4. und wird noch weiterhin an Intensität verlieren. Die Entwicklung der einzelnen Altersgruppen verläuft dagegen wesentlich anders. Der dauernde Rückgang der Kinderzahl wird vorübergehend unter- brochen, und zwar vom Jahre 1980, also von dem Zeitpunkte an, wo die besonders schwachen Kriegsgeburtsjahrgänge in die Gruppe der Erwachsenen hinüberwechseln. In diesen Jahren wiegt also die Abwanderung der Kinder zu den Erwachsenengruppen den Geburten- nachwuchs nicht auf, wodurch die Gesamtzahl der Kinder wieder etwas steigt. In der Gruppe der erwerbsfähigen Erwachsenen drückt dagegen der Zugang dieser schwachbesetzten Jahrgänge die Zunahme etwas herab. Die Zunahme dieser Gruppe beträgt bis dahin etwa eine halbe Million jährlich. Sie geht im Laufe des Jahres 1930 auf etwa 145 000 herab, in den nächsten 3 Jahren geht die Gesamtzahl dieser Gruppe sogar zurück. Die zahlenmäßige Entwicklung dieser Gruppe der im erwerbsfähigen Alter stehenden Personen ist aber wegen der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und auf die Absatz- bedingungen aller Erwerbszweige von größter Wichtigkeit. Werfen wir noch einen Blick auf die Zunahme der im Greisen- alter stehenden Personen. Infolge der verhältnismäßig günstigen Sterblichkeitsverhältnisse und des Nachrückens immer stärkerer Altersjahrgänge, wächst die Gruppe der alten Leute jährlich um etwa 100000 an, das heißt die Zahl der Altersrentner der Sozialversiche- rung, die im Vergleich zur Vorkriegszeit schon heute sehr groß ist, wird noch rapide weiter steigen. Berechnet man auf Grund der zukünftigen Bevölkerungsentwick- lung die wahrscheinliche Zahl der Ehen und unter Berücksichtigung der Witwer und Witwen und der übrigen haushaltbildenden Faktoren die voraussichtliche Zahl der Haushaltungen, so kommt man zu dem Ergebnis, daß bis zum Jahre 1935 der Reinzugang ständig wächst. Diese Erscheinung ist die Folge des schrittweisen Einrückens der durch die Kriegsverluste nicht mehr betroffenen Jahrgänge 1902 bis 1914 in die Altersjahre mit größeren Eheschließungswahrscheinlich- keiten (22 bis 35 Jahre). Dabei ist in dem Jahrfünft 1931 bis 1985 mit einem ziemlich gleichbleibenden jährlichen Zuwachs von % Million Haushaltungen zu rechnen. Vom Jahre 1936 an nimmt der jährliche Zugang rasch ab, da von diesem Zeitpunkt an die außer- gewöhnlich schwach besetzten Kriegsjahrgänge in das Heiratsalter einrücken. Um die Mitte der vierziger Jahre steigt der Haushaltungs- zugang als Auswirkung der hohen Geburtenziffern der Jahre 1920