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Anmerkungen.
Partei in der Vorkriegszeit unterrichtende Sammelwerk Technika bolsche-
wistkago podpolja, Moskau 1925. Krassin berichtet in seinem Beitrag
über die Finanzierung der bolschewistischen Partei durch Vertreter der
guten Gesellschaft. Morosow bedachte auch in seinem Testament die
bolschewistische Partei.

8 Auch hier können nur einige Werke aus der umfangreichen Literatur
genannt werden. Außer auf Hoetzsch sei zur ersten Einführung wiederum
auf Pollock verwiesen, der zahlreiche statistische Angaben — etwa über
die Unterernährung der Bauernschaft — bringt. Statistisches Material
stellen Jug ow (Die Volkswirtschaft der Sowjetunion, Dresden 1929) und
der Emigrant Iljin in seinem Beitrage über die Agrarkrise zum Sammel-
werk: Die Welt vor dem Abgrund, Berlin 1930, zusammen. Sering be-
zeichnet in seiner Vorrede das Werk von Brutzkus (Agrarentwick-
lung und Agrarrevolution in Rußland, Berlin 1925) als die erste Unter-
suchung der Zusammenhänge zwischen der Revolution und dem all-
gemeinen Gang der agrarischen, volkswirtschaftlichen und politischen
Entwicklung Rußlands. Brutzkus ist antibolschewistisch und ein Gegner
der Dorigemeinschaft,

Über die Agrarorganisation der Dorfgemeinschaft unterrichtet das
Werk von Tschuproöw, Die Feldgemeinschaft, Straßburg 1902, und
A. Kaufmann, Russkala Obschina, Moskau 1908. Tschuprow ist ein An-
hänger der Feldgemeinschaft. Kaufmann glaubt, daß sie im Gegensatz
zu den Anschauungen von Tschitscherin, Miliukow usw. nicht durch
staatliche Eingriffe als Steuererhebungsorganisation entstanden, sondern
durch die natürliche Entwicklung hervorgerufen sei. Sering zählt in
seiner Vorrede die Verfasser deutscher Werke über die Feldgemeinschaft
auf, die bei mir als gesellschaftliche Organisation Dorifgemeinschaft ge-
nannt wird. Von allgemeinen Darstellungen des Agrarproblems sei noch
genannt die Arbeit Peter Maslows, Die Agrarfrage in Rußland, Stutt-
gart 1907.

Über die Struktur und die Wirkungen der Bauernbefreiung von 1861
sehr lehrreich Ljaschenko, Otscherki agrarnol ewoljucti Rossi, Peters-
burg 1926; siehe vor allem S. 134 die Statistiken, aus denen hervorgeht,
daß die Bauern in fruchtbaren Gegenden weniger Land zugeteilt er-
hielten, als sie vorher zur Verfügung hatten. In den Gegenden dagegen
ohne Schwarzerde bekamen die Bauern mehr Land als vorher. Durch
diese auffallende Teilung sollten die Gutsbesitzer begünstigt werden. Es
galt, die Bauern der fruchtbaren Gegenden zur Arbeit für die Guts-
besitzer zu veranlassen; die Bauern der unfruchtbaren Gegenden sollten
das schlecht verwendbare Land der Gutsbesitzer durch die Loskauf-
zahlungen erwerben. Die Loskaufzahlungen und die Steuerverpflichtungen,
welche auf der Bauernschaift lagen, waren so hoch, daß sie zum Getreide-
verkauf auch auf Kosten des eigenen Bedarfs zwangen. Einzelheiten
über diesen Verkauf, die Wirkungen des Eisenbahnbaues usw. siehe bei
Ljaschenko.

® Siehe Weselowski a. a. O0. Band I und II.