Anmerkungen.

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N Siehe auch Hoetzsch 193.

Die Schätzungen über die höhere FErtragsfähigkeit des Gutslandes
gehen, wie Pollock a. a. O0. 19 seststellt, stark auseinander. Pollock
zitiert eine Angabe, welche die Mehrerträge auf 38°/o bemißt. Vgl. auch
die statistischen Angaben bei Ju g OW S. 124 über den hohen Anteil der
Gutsbesitzerwirtschaft an der Jandwirtschaftlichen Marktproduktion.

22 Siehe die Zitate aus der Schrift Lenins „Was ist zu tun?“ S. 223—6.

BB Vol. auch die Angaben bei Pollock a. a. O. 12. Lenin betrachtete
den Gegensatz der Industriekonzentrierung ZUr zurückgebliebenen poli-
tischen und landwirtschaftlichen Struktur als entscheidenden Faktor
der Revolution. Vgl. darüber das aufschlußreiche Werk von Litwinow,
Ekonomitscheskie posledstwija stolypinskogo agrarno£0 sakonodatelstwa,
Moskau 1929. Lenins Formel lautet: „Der Widerspruch, der am
tiefsten die russische Revolution erklärt: Die zurückgebliebenste Land-
Wirtschaft, das unkultivierteste Dorf — der fortgeschrittenste Industrie-
und Finanzkapitalismus.“ Die Industriebezirke bildeten einige Zentren,
etwa Petersburg, das Donezbecken. Die Industrie war stark von Staats-
aufträgen und Zollprotektionismus abhängig. Das ausländische Kapital
Spielte in ihr eine große Rolle. Erst nach 1906 kam sie mit den Bedürf-
Assen des innern Marktes gleichsam in unmittelbare Fühlung. Vgl. auch

nm, 15,

Die Kustarniki waren häuerliche Handwerker, die man nicht mit
Industriearbeitern vergleichen kann. Ihre Existenz beruhte auf der Armut
des russischen Dorfes, das infolge seiner Geldnot keine teuren städtischen
Erzeugnisse sich leisten konnte, Immerhin verstanden es die Kustarniki,
ihre Produkte zu Marktartikeln auch für den Export zu machen. Vgl.
Hoetzscha. a. O. 343£. Lehrreich ist auch die von Pollock (S. 13)
angeführte Statistik, nach der die Produktion der sog. ländlichen Klein-
industrie 20°/, der gesamten Industrieproduktion ausmacht.

Über die Lage der Arbeiterschaft, ihre schlechte Entlöhnung, die sich
auch in Zeiten der Hochkonjunktur vor dem Kriege nicht der Steigerung
der Lebenshaltungskosten entsprechend erhöhte, vgl. Pollock a. a. 0.
16f.; Köhler, Die russische Industriearbeiterschaft von 1905 bis 1917,
Leipzig u. Berlin 1921; Litwinow 2a. % O. 83f. Vgl. auch die Artikel
über die Arbeiterschaft im Sammelwerk Martow- Maslow-Potres-
sowa. a. O0. Bd. 1 u. II 1; ferner Elnicki, Istorila rabotschego dwischeni]a
v Rossii, Moskau 1926.

u Siehe Hoetzsch 3381.

15 Die angeführten Zahlen sollen nur einen ersten Eindruck von der
Stolypinschen Reform geben. Aus der Literatur sei noch angeführt das
Werk von Dietze, Die Stolypinsche Agrarreform und Feldgemeinschaft,
Leipzig 1920; Karpow, Agrarnaja politika Stolypina, Moskau 1925, und
Dubrowski, Stolypinskala retorma, Leningrad 1925.

Lenins Stellung zur Reform wird eingehend bei Litwinow charakterisiert.
Lenin war als Marxist ein Feind der Dorfgemeinde und begrüßte daher
die negative Seite der Stolypinschen Reform; die Reform erschien ihm