Um die Beherrschung der Technik, 251
j besser be-
licher Unsinn, von dem wir uns je schneller, desto
freien müssen.
‚Stalin führt die Schädlingsarbeit als Beweis gegen diese Ablehnung
einer Wirtschaftsführung durch die Kommunisten an und fährt fort:
Wie konnte es geschehen, daß die Schädlingsarbeit derartige
Ausmaße annahm, wer ist daran schuld? Wir selber sind daran
schuld. Wenn wir die Frage der Wirtschaftsleitung anders gestellt
hätten, wenn wir viel früher zum Lernen der Erzeugungstechnik
übergegangen wären, zum Beherrschen der Technik, wenn wir uns
häufiger und vernünftig in die Wirtschaftsführung eingemischt
hätten, so wäre es den Schädlingen nicht gelungen, soviel Schaden
zu stiften,

Wir müssen selber Spezialisten werden, zu Herren des Betriebes,
Wir müssen uns zur Technik hinwenden, zum technischen Wissen....

Es ist schon lange an der Zeit, sich zur Technik zu wenden. Man
muß die alte Losung, die überlebte Losung von der Nichteinmi-
schung in die Technik verwerfen, man muß selber zum Spezialisten
werden, zum Kenner der Sache, zum vollkommenen Herrn des
Betriebes.

Man fragt häufig, warum es bei uns keine Einheit in der Befehls-
Zewalt gibt. Es gibt sie nicht und wird sie nicht geben, bis wir
nicht uns der Technik bemächtigt haben. Solange es unter uns,
unter den Bolschewisten, nicht genügend Leute gibt, die gut ver-
traut sind mit technischen, wirtschaftlichen und finanziellen Fragen,
Solange wird es bei uns keine wirkliche Einheit der Beiehlsgewalt
geben. Schreibt soviel Resolutionen wie ihr wollt, schwört, wie
ihr wollt, aber solange ihr nicht die Technik, Ökonomik, die Finan-

zen der Fabrik, des Betriebes, des Bergwerkes beherrscht, solange
Wird keine Ordnung sein.

Die Aufgabe besteht also darin, daß wir selber uns der Technik
bemächtigen, daß wir selber zu Herren des Betriebes werden. Nur
darin liegt die Garantie dafür, daß unsere Pläne vollkommen er-
füllt werden und die Einheit der Befehlsgewalt durchgeführt wird.

Das ist selbstverständlich keine leichte Angelegenheit, aber sie
ist doch zu verwirklichen. Die Wissenschaft, die technische Er-
fahrung, Kenntnisse, all das ist eine Sache des Lebens. Heute hat
man sie nicht, aber morgen wird man sie haben. Die Hauptsache
ist hier, daß man den leidenschaftlichen bolschewistischen Wunsch
besitzt, sich der Technik, der Wissenschaft von der Erzeugung, zu
bemächtigen. Mit einem leidenschaftlichen Wunsche kann man
alles erreichen, kann man alle Schwierigkeiten überwinden.