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in den ausgereiften Industrien findet aber der Konkurrenz- Ya
kampf zwischen wirtschaftlich gleich Starken statt, sodaß;die dyste1®*"“
Matische Vernichtung eines lästigen Wettbewerbers ein Übermaß an
Kampf erfordern würde, dessen Ausgang immer‘ noch Yraglich,.
bliebe.

b) Die kapitalistischen Unternehmungen stehen unter dem Ge-
setz der Massenproduktion, d. h. sie haben die Tendenz zu mög-
lichst optimaler Ausnützung der Produktionsanlagen, um eine opti-
male Kostenminderung durch Senkung der konstanten Kosten pro
Produkteinheit zu erreichen, auch wenn diese Politik zur vorhande-
nen Aufnahmefähigkeit des Marktes in direktem Widerspruch steht,
wie in Depressionszeiten. Dann muß solches Verhalten zu einer kri-
senhaften Marktübersetzung führen und die Folge ist eine wilde
Preisunterbietung, die sich von jeder Rücksicht auf die Gestehungs-
kosten, auf die Rentabilität des Unternehmens loslöst.

Es stellt sich daher in der hochkapitalistischen, technisch ent-
Wickelten Industrie die Meinung, aus dem freien Spiel der Kräfte
aller einzelnen Unternehmungen werde ein harmonisches Beisam-
mensein erwachsen, als eine Utopie heraus. Aus technischen Grün-
den ist ein Ausgleich durch normalen wirtschaftlichen Konkurrenz-
kampf nicht mehr möglich. Die Konkurrenz ist nicht mehr „frei“,
die Freiheit ist aufgehoben. Denn es fehlt die zweite wesentliche Be-
wegungsfreiheit, das Zurücktreten vom Konkurrenzkampf. Es wird
daher eine Konkurrenz ohne Ende, ein unerträglicher Zustand, in
dem auch die stärksten Unternehmungen unter schwerer Beein-
trächtigung ihrer Rentabilität zu leiden haben. Die Wirklichkeit die-
3er Gefahr wurde den deutschen Unternehmern nur zu deutlich
durch die große wirtschaftliche Krise, die in den Jahren 1874 bis
1804 herrschte. Die Folge in der geistigen Einstellung war: „Der
moderne Mensch hat vor allem in wirtschaftlichen Dingen den Glau-
herigen Unternehmer, die solche Verbesserungen zuerst anwenden, werden,
wenn sie natürlich neben den neu investierten Kapitalien auch noch das alte
Zu verzinsen haben, regelmäßig davon einen Vorteil haben. Daher das allge-
Meine Streben nach technischen Verbesserungen bei allen Unternehmern in
der auf dem Ertragsprinzip und der freien Konkurrenz beruhenden Organi-
Sation der Bedarfsversorgung. Dieses Streben macht sich aber sowohl in der
Sinzelwirtschaft wie in der gesamten Volkswirtschaft um so ungünstiger
geltend, je mehr dadurch alte Produktionsmittel, ohne
Schon entsprechend der regulären Benutzung amorti-
Siert zu sein, durch die neuen außer Gebrauch gesetzt
andausgeschaltet werden“ (S. 64/65).

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