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4. Teil. Die bolschewistische Partei,
wistischen Partei bereits vor der Revolution nicht halten, wie die
Konflikte Lenins mit Bogdanow, Lunatscharski und andern Kultur-
revolutionären bewiesen. Er drang in die Partei erst wieder ein
nach der Februarrevolution, als die sog. Meschrayonzen, keiner
sozialistischen Fraktion zugehörige Intellektuelle, sich mit der
bolschewistischen Partei vereinigten. Zu ihnen gehörten Männer
wie Trotzki, Joffe, der erste bolschewistische Botschafter in Berlin,
Lunatscharski usw.

Neben dem revolutionären Literaten- und Theoretikertypus
wurde die revolutionäre Bewegung von dem Revolutionspraktiker
getragen. Dieser Praktiker liebte es nicht, über die Grundlagen
der Partei, der er sich einmal angeschlossen hatte, weiter nach-
zugrübeln und nachzudenken. Für ihn war die praktische Arbeit
entscheidend, die Agitation in der Arbeiterschaft, die Organisation
der Geheimdruckerei, die systematische Gewinnung geeigneter
Mitglieder usw. Der Beweglichkeit des Literaten gegenüber war
er durch seinen beschränkten Gesichtskreis unterlegen, aber dafür
zeichnete ihn größere Energie aus, Eindeutigkeit und Gradlinigkeit.
Zu diesem Typus gehörten vielfach Männer, die von frühester
Jugend an, fast von der Schulbank an, sich der Revolution ge-
widmet hatten, und daher kaum, mögen sie auch studiert haben,
als Intellektuelle zu bezeichnen sind. Vielfach waren für ihn ehe-
malige Proletarier bezeichnend, Männer, die aus ärmsten Verhält-
nissen aufstiegen und für die der Aufstieg mit der Zugehörigkeit
zur Partei zusammentfiel.

Lenins entscheidende Bedeutung für die russische Revolution
und: den siegreichen Machtaufstieg des Bolschewismus besteht
darin, daß er es verstanden hat, die Vorteile beider Typen für
sein Werk zu verwerten. Es gelang ihm durch seine radikale
Ziele verfolgende, scheinbar extrem eingestellte Organisation jene
Intellektuellen sich zu sichern, die für kritische Zeiten von einer
zanz entscheidenden Bedeutung sind. Anderseits verstand er es,
durch seinen Praktizismus, seine Forderung, von der Praxis zu
lernen, sich nach dem Leben zu richten, das Gefolge der Praktiker
zu gewinnen. Seine unersetzliche Bedeutung für die Partei lag
darin, daß er während seines Lebens es vermocht hat, die Prak-
tiker mit den Intellektuellen zusammenzuhalten. Er bewahrte
ainerseits die Partei vor der Gefahr, sich an revolutionären Phrasen
und Forderungen zu berauschen und darüber die taktisch-prak-
tischen Notwendigkeiten zu vergessen, anderseits schützte er sie
vor der Erstarrung in einer geistlosen, keinen Meinungsaustausch
kennenden bürokratisch-taktischen Routine. Weder der Revo-