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assungssünde, sondern als einen Unterlassungs-
egen.

In dem vorrevolutionären Deutschland gab
es ferner Selbstzucht, Unter- und ÄÜüberordnung,
die von keinem Parlament und von keiner Partei
angetastet worden ist. Es herrschte weitgehende
Bewegungsfreiheit für die Unternehmer, und
zwar nicht nur in technischer und finanzieller,
sondern auch in organisatorischer Beziehung.
kẽs gab keine Sondergesetze, die sich gegen das
Koalitionsrecht der Unternehmer in Kartell-
achen gerichtet hätten. Man kannte früher auch
teine politisch diktierte Zwangsregelung der Löhne
nit ihren unhaltbaren Übertreibungen und dem
Übermaß der Sozialversicherung. Schließlich,
aber nicht zuletzt, kannte man keine verzehrenden
Steuerlasten und vor allem keine Tribute, eben⸗
owenig eine Mißwirtschaft in der öffentlichen
Finanzgebarung.

Heutzutage hört man oft das Lippen-
bekenntnis, daß die Rohstoffindustrie schonend
zu behandeln sei. Aber leider ist es eine Tat⸗
ache, daß die eine Hand des Staates unserer
Industrie mehr nimmt, als ihr die andere Hand
gegeben hat. Daher ist die Stellung der deutschen

kisenindustrie heute schwerer denn früher. Sie
ührt einen Kampf gegen zwei Fronten. Die
eine Front liegt im Ausland; es ist namentlich
die von Natur aus und durch die Politik be—
zünstigte Eisenindustrie in Frankreich, Belgien
und Luxembuͤrg. Die innere Front, die gegen
ie deutsche Eisenindustrie ankämpft, läßt sich
nicht so leicht bezeichnen; sie besteht jedenfalls
ius einer gewissen Presse und gewissen Parteien.
A
edingungen der Eisenindustrie kein Verständnis
»aben und alles Erdenkliche tun, die Lage der
*iisenindustrie zu erschweren.
Daher ergibt sich die schwere Aufgabe, die
rregeleitete öffentliche Meinung immer wieder
»on neuem aufzuklären und den Regierungen
n Reich und Ländern immer wieder die not—
vendigen zweckdienlichen Ratschläge zu geben.
Entscheidend aber für den Fort—
bestand und für den Wiederauf—
stieg der deutschen ESisenindustrie
ist der unbeugsame Wille, die
schwierigen Schicksalsfragen trotz
alledem zu meistern.