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4. Teil. Die bolschewistische Partei.

Die Parteiorganisation.

Wie ist die Parteimaschine organisiert, die heute vom ungei-
stigen, aber taktisch gewandten, mit Sinn für wirtschaftliche
Wirklichkeit und Massenbehandlung begabten Praktiker beherrscht
wird?* Ihre Grundlagen bilden die Parteizellen, die über das ganze
Gebiet der Sowjetunion zerstreut sind; sie sind in jedem Orte,
jedem wichtigen Betrieb, in jeder Fachschule, in jeder Organi-
sation (Gewerkschaft, Genossenschaft usw.) vorhanden. Sie sind
für das richtige Parteileben und für die Durchführung der Wei-
sungen der Zentrale verantwortlich. Über sie und ihre Leitung,
ihr „Büro“ wird öffentlich Klage geführt, wenn irgendwo Mängel,
Nachlässigkeiten in der Arbeit, Faulheit, MiBßachtung der Pläne usw.
auffallen. Die Zellen sind zu Bezirken zusammengeschlossen, die
eigene Sekretäre besitzen. Die Sekretäre werden zwar gewählt, aber
diese Wahl ist im Grunde genommen nur eine formale Bestäti-
gung der Vorschläge des Zentralkomitees. Alle Postenbesetzung
wird heute durch die seit dem Ende des Bürgerkrieges in den
Vordergrund tretende Organisationsabteilung des Zentralkomitees
geleitet. In letzter Zeit werden die sog. Instruktoren des Zentral-
komitees immer wichtiger, welche zur Erteilung der richtigen
Weisungen und zur Anleitung in die verschiedenen Bezirke ent-
sandt werden. Die zentralen Instanzen sind das Zentralkomitee
und die sog. Kontrollkommission, die über Parteistreitigkeiten ent-
scheiden soll, gegen Mißstände im gesamten Apparat der Partei
und des Staates vorgeht. Lenin hoffte, daß sie eine Art Gegen-
gewicht gegen das Zentralkomitee bilden würde‘, Aber sie wurde
nur zu einem Vollzugsorgan in der Hand des Generalsekretärs.
Eine neue Kontrollinstanz zur Aufsicht über die Ausführung der
Beschlüsse der zentralen Instanzen durch den Staatsapparat .ist
Anfang 1931 geschaffen worden.

Das Zentralkomitee bildet Ausschüsse, darunter das wichtige
politische Büro, das allerdings heute nach der Verdrängung der
Rechtsopposition durch Stalin an Bedeutung eingebüßt hat. Das
Zentraikomitee wird wie die Kontrollkommission vom Parteitag
gewählt, der heute alle zwei Jahre zusammentritt. Aber diese
innere Demokratie ist eine Propagandaangelegenheit, da über die
Zusammensetzung des Parteitages das bisherige Zentralkomitee
und das Generalsekretariat entscheiden können, dank des Aus-
schlußrechtes und der Möglichkeit, jede öffentliche Diskussion zu
verbieten oder zu einer rein formalen Angelegenheit zu machen,