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Anmerkungen,

Weise wegen ihres Gegensatzes zur Staatskirche begünstigt. Heute wird
ihrer Bekämpfung, da es ihnen gelungen ist, ihren Einfluß zu steigern,
besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Vgl. z. B. Iwanowskl, Sektantswo
} boriba s nim, Charkow 1930.

1 Vgl. Jaroslawski a. a. O0. 171£. In diesem Aufrufe, die Behauptung
zu widerlegen, daß geweihtes Wasser ebenso beschaffen sei wie anderes
Wasser, heißt es: „Wir sind bereit, nachzuweisen, daß die Sterblichkeit
und die Krankheiten bei den getauften Kindern nicht nur nicht geringer
sind, sondern da, wo unwissende Popen taufen, wo die Taufbecken un-
sauber gehalten werden und wo der Pope selber sich nicht genügend um
Sauberkeit kümmert, gerade das Taufbecken die Quelle von Krankheiten
und Ansteckung bildet.“ Weiter heißt es, es sel falsch, wenn die Kirchen-
vertreter nachzuweisen suchen, daß Wissenschaft und Glaube in allem
miteinander übereinstimmen. „Wir wollen durch Erfahrung das Gegenteil
nachweisen.“

Dritter Teil. Die Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik
des Bolschewismus.
ı v.Eckardt, Rußland, Leipzig 1930. Man muß allerdings beachten,
daß die Behauptung v. Eckardts nur in einem ganz bestimmten Sinne zu
verstehen ist. Man kann selbstverständlich nicht sagen, daß das heutige
Rußland sich dem heutigen kapitalistischen Gesellschaftssystem, das
auf der Existenz von Unternehmern basiert, annähert. Die Übernahme
moderner kapitalistischer Methoden vollzieht sich gemeinsam mit dem
Versuche, ohne die Unternehmer auszukommen, Funktionen der Unter-
hehmer planwirtschaftlichen Organen, einer bestimmten politischen Gruppe
der kommunistischen Partei usw. zu übertragen.

* Man muß auch beachten, daß Lenin der bolschewistischen Revolution
die Aufgabe zuschrieb, in einem möglichst schnellen Tempo die bürger-
liche Revolution zu vollenden, Rußland von den noch vorhandenen Bin-
dungen an den Feudalismus zu befreien.

* Die Idee der Arbeiterkontrolle wird heute selbst von so begeisterten
Anhängern des Kriegskommunismus wie Krizman als utopisch hin-
gestellt, Immerhin findet sie noch bolschewistische Verteidiger, z. B.
Kwiring, Otscherkit raswitija promyschlennost! S.S.S, R., Moskau 1929,
14f. Lenin betrachtete sie als Erziehungsmaßnahme, als Beginn des
Wirtschaftsumbaues von unten.

* Vgl. die bekannten Reden von Lenin, Die nächsten Aufgaben der
Sowjetmacht, Berlin 1919, und von Trotzki, Arbeit, Disziplin und
Ordnung werden die sozialistische Sowjetrepublik retten, Berlin 1919.
Bolschewistische Autoren betonen heute, daß Lenin von Anfang an an
eine Wirtschaftspolitik in der Art der späteren neuen ökonomischen
Politik gedacht habe. Er wäre bereit gewesen, mit kapitalistischen Trusts
zu kooperieren unter Beibehaltung des politischen Systems der Diktatur
des Proletariats. Aber das erwies sich als praktisch undurchführbar, weil