Anmerkungen.

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wegung in Rußland, Leipzig 1883; K ulczycki, Geschichte der russischen
Revolution Bd. I—111, Gotha 1910/14; General Spiridovitsch, Histoire
du terrorisme russe, Paris 1930. Die Narodniki waren typische Agrar-
Sozialisten, die fest an eine besondere russische Wirtschaftsentwicklung
glaubten auf Grund der Obschina, des Artels, der russischen Arbeits-
Zenossenschaft und des Dorfhandwerkes, (Kustarnitschestwo). Sie lehnten
die Industrialisierung ab; ihre Erben, die Sozialrevolutionäre, denken, wie
Suchanow in seinem Werke K woprosu 0 selsko-choseistwennol ew0-
Äucii Rossii (Moskau 1923) feststellt, in Industriefragen ebenso wie die
Marxisten, glauben aber weiter an eine besondere russische Agrar-
entwicklung. Über die Anfänge der sozialrevolutionären Partei siehe
Tschernow, Sapiski socialista-rewolutionera, Bd. I, Berlin 1922.

1 Siehe Lenin, Sämtliche Werke Bd. If, Berlin-Wien 1926 f.;
ferner Jaroslawski, Geschichte der kommunistischen Partei der
Sowjetunion, Hamburg 0. J.; Lewin-Tatarow a. a. 0.

1 Siehe die Anklagerede des bolschewistischen Staatsanwalts Krylenko
in Sa pjatj ljet, Moskau 1923.

% Vgl. Pollock 21£ Prokopowitsch kommt in seinem Werke Woina
{ narodnoe choseistwo zu einem vernichtenden Urteil über die wirtschaft-
liche Organisation während des Krieges (z. B. S. 229).

2 Über die letzte Zeit des Zarenregimes zahlreiche Zeugnisse im Archiv
russkoi revoliucit, Berlin 1921 f.; Memoiren bürgerlicher Politiker uSW.
sind zusammengestellt bei S. Aleksejew, Rewoliucha 1 graschdanskaja
Woina w wospominanilach belogwardeizach, Moskau 1925 f.
Zweiter Teil. Eroberung und Ausbau der politischen
Macht in Rußland durch die hbolschewistische Partei
1 Von den zahlreichen Erinnerungen an die Zeit der provisorischen
Regierung ist am hedeutsamsten Suchanow, Sapiskl 0 rewoljucii, Berlin
1922/23, 7 Bde. Es kommt nicht auf den Standpunkt ihres Verfassers,
des linken Sozialisten, an; ihr Wert besteht in der oft unfreiwilligen Be-
schreibung der gesellschaftlichen Psychologie des provisorischen Re-
gimes. Das Werk Trotzkis über die Revolution von 1917 (bisher
1. Band Berlin 1931), ist lange nicht so aufschlußreich wie die Arbeit
Suchanows. Vgl. auch das bolschewistische Sammelwerk Pokrowskli,
Otscherki po istorli oktjabrskoi rewoliucil, 2 Bde., Moskau 1927 (Trotzkis
Hauptquelle; Bd. 1 enthält soziale und wirtschaftliche Vorgeschichte der
Februarrevolution.).

? Die bürgerliche Hauptpartei bildeten die Kadetten. Die Sozialrevolu-
tionäre waren eine uneinheitliche Masse, die von rechten, zum Anti-
semitismus neigenden Elementen bis zu mehr oder minder anarchistisch
eingestellten Kreisen reichte. Die Sozialisten zerfielen in die beiden Haupt-
tichtungen der Oboronzen, der Anhänger der unbedingten Fortführung
des Krieges (zu ibnen gehörte auch Plechanow, der eine eigene kleine
besonders extreme Gruppe hatte), und der Internationalisten, die auf dem