fie zu diejer Sinnesänderung. Wenn es dann
aud) zu jpät ijt mit der Verwirklighung diejes
Beitrebens, jo wird doch aller Rat zur rechten
Zeit nichts nüßen; man will vorerit im Dorf
bleiben und zujehen, wie es den andern Drau:
ben eraebht.
2, €s ijlt im TYhayngen nicht jo, als ob
Land überflüftig wäre. Die Dorflandwirte has
ben das Bedürfnis, nad) der Güterzujammen-
legung eher mehr Land als im alten Zujtande
zugeteilt zu erhalten. Höcdhitens das cntlegene
Qand ijft nicht begehrt. Rüdt man mit der
Hoffliedlung von der Peripherie her Itark in
die Feldflur vor, fo kann Ddiejes Bedürfnis
nicht ausreichend befriedigt werden. AUmjo
weniger, als bie Indujtrie unmittelbar und
mittelbar vom Ddorfnahen Land wefjentliche
Areale in Aniprugd genommen Hat.

3. Viele Landwirte [ind nicht nur durch
Sewohnheiten, jondern durch wirkliche Not:
wenbigfeiten ans Dorfwohnen gebunden, fei
es, daß fie der Mittel zur Nebernahme einer
Neufiedlung entbehren, jet es, daß nebenberufs
lie CErmerbsmöglicdhfeiten, die nur im Dorfe
vorhanden find, fie zum Bleiben verhalten
Tragen wir diejen Umitänden RedhHnung,
jo fommen wir dazu, für die Vefiedlung ein
Minimalprogramm vorzujdhlagen, in
der Meinung, daß ein foldhes dann zu ver-
wirfliden fer und daß es tedhnijd und wirt:
ihaftlig unzwedmäßig wäre, daran nod) qrö-
here AWbitridhe zu machen.

Gegenüber dem idealen zieht das iat[üch-
lie Siedblungsprojelft weniger als die
Hälfte Landes in feinen Bereih. Es
will auf 102 Hektar 13 Bauernhöfe und 4
Rieinheimweflen begründen.