J Fluß⸗ und Schweißstahlgewinnung im Deutschen Jollgebiet. Eogarithmischer Maßstab.) In 10006 20000 94 1191. 4394 197. inmittelbar und mittelbar in Nahrung gesetzte Gesamt— velegschaft nahezu eine Million Arbeiter betragen haben. Großbritannien, das damals die Hälfte der ganzen Weltgewinnung in Eisen und Stahl auf sich vereinigte, hatte wegen seiner Beherrschung des Welthandels eine noch größere Stellung als heute die Vereinigten Staaten von Nordamerika. Mit 314 Pudb- del- und Walzwerksbetrieben, über 7500 Puddelöfen und )00 Walzenstraßen war Eng- sands Industrie 1875 viermal so groß wie die unsrige. Je mehr man sich mit der eng— lischen Konkurrenz beschäftigte, desto deutlicher stellte sich heraus, daß ihre Haupt- tärke in dem natur— zegebenen Vor— sprung, nämlich in den iahe beisammen gelegenen Vorkommen von Erz und Kohle und deswegen in der Wahl der Standorte bestand, einem Vor— sprung, den es vor der ganzen Welt voraus hat. Nirgends onst waren und sind die Fracht⸗ kosten für Rohstoffe so niedrig. Wenn also Deutschland auch keine Mühe und keine Kosten gescheut hatte, der englischen Eisenindustrie nach— zueifern, so konnte man doch in Deutschland weder an den eisenarmen Erzen ioch an der ungünstigen geographischen Lage von Erz zu Kohle etwas ändern. Die weit boneinander gelegenen Kohlen- und Erz— borkommen ließen sich auch durch die Eisenbahn- verbindungen nicht näher zusammenrücken. Die Transportkosten zwischen den Kohlen- und Erz— revieren blieben nach wie vor teuer und be— reiteten große Sorge. Deshalb trat das Problemder Transportkosten gegenüber den Sorgen um den technischen Fortschritt von nun an stark in den Vordergrund. In Deutschland berechneten sich die Borfrachten für die Roh— eisengewinnung auf etwa den dreifachen Betrag, den man in England zu bezahlen hatte. Nicht minder bedeutend war lange Zeit der Vorsprung Englands in billigeren Seefrachten für die Ausfuhr. Die schwachen Seiten der deutschen Eisen— industrie konnten für ihre Zukunft das Schlimmste 10000 — Fluß- und- —XREXI — 8000 6000 5000 — 4 1000 — 7 Pot· 4000 1865. 180 3000 2000 1500 fFluß. und S* 1000 800 300 500 100 300 200 150 100 von insgesamt 3 Milliarden Mark gegründet worden. Die in den folgenden vier Jahren allein vorgenommenen 857 Neugründungen von Aktiengesellschaften rechneten mit ins— gesamt 4,3 Milliarden Mark. Die ausländische Kapitalbeteiligung am Aufbau der deutschen Industrie war nicht gering. Die Arbeiterzahl betrug 18785 in Erz- gruben und Eisenhüttenbetrieben 140 000 Mann, in Eisengießereien und Emaillierwerken 34000, in der Maschinen-,, Werkzeug- und Apparate- industrie 184 000 Mann und in der Eisen- und Stahlwarenindustrie einschließlich Handwerk 317 000 Mann. Das macht zusammen 6485 000 Arbeiter. Rechnet man die von den erwähnten Industriezweigen im Kohlenbergbau, in den sonstigen Hilfsgewerben sowie namentlich im Ver— kehrsgewerbe Beschäftigten hinzu, so dürfte schon damals die von der Eisenwirtschaft