Die russische Aufgabe.

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Oktober: „Entweder den Tod oder es gilt, die fortgeschrittenen
kapitalistischen Länder zu erreichen und überholen.“

Wir sind von den fortgeschrittenen Ländern um fünfzig bis
hundert Jahre zurückgeblieben. Wir müssen diesen Abstand
durchlaufen in zehn Jahren. Entweder erreichen wir das oder
man wird uns zertrampeln.

Das diktiert uns unsere Verpflichtung vor den Arbeitern und
Bauern der Sowietunion.

Aber wir besitzen andere, noch wichtigere und noch ernstere
Verpflichtungen. Das sind die Verpflichtungen vor dem Welt-
Proletariat. Sie fallen zusammen mit den Verpflichtungen der
ersten Art. Aber wir stellen sie höher. Die Arbeiterklasse der
Sowjetunion ist ein Teil der Weltarbeiterklasse. Wir haben gesiegt
nicht nur dank den Anstrengungen der Arbeiterklasse in der
Sowjetunion, sondern auch dank der Unterstützung der Welt-
arbeiterklasse. Ohne diese Unterstützung hätte man uns längst
erledigt. Man sagt, daß unser Land den Stoßtrupp bildet des
Proletariats aller Länder. Das ist gut gesagt. Weswegen unter-
stützt uns das internationale Proletariat, weswegen haben wir
diese Unterstützung verdient? Dadurch, daß wir als erste uns
stürzten in den Kampf mit dem Kapitalismus, haben wir als erste
die Arbeitermacht errichtet, haben wir als erste begonnen, den
Sozialismus zu bauen. Dadurch, daß wir eine Arbeit verrichten,
die im Falle des Erfolges die ganze Welt umwandeln wird und
die gesamte Arbeiterklasse befreien wird.

Was ist für diesen Erfolg notwendig? Liquidierung unserer
Zurückgebliebenheit, die Entfaltung hohen bolschewistischen Tempos
in unserem Aufbau. Wir müssen so vorwärtsschreiten, daß die
Arbeiterklasse der gesamten Welt, wenn sie auf uns ‚sieht, sagen
kann: „Da ist sie, meine Vortruppe, da ist sie, meine Stoßbrigade,
da ist sie, meine Arbeiterregierung, da ist es, mein Vaterland. Sie
verrichten ihre Arbeit, unsere Arbeit. Es ist gut! Wir wollen sie
unterstützen gegen die Kapitalisten und das Feuer der Revolution
anfachen.“ Müssen wir die Hoffnungen der Weltarbeiterklasse
rechtiertigen? Ja, wir müssen es, wenn wir nicht in Schande
geraten wollen.

Das sind unsere Verpflichtungen, Ihr seht, daß sie uns bolsche-
wistische Tempos der Entwicklung diktieren.

Ich will nicht sagen, daß bei uns für die Leitung der Wirtschaft
in den letzten Jahren nichts geschehen ist. Es ist geschehen und
sogar ziemlich viel geschehen. Wir haben die Produktion der

Industrie im Vergleich zur Vorkriegszeit verdoppelt. Wir haben