Die Parteiorganisation.

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Im Dienste der Partei stehen eine große Anzahl von Spezial-
Schulen und Instituten, die gerade dem Aufstiegswillen der
Komsomol-Mitglieder besonders förderlich sein sollen. Sie ver-
Mehren sich heute ständig, da Stalin die Parole: „Schafft kommu-
nistische Spezialisten!“ ausgegeben hat. Besondere Bedeutung
haben die Schulen für die künftigen Lehrer und Spezialingenieure,
das Institut der Roten Professoren, die Kommunistische Akademie,
welche heute das gesamte geistige Leben überwachen und auf
seine Beziehung zur Praxis des Fünfjahresplanes prüfen soll. Enge
Verbindung unterhält die Partei auch mit der Roten Armee! Die
militärische Schulung soll die ganze Jugend und alle Werktätigen
Ohne Unterschied des Geschlechtes umfassen. Es gehört ia zur
bolschewistischen Beschlagnahme der Öffentlichkeit, zur Recht-
fertigung der Gewaltherrschaft, auf die drohende Gefahr einer
ausländischen Intervention im Interesse der Bourgeoisie hinzu-
weisen. Dadurch bekommt die ganze Öffentlichkeit einen milita-
ristischen Charakter, es kommt darauf an, die Errungenschaften
der Revolution durch militärische Schulung der Werktätigen zu
sichern. Die Rote Armee wird zugleich als Bildungsgelegenheit
wie als Stätte zur Erziehung von Propagandisten benützt.

Besondern Wert wird auf die politische Schulung, die sog. Polit-
gramotnosti, gelegt. Diese Politgramotnosti besteht in der Kennt-
nis von Zitaten aus den Werken von Marx, Lenin und Stalin und
in der kritiklosen Übernahme der herrschenden offiziellen Termino-
logie, Mit Hilfe der Pioniere und des Komsomols, mit Hilfe aller
Erziehungseinrichtungen, die sich auch an Ältere wenden, will die
herrschende Partei neue Schichten zur Führung der Gesellschaft
heranbilden. An Stelle der alten Spezialisten sollen neue proleta-
rische treten. Daher wird auf Klassen- und Parteizugehörigkeit
bei allen Bildungsanstalten so großer Wert gelegt, daher werden
nach Möglichkeit alle, die nicht in einer von bolschewistischer
Gesinnung bestimmten Umgebung aufwachsen, von ihnen aus-
geschlossen und verdrängt. Wie rücksichtslos man dabei vor-
geht, beweist eine Zuschrift an die „Komsomolskaija Prawda“, die
verlangt, daß man von einem Sozialtechnikum die Tochter des
wegen Sabotage und Schädigung verurteilten Ramsin entferne,
Obgleich sie sich selber keines Vergehens schuldig gemacht hat.
Die Zerstörungsaktion gegen die alten Lehranstalten durch Prü-
fung der Professoren seitens der kommunistischen Studenten über
ihre Gegenwartsnähe, ihre Stellung zum Marxismus dient dem
gleichen Zwecke, die Jugend und das der Parteimentalität, wie
angenommen wird, besonders nahestehende Proletariat, zu den

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