11 Deutsches Zollgebiet. Arbeiter im Steinkohlen⸗ und Eisenerzbergbau. rganisatorische und technische Zonderleistungen der deutschen hůttenleute. Hatte das Puddelverfahren u einer Zusammenlegung von Stahl-und Walzwerken und nur vereinzelt zur Angliederung »on Bochöfen und Zechen ge— ührt, so legte das Thomas— erfahren den Erwerb von Minettefeldern und den Aus- »au gemischter Werke iahe. Das bedeutete für Puddelverfahren und reine Walzwerke den Todesstoß. Ferner verursachte diese Neuerung, nachdem früher chon die alten Holzkohlen— zütten aufgegeben worden varen, eine abermalige Opfe— ung vieler Betriebsanlagen. die Standortsver— egung begann von neuem, obald die eisenarmen Erze »er Minette für den Hütten— »etrieb lohnender wurden. Jetzt erst erwiesen sich der Ziegespreis Elsaß-Lothringen nit seinen Erzfeldern und die duxemburger Bodenschätze als Sewinn für die deutsche Eisen- ndustrie. Von nun an ent— tanden aus der gegenseitigen Anziehungskraft von Minette und Steinkohle mächtige Pro— oleme. Mit der Verfrachtung von minette zur Kohle oder mit der Reise der Kohle zum Erz tanden im engsten Zusammen⸗ hang die Bemühungen, die auf eine Verbilligung der Rohstofftransporte auf den Eisen- »ahnen und den Wasserstraßen gerichtet waren. rdeider war es den deutschen Eisenindustriellen nicht ergönnt, stärkeren Einfluß auf die Privateisen- »ahnen zu gewinnen, wie es z. B. in den Ver— inigten Staaten von Nordamerika der Fall var. Daher wurde dort trotz riesiger Ent— ernungen die lebenswichtige Verbilligung der Fransportkosten gelöst. In Deutschland aber am es mit der Verstaatlichung der Sisenbahnen bald zu politischen Einflüssen m Güterverkehr, die neben ihren guten leider uuch gewisse schlechte Seiten hatten. Die Ver— einheitlichung des deutschen Eisenbahnsystems ist edoch unverkennbar eine Tat gewesen, die in Bis 1911 mittlere Belegschaft, eit 1912 berufsgenossenschaftlich Versicherte. 00 000 00 000 300 000 —300 000 100000 kohlenber 300 000 2001000 100000 —E 1860 270 1880 1890 1900 910 1920 1929 Luxemburg reichlich vorhandenen phosphor— haltigen Erze zur Thomasstahlbereitung der Weg geebnet. Daher kann man 1879 als das Jahr der Wiedergeburt der deutschen Eisen- und Stahlindustrie bezeichnen. Dritte Periode des Zollvereins 0187909 1918). Ausgerüstet mit Schutzzöllen und Thomas- »erfahren schritt man zum neuen Aufbau der Eisenwirtschaft, unbekümmert um alle Unken— uufe der Freihändler. Der Selbsterhaltungs— trieb verlangte jedoch gegenüber einem weit überlegenen Wettbewerber Sparsamkeit sowie