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Anmerkungen.
Generallinie zustimmen müssen, wenn sie gegen alle oppositionellen For-
derungen nach größerer Meinungsfreiheit in der Partei sich auf die
grundsätzliche Parteianschauung Lenins berufen. Vgl. das gegen die
Arbeiteropposition gerichtete Bändchen Platforma Schliapnikowa i Med-
wedewa, Moskau 1927. Lenin hat sein Festhalten an dieser Parteiauffas-
sung in seinem Kampfe gegen die Arbeiteropposition 1920/21 gezeigt.

8 Besonders bezeichnend für diese Einstellung ist die Rede über den
Gewerkschaftsstreit vom 30. September 1920, Band XXVI der russischen
Werke, S. 63f. Diese Rede zeigt den überlegenen Gebrauch seiner großen
Autorität durch Lenin; Ironie und Entschiedenheit vereinen sich so mit-
einander, daß die Forderung nach Disziplin und Einheit nicht als Aus-
schaltung der Meinungsfreiheit in den führenden Parteiorganen wirkt.
Diese Gabe, die strenge Parteidisziplin mit Aussprachen in Führerkreisen
zu vereinen, scheint im Unterschiede zu Lenin Stalin völlig zu fehlen.
Lenins Bemühungen, seine Parteigenossen zu erziehen, hinderten ihn aber
in keiner Weise daran, energische Maßnahmen gegen ihm gefährlich er-
scheinende Oppositionsströmungen wie die sog. Arbeiteropposition ZU
ergreifen,
® Vgl. die Schrift von Dworkin, Metod Bucharina, Moskau 1930. Die
theoretischen Streitigkeiten Lenins mit Bucharin haben ihre Zusammen-
arbeit nicht verhindert. Stalin ließ die theoretischen Fehler Bucharins
erst dann der Öffentlichkeit vorführen, als er sich zum Vorgehen gegen
die sog. Rechtsopposition entschloß.

% Einen lehrreichen Einblick in die organisatorische Entwicklung der
Partei unter Stalin — alle Zweige des Parteilebens und der Parteiaktivität
sollen nach bestimmten Schemen und Vorschriften sich entfalten — gibt
die Schrift von Duschak über die politische Aufklärungsarbeit der Partei:
Organisacija i metodika partijnogo prosweschenija, Moskau 1929.

u Über die verschiedenen Einzelheiten der Parteiarbeit und Partei-
organisation unterrichtet fortlaufend die Zeitschrift Partijnoe stroitelstwo.
Einen lehrreichen Einblick in die innere Parteiorganisation geben die
Forderungen der 1927 aus der Partei ausgeschlossenen Oppositionsgruppe
um Sapronow (Vor dem Thermidor, Hamburg o.J., 51f.). Da wird vor
allem die Aufhebung der Bestätigung von Sekretären usw. seitens des
Zentralkomitees verlangt. Da wird über die Parteisäuberung geklagt, die
zu einem Werkzeug des Fraktionskampfes geworden ist, da wird gefordert,
die Parteibeamten aus den Mitgliederbeiträgen zu bezahlen usw. Zu be-
achten ist auch, daß der Parteiausschluß mit volitischer und sozialer
Entrechtung verbunden ist.

12 Vgl. über die Streitigkeiten in der Ukraine das schon erwähnte
Werk von Girtschaka.a.O.

23 Vgl. über die Ausschließungen Seibert, Das rote Rußland, Mün-
chen 1931, 99,

1 Über Parteistatistik siehe die Publikation WKP w zifrach, Moskau
1926 f.; oder auch Wsesoiusnalia partiinala perepis, Moskau 1927. Von