Ein Bekenntnis zum Materlalismus. 245
Wir müssen begreifen, daß weder Naturwissenschaften noch
ein Materialismus, der keine soliden philosophischen Grundlagen
besitzt, den Kampf gegen den Ansturm bürgerlicher Ideen und
die Wiederherstellung der bürgerlichen Weltanschauung führen
können. Um diesen Kampf zu führen und zum siegreichen. Ende
zu bringen, muß der Naturwissenschaiftler ein Materialist unserer
Zeit sein, also ein bewußter Anhänger jenes Materialismus, den
Marx darstellt, d. h. er muß ein dialektischer Materialist sein.
Die Mitarbeiter der Zeitschrift „Unter dem Banner des Marxismus“
müssen zur Erreichung dieses Zieles ein systematisches Studium
der Dialektik Hegels von materialistischem Gesichtspunkte aus
organisieren, d. h. das Studium jener Dialektik, die Marx prak-
fisch anwandte in seinem „Kapital“ und seinen historischen und
Politischen Arbeiten. Er wandte sie mit einem solchen Erfolge an,
daß heute jeder Tag des Erwachens neuer Klassen zum Leben und
zum Kampfe im Osten (Japan, Indien, China, d. h. jener Hunderte
Millionen von Menschen, welche den größten Teil der Erdbevölke-
tung bilden und die durch ihre geschichtliche Tatenlosigkeit und
ihren geschichtlichen Schlaf bisher den Stillstand und das Faulen
in den führenden Staaten Europas bedingten), daß also jeder Tag
des Erwachens neuer Völker und neuer Klassen zum Leben immer
mehr und mehr den Marxismus bestätigt.

Natürlich ist die Arbeit bei diesem Studium, dieser Deutung und
dieser Propaganda der Hegelschen Dialektik außerordentlich
schwer, und sicher werden die ersten Versuche in dieser Richtung
mit Fehlern verbunden sein. Aber nur der begeht keine Fehler,
der nichts tut. Wir müssen uns darauf stützen, wie Marx die
materialistisch aufgefaßte Dialektik Hegels anwandte; wir können
und müssen diese Dialektik von allen Seiten bearbeiten, wir müssen
in der Zeitschrift Abschnitte aus den wichtigen Werken Hegels
bringen, wir müssen sie materialistisch deuten, wir müssen sie mit
Beispielen der Anwendung der Dialektik bei Marx kommentieren,
wir müssen sie aber auch kommentieren mit Beispielen der Dia-
lektik aus dem Bereiche politischer und wirtschaftlicher Bezie-
hungen. Solcher Beispiele bringt die neueste Geschichte, ins-
besondere der gegenwärtige imperialistische Krieg und die Revolu-
tion, besonders viele. Die Gruppe der Redakteure und der Mit-
atbeiter der Zeitschrift „Unter dem Banner des Marxismus“ muß
meiner Ansicht nach eine Art Gesellschaft der materialistischen
Freunde der Hegelschen Dialektik sein. Die Naturforscher der
Gegenwart werden in der materialistisch gedeuteten Dialektik
Hegels (wenn wir nur zu suchen verstehen und wenn wir lernen,