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Anmerkungen.
schewismus in Elsters Wörterbuch der Volkswirtschaftslehre, Jena 1931.
— Heute herrscht in bolschewistischen Kreisen die These vor, daß die
NEP den notwendigen Weg zum Sozialismus bedeute. Gegenüber Kri-
tikern der NEP-Politik wird der Beweis geführt, daB gerade in dieser
Periode der Anteil des Privatkapitalismus an der Gesamtwirtschaft
zurückgegangen sel. Die vom Staat geleiteten Bezirke der Wirtschaft
hätten sich nicht nur absolut, sondern auch relativ gut entwickelt usW-
Man beruft sich dabei, um den Kriegskommunismus als eine rein taktisch-
politische Angelegenheit hinzustellen, auch auf Äußerungen Lenins aus
der NEP-Zeit. Demgegenüber muß aber immer wieder festgestellt werden,
daß verschiedene Maßnahmen des Kriegskommunismus nicht als Not-
angelegenheit abgetan werden können. Wäre das wirklich der Fall, so
hätten sich ja nicht ernste Diskussionen um die Einführung des NEP in
der Partei ergeben.

0 Vgl, GC. Sinowiew, Zwölf Tage In Deutschland, Hamburg 1921.

u Vg]. Haensel, Das Steuersystem Sowjetrußlands, Berlin 1928, und
Pollock a. a. O. 73£.

13 Siehe Lenins Schrift von 1917: Die drohende Katastrophe und wie
soll man sie bekämpfen? deutsch Berlin-Wien 1920, in der er u. a. sein
Wirtschaftsprogramm entwickelt: Nationalisierung der Banken, Nationa-
lisierung der Syndikate, Abschaffung des Geschäftsgeheimnisses, ZwangS-
syndizierung, zwangsweise Schaffung von Verbrauchergenossenschaften
{selbst in Deutschland sei ja die Brotkarte von den herrschenden Gruppen
umgangen worden!) ; Larin hat ein aus Artikeln der Kriegszeit zusammen-
gestelltes Werk über die deutsche Kriegswirtschaft veröffentlicht:
Gosudarstwennyi kapitalism voennago vremeni w Germanii, Moskau 1928.

13 Außer den bereits genannten Werken von Krizman sei noch als
Darstellung des Kriegskommunismus genannt: Larin und Krizman,
Wirtschaftsleben und wirtschaftlicher Aufbau in Sowjetrußland 1917 bis
1920, Berlin 1921; von allgemeinen Darstellungen der Wirtschafts-
geschichte Müliutin, Istoria ekonomitscheskagzo raswitia S.S.S.R. 1917/27,
Moskau 1928. Vgl. auch Miliutin, Die Organisation der Volkswirt-
schaft in Sowjetrußland, Berlin 1921. Theoretische Deutungen: Buch a-
rin, Ökonomik der Transformationsperiode, Hamburg 1922; Miliutin,
Novyi period mirowoi ekonomiki, Moskau 1926; Varga, Die wirt-
schaftspolitischen Probleme der proletarischen Diktatur, Hamburg 1921.
Wie immer gibt die beste Einführung die Lektüre der Bände von Lenins
Werken, in denen seine Artikel, Broschüren, Reden und Werke zusammen-
gestellt sind (Band XXI f. der russischen Ausgabe). Alle Werke, die sich
mit dem heutigen Stande der Wirtschaft in Rußland beschäftigen oder
Gesamtüberblicke über die Entwicklung geben, enthalten natürlich minde-
stens Bemerkungen über den Kriegskommunismus. Interessante Einzel-
heiten über die Lage in der Endzeit des Kriegskommunismus findet man
bei Schirmunski, Tschastnyi torgowyi kapital w narodnom choseistwe
S.S.S.R., Moskau 1927, 37f. In der Periode des Kriegskommunismus
war das Privatkapital am Warenaustausch mit mehr als 50% beteiligt.