Anmerkungen.

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allgemeinen Gesetzen der Entwicklung USW. außerordentlich skeptisch
gegenüberstand. Die verbreitete ‚Vorstellung von der besondern Hin-
neigung des revolutionären Marxismus ZUr Soziologie ist also nur mit
sehr starken Einschränkungen berechtigt.

4 Am besten darüber Luppol a. a. 0.

5 Diese Streitigkeiten füllen die Seiten der bolschewistischen Kultur-
zeitschriften (etwa.der Rewoliucila ji Kultura), Man arbeitet mit dem
Vorwurie der mangelnden Parteitreue, der Abweichung von der General-
linie usw. Es erscheinen Kampfberichte von der philosophischen Front,
in denen über Koalitionen von oppositionellen Richtungen berichtet wird.
Gegen Doborin wird der Vorwurf erhoben, daß er Lenins philoso-
Phische Originalität unterschätze, ihn einfach als Jünger Plechanows hin-
stelle usw.

$ Diese Anschauung hatte damals auch Plechanow vertreten, der
später während des Weltkrieges als Anhänger der Vaterlandsverteidigung
und des Kampfes gegen den deutschen Absolutismus sich zum schärfsten
Gegner Lenins entwickelte.

7 Vgl. die auf S. 239—240 abgedruckten Thesen über die Diktatur
des Proletariats. Lenin bestimmte die bürgerliche Demokratie als Betrug
der Werktätigen durch formale Gleichheit unter Beibehaltung der Knech-
tung durch die Kapitalisten (Leninski] Sbornik u).

8 In Rußland wurde Lenin gelegentlich auch als Erbe von Bakunin
und Tkatschew bezeichnet, die an Putsche kleiner revolutionärer Minder-
heiten glaubten. Der Bolschewismus wurde als Bündnis des Lumpen-
broletariats mit dem sich nach der Heimat sehnenden Soldaten hingestellt.

® Fs ist natürlich nicht möglich, an dieser Stelle die Abhängigkeit und
den Unterschied der Theorien Lenins von Hilferdings „Finanzkapital“ zu
erörtern, die Polemik der Bolschewisten gegen die Imperialismustheorie

Rosa Luxemburgs darzustellen. Der politische Sinn dieser Polemiken

geht dahin, nachzuweisen, daß der revolutionäre Sozialismus das Recht

habe, die Macht in einem wirtschaftlich zurückgebliebenen Gebiete zu
ergreifen, und daß gerade diese Gebiete eine entscheidende Bedeutung für
die Weltrevolution haben. Vgl. auch Paschukanis, Imperialism i kolo-

nialnala politika, Teil 1, Moskau 1928.

10 Jakowlew vergleicht in seiner Vorrede zu Kotelnikow- Meller
a. a. O. den Agrarumsturz von 1917/18 mit dem Sturze des feudalen
Regimes durch die große französische Revolution. Die theoretischen
Diskussionen über die bolschewistische Taktik können durch die ver-
schiedenen Auffassungen über das Verhältnis der bürgerlichen und prole-
tarischen Revolution formuliert werden.

1 Siehe J aroslawski a. a. O., der die Auffassung Höglunds ent-
schieden ablehnt: „Es ist gleich, ob man für den Sozialismus im Namen
des Menschen oder im Namen Gottes eintritt.“ Er führt Lenins Auffassung
an, daß die atheistische Propaganda von der bolschewistischen Propa-
ganda unlösbar ist. Lenin hat sich übrigens mit besonderer Schärfe gegen
den sog. religiösen Sozialismus gewandt.