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Anmerkungen,
mentarismus lehnte er ab im Namen der FEnthüllung des bürgerlichen
Charakters der parlamentarischen Demokratie. Das Parlament erschien
ihm also nur als Mittel zum Zweck, als Agitationsbegründung, als Werbe-
stätte, als Gelegenheit, die innern Widersprüche des herrschenden SYy-
stems zu enthüllen.

» Eine Schilderung der sich öffentlich vollziehenden Vorbereitungen
zum Oktoberputsch gibt Suchanow Bd. 7. Vgl. auch Trotzkis Zu-
sammenstellung seiner Artikel, Aufrufe, Reden usw. aus dieser Zeit 1917,
Moskau 1924. Ferner die lehrreichen Erinnerungen des bolschewistischen
Offiziers Min-Schenewski, Ot fewralla k sachwatu wlasti, Leningrad 0. J.
die einen Einblick in die bolschewistenfreundliche Stimmung der Soldaten
gewähren. Eine Bibliographie der Publikationen über die Oktoberrevolu-
tion gibt Danischewski, Moskau 1926.

1 Vgl. die Erinnerungen Kerenskis an seinen Sturz in der Sammlung
seiner Aufsätze /sdaleka, Paris 1925, in denen gegen die Darstellung
Krasnows im Archiv Russkoi rewoljuci] polemisiert wird.

1 Siehe die Werke des von ihnen gestellten Justizkommissars Steln-
berg: Warum wir gegen den Brester Frieden sind, Genf 1918; Ot Fewralla
po Oktjabr] 1917, Berlin 1920; Als ich Volkskommissar war, München
1929; Gewalt und Terror, Berlin 1931. Die linken Sozialrevolutionäre, die
von Frau Spiridonowa geführt wurden und denen ein Dichter wie Alex-
ander Block nahestand, faßten die russische Revolution als einen Aus-
druck elementarer Volksinstinkte. Sie waren Idealisten, die für die poli-
tische Taktik Lenins kein Verständnis hatten. Manche von ihnen schlossen
sich später der bolschewistischen Partei an, um dann wieder, wie der
Botschaftsrat an der Pariser Sowietbotschaft Bessedowski, von ihr ab-
zufallen.

* Diese Einstellung zeigt sich deutlich in dem Verhalten der National-
versammlung gegenüber, deren rasche Wahl die Bolschewisten von der
zögernden provisorischen Regierung verlangt hatten, um sie dann aber
bei ihrem Zusammentritt als längst überholte Angelegenheit verächtlich
abzutun. Aber es ist zu beachten, daß Lenin bereits in seinen Aprilthesen
1917 die Errichtung der Räterepublik verlangt hatte. Daher wendet sich
der heute Stalin nahestehende Parteibeamte Kaganowltsch in seiner

Schrift über die Räteselbstverwaltung Mestnoe sowetskoe samouprawlenie,
Moskau 1923, gegen die Behauptung, daß die Bolschewisten erst dann
sich gegen die Nationalversammlung gestellt haben, als der Wahlausfall
gegen sie entschied.

1 Über die Entstehung der bolschewistischen Partei unterrichtet die
bereits in der Anmerkung 16 zum 1. Teil genannte bolschewistische Doku-
mentensammlung Sch. Lewin-Tatarow I. Die Polemik mit den
Menschewisten in den Jahren 1903/04 faßt das bolschewistische Quellen-
buch Kak roschdalas} partija bolschewikow, Leningrad 1925, zusammen.
Wie Jaroslawski in seiner Geschichte der kommunistischen Partei
der Sowjetunion, Hamburg 0o.J., 97f., betont, folgte zwar die Mehrheit
des Parteitages Lenin nicht bei der Formulierung des ersten Paragraphen