anderen Fertigwaren, aber doch stark genug, den Markt dieses einen Gutes nicht zur Ruhe kommen zu lassen und die Gefahr einer Übersetzung für ihn heraufzubeschwören. Auch bei den Halbfabri- katen ist eine solche Verschiebung in der Verwendung des Rohstoffs zumeist noch in erheblichem Umfang möglich. Die Fälle sind nicht häufig, in denen schon eine gelinde Verarbeitung dem ursprüng- lichen Rohstoff die Richtung seiner letzten Formgebung endgültig vorschreibt. So bleiben fast nur die Rohstoffe selbst als Objekte übrig, deren gesamte Produktionsmenge einigermaßen übersehbar erscheint, und auch von ihnen nur diejenigen, die von der Natur in längst vergangenen Zeiten ein für allemal für menschliche Ver- wertung bereitgestellt worden sind — nicht aber die in regelmäßi- ger Wiederholung „geernteten“ Waren. Und auch bei den „gewon- nenen“ Rohstoffen sind die Überraschungen nıcht selten, die aus neuen geologischen Forschungen oder auch nur aus neuen Trans- portgelegenheiten wider alles Erwarten neue Produktionsmöglich- keiten hervorgehen lassen oder aus neuer Technik bisher für wertlos gehaltene Objekte zu Konkurrenten der schon bekannten Stoffe machen.“ Zu diesen Momenten kommt noch hinzu, daß die Macht des Monopolisten jedenfalls unter dem Druck der gesamten öffentlichen Meinung steht und daß er diese in ihrer Auswirkungsmöglichkeit zu berücksichtigen hat. Auch die latente Konkurrenz im Innern der Kartelle selbst ist zu beachten. Die Unternehmungen sind nur vertragsmäßig und nur auf bestimmte Zeit zur Konkurrenzregulierung zusammengeschlos- sen. Dabei opfert der Unternehmer, wie oben betont wurde, nur ein egoistisches Motiv einem andern. Der Zusammenschluß ist ihm nur Mittel zur besten Verwirklichung des Erwerbsstrebens, und die Konkurrenz wird nur solange eingedämmt, als das Kartell diesen Zweck für das einzelne Unternehmen erfüllt. Wenn aber z.B. die stärkeren Werke mit einer Politik zugunsten der schwächeren nicht einverstanden sind, weil sie den Gewinn aus höheren Preisen durch Absatzminderung und Steigerung der konstanten Kosten wieder auf- gezehrt sehen, dann kann die Hoffnung, im Konkurrenzkampf bei voller Ausnützung der Betriebsanlagen weiter zu kommen, zur Auf- lösung des Kartells führen. Die Organisation wird um so mehr auf den Absatz ihrer ganzen Produktion Rücksicht nehmen müssen, je größer die Quote der fixen Kapitalkosten ist, und um so mehr, je größer die Sorge um diesen Absatz durch die Weltmarktschwierig-