274 Der Kampf gegen die Religion.
giösen Schmuckgegenstände und Obiekte religiösen Kultes, Verbot,
Weihnachtsbäume zu fällen und zu verkaufen, das Aufhören des
Glockenläutens usw.... Es wurde eine Sammlung für den Kampf
der Gottlosen veranstaltet....

Die Abende, welche von den Schulen veranstaltet wurden,
wurden größtenteils am 24. und 25. Dezember, am 6. und 7. Januar
(also den Weihnachtstagen) durchgeführt. Für die Abende war
eine Reihe künstlerischer Aufführungen, Gymnastik und Chor,
Demonstrationen, künstlerischer Erzählungen vorbereitet. Es waren
Abende des Humors, Abende der Frage und Antwort eingerichtet.
Sechsundsiebzig Theatervorstellungen wurden im weihnachtsfeind-
lichen Feldzug durchgeführt. Es wurden aufgeführt: „Sichere die
Wiederwahl der Räte, indem du gegen die Religion kämpfst“ —
„Alle müssen sich an der Erneuerung der Räte beteiligen“ — „Ein
Analphabet ist ein Blinder“ — „Das Abc des Gottlosen“ — „Gali-
la“ und eine Darstellung des Prozesses gegen die der Gegen-
revolution beschuldigte Industriepartei. Auch ein Puppenspiel nach
dem Evangelium trat in Aktion.

Es wird weiter berichtet, daß verschiedene Museen und Aus-
stellungen, darunter auch die antireligiöse Vorstellung, ferner das
Theater des Gottlosenhauses, besucht wurden. Einige Schulen
organisierten Veranstaltungen, auf denen die Kinder durch Kar-
toffelbearbeitung 25 Rubel verdient haben, um für diese Summe
die Anleihe „Der Fünfiahresplan in vier Jahren“ zu erwerben. Mit
den Vorträgen waren die Lehrer beauftragt, aber einige Schulen
wandten sich auch, um Redner zu erhalten, an den Bezirksrat des
Gottlosenbundes.

Es werden die Themen dieser Vorträge und Ansprachen genannt:
„Der Gottlosenbund als Stoßtrupp im Kampfe für das dritte ent-
scheidende Jahr im Fünfjahresplan“ — „Die Wahl der Sowjets
sind die Aufgaben des Gottlosenbundes‘“ — „Die Entstehung des
Weihnachtsfestes und sein Klassencharakter“ — „Religion und
Geistlichkeit im Dienste bei den Gutsbesitzern und der Bourgeoisie“
— „Kirche, Religion und das Jahr 1905“ (die Zeit der ersten rus-
sischen Revolution) — „Die kulturelle Revolution und die Reli-
gion“ — „Warum man keine Sektierer in die Räte lassen darf“ —
„Die Religion und die Kriegsdrohung“ — „Wem nützt das Märchen
vom Weihnachtsfeste“, ...

Die Arbeit auf den Unternehmungen äußerte sich vor allem in
dem allgemeinen sozialistischen Wettbewerb der Schulgruppen
mit den Belegschaften der ihnen als Chefs (d. h. Patrone im Sinne
der alten Fürsten- und Fürstinnenpatronage über Regimenter: der