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Das Ziel des Fünfjahresplanes.
Die russische Aufgabe.
Gelegentlich fragt man, ob man nicht etwa das Tempo verlang-
samen, die Bewegung anhalten kann. Nein, das ist nicht möglich!
Genossen, man darf nicht mit dem Tempo heruntergehen. Um-
gekehrt, nach Maßgabe der Kräfte und der Möglichkeiten muß
man es erhöhen. Das verlangen von uns unsere Verpflichtungen
vor den Bauern und den Arbeitern der Sowjetunion. Das ver-
langen von uns unsere Verpflichtungen vor der Arbeiterklasse
der gesamten Welt. Das Tempo verlangsamen bedeutet zurück-
bleiben, Die Zurückgebliebenen werden geschlagen, aber wir
wollen nicht geschlagen werden. Nein, wir wollen das nicht. Die
Geschichte des alten Rußland bestand darin, daß man es ununter-
brochen schlug wegen seiner Zurückgebliebenheit. Es schlugen die
mongolischen Khans, es schlugen die türkischen Beis, es schlugen
die schwedischen Adligen, es schlugen die polnisch-litauischen
Pane, es schlugen die englisch-französischen Kapitalisten, es
schlugen die japanischen Barone. Sie schlugen wegen der Zurück-
gebliebenheit, wegen der militärischen, kulturellen, staatlich-indu-
striellen, landwirtschaftlichen Zurückgebliebenheit. Sie schlugen
darum, weil das Vorteile einbrachte und ohne Strafe ablief. Er-
innert euch an die Worte des vorrevolutionären Dichters: „Du
Mütterchen Rußland, Du bist ärmlich und zugleich reich an Über-
flüssen, Du bist mächtig und zugleich ohne Kräfte.“ Diese Worte
des alten Dichters haben sich diese Herrschaften gut gemerkt.
Sie schlugen und sagten dazu: „Du bist reich an Überflüssen, daher
kann man Beute machen.“ Sie schlugen und sagten dazu: „Du bist
ärmlich und kraftlos, also kann man dich schlagen und berauben
ohne Strafe.“ Das ist das Gesetz des Kapitalismus, die Zurück-
gebliebenen und Schwachen zu schlagen. Das Wolfsgesetz des
Kapitalismus. Du bist zurückgeblieben, du bist schwach, also hast
du unrecht, also kann man dich schlagen und versklaven. Du bist
mächtig, also hast du recht, daher muß man sich vor dir hüten.

Darum dürfen wir nicht mehr zurückbleiben.

In der Vergangenheit gab es bei uns und konnte es bei uns kein
Vaterland geben, aber jetzt, wo wir eine Arbeiterregierung be-
sitzen, jetzt gibt es für uns ein Vaterland, und wir werden seine
Unabhängigkeit verteidigen. Wollt ihr, daß unser sozialistisches
Vaterland geschlagen wird und daß es seine Unabhängigkeit ver-
liert? Wenn ihr das nicht wollt, so müßt ihr in kürzester Zeit
seine Zurückgebliebenheit liquidieren und ein wirklich bolschewi-
stisches Tempo in der Entwicklung seiner Wirtschaft anschlagen.
Andere Wege gibt es nicht, darum sagte Lenin in den Tagen des