 | 134 085 608.23

995 883.74
7139 482.87

Gmk.-Eröffn.-Bilanz
 1.1.1924

31. 12. 1926

31. 12. 1927

81. 12. 1928

31. 12. 1929

Aktienkapital ........
Gesetzliche Reserve. ....
Obligationen. .......
Nicht eingelöste Genußrechte
Rückständige Oblig, u. Genußrechte-Zinsen.
 ‚ .....
Jubiläumsstiftg, f. d. Beamten
do. f. d. Arbeiter
E. &amp;amp; A. Solvay-Fonds ...
Rückstell. £. zweifelhafte Forderungen
 u, Verpflichtungen 1.732 793.54 1 757 443,15
Solvay &amp;amp; Cie, Brüssel... 24 446 105.83 23 758 105.91
Sonstige Kreditoren .... 14 373 533,92 14 918 930.17
Reingewinn ...... — 6 442 105.— 6442 105.—
Kautionskonto . ... (35 000.—) (35 000.—) (35 000.—)
Avalkonto . ...... | (87000.—) __(87000.—) __(197000.—)
' 96426891.21 |129194664.18 |125 805 307.25 |183719 407.79 | 134 085 608.23
        <pb n="77" />
        Wintershall=-Konzern
        <pb n="78" />
        Wintershall Aktiengesellschaft, Berlin
(früher Kali-Industrie Aktiengesellschaft)
Sitz der Verwaltung: Kassel, Hohenzollernstr. 139.

Gründung:
Die Gründung erfolgte am 1. Dezember 1921 mit
aktien und M. 50000 000,.— Vorzugsaktien unter der
29. Juni 1929 Aenderung der Firma in die jetzige.

Gegenstand des Unternehmens:
Beteiligung der Gesellschaft an der Kaliindustrie
und der Abschluß aller damit sowie mit der
Finanzierung und dem Betrieb von Kaliunternehmungen
 zusammenhängenden Geschäfte aller Art.
Die Gesellschaft ist berechtigt, Kali- und ähnliche
Werke zu errichten, zu erwerben, zu verwalten und
in jeder Form zu verwerten,
Vorstand:
Generaldirektor August Rosterg, Kassel;
Dr. Curt Beil, Kassel;

Aufsichtsrat:
Rechtsanwalt und Notar Dr. Heinrich Schmidt I,
Hannover, Vorsitzender;
Fabrikbesitzer Dr. Günther Quandt, Berlin, stellv.
Vorsitzender;
Oberregierungsrat Boesemann, Weimar;
On Daten Otto Bollmann, Hannover;
„, Regierungsrat Dr. C. Brügman, Dortmund;
Dr. A. Cremer, Dortmund; &amp;gt;
Baron Georg von Dannenberg, Hannover;
Dr. Max Esser, Baden-Baden;
Dr. Da Goebel, Wulwesort b. Fleckenberg (Sauerand):

Friedrich Franz Graf Grote, Varchentin;
Direktor Ernst Hagemeier, Frankfurt a. M.;
Bankier Carl Hagen, Berlin;
Gustav Hilgenberg, Essen;
Wirkl. Geh, Staatsrat Dr. Hunnius, Weimar;
Kommerzienrat Dr. Max Koswig, Finsterwalde;
Bankier Ernst Kritzler, Berlin;
Generalversammlung (Stimmrecht):
je nom, Rmk. 400,— 1 Stimme,

Reingewinn-Verwendung:
1. zunächst werden dem gesetzlichen Reservefonds
mindestens 5 %, solange bzw. sooft derselbe nicht
den zehnten Teil des Grundkapitals erreicht, zugeführt;

den Sonderrücklagen werden diejenigen Beträge
zugeführt, weiche auf Vorschlag des Aufsichtsrats
 von der Generalversammlung für erforderlich
 erachtet werden, und außerdem diejenigen

Zahlstellen:
Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft, Berlin,
oder deren Niederlassungen in Düsseldorf, Essen,
Frankfurt a. M., Kassel, Münster i. W.;
Bankhaus S, Bleichröder, Berlin;
Commerz- und Privat-Bank Aktiengesellschaft,
Berlin, oder deren Niederlassungen in Hannover,
Kassel;
Continentale Handelsbank, Amsterdam;
Darmstädter und Nationalbank Kommanditgesellschaft
 auf Aktien, Berlin, Kassel;
Dresdner Bank, Berlin, oder deren Niederlassungen
in Hannover, Kassel;
Bankhaus Siegfried Falk, Düsseldorf und Köln;
Bankhaus Hagen &amp;amp; Co., Berlin;
Bankhaus Albert Hornthal, Hildesheim;
Herren Hope &amp;amp; Co., Amsterdam:

einem Grundkapital von M. 100000 000.— Stamm-Firma
 Kali- Industrie A.-G., Berlin-Kassel. Am

Sie ist auch berechtigt, sich an anderen Unternehmungen
 in jeder zulässigen Form zu beteiligen.
Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Zweigniederlassungen
 im In- und Auslande zu errichten.

Gustav Römer, Kassel;
Dtto Werthmann, Kassel.

Bankdirektor Ernst Magnus, Hannover;
Direktor Dr. Karl EN Bochum;
Ministerialrat Dr. Karl Müller, Weimar;
Bankdirektor Henry Nathan, Berlin;
Freiherr S. Alfred von Oppenheim, Köln;
Rechtsanwalt :A. Peters, Düsseldorf;
Großkaufmann Wilhelm Piepmeyer, Kassel-Wilhelmshöhe;

Bankier Albert Plaut, Hildesheim;
Ministerialdirektor Professor Dr. Rauch, Weimar;
Justizrat ‚A, Raude, Dortmund;
Bankdirektor Schäfer, Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft,
 Düsseldorf;
Bankdirektor Dr, Oskar Schlitten, Berlin;
Rechtsanwalt Wilhelm Schmidt, Hannover;
Generalkonsul Dr. August Strube, Bremen;
Reg.Assessor Dr. G. W. von Waldthausen, Essen;
Geh, Kommerzienrat Karl Weyhenmeyer, Duisburg.

Geschäftsjahr:
1. Januar bis 31. Dezember.

Beträge, welche etwa darüber hinaus die Generalvera
 ram zu solchen Rücklagen bestimmen
wird;
der hiermnach verbleibende Ueberschuß wird als
Gewinnamnteil auf die Stammaktien verteilt, soweit
 die Generalversammlung nicht dessen Verwendung
 für besondere ‚Aufgaben oder dessen
Vortrag auf neue Rechnung beschließt.

3

Herren Lippmann, Rosenthal &amp;amp; Co., Amsterdam;
Nederlandsch-Indische Handelsbank, Amsterdam;
Bankhaus Sal. Oppenheim jr. &amp;amp; Cie,, Köln;
Schweizerische Kreditanstalt, Zürich;
Thüringische Staatsbank, Weimar;
Bankhaus C. G. Trinkaus, Inhaber Engels &amp;amp; Co.,,
‘Düsseldorf;
Westfalenbank A.-G., Bochum und Hannover;
Gebrüder Dammann Bank, Kommanditges. auf
Aktien, Hannover;
Kali-Bank A.-G., Kassel;
Bankhaus Laupenmühlen &amp;amp; Co,, Berlin;
Bankhaus Hermann Schüler, Bochum;
Bankhaus Gebrüder Stern, Dortmund;
3Zanque Generale du Luxembourg, Luxemburg,
        <pb n="79" />
        Wintershall Aktiengesellschaft, Berlin

Aufbau des

Die Gesellschaft war und ist heute noch zu
sinem großen Teil die Holding- und Finanzierungs-Gesellschaft
 des Winterhall-Konzerns, In sie wurde
der größte Teil der Majoritäten eingebracht, die sich
im Besitz des Wintershall-Konzerns befanden.
Nachdem am 1. April 1926 das Gesetz über
Steuermilderungen zur Erleichterung der Wirtschaftslage
 in Kraft getreten war, wurde die Ver-Sohmelzung
 des größten Teiles der Gesellschaften des
Wintershall-Konzerns mit der Kali-Industrie, jetzt
Wintershall A.-G. vorgenommen, ;
Nach den Generalversammlungs- bzw, Gewerkenversammlung
 sbeschlüssen vom 20. bis 23, September
1926 gingen nachstehende Gewerkschaften bzw. Gesellschaften
 im Wege der Fusion als Ganzes unter
Ausschluß der Liquidation auf die Kali-Industrie,
jetzt Wintershall A.-G., Kassel, über:
A.-G. Bismarckhall, Bischofferode; A.-G, Deutsche
Kaliwerke, Bernterode; A.-G. Vereinigte Norddeutsche
Kaliwerke, Berlin; Gew, Alexandershall, Berka; Gew.
Kaiseroda, Merkers, Gew. Sachsen-Weimar, Unterbreizbach;
 Gew, MHeiligenmühle, Gew. Buttler,
Dechsen; Gew. Heiligenroda, Dorndorf; Gew. Kaliwerk
 Großherzogin Sophie, Oechsen; Kaliwerke Großherzog
 von Sachsen .A.-G., Weimar; Gew. Großherzog
Wilhelm Ernst, Oldisleben.
Ferner wurde durch die General- bzw. Gewerkenversaramlungen
 vom 20, bis 23. September 1026 die
Liquidation der folgenden Gewerkschaften bzw. Gesellschaften
 beschlossen und deren Vermögen bestmöglichst
 verwertet:
Gew. Alicenhall, Gotha; Gew. Beberstedt, Hüpstedt;
 Gew, Carlsfund, Groß-Rhüden; Gew. Ellers,
Neuhof; Gew. Felsenfest, Hüpstedt; Gew. Gebra,
Obergebra; Gew, Glücksborn, Hannover; Gew. Wils,
Beesenstedt; Gew. Heldrungen I und II, Oberheldrungen;
 Gew. Herfa, Heringen; Gew, Heringen; Gew. Hermann
 IL, Königsdahlum; Gew. Hüpstedt; Gew. Immenroda,
 Straußberg; Gew. Irmgard, Oberheldungen;
Gew. Johannashall, Beesenstedt; Gew. Meimerhausen,
Freden; Gew. Neurode, Heringen; Gew. Reichskrone,
Kassel; Gew, Richard, Kassel; Gew. Rothenfelde,
Fallensleben; Gew, Schlotheim; Gew. Walter, Oberı1eldrungen;
 Gew. Wilhelmshall, Änderbeck; Gew. Ferna,
Kassel; Gew. Westohm, Kassel; Gew. Rheinland,
Zassel; Gew. Lohra, Öbergebra; Gew. Glückauf,
Sondershausen; Gew. Glückauf-Bebra, Sondershausen;
Gew, Glückauf-Ost, Sondershausen; Gew, Glückauf-Ebeleben,
 Sondershausen; Gew, Glückauf- West,
Sondershausen; Bengwerksgesellschaft Wintzingerode,
Kassel; Bergbaugesellschaft Alicenhall m, b. IL,
Kassel; Kaliwerke Meimerhausen G.m.b,H., Klein-Freden;
 Chemische Werke Glückauf G. m, b. HE,
Sondershausen; Chemische Fabriken Wolkramshausen
G. m. b. H., Wolkramshausen; Chemische Fabriken
Hüpstedt G&amp;amp;. m. b. H., Hüpstedt,
In der Gewerkenversammlung vom 23, Dezember

na

“ —ehmens,

1926 wurde die Liquidation der Gewerkschaft Westkadlen
 beschlossen.
1927 erfolgte gemeinsam mit den Klöckner-Werken
 die Gründung der Gewerkschaft Victor in
zauxel zwecks Bau von Stickstoffgewinnungsanlagen.
Die Grundlage für die Stickstoffproduktion bildet
me Lizenz auf das Claude-Verfahren für Ammoniak-;ynthese,
 die die Gesellschaft im Jahre 1926 ervorben
 hat.
In den em en vom 14, Apriül
927 wurde die Liquidation der Gew, Hedwigsburg,
Neuhof, am 30. Juni 1927 die der Gew, Anhalt,
Sassel, Gew. Burgraf, Gotha, Gew, Hildesia, Hannover
ew. IHberstedt, Kassel, Gew, Salzungen, Kassel, und
ler Bergwerksgpgesellschaft Aller Hammonia m. b. H.,
Kassel, beschlossen,
Am 8, August 1927 übernahm die Gesellschaft im
Wege der Fusion die Alkaliwerke Ronnenberg,
Im Oktober 1927 nahm die Gew. Vietor eine Aneihe
 von hfl. 8 000 000.— auf.
Die Gesellschaft hat der gesamten deutschen
Caliindustrie eine Option auf Beteiligung an den Anagen
 in Rauxel eingeräumt.
1927 wurden bei der Gewerkschaft Glückaufjondershausen
 Fabrikationsanlagen zur Herstellung
zon Kalisalpeter und Mischdünger gebaut, von denen
lie Kalisalpeterfabrik Anfang 1929 in Betrieb geryenommen
 wurde,
Laut Generalversammlungsbeschluß vom 30. Juni
928 erhöhte die Gesellschaft das Aktienkapital unter
\usschluß des gesetzlichen Bezugsrechtes um Reichsnark
 80000 000.— ‚Aktien, die ab 1, Januar 1928
lividendenberechtigt sind. Die Ausgabe der neuen
\ktien erfolgte zum Kurse von 107 %,
Die Uebernahme der neuen Aktien erfolgte durch
lie Kali-Bank Akt.-Ges,, Kassel, als Führerin eines
Xonsortiums mit der Verpflichtung, davon nom,
im. 60 000 000.— den alten Aktionären im Verhältnis
2:1 zum Kurse von 107 % dh anzubieten.
ie restlichen Rmk, 20 000 000.— erhielt die Gewerkchaft
 Wintershall zu Heringen mit der Verpflichtung,
inen bei der Verwertung sich ergebenden Ueber-‘chuß
 über die Selbstkosten restlos der Gesellschaft
zuführen,
1929 Beteiligung an der dritten Anleihe des
Deutschen Kalisyndikates G. m. b. H.
Laut Generalversammlungsbeschluß vom 29, Juni
1929 Aenderung der Firma in „Wintershall Aktienresellschaft‘“;
 die alten auf den Namen Kali-Industrie
A.-G. lautenden Aktien wurden gegen neue auf den
jetzigen Namen lautende umgetauscht.
Die Gewerkschaft Hildesia wurde mit den ge-3amten
 Aktiven und Passiven übernommen und Anteile
 des Dr. Wilhelm Sauer-Konzerns (Gew. Hoheniels,
 Gew. Bergmannssegen, Gew. Erichssegen, Kali-Gew.
 „Hugo“, Gew. Ottoshall) neuerworben.

Betriebsbeschreibung.
Grundbesitz und Gerechtsame der Wintershall A.-G.:
Der Grundbesitz hat eine Größe von 15290656 qm, die Gerechtsame umfaßt 1593981 383 am.
Zahl der Schächte:
Die Wintershall A.-G. und die mit ihr verbundenen Unternehmen einschließlich der Gewerkschaft
Wintershall besitzen 92 quotentragende Schächte; von ihnen sind 54 endrültig stillgelegt.

Fahriken: 11 chemische Fabriken.
        <pb n="80" />
        Wintershall Aktiengeselischaft, Berlin

Werke des Wintershall-Konzerns
Werke Gesetzl. Quoten Werke
Dan

Gesetzl. Quoten
oo
234.7776

Alexanderhall
Do...
Abteroda . . .
Dankmarshausen . . .
Heiligenroda
I x x ;
u
mM.
IV
Vo...
Kaiseroda
1.
II
MI . ..
Sachsen-Weimar .
Bismarckshall
Bischofferode I
Bischofferode II
Gebra. . 2...
Lohra. . 0. 0.0.0.0.
Deutsche Kaliwerke
Preußen ...... 1... . 60620
Sachsen ....... . . 5,3884
Neubleicherode . . . . 5.8374
Bernburg
Bernburger Kaliwerke . . . 5.3884
(5 5.3884
Erbprinz‘. . . 000 4.9394
Coburg . - 4.4230
Glückauf
Glückauf I (Sondersh.) . . . .
Glückauf-Ost IV... . .
Glückauf-Ost V . . . .
Glückauf-Ost VI. +. 4
Glückauf-Bebra . . . ..
Großherzog v. Sachsen

Uebertrag
Bismarckshall (Samswegen) ;
FJohannashall .
Nils . .
Walter . . .
terna. . .
Nestohm .
Zothenfelde
Zheinland
dermann II .
Meimershausen
Carlsfund

4.1760
3.1432
2.7840
4.3781
0.4490
0.8083
3.5025
0.6786
2.0187
1.7961

13.2466

10.1032

5.6354
4.1761
4.7148

92.9239

18.4553
6.4212

il...
Hohenzollern
Hüpstedt .
Beberstedt .
Felsenfest .
Hülsen .
Wilhelmine
Carlsglück
Gilten . .
Alicenhall . .
Aller-Hammonia
Hülsen
Grethem-Büchten ,
Glücksborn . ..
Wilhelmshall
HN... ..
Dingelstedt
Hedwigsburg
Hedwigsburg
Neindorf
Neuhof-Fulda
Ellers. ..
Ronnenberg
II (Aller-Nordstern) . . . ..
III Sch. I _(Thiede). . ...
III Sch. II (Thiede). .. .
Anhalt . . +.
lberstedt ... .
Selbständige, zum Winterhall-Konzern
 gehörige Körperschaften:
Wintershall, Gewerkschaft . . . ,
Mathildenhall . .. 0... . +4
Dreileben (Welfensleben) . . . .
Belsdorf ..... . +. +4 .000
Immendorf . 0.0.0.0. 0 00
\Neringersleben . . .
A\ntonsglück . . . ._
Zuzügl. sonstige bis zum Jahre 1953
erworbeneQuotenansprüche(Uebertrag
 von Neustaßfurt-Friedrichshall
 wegen Ronnenberg I und
Deutschland) . . . +
Dr. Wilh. Sauer
Hohenfel8s ....0.. . . 5.2587
Bergmannssegen . ..0. . 64212
Hugo . ..00.0..0 0. + „ 5,3884
Srichssegen . 5.2587
Ittoshall . . . _ 26044 24.0214
Insgesamt Wintershall-Konzern: 407.9250

5.6129
1.4903
1.9394
1.9394
1.4908
4.9394

10.9115

90.8788

17.2878

20.1399

26.6277

L

5.6129
5.2986
5.2986
5.6129
4.9394
4.4903
4.4908
A.8981

.J
II
Hildesia .
Heringen
Herfa . .
Neurode . .
Buttlar . . .
Heiligenmühle
Heiligenmühle ...0. 0... 0,8981
Mariengart . ‚x 0 + « , 0.8981 11.6749
Wolkramshausen
Nordhäus. Kaliwerke I . . . 5,3884
Nordhäus. Kaliwerke II . . . 4.849
Ludwigshall . . 5.0292
[mmenrode . . 5.1689
Wilhelm Ernst
{ .
ha
Irmgard . .
Heldrungen HI
Richard . .
Reichskrone-Burggraf
 .
Salzungen

L6.2101
5.6129
4.9304

15.0875

30.0179
9834.7776

"Nebertrag
        <pb n="81" />
        Wintershall Aktiengesellschaft, Berlin

Beteiligungen.

ı. Kali-Bank A.-6., Eisenach-Kassel,
Gegründet: 5. Mai 1900 als „Thüringer Kreditanstalt,
Fisenach“.
Kapital: Rmk, 800 000.-—,
Zweck: Vermittlung des gesamten Geldverkehrs sämtlicher

 dem Wintershall-Konzern angeschlossenen
Unternehmungen,
Beteiligung: 100%,

2. Gewerkschaft Vietor, Stickstoff werke,
Gegründet: 1927, Anleihe: hfl. 8000 000.— von 1927 zu 6% %.
Kuxe: 1000, Für die Anleihe haben die Wintershall A,-G, und
Anlagen: Stickstoff-Fabrik (im Oktober 1928 in Be- die Klöckner-Werke A.-G. Solidarbürgschaft mit
trieb genommen). Das Fabrikationsprogramm um- hfl. 8 000 000.— übernommen.
faßt die Umsetzung von Ammoniak und Rohkali in Beteili 50% ı Klö: % „-G.
hochprozentigen Kalistickstoifdünger. eteiligung: 50 % (Rest Klöckner-Werke A.-G.),

Rauxel.

3. Chemikalien Aktiengesellschaft, Berlin
Gegründet: 1. Dezember 1922,
Kapital: Rmk, 600 000.—,
Zweck: Verkauf der Produkte der Gesellschaften des
Wintershall -Konzerns außer Kali. Handel mit

allen Schwerchemikalien sowie Speise- und Ge
werbesalzen. .
Beteiligung: 100 %.

4. Gewerkschaft Dreileben, Wefensleben.
Kuxe: 100,
Gerechtsame: 18669970 qm in den Gemarkungen
Ummendorf, Eilsleben, Badeleben, Wefensleben,
Sommerschenburg, Belsdorf, Wormsdorf und Ovel-YÖNNE.


Anlagen: 1 Förderschacht, Carnallitmühle, Steinsalzmühle,
 Drahtseilbahn vom Schacht zur Fabrik.
Werksbahnhof,
Der Kalibetrieb ist bis 1953 stillgelegt.
Beteiligung: 100%.

5. Gewerkschaft Ummendorf, Wefensleben.
Kuxe: 100,
Gerechtsame: 7598030 qm in den Gemarkungen
Ummendorf-Eisleber, Wormsdorf und Ovelgönne,
Kreis Neuhaldensleben,

Anlagen: stillgelegt.
Beteiligung: 100 %.

6. Gewerkschaft Belsdorf, Kassel.
Kuxe: 100,
Gerechtsame: 9486798 qm in den Gemarkungen
Belsdorf, Ostingersleben, Alleringersleben, Marienborn.
 Sommenrschenburg, Wefensieben. Gutsbezirk

und Enklave von Völpke im Kreise Neuhaldensleben,

Anlagen: bis 1053 stillgelegt.
Zeteiligung: 100 %.

7. Kaligewerkschaft „Bonifaeius‘“, Buttlar.
Kuxe: 1000,
Gerechtsame: 74705705 qm in den Gemarkungen
Buttlar, Borsch, Brembach, Bremen, Geisa, Kranlucken.
 Ketten und Reinhardts.

Anlagen: unterhält keinen Betrieb.
Beteiligung: 100 %

5, Gewerkschaft Mathildenhall, Diekholzen bei Hildesheim,

Anzahl der Kuxe: 1000.
Gerechtsame: 8799606 qm in den Gemarkungen
Gromau, Barfelde, Eitzum, Hönze, Eddinghausen,
südwestlich Hildesheim; markscheidend mit
Hildasıa

D. Gewerkschaft Escherberg, Diekholzen
Anzahl der Kuxe:* 10041

Anlagen: Betrieb ruht.
Beteiligung: 100%.

bei Hildesheim.
Anlagen: Unterhält keinen Betrieb,
Beteiligung: 100 %.
        <pb n="82" />
        Wintershall Aktiengesellschaft, Berlin

LO. Dr. Wilhelm Sauer-Konzern,
a) Gewerkschaft Hohenfeis, Hohenfels (Prov.
Hannover). &amp;gt;
Kuxe: 1000.
b) Gewerkschaft Bergmannssegen, Lehrte,
Kuxe: 1000.
c) Kali-Gewerkschaft Hugo, Ilten bei Lehrte,
Kuxe: 1000.
d) Gewerkschaft Erichssegen, Lehrte.
Kuxe: 1000.

e) Gewerkschaft Ottoshall, Kalibergwerk, Lehrte.
Kuxe: 1000. .
Absatz der Sauer-Werke:
1929 -— 859 757 dz K2O.
Beteiligung des Wintershall-Konzern am Sauer-Konzern:
 Der Wintershall-Konzern besitzt die Majorität.

Die Gesellschaft gehört folgenden Verbänden an:
Deutsches Kalisyndikat G. m. b. H., Berlin; Deutsches Chlormagnesium - Syndikat G, m, b. H.
Deutscher Kaliverein E. V., Berlin; Berlin;
Arbeitgeberverband für die Kaliindustrie, Berlin. Sulfatvereinigung G. m, b. H., Frankfurt a. M.;
[nteressengemeinschaft der Deutschen Kali-Industrie Deutsches Bittersalzsyndikat G. m. b. H., Berlin;
G. m. b.H., Berlin; Deutsches Steinsalzsyndikat G. m. bb. H., Berlin.
Deutsches Brom-Syndikat G. m. b. H., Berlin;
Großaktionär: Gewerkschaft Wintershall, Heringen a. d. Werra (ca. 60 %).

Statistik.

Heutiges Aktienkapital:
nom, Rmk. 200 000 000.— Stammaktien in 500 000 Stücken zu je Rmk. 400.— (Nr. 50 001—550 000).

ma

iu l-Veränderungen,

lt. Gen-Vers.-Beschl.

St.-Akt,
in Mill.

Vorz.-Akt. ı Bezugsrecht
in Mill. |j;mVerh.| Kurs

vom

Gründungskapital
29. 12, 22
M.
19. 12. 24

100.0

500 |

o. B.

900.0 '
1000.0. ı 50.0
200.0)
(— 50.0
'_ 480,0)
320.07
(— 200.0)

3

9

Rmk,
28, 6. 26

30. 6. 28

120.0
+ 60.0
+ 920.0 |
Rınk. | 200.0

2:1
o. B. |

107
107

Bemerkungen

„von den Gründern übernommen

Umstellung auf Rmk.
Einziehung von Stammaktien
Einziehung von Vorzugsaktien
Zusammenlegung 5:2

Herabsetzung durch Einziehung von
Vorratsaktien aus dem Besitz der
Kali-Bank A.-G.

-+ Dividende 1928
an Gewerkschaft Wintershall -+ Div. 1928

Anleihen.

A, Em, von 1924 ursprünglich sfrs, 22 320 000,— zu
1% % p-a. verzinslich; rückzahlbar bis Ende 1948 zu
102 2%; AP zwecks Abdeckung der 1927/28
‘älligen Valutaverbindlichkeiten der Gewerkschaften
Wintershall, Alexandershall und Sachsen-Weimar.
Das Tauschverhältnis war nom, Rmk, 10 000.—
Valutaverbindlichkeiten gegen sfirs, 6000.— Obligationen.
 Die drei Gewerkschaften haben für die Obligationsanleihe
 die solidarische Bürgschaft übernommen,
 auch zu ihrer Sicherung eine Vormerkung
in den Grundbüchern eintragen lassen, sie haben
3ich weiter verpflichtet, den Umtauschenden neben
jeder Obligation von sfrs. 10C0.— eine auf dreizehn

fahre verteilte Kapitalrückzahlung von sfrs, 1300.—
u leisten.
Von den aus dem Umtausch stammenden Obligaionen
 sind inzwischen sirs. 17 906 000.— durch Rückzauf
 bzw, Konversion in die 7 %ige Kalisyndikatsınleihe
 getilgt worden, Infolgedessen fallen die plannäßigen
 Tilgungen bis 15. Oktober 1946 aus,
‚Am letztgenannten Termin werden, sofern nicht
m entsprechender Betrag durch Rückkauf getilet
‚ein wird, nochmals sfrs. 181 000.— dieser Öbligajonen
 eingelöst. Der verbleibende Restbetrag von
s£rs, 1572 000,— wird alsdann am 2. Januar 1948 zu:
ückgezahlt.
        <pb n="83" />
        Wintershall Aktiengesellschaft, Berlin

Umlaufender Betrag: sfrs. 1753 000.— gleich
Rmk. 1431 850.30,
Notiz in Zürich: Kurs ultimo 1927 = 150 %,
altimo 1928 — 120 %, ultimo 1929 — 100 %.
2. nom. 4739 460.—.— Anteil an der 12-Mill.-£-Anleihe
 von 1925 des Deutschen Kalisyndikates,
Berlin, zu 7% p. @. verzinslich, rückzahlbar innerhalb
 25 Jahren.
Davon wurde ein Betrag von nom. £ 1 151 290.—.—
zum Umtausch von sfrs, 16447 000.— der Schweizer
Anleihe verwandt,
Umlaufender Betrag: £ 4547 388.15.9 — Reichsmark
 92 766 731.28 (einschl. 2% %. Aufgeld)

Umlaufender Betrag: £ 891 7% —.— = Reichsmark
 18191 700.—.
4. Aufwertung früherer (Pmk.-JAnleihen: Reichsmark
 463 479,34,
5. Em. 1930, nom. hfl. 8 000 000.—, mit 6% % verzinslich.

Als Sicherheit sind Rmk, 22000 000.— Reichsschuldbuchforderungen
 verpfändet worden. Die Anleihe
 ist am 1. Mai 1947 zu pari rückzahlbar; vorherige
 Kündigung ab 1. Mai 1935 zu 102% % zulässig.
 Die Obligationäre haben ein Öptionsrecht auf
die verpfändeten 6% Reichsschuldbuchforderungen
nom. hfl. 1000,— Obl. berechtigen zum Bezuge von
Rmk. 2500.— 6% Reichsschuldbuchforderungen zu
Kursen zwischen 85 und 99 %). Optionspreis bis 1932?
35 %, dann jährlich 1 % mehr‘ bis 99 %. im Jahre 1946
‘bei Ausübung der Option werden die Obl. zu 100 %
in Zahlung genommen).

3. nom. £ 891 750.—.— Anteil an der 3-Mill.-£-Anleihe
 von 1929 des Deutschen Kalisyndikates,
Berlin, zu 6% % p. a. verzinslich, rückzahlbar innerhalb
 23 Jahren.

Beschäftigte:
des Winterhall- Konzerns
(ausschl. Gew, Viktor)
Arbeiter .........
Angestellte ........

“*9e

7927

1098

"99

1930

6345 „7347
840 856

6 826 7363
942 1043

5797
994

Grundbesitz: (Wintershall A.-G.)
gesamt. ....... qm
Gerechtsame: (Wintershall A.-G.)
gesamt ........qm 1545738205 1591359663 1591359661 1593981388 1593981383
Absatz: (Wintershall-Konzern)
KO 20.0.0000... dz
= % des Syndikatsabsatzes
von insgesamt ..... dz

15290 656

4 256 020 4 937880 5571447 5 440 680
38.7 % 39.84 % 89.2 % 38.82 %
10 998 729 12893 721 14 218 874 14 014 058

Börsen-Notiz:
In Düsseldorf, Essen, Amsterdam und Luxemburg; ferner im Freiverkehr Berlin, Hannover und Franklurt
 a. M. Lieferbar sind sämtliche Stammaktien.

Kurse und Dividenden,

Kurse vom letzten
Börsentage jeden Jahres
Düsseldorf, Essen ...in va
Freiverkehr Berlin. ..in @%
Amsterdam .....,..in%

1923

1924

1925

1926 | 1927 1 19928

1929

1930
(81.7)

100 | 163,75 124 150 180.5 239 225 158
123 150 180 241 157 158
237 172 158

Berliner 020 Kurs | Jan, ‘Febr. ! März |

Aug. ı Sept. | Okt, | Nov, | Dez.
241 230 | 241 ‚242 2836 260,75 | 249.5 | 248 242 |225 | 203 | 182
226 25 211.5 | 222 ‚224 335 [231 |228 |220 185.5 | 157 | 1655
230.5 | 221.5 | 240° | 229 | 236 |253 | 234 | 243 |228,5/198 | 170 | 172

höchster... .....%
niedrigster. ......%
letzter... .. 0... %

Dividenden | 1922 | 19283 | 1924 | 1925 | 1996 | 1927 | 1928 | 1929
12 | 189 1 32519 AI

n
        <pb n="84" />
        Wintershall Aktiengesellschaft, Berlin

Gewinn- und Verlust-Rechnungen.

2eil

31. 12. 1926‘

31, 12. 1927

81. 12. 1928 | 31. 12. 1929

EEE.

Geschäftskosten und Abgaben
Zinsen und Anleihedienst .
Stillegungsentschädigungen .
Wohlfahrtsaufwendungen . ..
Abschreibungen , ., . ....
Reingewinn . . ....

Haben
Gewinn- Vortrag v. Vorjahr .
Roh-Veberschuß ..

za

8 979 083.75
9 000 570,—
360 486,58
187 643.41 271 376.38
3717 951.42 18 151 945,27
13 807 094.77 14 515 624.07
38 492252.51 - 51279 086.05

LO 413 844.71
5 365 718.20

13 046 361.41
8 869 587.48

350 506.50
21.006 295.09
25 691 604.88
68 964 355.31

17 351,89 | 50 006.77 | 115 624.07 |
38474 901.12 - | 51229079.28 | 68 848 731.24
38492252.51 5127908605 ' 68 964355,31

13 733 350.15
; 9 589 763.98
v—
319 892.52
20 772 558.38
24 109 022.14
68 524 587.17

354 531.70
68170 055.47
68 524 587.17

Bilanzen,

Aktiva

RM.-Eröffnung:
Bilanz
per 1. 1, 1924

81. 12. 1926

31. 12. 1927

31. 12. 1928

31. 12, 1929

Bergwerksgerechtsame . ..
Grundbesitz, . ......
Bergwerksanlagen:
Schacht- und Grubenbaue
Betriebsgebäude, . ...
Maschinen und Inventar .
Fabrikanlagen:
Betriebsgebäude . , ...
Maschinen und Inventar ,
Hilfsanlagen:
Anschlußbahnen . ....
Drahtseilbahnen .. ...
Be- u. Entwässerungsanlag.
Licht- und Kraftanlagen .
Platz- und Wegebau. . .
Sonstige Anlagen , ...
Wohnhäuser .... 0...
Patente und Lizenzen . . .
Vorräte für Betrieb und
Anlagen. . . .'. 0.0. 04
Rohsalz-u. Fabrikatebestände
Kassenbestände . . ...
Beteiligungen .... + +.
Recht auf Uebernahme von
Aktien . .......0 4
Schuldscheinforderungen . .
Wertpapiere. ..... ..
Stammeinlagen bei Verkaufsvereinigungen
 . .....
Hypotheken. ......-.
Schuldner. ... +... «.
Guthaben bei Banken . ..
Hypothekarisch gesicherte
Darlehen ....... 4
Disagio auf die 7% ige £-Anleihe
 des Dt. Kalisyndikats

27 292482 —
4 849 910.—

32 488 144.—
4 580 389 .—

29 801 789,—
5 041 973.—

26 022 888.—
5 646 200.—

31 960 312.—
9 048 904.—
10 001 738.—
16 371 185,—
23 596 009.—

32 160 782.—
8 632 014.—
9 676 8839. —

30 672 347,—
7 899 469,—
8 132 788.—
14 819 406.—
13 838 811.—

31 015 164.—
7731 885.—
7 703 442.—
17 148 327.—
19 941 983,—
5845 072.—
449 255.—
3 649 389.—
3822 488.—
936 359.—
4 996 551.—
7 580 643 —
a

14 541 8335,—
17 786 704 —

5 514 061.—
775 739.—
4 324 488.—
14 503 146.—
807 474,—
4 921 409.—
7 844 434.—
17 555.16

5 670 919.—
1 115 610.—
4 140 064.—
L4 198 651 .—
845 565.—
4314 227.—
7 972 489.—
1—

5 612 576.—
522 360.—
38369 294 .—
.0 244 429 —
851 390.—
4 762 176.—
7 537 020.—
fe

50.009.—
150.000 —-78

 285.136.—
261 749 600.—

4 068 802.80
{1 400 019,98
43 352.22
L9 858 152.18

4 956 783.85
10 329 886.25
33 999,72
283 038 715.16

6 033 591.43
11 574 919.83
50 649.41
20 391 277.89

7274 536.94
16 518 206.94
31 387.48
26 572 159.083

1 000 256.80
811 799.80
15121.37

261 727.—
831 690.64

829 611,64

17689.30
598 018.15
190 915 946.41*)
82 093 318,87
1597194.60

545 586.15
569 894.61
} 82 366 755.49

585 040.15
55 689 422,84
32 597 519.91

598 800.15
125 216 120.27
78 536 076.80
1 324 928.89

2 385 299.39

810 158.05

11 585 700.— —
342 620035.39 | 294088 787.56 | 287259176.57 | 387 661 800.31 |413 107 449.72

*) Darin enthalten ca. Rmk. 42 000 000.— Forderung
 an die Gew. Wintershall; zum Teil als Gegenwert
 der nom. Rmk. 20000 000,— Wintershail-Verwertungsaktien,
 die nur mit Zustimmung der Wintershall
 A.-G. und unter Abführung des Mehrerlöses verkauft
 werden dürfen. Durch die Dividendenzahlung

vermindert sich die Forderung an die Gew. Wintershall
 soweit, daß neben der Forderung aus Verwertungsaktien
 nur noch etwa Rmk. 9000 000.—
Zestforderung bleibt. Für 1929 sind der Gew.
Nintershall 8% % Zinsen berechnet worden.
        <pb n="85" />
        Wintershall Aktiengesellschaft, Berlin

Passiva

RM.-Eröffnungs:
Bilanz
per 1. 1. 1924

31. 12. 1926

81. 12. 1927

81. 12. 1928

31. 12. 1929

Aktienkapital ., .....
Reservefonds .......
Aufgewertete Teilschuldverschreibungen
 . 2: ....
Hypotheken. .......
Schuldscheine aus 1918 ..
172 0180 sfr.-Anleihe, ...
Kapitaleinzahl.auf getauschte
Valutaschuldscheine . ..
7%ige £- Anleihe des Dt.
Kalisyndikats . .....
5% % ige E-Anleihe des Dt.
Kalisyndikats .......
Beamten - Pensionsfonds des
Werkes Glückauf ....
Gläubiger. ........
Reingewinn . ......

320 000 000.-—
16 782 264.40

120 000 000.—
17 109 451.46

120 000 000.—
17 109 451.46

200 000 000.—
18 662 926.82

200 000 000.—
920 000 000.—

404 610.—
78 877.—
5 595 000,—
1 431 850,30

468 779,74
84 729.50
5 605 000.—
1 431 850.30

466 179,34
838 729.50
6 605 000.—
1 431 850.30

463 479,34
83 500.—
1 431 850.80
392 558.81
92 766 731.28

558 466.22
37 428 994.44

503 258.08

448 0839.69

96 509 961.78

94 677 580.40

18 191 700.—

5.837 770.99

134 572.—
36 540 371.37
13 807 094.77

134 572.—
29 895 949.64
14 515 624.07

134 572.—
39 460 317.38
25 691 604.88

134 572,—
55 584 036.35
24.109022.14
418 107 449.72

342620 035.39 | 294 038 787.56 | 287 259 176.57

| 887 661 800.31

HE

N

ea] ai

statan

dee ar

Arten:

Deutsches Kalisyndikat G. m. b. ı1., Berlin, Bürgschaft für die 7% ige und
6% %ige Pfundanleihe . . . . 0000000 000 RR RR
Hiervon sind als eigene Verpflichtung bereits ausgewiesen
£ 5439138.15.9 = RM 110 958 431.28; der Restbetrag von :£ 2 088 261.15.9
= RM 42 600 540.72 entfällt auf den Anteil der Gewerkschaft Wintershall,
 Heringen, auf die zweijährige Zinsengarantie usf.
Holländische Gulden-Anleihe der Gewerkschaft Victor, Rauxel. . ...
Schweizer Franken-Anleihe, Bonusverpflichtungen. . . . WR
Verschiedene ... . 000.000 0004
Veräußerliche Industrie-Obligationen .

£ 7527400.11.6 RM 153 558 972.—

hfl. 8 000 000.—
afrs. 626 220.—

ZM 13 504 800.—
AM: 508 8835.—
RM 651 262.—
RM 2841 000.—

Reingewinn-Verteilung: 1925 1926 1927 1928 1929 .
Reservefonds. ....... — — — 13370783.18 —
Dividende , ........ 7129440.— 18757 088.— 14 400 000.— 24. 000 000.— 24 000 000.—
Vortrag . ... u 17 851.39 50 006.77 115 624.07 _354 531.70 109 022.14
"mak. 7146791.39 18 807 094.77 14515 624,07 25 691 604.88 24 109 022.14
        <pb n="86" />
        IL

Preußische Bergwerks- und Hütten-A.=G.
        <pb n="87" />
        Preußische Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft
Berlin

Sitz der Wa = "‘&amp;gt;ng: Berlin SW 19, Unterwasserstraße (A

Gründung:
Die Gründung erfolgte am 13. Dezember 1923 mit
einem Grundkapital von M. 500000 Billionen. Am
3. Oktober 1924 erfolgte die Umstellung des Kapitals
auf Rmk. 500 000.— und gleichzeitig eine Erhöhung
um Rımk., 4 500 000.— auf insgesamt Rımk, 5 000 000.—-.
Am 9. Dezember 1926 wurde das Kapital um Reichs-Gegenstand

 des Unternehmens:
Erwerb, Errichtung, Verwaltung und Ausbeutung
bergbaulicher und Hüttenbetriebe sowie anderer gewerblicher
 Betriebe, die Ausbeutung und Verwertung
von Gerechtsamen, Begründung und Uebernahme von

mark 95000 000.— auf Rmk, 100 000 000.— und am
L0. April 1929 um weitere Rmk. 40000 000.— auf
Imk. 140 000 000.— erhöht. Am 2, Juli 1930 erfolgte
aine Herabsetzung des Kapitals um Rmk. 30 000 000.—
auf Rmk. 110 000 000,—.

Handelsunternehmungen und Beteiligung an solchen,
soweit sie die Gesellschaft zu fördern gooignet sind.
Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen
im In- und Ausland zu errichten.

Heutiges Aktienkapital:
Rmk., 110 000 000.— in 110000 Namens-Aktien zu. je Rmk. 1000.—.

Vorstand:
Generaldirektor Geh. Bergrat Dr.-Ing. e. h. Arnold
Röhrig, Berlin-Grunewald;
Generaldirektor Kommerzienrat Dr.-Ing. e. h. Hermann
 Lotz, Berlin-Dahlem, ordentliche Vorstandsmitglieder:


Direktor Hans Koska, Ministerialrat a. D., Berlin-Steglitz;

Mr y eolaus Osterroth, M. d. L., Werder a, d,
avel;
Direktor Georg Alsleben, Oberbergrat, Berlin W 62,
stellvertretende Vorstandsmitelieder.

Aufsichtsrat:
Staatssekretär Dr. Hans Staudinger, Preußisches
Handelsministerium, Berlin W 9, Vorsitzender;
Staatssekretär Franz Schleusener, Preuß. Finanzministerium,
 Berlin C2, 1. stellvertretender Vorsitzender;

Oberberghauptmann Ernst Flemming, Pr. Handelsministerium,
 Berlin W9, 2. stellvertretender Vorsitzender;
 ;
Ministerialrat Dr. Hans Arlt, Preuß. Handelsministerium,
 Berlin W 9;
Berghauptmann Fritz Bennhold, Berlin W, Ludwigkirehplatz
 3/4;
Ministerialrat Albert Böhm, Preuß, Handelsministerium,
 Berlin W 9;
Staatsfinanzrat Hermann Brekenfeld, Preuß. Staatsbank,
 Berlin W 56, Markgrafenstraße 38;
Ministerpräsident Heinrich Deist, Dessau;
Staatssekretär a. D. Fritz Dönhoff. Berlin-Dahlem,
Parkstr. 60;
Abgeordneter Rechtsanwalt Justizrat Bernhard Falk,
Köln a. Rh., Deichmannhaus, Z. 412/416;
Ministerialrat Walter Fimmen, Preuß. Finanzministerium,
 Berlin C2;
Abgeordneter Julius Franz, Oberbüngermeister,
Hindenburg, 0.-S.. Kronprinzenstraße 32:

Aufbau des
Die Preußische Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft
 ist auf Grund der dem Staatsministerium
durch Gesetz vom 9. Oktober 1923 — Ges.-Samml.
Seite 467 — erteilten Ermächtigung, zwecks Verwaltung
 und Ausbeutung der der staatlichen Bergverwaltung
 unterstehenden Betriebe, Gerechtsame
und Berechtigungen eine Aktiengeseilschaft zu bilden,
am 13, Dezember 1923 gegründet und am 31, Dezemhber
 19283 in das Handelsregister eingetragen

[

Ministerialdirektor Geh. Finanzrat Fritz Grosser,
Preuß. Finanzministerium, Berlin C2;
\bgeordneter Bergrat August Krämer, Recklinghausen,
 Hedwigstraße 34; ;
Zergyassessor a. D. Dr. Ing. e. h. Otto Krawehl, Vors.
d. A.-G. Rheinstahl/Arenberg, Essen (Ruhr);
Präsident Prof. Dr. Paul Krusch, Geolog. Landesanstalt,
 Berlin NW, Invalidenstraße 40;
\bgeordneter Redakteur Paul Merker, Berlin 027,
Wallner-Theater-Straße 17;
Jberberghauptmann a, D. Karl Schantz, Charlottenburg,
 Kaiserdamm 103;
\bgeordneter Christian Steger, Essen (Ruhr),
Schützenbahn 66;
äjeneraldirektor Otto von Velsen, Bergwerksgesellschaft
 Hibernia, Herne i. W.;
Reichsbahnoberrat Dr. Adolf Vietor, Berlin-Wilmersdorf,
 Nassauische Straße 10;
Abgeordneter Dr. Wilhelm v. Waldthausen, Essen
(Ruhr), Kaiserstraße 52;
Ministerialrat Dr. Richard Wellmann, Preuß. Finanzministerium,
 Berlin C2;
Reichsminister a. D. Rudolf Wissell, Berlin, Siedlung
Tempelhof. Wiesenerstraße 22.

pternehmens.
worden. Das Grundkapital der Gesellschaft betrug
nach dem Beschlusse der Generalversammlung vom
3, Oktober 1924 Gmk. 5000000.— und wurde in
5000 auf den Namen lautende Aktien von je Goldmark
 1000.— eingeteilt. Die Aktien sind sämtlich
vom Preußsichen Staat übernommen worden, der
seine Vertretung als Aktionär durch den Minister
für Handel und Gewerbe und den Finanzminister zu
rleichen Teilen ausüben 1äßt. Die formelle Ueber
        <pb n="88" />
        Preußische Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft, Berlin

lragung der Ausbeutung der staatlichen Bergwerke
usw. an die Gesellschaft ist durch Vertrag vom
‘1. Januar 1924 erfolgt, ‚wobei das zu den Betrieben
gehörende Eigentum nebst sämtlichem Zubehör dem
Staate verblieb. Die Gesellschaft ist danach verpflichtet,
 für die Ausbeutung des von ihr verwalteten
Staatseigentums ein monatliches festes Entgelt an
len Staat zu zahlen und außerdem die von ihr erzielten
 Ueberschüsse als Dividende am Jahresschlusse
ınverkürzt an die Staatskasse abzuführen,
Durch das Gesetz vom 26. Juli 19%6 — Ges.-Sammlung
 Seite 284 — wurde dieser Zustand geändert.
 Der Preußischen Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft
 wurde hiernach auch das Eigenum
 der obengenannten Betriebe ganz als Einlage
gegen Aktien übereignet. Das Aktienkapital ist
durch Beschluß der Generalversammlung vom 9. Dezember
 19% auf Rmk. 100000 000,— erhöht worden,
das an den Staat zu zahlende Entgelt ist weggefallen.
Der infolge dieser Aenderung erforderliche neue
Vertrag zwischen Staat und Gesellschaft wurde am
30, November 1926 abgeschlossen.
{in der Generalversammlung am 10. April 1929
wurde das Aktienkapital um Rmk. 40000 000.— auf
Rmk. 140 000 000.— erhöht. Gleichzeitig wurde in
lieser Generalversammlung der Uebertragung der
Aktien vom Preußischen Staat auf die Vereinigte
Elektrizitäts- und Bergwerks-Aktiengesellschaft zugestimmt.
 In dieser Gesellschaft sind mit Zustimmung
des Landtags jetzt die staatlichen Elektrizitäts- und
Bergwerks-Aktiengesellschaften zum Zwecke des
Geldausgleichs und der Geldbeschaffung zusammengefaßt.
 Die Aktien der neuen Gesellschaft sind
sämtlich im: Eigentum des Preußischen Staates. Die
Wahrung der Aktionärrechte liegt dem Handels- und
dem Finanzminister gemeinschaftlich ob.
In der Generalversammlung am 2. Juli 1930 wurde
las Grundkapital von Rmk. 140 000 000.— auf Reichsmark
 110000 000.— herabgesetzt, und zwar wurden
30000 Stück der volleingezahlten Aktien im Nennwert
 von je Rmk. 1000.— vernichtet.
Das Verlangen, die Staatsbergwerke in eine
privatwirtschaftliche Form umzustellen, ist alt und
wurde zuerst eindringlich vertreten durch den konservativen
 Landtagsabgeordneten v. Pappenheim, auf
dessen Antrag hin ein besonderer Ausschuß des
Preußischen Landtags zur Verfolgung der gedachten
Zwecke eingesetzt wurde. Der Krieg unterbrach
liese Vorarbeiten. Erst im Jahre 1922 konnten sie
wieder aufgenommen werden. Die zu dieser Zeit begonnenen
 Arbeiten erlitten - erneut eine Unterbrechung
 durch den Ruhreinbruch, da die zunächst
angestrebten Maßnahmen auf die Umstellung der im
Ruhrgebiet gelegenen Recklinghäuser Werke auszingen.

Der Zweck dieser Maßnahme war, eine größere
Wirtschaftlichkeit der betreffenden staatlichen Unterachmen
 und eine klarere Uebersicht über die Betriebsergebnisse
 zu gewährleisten. Innerhalb der früheren
staatlichen Formen glaubte man dies nicht erreichen
zu können, sondern drang auf eine völlige Loslösung
ler Staatsbergwerke vom Etat und auf ihre Umstellung
 auf eine moderne Wirtschaftsform, wie solche
sich bei Privatunternehmen ähnlicher Art bewährt
hat. Die Lösung vom Etat brachte eine große Entlastung
 der Werke von allgemein als überflüssig be-;rachteter
 Arbeit. Auch die Aufhebung der Rechıungslegung
 für die Prüfung durch die Oberrechyungskammer
 wirkte in dieser Hinsicht. Die Umstellung
 auf eine moderne Wirtschaftsform bezweckte
las‘ Verlassen der bürokratischen Gleise und sollte

lie Möglichkeit leichter Kreditbeschaffung herbei-“‘ühren
 sowie die Ausnutzungsmöglichkeit der jeveiligen
 Marktlage bei plötzlich auftretenden Wirt-;chaftsbedürfnissen,
 unabhängig von der Finanzlage
les Staates. Durch die neue Form einer Aktien:
zesellschaft erreichte man ferner, daß an die Stelle
ler bisherigen Staatsbeamten — namentlich in den
eitenden Stellen — höher bezahlte, an den Betriebsrgebnissen
 geldlich interessierte ‚und jederzeit künd-)are
 Angestellte traten. Dies war ein weiteres Mittel,
ler neuen Verwaltung an .allen Stellen kaufnännischen
 Geist einzuflößen und damit erhöhte
Wirtschaftlichkeit zu erzielen. Die klarere Uebersicht.
iber die Betriebsergebnisse ließ sich ebenfalls durch
lie neue Wirtschaftsform ohne weiteres erreichen,
veil Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung un-3ezwungen
 nur aus der für die neue Form selbstzorständlichen
 ‚kaufmännischen Buchführung hervorzehen.

Nach den bis jetzt vorliegenden Geschäfts-Jerichten
 der Preußischen Bergwerks- und Hütten-\ktiengesellschaft
 für die ersten sechs Geschäftsjahre
924-—1929 ist der angestrebte Erfolg erreicht worden.
Jie Umstellung ist auf allen Werken ohne Schwierigzeiten
 durchgeführt. Eine große Reihe von Beteilizungen
 an anderen Unternehmungen wurde vorsenommen,
 um die angestrebten Allgemeinzwecke zu
Öördern. Für den technischen Ausbau der Werke
ler vom Staat im Kriege und bei den widrigen
Vachkriegsverhältnissen naturgemäß hätte vernachässigt
 werden müssen, wurden reiche Mittel ver.
vendet, damit die Werke den auf allen Gebieten sich
feltend machenden Wettbewerb erfolgreich ausüben
zönnen. In den ersten sechs Geschäftsjahren hat man
ür den gedachten Zweck fast Rmk. 100 000 000.—
yufgewandt, Daneben konnten an den Staat Reichsmark
 22 500 000.— ausgeschüttet werden.
Von vielen Seiten wird immer die Behauptung
aufgestellt, daß die Preußag steuerliche Vergünstizungen
 genieße und dadurch gegenüber reinen Privatgesellschaften
 sehr im Vorteil sei. Dies ist unzutreffend.
 Die Preußag muß alle laufenden Steuern
in gleicher Weise wie jede andere Privatgesellschaft
sahlen. Sie ist lediglich von der Vermögenssteuer
’efreit. Diese Erleichterung ist aber. unbedeutend
ınd fällt kaum ins Gewicht, x
Die tatsächliche Uebernahme der einzelnen Bergwerke,
 Hütten und Salinen einschließlich des preu-3ischen
 Anteils an den sogenannten Gemeinschaftswerken
 seitens der Aktiengesellschaft ist im Laufe
les Jahres 1924 erfolgt. Ausgenommen von der Ueberı1ahme
 sind lediglich die der früheren ‚staatlichen
3ergwerksdirektion Recklinghausen i. W. unterstehenden
 Betriebe, die jetzt einer besonderen Gesellschaft,
 der Bergwerks-Aktiengesellschaft Recklinghausen,
 übertragen worden sind.‘ Die Bergwerkszesellschaft
 Hibernia in Herne, deren Aktien sich fast.
3ämtlich seit langer Zeit im Besitze des Staates beinden,
 wurde naturgemäß durch die Umstellung nicht
Jerührt,.
Abgesehen von zahlreichen Berechtigungen und
Gerechtsamen, sind von der, Preußischen Bergwerksınd
 Hütten-Aktiengesellschaft die nachstehenden
Werke übernommen worden:
Belegschaft
Zweigniederlassung Oberharzer Berg- und
Hüttenwerke in Clausthal-Zellerfeld:. . . 2250
a) Abteilung Erzbergwerk Clausthal
b) Abteilung Erzbergwerk Lautenthal
£) Abteilung Zrzbergwerk Grund
ü) Abteilung Bleihütte Clausthal
-\ Abteilung Silberhütte Lautenthal
        <pb n="89" />
        Preußische Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft, Berlin

Belegschaft
f) Abteilung Eisengießerei Rothehütte #
g) Abteilung Eisenwerk Lerbach
Abteilung _Bleierzbergherk _Friedrichsgrube
 in Miechowitz O0.-S, . 2.0... 160 2.
Zweigniederlassung Steinkohlenbergwerke 8.
Hindenburg O.-S.. . . 0.0... . . , 13995
a) Abteilung Steinkohlenbergwerk 9.
Königin Luise
b) Abteilung Delbrückschächte 10.
Zweigniederlassung Bernsteinwerke Königs- ;
berg/Pr. 00000 a ee U... 860 11
a) Abteilung Bergwerksverwaltung Palmnicken

b) Abteilung Güterverwaltung Palmnicken
Zweigniederlassung Salz- und Braunkohlenwerke
 in Berlin W9, Friedrich-Ebert-Straße
 10. .0.0.0..000.040 4
a) Abteilung Kaliwerk Staßfurt
b) Abteilung Kaliwerk Bleicherode
c) Abteilung Xaliwerk Vienenburg 12.
d) Abteilung Saline Schönebeck (Elbe)
e) Abteilung Saline Bad Dürrenberg 13.
f}) Abteilung Saline Artern

Belegschaft
Abteilung Tüttenwerke Gleiwitz-Malapane 1540
a) Werk sleiwitz
b) Werk Malapane
Abteilung Eisenerzbergwerk Dillenburg „330
Abteilung Bohrverwaltung Schönebeck
U 80
Abteilung Steinkohlenbergwerke Ibbendüren
 , 2000 7. 2200
Abteilung Steinkohlenbergwerke am
Jeister in Barsinghausen . .. .. . . 1640
Jnterharzer Berg- und _Hüttenwerke
%.m..b.H. in Oker .. 2.2... ... 22380
a) Abteilung Erzbergwerk Rammelsberg
bei Goslar
b) Abteilung Okersche Hütte,
c) Abteilung Herzog Juliushütte
3) Abteilung Frau Bophienhätte
3Zerginspektion Rüdersdorf in Kalkberge
Mark) . . .00.20.0000000.00. 40 40.0 4. 530
3esamtbergamt Obernkirchen G. m. b, H, in
Dbernkirchen ........ 2... 2600
Bad Oeynhausen G. m. b.H. in Bad Oeynhausen
 . . „50. 207
Kaliwerke der Preußag
Gesetzl. Quote Werke
oo
80374
1.4903
1.2658
17270
3884
2.9600
7.0049
18374
5.0620
5,8374
5.8374
2.0207
0.5457 63.8144
63.8144

),

Werke

Berlepsch
Maybach .
Brefeld . .
Tarthun II.
Vienenburg I .
Vienenburg I... .
Vienenburg-Röhrigschacht
Bleicherode I. . .
Bleicherode I...
Klein-Bodungen I ,
Klein-Bodungen 11
oaraf Moltke . .
Lt Sonderfabrik .

Vebertrag:
Anhalt. Salzwerke
Leopoldshall II =. .
Leopoldshall IV . ..
_eopoldshall V. . ...
Leopoldshall VI (Güsten) . .
Klein-Schierstedt IL... ..
Klein-Schierstedt I... .
1 Sonderfabriken .
Mansfeld- u. Einigkeits-Quoten-Anteil
 . .. ;
Insgesamt Preußag:

Vebertrag:

2,9409 _ 38.8484
97.6628

fi. Abteilung Kaliwerk Staßfurt.
Gerechtsame: 92709 547 qm Steinsalzfelder, 30 661 985
Quadratmeter ‚Solfelder.
Schachtanlagen: .
1. Berlepsch-Schacht,
2 Maybach-Schacht,

3. Brefeld-Schacht,
4. Schacht Tarthun II.
ragesanlagen: Chlorkalium-Fabrik, Brom-Fabrik, Anlage
 zur Düngesalzfabrikation, Aalzmühlen..

2, Abteilung. Kaliwerk Bleicherode.,
Gerechtsame: 15323 000 qm.
Schachtanlagen:
1. Bleicherode I,
2. Bleicherode IL

3. Klein-Bodungen I,
4. Klein-Bodungen 1.
"agesanlagen: Auf beiden Werken je eine Fabrik,
Mahlwerk, Rohsalzspeicher; auf Bleicherode I eine
elektrische Kraftzentrale.

3. Abteilung Kaliwerk Vienenburg.
Gerechtsame: ca. 6000 Morgen.
Schachtanlagen:
1. Vienenburg I,
2. Vienenburg IL x
3. Vienenburg-Röhrigschacht.
14. Abteilung Saline Schönebeck (Elbe).
Gerechtsame: .
a) Saline zu Schönebeck;
b) Steinsalz- und Kalibergwerke Graf Moltke zu
Schönebeck; .
c) Solbad zu Elmen.
Anlagen: ;
Steinsalzberg werk Graf Moltke: 1 Schacht; auf zwei

Tagesanlagen: Kainitmühle, Mahlwerkseinrichtungen,
elektrische Zentrale, Salzspeicher, Chlorkaliumlabrik,
 Bromgewinnungsanlage, Spritversatzanlagye.

Sohlen erfolgt bergmännischer Abbau, während auf?
anderen Sohlen die Salzgewinnung ‚durch Lösung
les Steinsalzes mittels Süßwasser stattfindet, das
lann als Sole durch Pumpwerke zutage gefördert
ınd nach der Saline geleitet wird.
Saline: Siedepfannengebäude, Gradierwerk.
solbad: Badehäuser. Inhalatorium usw.
        <pb n="90" />
        Preußische _Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft, Berlin

5. Saline Bad Dürrenberg (Saale):
Gerechtsame: 1204193 qm.

Anlagen: 1 Solschacht, 10 Siedehäuser, Gradierwerk,
Braunkohlenwerk bei Tollwitz.

6. Saline Artern (Prov. Sachsen).
Anlagen: Saline und Solbad.

‘. Bad Oeynhausen G. m. b. HE.
Anlagen: Saline Neusalzwerk, Gradierwerke, Siedeanlare.


Beteiligungen.
‚ Anhaltische Salzwerke G. m. b. H., Leopoldshall b. Staßfurt.
Kapital: Rmk. 1600 000,—,
Schachtanlagen:
1. Leopoldshall III,
2. Leopoldshall IV,
3. Leopoldshall V,
4. Leopoldshall VI (Güsten),

5. Klein-Schierstedt [,
6. Klein-Schierstedt IL
Quote ab 1. 1. 1930: 33,8484 Tausendstel
Beteiligung: 100%.

2, Saline Lüneburg und Chemische Fabrik A.-G., Lüneburg.
Kapital: Rmk. 2 800 000.—. Beteiligung: 10 %, restliche 90 % im Besitz des
Gerechisame: Solegerechtsame im früheren Fürsten- Preußischen Staates.
tum Lüneburg.

3. Concordia, chemische Fabrik auf Aktien, Leopoldshall.
Kapital: Rmk. 2 630000.—. Tochtergesellschaft: Chemische Fabrik Friedrichs-Anlagen:
 Zur Herstellung von Chlormagnesium, Brom, hütte m. b. H., Leopoläshall (100 %).
Natronsulfat, Salzsäure, Schwefelnatrium, Dical- Beteiligung: ca. 67 % (25 % besitzt Chemische Fabrik
ciumphosphatfabrik; Faßfabrik (an Anhaltische Friedrichshütte m. b. H.).
Salzwerke G. m. b. H. verpachtet).

Weitere Beteiligungen:

4. Unterharzer Berg- und Hüttenwerke G.m.b.H., Oker .
5. Gesamtbergamt .Obernkirchen Gm. b. H., Obernkirchen

R Brikettfabrik Zaborze G.m.b.H., Zaborze. ... . ..
Chemische Werke Oberschlesien G.m. b. H., Hindenburg
Sodafabrik Staßfurt G.m.b, H., Staßfurt . . . . .
Montan Cement G.m.'b. H., Gleiwitz , . . 0.0.0000.
Staatliche Bernstein-Manufaktur G.m.b.H., Königsberg . . ..
Wasserwerk Deutsch-Oberschlesien G. m. b. H., Hindenburg 0.-8. .
Amber &amp;amp; Bijouterie Centre of America Inc., New York. .. .
Hugo Barth G.m.b.H., Danzig . . . . 0. 04 $
„Mirafor“ S. A. Romana Miniera, Bukarest . . .........
Verkaufsbureau der Oberschles. Staatsgruben G.m.b.H., Hindenburg 0.-S.
ö. Luise-Kohle G.m. b. H., München . . 0.000000 0 0

17. Rüdersdorfer Kalkverkaufs-G. m. b. H., Berlin .
18, Josef Senker (Kohlenhandel), Hannover .

Produktion:

1924

1925

°926

‚. Hindenburg
Steinkohlen, ......
Koks .....0...
Ibbenbüren
3teinkohlen .....
Steinkohlenbriketts . ..
Barsinghausen
Steinkohlen. ...

2.785 650
133 202
325 524
834 976
352 988

3314 560
141 388

3 581 653
96565

328 745
56 357
317324
30

358 630
46 758
829114

Kapital in Rmk.| Beteiligung

—

700 000
12 000 000

57.14 %
75%, 25 % beim
Freistaat
Schaumb.-Lippe
60%
8.75 %
50%
10.43 %
100%
50.249 %
25 %
51%
50%
100 %
51 %or 1% bei
r.
60%
50%

72 000
140 0C0
4 000 000
287 500
600 000
201 000

DG. 500 000
Lei 10 000000
4 500
10000

20 000
8300 000

1927

1928

1929

3 841 364
127 679

3 869 097
167 258

4021 381
320 129

365 763
37 238
817 699

456 035
5383 309
310 910

| 298 299

623 437
79 667
        <pb n="91" />
        Preußische Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft, Berlin

Produktion. . . a

Obernkirchen
Steinkohlen ......t
Koks 4 x 0 x 0 wem
Steinkohlenbriketts . . .t

Gleiwitz
Stahlguß . . -
Eisenguß ,
Malapane
Stahlguß .
Eisenguß ,
7. Oberharz
Roherze ......
Haldenförderung . . .. *
Erze, aufbereitet .. .. 1
Silber ....0.... kp
Werkblei . .......41
Kaufblei ..... 0...
Eisenguß ........1
Schmiedeeisenfabrikate . t
3, Unterharz
Roherze‘ . .......t
Scheidegold . .... . kg
Scheidesilber
eig. Produktion . . kg
a. Umarbeitung . . kp
Werkblei. ». +. 0.1
Kaufblei . .. 40.0.0.
Elektrolytkupfer . . . .'
Zinkoxyd .... 0...
Schwefelsäure. . ... .
Zinkvitriol . ......t
Kupfervitriol ......%
9. Friedrichsgrube
Roherze, eigene, ....t
daraus gewonnener Bleischlich
 .......;t
Stufferze, eigene... .t
Reiches Haufwerk. . ..t
Bleischlischablieferung a. Reservatfelde‘,
 ....t
LO. Dillenburg
Eisenerze. ..-.- ...,.%
Salz- und Braunkohlienwerke
Kalirohsalze (einschließlich
Bischofit) . . . .t eff.
Kalidüngesalze . . .t eff.
Kalifabrikate .. . .t eff.
Steinsalz ........%
Siedesalz (einschl. Ab’allsalz)
Braunkohlenförderung . . t
Rüdersdorf
Kalksteine. . .., . cebm
Kalk. .........
Sackkalk. .......t
Königsberg
Rohbernsteingewinnung
(Palmnicken) . .. kg
VerwertbarerRohbernsteinkg
Preßbernstein . .. . . kr
Angek, Bernstein .. .
Geschmolz, Bernstein . |
Bernsteinsäure ....!
Rernsteinöl 2... 2...

\

1924

338 438
84 596
50638

1 655
2137

2497
1 579

196364 |

29 341
17810
9770
11 237
1371
9207

75 677
51

5 735

3804
4988
306
9 456
22.168
3.726
8883

5 305
312

59232

59 9927

190 286

90.136
78818
(88 837

334 569
64559

437 478
185 962
13310
26 590
‚51 288
6305
15477

"9325

313 207
73 346
56 286

2174
3527

3 808
2014

172 673

28 188
19 925
10 508
10 8838
1523
69272

77185
79

7657
946
4 655
5704
411
9495
18 428
4 220
955

14 223

361
142

7377

56 8316

671 702

L04 577
80 097
231870

376 407
79 591
23064

496 763
205 894
8208
32.857
251 732
7201
15 937

1926

367 315
122 618
63 9836

1 346
7011

3 674
782

166 687

26 187
22.153
11370
11.783
1327
1996

100 411
133

10.152
1.504
5077
7 204
538
11.241
15226
4 689
1.236

15 765
354
7

8 813

41 687

542 876
L06 816
71.978
94143
99 324
198 704

316 422
73 663
14 176

499 044
217 100
12780
28 743
230 732
6873
41.277

1927

378 206
149 688
62 768

2790
7 566

6 360
180

173 620
13 956
27 361
23 354
10632
10371
1174
3190

103 828
122

11 406
1012
5574
6965
870
11 730
15 808
5.085
1391

15 440
409
85
1507
7781

69 322

618 856
123 926
90 992
135 824
L06 593
179 865

416 740
91 548
23 363

379 624
170 032
11732
34 090
254 369
10149
569 407

1928

365 186
152.579
66 605

2390
5818

6 895
Q5

176 113
20.035
28 662
19 960
10 252
10 133
1270
1821

103 711
155

11 594
1188
5 852
7599
986
12 058
26 094
5370
1 393

13 414

286
169
2871

6548

91 000

703 591
128 089
97 567
152 008
92550
211211

431 363
94 408
39 097

435 085
205 122
9368
22 620
252 614
6 654
59 090

' 1929

391 612
178 801
68 518

2357
7037

7 9274

182 872
26 091
29218
19 678
10374
10 206
1562
284

103 534
122

13.117
1147
5825
7607
1.035
13 020
29 038
4810
1417

12113

336
119
3.304
6063

104 405

850 707
160 948
131 822
151 609
86 482
211 401
458 744
87 857
31973

464 268
221 018
11 615
24 628
226 247
9965
80 500
        <pb n="92" />
        Preußische Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft, Berlin
X _ ANSTSCHSCHAT, DEN!

Dividenden | 1924 | 1925 | 1926 '

1927 | 1928 1 1929

an den Preußischen
Staat gelangten
zur Ausschüttung
Mill. Rmk.

10 | 830

40 | 50 |

40 | 55

Gewinn- vr

Ah’ ma’

— |

“Aohnungen,

31. 12. 1926 | 81. 12. 1927

31. 12, 1928 | 31.12. 1929

Solı
Pensionen und sonstige Versorgungsbezüge
 .....
Unterstützungen. . ....
Bohrungenu. Untersuchungen
Berg- und Rauchschäden, .
Vertragsablösungen ....
Stillegungskosten .....
Aufbringungssteuern . . ..
Uebernahmeausgleich. .
Steuern. .......
Anlagewerte-Minderung .
Abschreibungen . ....
Sonderabschreibungen . ,
Reingewinn. ‚....
7 Haben
Vortrag. ....0000040.
Bruttobetriebs- und Beteiligungsgewinn
 ...,..
Aus Rückstellungsfonds ..
Aus Werkerneuerungsfonds .

1 860 694.98
84 458.21
760 922.13
607 022,55
81 162.04
109 249.53
187 500.—
327 663.48

1 902 369.35
119 606.18
609 386.72
482252.18
12682.67
244 963.78

2 124 828,35
126 530,48
387 657.58
538 398.88
10 00U.—
253 591,88

2.629 663,26
228 211.95
330 491.61
677 567,42
10 000.—
287 809.33

2 208 198.43
73 388.58
11012421.19
‘9777 965.69
24'443 234.77

2751899,87
138 771.18
8 456 116.75
6689 451.40
21 477 241.32

3 069 026.54
265 558.67
10 189 720.38

6 792 602.90
874 966.86
6 049 499.71
17 735 742,89

8 901 942.82
26 589 991.98

1 613 488,30
15091 383.07
155 904.16
874 966.86

1423 421.91

| 17742 900.21
19 734 341.11

| 1764392.80
24 825 599.18

20 093 990.72
2925822 14

17 7835 742.839

24 442 934... 7

;21477241,32 | 26 589991.98

Bil

"an

Aktiva

Gmk.-Bilanz W
ver 1. 1.1924 | 31. 12. 1926

| 81. 12. 1927

31. 12. 1928

31. 12. 1929

Grundstücke ‚....
Gebäude:
a) Wohnhäuser .....
b) Betrieb und Verwaltung
Schachtanlagen ,.....
Sonstige Betriebsanlagen . .
Neuanlagen im Bau. ...
Maschinen und Apparate. ,
Werkzeuge und Utensilien
Inventar ......0...
Kraftwagen . .......
Pferde und Wagen. ....
Modelle und Patente. . ..
Gleisanlagen . .. 0...
SandtransportbahnHindenbg.
Straßen und Wege. ... ..
Bergwerksgerechtsame . . .
do. in Fristen
Unbewegl. Bergwerksanteile .
isenerzfelder . ......
Stundungen: :
Wasserwerk Dt.-Oberschles.
Unterharzer Berg- und
Hüttenwerke .....
Oberkirchen G.m.b.H. . a
Vebertrag: |

8167834.57

! 7898501.24

7965936 89

7254 .379,59
9258 928.91
15051 160.33
10 930 112.46
3 422166.48
5 181 694.27
22 009 013.83
1.774 270.18
1 336 263.85
278 550.60
9629.97
. T—
2.192 657.30
3214181,56
88 730.80
16 031 215.54

9326 815.14
12 772 102.61
9 477 502.33
689 628.09
5 571 483.99
16 797 142.90
980 416.18
1 227 083.65
214 593.66
80 225.90
405.—
1624059.74

| 21.282 795.83

8871 968.59
12 114 544.94
8 009 894.97
1136 947,5€
10 910 955.80
15 261 900.42
1 762 160.39
1.094 058.68
236 462.91
22 058.60
6.—
2305 507.48
80 619.47
16 134 776.97

8 815 286.32
721 819.31
7 632027.57
16 280 844.91
1 043 269,33
1.354 707.52
230272.87
51 647,56
6.—
1412393 920

62019.19
15 594 255.24
3 000 000.—
6021.66
250 000,—
2 710 560.56
9 689 678,33
De 1 658 731.48 Se
96484 316,87 | 99644 767.81 ! 87851997.67 1100 608 509.26

Da
        <pb n="93" />
        Preußische Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft, Berlin

; Gmk.-Bilanz | 2 „13.1927 | 31. 12. 1928 | 81. 12. 1929
Aktiva | „6 1. 1. 1923 | 31.12.1926 | 31.12. 192

Vebertrag:
Verpachtete Werke ....
Beteiligungen: -
a)  Verachiedene RM ME
b) Gemeinschaftswerke, .
c) Konsortialbeteiligungen
Flüssige Mittel:
a) Kasse, Postscheck,
Wechsel usw.. ....
b) Banken .......
c) Wertpapiere .....
Außenstände:
a) Warenschuldner. . ..
b) Sonstige .......
Bestände . .......0.4
Debitoren-Darlehn . ....
Hypotheken-Schuldner . . .
Hypotheken-Aufwertung . .
Transitorische Aktiva ...
Aktienkapital-Einzahlg.- Rest
Bürgschaften ....

96 484 316.87 ! 99 644 767.81
— 1—.

' 87 851 997.67
9

100 608 509.26
d—

; 8.127854.29
170000. —

5 659 001.81
53 758m

25 115 452.49
3 299 257.75

26 041 559,86
8 299 257.75

125 000.—

637 513.22
4 735 624.49
345 628.54

| 15 780 098.80
9272304.99

1116 057.23
6 555 314.58
283 979.04

617 400.21
9 871 439,38
649 791.84

9 547 082.99
10 952 000.41
14 460 474.08
872 070.31
162 098.19
9151.92
2 725 510.12

11 256 546.19
10 470 518.41
15 037 874.70

9477 213.92
17 679 871.96
4759 117.32

11 902 445.08
13 669 678.—
16 099 540.49

23 626.75 176 412.15
8 720.48 8161.47
3 076 170.94 3 911 030.13
— — 19 000.000 —
(18 094 982.50) | (21341 222.50) _ (35 259 650.50)
161 263 8389.38 |169 786 279.52 | 205 855 227.57

875 000.— —
— „(20 125 768,04)
500 000.— | 144 229 260.42

J/assiva

\  Gmk.-Bilanz
* per 1. 1. 1924

81. 12. 1926

31. 12. 1927 | 31. 12. 1928

| 381. 12. 1929

Aktienkapital . .....
Reservefonds ... ....
Kalianleihe ........
Rückstellungen für:
Feuerversich, u. Haftpflicht
Versorgungsfonds . ...
Wohngebäude f,Hauptverw.
zweifelhafte Außenstände .
Unterstützungen und Belohnungen,
 ......
Steuern. . ....0. 0
Werkserneuerungsfonds. ,
Berg-, Wasserschäden und
sonstige Abwicklungen ,
KErwerbslosenfürsorge Hindenburg
 .......
Darlehnszinsen .....
Restkaufgelder für Abbau:
berechtigungen . ...
Vorläufiges langfristiges Darlehn
 auf Kapitalerhöhung
Schulden:
a) Lieferanten. .....
b) Sonstige. ......
c) Banken ..,. ;
Rückständige Löhne. .
Hypotheken-Gläubiger ..
Hypothken-Aufwertung
Transitorische Passiva .
Bürgschaften ....
Reingewinn , ....

500 000 .——

L00 000 000.—
7 000 000.—
14 3892 688 05

100 000 000,—
7 250 000,—
14 287 624.39

100 000 000,—
7750000 —
18 970 412.23
5892 922.68

140 000 000,—
8250 000.—
17446 277.56

492 787.20
. 000 000.—
100 789.—
RO 39044

449 309.60

749 585.80

30.378,92
11 246.—
812818 —

92 018.72

65 136.39

131 135,—
900 000,—
. 525 038.14

359 241.20

356 775.94

175 C00.—

93 000..—

125 218.87
130 965.02

137 2583.25

577777.78
48 819.89
21 000 000.—
2.246 085.07
9 653 169 67

25 000.—
471 468,89
2520 178.95
5556 151.82

3 036 828,97
17 268 304,70
— 16:998 955,59
2 452 575.43 2 102 580.90
— 434.— 2 234,— —
28 494.74 19 891.06 12 398.50 12393.50
431 974.02 552 298.88 664 756,74 962 475.46
20 125 768.04) | (1809498250) (21341 222,50) ‚ (85 259 650.50)
6.049 499,71 7 777 965.69 6 689 451.40 | 8901 942.82
HL E50 9 5°0 25100 89901 942,82 _
'  500000.— |144 229 260.43 |161263389,38 |169786 279.52 | 205 855 227.57
        <pb n="94" />
        Preußische Bergwerks- und Hütten-Aktiengesellschaft, Berlin

Reingewinn-Verteilung: 1925 1926 1927 1928 1929
Reservefonds . ..... + 500 000.— 250 000.— 500 000,— 500 000.— 500 000.—
Rückstellungen für:
Feuerversicherung und
Haftpflicht... ...
Sondervergütung a. Angest.
Versorgungsfonds ....
zweifelhafte Außenstände .
Gehaltserhöhungen. . ..
Unterstützungen und Belohnungen
 ......
Steuern. . .. 0...
Werkerneuerungsfonds . .
lt. Vertrag m. Preußen (83)
Berichtigung von Anlagewerten
 u. Beteiligungen — — — — 500 000.—
Gewinnausschüttung . ... 3 000 000.— 4 060 000.— 5 009 000.— 4 000 000.— 5 500 000.—
Vortrag auf neue Rechnung . 1 618 488,30 1423 421.91 1.742 900.21 1764892.80 - 1646 665.01
12363 488.30 6 049499,71 7777 965.69 6689451.40 8901 942.82
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DAS SPEZIAL-ARCHIV DER
DEUTSCHEN WIRTSCHAFT
BERLIN SW 19
1930
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        | Joh$. Jarchow
.. Buchbinderei
Hamburg
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Wintershall Aktiengesellschaft, Berlin
(früher Kali-Industrie Aktiengesellschaft)
Sitz der Verwaltung: Kassel, Hohenzollernstr. “39
dung:
e Gründung erfolgte am 1. Dezember 1921 mit
und M. 50000 000.— Vorzugsaktien unter der
al 1929 Aenderung der Firma in die jetzige.

astand des Unternehmens:
teiligung der Gesellschaft an der Kaliindustrie
der Abschluß aller damit sowie mit der
Ä%erung und dem Betrieb von Kaliunterngen
 zusammenhängenden Geschäfte aller Art.
esellschaft ist berechtigt, Kali- und ähnliche
zu errichten, zu erwerben, zu verwalten und
‚»* Form zu verwerten.
‚and:
ıldirektor August Rosterg, Kassel;
ırt Beil, Kassel;
ichtsrat:
anıwalt und Notar Dr. Heinrich Schmidt I,
ınnover, Vorsitzender;
‘besitzer Dr. Günther Quandt, Berlin, ‚stellv.
yrsitzender;
zierungsrat Boesemann, Weimar;
irektor Otto Bollmann, Hannover;
vegierungsrat Dr. C. Brügman, Dortmund;
Cremer, Dortmund; )
Georg von Dannenberg, Hannover;
ıx ‚Esser, Baden-Baden;
tto Goebel, Wulwesort b. Fleckenberg (Sauernd);

ich Franz Graf Grote, Varchentin;
jor Ernst Hagemeier, Frankfurt a. M.;
ar_Carl Hagen, Berlin;
- Hilgenberg, Essen;
Geh, Staaterat Dr. Hunnius, Weimar;
‚erzienrat Dr. Max Koswig, Finsterwalde;
ır Ernst Kritzler, Berlin;
‚ralversammlung (Stimmrecht):
nom, Rmk. 400.— 1 Stimme,

Sie ist auch berechtigt, sich an anderen Unterı1ehmungen
 in jeder zulässigen Form zu beteiligen.
Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Zweigniederassungen
 im In- und Auslande zu errichten.

zustay Römer, Kassel;
Itto Werthmann, Kassel.

Sankdirektor Ernst Magnus, Hannover;
Direktor Dr. Karl Moskopp, Bochum;
Ministerialrat Dr. Karl Müller, Weimar;
3ankdirektor Henry Nathan, Berlin;
reiherr S. Alfred von Oppenheim, Köln;
Rechtsanwalt :A. Peters, Düsseldorf;
jroßkaufmann Wilhelm Piepmeyer, Kassel-Wilhelmshöhe;

Bankier Albert Plaut, Hildesheim;
Ministerialdirektor Professor Dr, Rauch, Weimar;
Justizrat A, Raude, Dortmund;
3Zankdirektor Schäfer, Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft,
 Düsseldorf;
3ankdirektor Dr. Oskar Schlitten, Berlin;
Rechtsanwalt Wilbelm Schmidt, Hannover;
*eneralkonsul Dr. August Strube, Bremen;
Reg. Assessor Dr. G, W. von Waldthausen, Essen;
teh, Kommerzienrat Karl Weyhenmeyer, Duisburg,
Geschäftsjahr:
1. Januar bis 31. Dezember.

.gewinn-Verwendung:
nächst werden dem gesetzlichen Reservefonds
indestens 5 %, solange bzw. sooft derselbe nicht
n zehnten Teil des Grundkapitals erreicht, zuführt;
 ;
n Sonderrücklagen werden diejenigen Beträge
‚geführt, welche auf Vorschlag des Aufsichtsts
 von der Generalversammlung für erforder-;)h
 erachtet werden, und außerdem diejenigen

Beträge, welche etwa darüber hinaus die General-"a
 zu solchen Rücklagen bestimmen
wird;
ler hiernach verbleibende UVeberschuß wird als
Sewinnanteil auf die Stammaktien verteilt, soweit
 die Generalversammlung nicht dessen Verwendung
 für besondere Aufgaben oder dessen
Vortrag auf neue Rechnung beschließt.

3

4

stellen:
ische Bank und Disconto-Gesellschaft, Berlin,
jer deren Niederlassungen in Düsseldorf, Essen,
‚ankfurt a. M., Kassel, Münster i. W.;
khaus S, Bleichröder, Berlin;
ımerz- . und Privat-Bank Aktiengesellschaft,
lin oder deren Niederlassungen in Hannover,
assel;
;inentale Handelsbank, Amsterdam:
nstädter und Nationalbank Kommanditgesellhaft
 auf Aktien, Berlin, Kassel;
‚dner Bank, Berlin, oder deren Niederlassungen
Hannover, Kassel;
«haus Siegfried Falk, Düsseldorf und Köln;
xhaus Hagen &amp;amp; Co., Berlin;
khaus Albert Hornthal, Hildesheim;
:n Hope &amp;amp; Co... Amsterdam:

Herren Lippmann, Rosenthal &amp;amp; Co., Amsterdam;
Vederlandsch-Indische Handelsbank, Amsterdam;
Bankhaus Sal. Oppenheim jr. &amp;amp; Cie,, Köln;
Schweizerische Kreditanstalt, Zürich;
Thüringische Staatsbank, Weimar;
Bankhaus C, G, Trinkaus, Inhaber Engels &amp;amp; Co.,
Düsseldorf;
Westfalenbank A.-G., Bochum und Hannover;
Sebrüder Dammann Bank, Kommanditges. auf
Aktien, Hannover;
Kali-Bank A.-G., Kassel;
3ankhaus Laupenmühlen &amp;amp; Co., Berlin;
)}ankhaus Hermann Schüler, Bochum;
jankhaus Gebrüder Stern, Dortmund;
}anque Generale du Luxembourg, Luxemburg.

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nA
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