258 Schwierigkeiten und Methoden des sozialistischen Aufbaus.
Kritiken zeigen die Verhältnisse, unter denen die Errichtung neuer An-
lagen in Rußland vor sich geht.

Die Serie der kritischen Artikel eröffnet eine Allgemeine Übersicht. Es
wird in ihr festgestellt, daß man mit der Montierung begonnen habe, aber
gs sei ein Stillstand des Tempos eingetreten:
Die Gründe dieses Durchbruchs sind vor allem die Unzu-
länglichkeiten der wirtschaftlichen Führung und das Nachlassen
der Partei- und Massenarbeit. Die Partei kann den Erbauern der
Autofabrik keine Fristverlängerung gewähren. Sie müssen, wie €S
Bolschewisten ziemt, alle Kräfte mobilisieren, alle Durchbrüche
liquidieren, die Fabrik zur Frist fertigstellen und in Betrieb setzen.
Es ist noch sehr wenig geschehen, um die Fabrik in Betrieb zu
setzen. Der Vorbereitung der Belegschaft für das künftige Werk
wird keine Aufmerksamkeit gewidmet. Es sind zwar Schulen
und Unterrichtsbasen organisiert, aber sie haben nicht einmal das
Mindestmaß von dem, was für eine normale Unterrichtstätigkeit
notwendig ist. Als ein besonderer Mangel der Autofabrik erweist
sich die Schwäche, oder, um es deutlicher zu sagen, das völlige
Fehlen des Kampfes für die Senkung der Baukosten.

Kann von einem Kampfe für die Senkung der Kosten die Rede
sein, wenn man auf der Autofabrik nicht weiß, wie teuer die eine
oder die andere hier vor sich gehende Arbeit ist? Für diesen
stärksten Mangel sind die Wirtschaftsorgane und Parteiorgani-
sationen der Fabrik verantwortlich.

Es folgt die Einzelkritik. An erster Stelle werden die Opportunisten
angegriffen, die für eine Verlangsamung des Bautempos eintreten:
Die Parteiorganisationen der Autofabrik mußten den starken
Widerstand der Opportunisten überwinden, welche das schnelle
Tempo des Baues verlangsamen wollten. Der Techniker Sedow,
ein Parteimitglied, machte folgende Erklärung: „Die Aufforderung
des Zentralkomitees (das Werk zu vollenden) wird nicht die Lage
ändern können.... Das Tempo, das der Plan vorsieht, ist nicht
zu verwirklichen.“ Die Parteizelle schloß den Opportunisten Sedow
aus ihren Reihen aus und erreichte mit Hilfe einer Mobilisierung
und Aktivierung der Massen eine Überschreitung des vorgesehenen
Programms.

Es folgen Klagen über die Unzulänglichkeit der Arbeitsorganisation,
Vorschläge ausländischer Arbeiter für eine Kostensenkung. Mitgeteilte
Einzelheiten zeugen von einem vollständigen Versagen der Organisation.
So wird mitgeteilt, daß die höchsten Wirtschaftsbehörden befohlen haben,
25 Ingenieure binnen 20 Tagen der Autofabrik zur Verfügung zu stellen.
Die Frist ist längst verstrichen, aber kein Ingenieur ist gekommen.