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        <title>Zur Begriffsbestimmung der Kartelle und Konzerne</title>
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            <forname>Robert</forname>
            <surname>Vanoni</surname>
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der Konkurrenten ist. Genossenschaftlicher Geist und geschlossene 
Zahl der Mitglieder sind daher ein wesentlicher Faktor der Kar- 
tellbildung. 
Von großer Bedeutung ist natürlich die künstliche Förderung 
der Homogenität der Interessen; hierher gehören vor allem schutz- 
zöllnerische Maßnahmen. 
Diese verschiedenen Faktoren lassen erkennen, daß die An- 
Sicht, Kartellierung würde in denjenigen Gewerbezweigen am häu- 
figsten und in intensivster Bindung auftreten, in denen der Wett- 
bewerb am schärfsten sich geltend mache, viel zu eng ist. In weit 
Stärkerem Maße kommen bei der Kartellierung Momente persön- 
licher und sachlicher Natur zur Geltung. 
c) Bedingen die Rationalisierungsmöglichkeiten innerhalb 
des Kartellrahmens einen Inhaltswandel des 
Kartellbegriffs? 
Die Kartelle wurden bezeichnet als die Art der „Konzentra- 
tion“ von Unternehmungen, welche eine Einschränkung des Wett- 
bewerbs zwischen den Unternehmern, eine Produktions- und Ab- 
satzregelung herbeiführen will. Man könnte bei den Kartellen von 
einer organisatorischen Konzentration sprechen. Dem stehen gegen- 
über die Zusammenschlüsse, welche eine „Stärkung des Wettbewerbs 
in der Nachfrage“ bezwecken, „indem sie durch Herabsetzung der 
Erzeugungs- und Vertriebskosten und im Enderfolg auch der Preise 
Neue breitere Schichten von Käufern gewinnen wollen‘“?®). 
l. Die produktionswirtschaftlichen Aufgaben 
der Nachkriegszeit. 
Diese letztere Art der Konzentration trat an Bedeutung beson- 
ders in den Vordergrund, als die abnorme Marktlage der Kriegs- 
und Übergangszeit wieder. stabileren Wirtschaftsverhältnissen Platz 
Zemacht hatte. Der Wiederaufbau der gestörten volkswirtschaift- 
lichen Ordnung erforderte wirtschaftsorganisatorische Maßnahmen, 
die nicht so sehr auf eine Regulierung des freien Wettbewerbs ab- 
zielten; vielmehr lagen die Aufgaben in einer Neuordnung der Pro- 
duktion mit dem Ziel der Erhöhung der Wirtschaftlichkeit der Be- 
triebe im Sinn einer Höchstleistungsrationalisierung. Müllensiefen?®) 
28) Gruntzel, Die wirtschaftliche Konzentration, 1928, S. 20. 
2) Müllensiefen, Kartelle als Produktionsförderer, 1926, S. 7.</div>
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