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4. Teil. Die bolschewistische Partei.
sog. Praktikergarde der alten Bolschewisten, der Männer, die
unter Lenins Leitung aus dem Auslande in Rußland die bolsche-
wistische Partei organisiert und geführt hatten, in Gemeinschaft
mit Massenvertretern, die erst nach der Revolution in die Partei
gekommen waren, vollzog sich aber unter Berufung auf Grund-
sätze, die Lenins eigener Tätigkeit gedient hatten. Es galt, den
Menschentyp zu fördern, der Träger der sozialistischen Alltags-
aufbauarbeit sein könnte.

Da war keine Zeit mehr für theoretische Diskussion. Da konnte
man nicht mehr die Helden der Revolutionsromantik brauchen,
die während der aufregenden Zeiten des Bürgerkrieges als sehr
nützlich betrachtet wurden. Da genügte für die Theorie der Ver-
fertiger handfester, einfacher Resolutionen, die leicht praktisch-
agitatorisch zu verwerten waren als jeweilige Rechtfertigung der
Parteipolitik und ihrer taktischen Ziele. Da kam es vor allem auf
die Arbeits- und Organisationsfähigkeit an, für die Leistung und
nicht augenblicklich sichtbare Wirkungen entscheidend waren, Da
kam es nicht auf interessante Persönlichkeiten an, sondern auf
Männer, die sich einzuordnen und einzugliedern verstanden, die
yicht mit dem oppositionellen Jungkommunisten Stän verlangten,
die Parteiweisungen durch individuelle Erfahrungen auf ihre
Richtigkeit hin nachzuprüfen.

Auf die Dauer siegte also der durchaus ungeistige, aber dafür
um so energischere Revolutionspraktiker über den Revolutions-
romantiker und Literaten, der als Mann der kühnen Vorschläge
und Neuerungen für die Übergangszeiten von großem Werte ge-
wesen war. Dieser Typ bestimmt heute die Partei. Sie ist in seiner
Hand zu einem festen Gebilde geworden, das den sozialistischen
Aufbau, die Verwirklichung des Fünfiahresplanes mit allen Mitteln,
von friedlicher Propaganda angefangen bis zur Gewaltanwendung,
zu fördern sucht. Kommt es da auf das geistige Niveau an? Der
Praktizismus, das alleinige Interesse für praktisch-wirtschaftliche
ınd politisch-organisatorische Fragen ist entscheidend geworden,
Über den Wert aller Theorie entscheidet ihre Bedeutung für die
wirtschaftlich-politische Tagesarbeit.

Gerade diese geistige Primitivität, dieses bewußte Absehen von
aller geistigen Selbständigkeit, diese ausschließliche Einstellung
auf die wirtschaftlich-politische Praxis, die von einer zum Schema
erstarrten marxistischen Terminologie und Zielsetzung bestimmt
wird, gibt heute der Partei eine ganz besondere Schlagkraft. Sie
hat zum Nachdenken keine Zeit mehr. Ihr ganzes Dasein ist nur
der Arbeit geweiht, denn die praktischen Projekte des soziali-