40 — »efürchten lassen, wenn es nicht gelang, aus der Not eine Tugend zu machen. Diesen und andere Vach— eile der deutschen Eisen— nndustrie hat die Enquete des Jahres 1878 deutlich erwiesen. Trotzdem zlaubten auch damals — wie heute — gewisse Publizisten nicht an die naturgegebene ungünstige Lage unserer Eisenindustrie, sondern sie zgaben ihrer durch keinerlei Sachkenntnis getrübten Mei— nung Ausdruck, daß „die Industrie mit übermäßiger Anlagenausdehnung und falscher Finanzierung ihre schlechte Lage selbst ver— schuldet“ habe. Gluͤcklicher- weise kam die Enquete von 1878 zu richtigen Schluß— folgerungen, vor denen wir heute noch Hochachtung emp⸗ finden. Sie zeigte die Not— wendigkeit, der deutschen Eisenindustrie den heimischen Markt zu sichern. Sonst hätten alle Erfolge des Sollpereins- zusammenschlusses, des Eisen- bahnausbaus und vor allem die der neuen Reichsgründung aichts genutzt. Unternehmer und Arbeiter zogen zusammen an einem Strang und ver— langten die Wiedereinführung der Zölle. Die ersten an den Reichstag gerichteten Peti— tionen, die eine Hinaus— — — W schiebung der Eisenzollauf⸗- 1860 1870 1880 18900 19000 1910 1920 1929 )ebung perlangten, hatten H Seit 1012 ausschl. Stahlgießereien. leider nichts erreicht. Am *) Seit 1012 einschl. Stahigleßereien. l. Januar 1877 waren alle ***) In „Stahl -und Walzwerke“ mitenthalten. Lisenzölle der Eisen schaffenden Industrie gefallen und nur ein Rest von Schutzzoll für einen Teil der Eisenverarbeitung, nämlich für die feinen Eisen- und Stablwaren. erhalten zeblieben. Es bedurfte erst einer lebhaften Propaganda des zu diesem Zweck gegründeten jungen BVer— ezins Deutscher EGisen-und Stahl— Izndustrieller sowie des Central-— verbands Deutscher Industrieller, um Regierung und Reichstag 1879 zur Wieder— umkehr vom Freihandel zum Schutzzoll zu be— vegen. Anden Namen Bismar ist das un— Deutsches Zollgebiet. Arbeiterzahl in den Hochofen⸗, Stahl⸗ und Walzwerken sowie in den Eisengießereien.