nach ihrer Herkunft. Die Wirtschaftsobjekte (Arbeiter) desgleichen
ein halb bäuerliches, halb handwerksmäßiges Gepräge. In ihrer
Wirtschaftsgesinnung tragen beide noch die Eierschalen der vor-
kapitalistischen Wirtschaftssysteme an sich, d. h. die kapitalistischen
Wirtschaftsprinzipien kämpfen noch um ihre Anerkenntnis. Die
Idee der Nahrung herrscht noch in weitem Umfang und ebenso der
Traditionalismus.‘ Ebenso ähneln die äußeren Erscheinungsformen
des Wirtschaftslebens noch vielfach denen der früheren Zeit: Die
Hausindustrie wiegt noch vor, der Betriebsumfang der Fabriken und
Manufakturen ist gering; die Technik ist überwiegend noch die
frühere organisch-empirische“”).

Die Konkurrenz fand also noch zwischen kleinen Unterneh-
mungen mit geringer Maschinenverwendung statt. Über diese Wirt-
schaftseinheiten sagt Schmoller: „Die kaufmännischen, landwirt-
schaftlichen und gewerblichen Betriebe, wie sie 1750 bis 1850 be-
standen, waren der Mehrzahl nach alle klein, ihr Kapital mäßig.
Die Kämpfe auf dem Markte stellten sich immer dar als ein Rin-
gen von Dutzenden und Hunderten ähnlicher Kleinbetriebe mitein-
ander, wenn auch die ungleiche Grundbesitzverteilung, die großen
Kompagnien, viele Privilegien schon eine Minderheit in bevorzugte
Lage gebracht hatte“). Sofern daher der Wettbewerb solche Be-
triebe allzu sehr drückte, war ihnen ein Ausscheiden möglich ge-
macht. da die investierten Kapitalien verhältnismäßig gering waren

2. Die Änderung der produktionstechnischen
Grundlagen mitder Entwicklung zum Hoch-
kapitalismus.
Die Produküionstechnischen Ausmaße ändern sich aber grund-
legend mit der Entwicklung zum Hochkapitalismus, in dem Er-
werbsprinzip und ökonomischer Rationalismus sich voll entfaltet
haben. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts nahm das kapitalistische
Wirtschaftssystem in allen Ländern Westeuropas einen gewaltigen
Aufschwung. Sombart glaubt, daß es kaum jemals eine Periode
gegeben habe, in der sich das Reichstumsniveau der Nationen als
Ganzes ebenso sehr wie die Kaufkraft sämtlicher Bevölkerungs-

7) Sombart, Grundriß der Sozialökonomik IV, 1, S. 25.
8) Schmoller. Grundriß der allgem. Volkswirtschaftslehre, II. Bd., S. 57.

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