Anmerkungen.

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2 Finen Überblick über den Inhalt des Fünfjahresplanes gibt das Werk
von Grinko, Der Fünfjahresplan. Einen Einblick in das von ihm ge-
Schaffene Regime verschafft die Reportage von Knickerbocker,
Berlin 1931. Auf eine Aufzählung der umfangreichen wissenschaftlichen
ınd populären Literatur kann verzichtet werden, da sie mehr oder minder
sachlich- agitatorisch die Grundideen des Fünfjahresplanes der Wirt-
Schaft und der mit ihm verbundenen Projekte des kulturellen Aufbaues
darlegt. Bei den wissenschaftlichen Arbeiten handelt es sich um Er-
Örterung von Voranschlägen, um Koniunkturberechnungen, die oft von
der tatsächlichen Entwicklung bereits überholt sind; die populäre Li-
teratur — nur ein Beispiel: Elgers, Die Kulturrevolution in der Sowjet-
union, der einen Überblick über die gesamte Kulturpolitik zu geben be-
ansprucht — besteht in mehr oder minder geschickten statistischen
Zusammenstellungen und Ihre Ausdeutung. Die Entwicklung der Plan-
Wirtschaft beschreibt eingehend das grundlegende Werk von Pollock.
— Text des Fünflahresplanes der Sowietunion: Pjatiletnyi plan narod-
Rochoseistwennogo stroiteljstwa S. $.S.R., 2. Aufl., Moskau 1929. Dazu der
Wichtige Diskussionsband: O platiletnom plane raswitija narodnogo chose-
Istwa S.5.S.R., Moskau 1928. Vgl. auch die Darstellung des Fünfijahres-
Planes in Tafeln und Diagrammen von Kabakow, Moskau 1929. Neben
dem Plane der Planbehörde für die Union gibt es noch Darlegungen der
speziellen Fünfjahrespläne. Vgl. etwa über die Verbrauchergenossen-
schaften: Pjatiletnyi plan potrebiteljnoi kooperacii S.$S.S.R., Moskau
1929. Von den Spezialarbeiten sei nur die dem Entwicklungstempo gewid-
mete Schrift von Motylew, Problema tempa raswitija S.S.S. R., Moskau
1929 (Vergleiche mit der Entwicklung in den Ver. Staaten) genannt, Vgl.
auch die Zukunftsperspektive Sabsowitsch, S.5.5.R. tscheres 15 let,
Moskau 1929, mit Ankündigung staatlicher Kindererziehung, da die
Frauen für die Arbeit frei sein müssen. und sozialistischer Städte ohne
Familienhaushalte usw.

1 Vgl. Schiller a. a. O., mit eingehendem Literaturverzeichnis;
ferner die Werke von Iljin, Kolchosy S.S. 5. R. i perspektiwy ich raswitja,
Moskau 1930, und Kolchosy S.S. S.R. i ich udeljnyl wes w stroitelstwe,
Moskau 1930; Zylko, Putfi raswitija selskago choseistwa, Moskau 1930
(mit zahlreichen Statistiken über die Zahl, den Ertrag usw. der Kolchosen).
Sehr aufschlußreich über die innere Organisation der Kolchosen Dmitfriew,
Organisacija truda w kolchosach, Woronesch 1930 (57 ff. Beispiele für
die verschiedene Bewertung der verschiedenen Arbeitsleistungen). — Es
gibt je nach dem Umfang der Vergesellschaftung drei Typen der Kol-
chosen: Artel, Genossenschaft, Kommune (da soll auch kollektive Wohn-
organisation das Ziel sein!); vgl. darüber Großmann, Bolschewismus,
im Wörterbuch der Volkswirtschaftslehre, Jena 1931. Die Fortschritte
der Kollektivierung haben zu einer Krise auf dem Arbeitsmarkte geführt.
Bisher lebte der Arbeitsmarkt der Industrie vom Zustrom aus der Land-
bevölkerung (vgl. Minz, Agrarnoe perenaselenie i rynok truda v S.S.S.R.,
Moskau 1929, 445f.). Dieser Zustrom hat nun aufgehört, wie Stalin in